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Die Auslegungsgeschichte der Bibel im Vergleich zur persönlichen Entwicklung des Bibellesers

Präkritische, kritische und postkritische Bibellektüre

Title: Die Auslegungsgeschichte der Bibel im Vergleich zur persönlichen Entwicklung des Bibellesers

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: David Löwen (Author)

Theology - Biblical Theology
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Der vorgelegten Untersuchung liegt folgende Ausgangsfrage zugrunde: "Muss ein Bibelleser – parallel zur (abendländischen) Auslegungsgeschichte der Bibel – notwendigerweise durch präkritische, kritische und postkritische Phasen der Bibel-Lektüre gehen?"

Zu Beginn steht die abendländische Auslegungsgeschichte der Bibel im Vordergrund. Anschließend sollen anhand ausgewählter Beispiele die geistigen Grundlagen, Methoden und Forderungen der neueren (philosophisch-)hermeneutischen Zugänge zur Bibel vorgestellt werden. Im Schlussteil soll mein (evangelikal geprägter) Lösungsansatz für die persönliche Entwicklung des Bibellesers grob umrissen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE AUSLEGUNGSGESCHICHTE DER BIBEL: EIN ABRISS

2.1 Prä-kritische Bibelauslegung

2.1.1 Grundlegungen

2.1.1.1 Jesu Schriftinterpretation

2.1.1.2 Apostolische Schriftinterpretation

2.1.2 Kirchliche Auslegung

2.1.2.1 Allegorische Schriftinterpretation

2.1.2.2 Typologische Schriftinterpretation

2.1.2.3 Lateinische Schriftinterpretation

2.1.2.4 Sanktionierte Schriftinterpretation

2.1.2.5 Scholastische Schriftinterpretation

2.2 (Historisch-)Kritische Bibelauslegung

2.2.1 Hermeneutische Umbrüche – Anfänge der Bibelkritik

2.2.1.1 Humanistische Forderungen. Aufkommen der Textkritik

2.2.1.2 Das reformatorische Prinzip

2.2.1.3 Gegenreformatorische Einwände

2.2.1.4 Die lutherisch-orthodoxe Verbalinspirationslehre

2.2.1.5 Aufklärerische Grundlegungen

2.2.2 Die »konsequent geschichtliche Betrachtung« der Schrift

2.2.3 Ernst Troeltsch und die Methodik der historischen Kritik

2.2.4 Lob und Kritik der Kritik

2.3 Post-kritische Bibelauslegung

2.3.1 Krise der Theologie – Gründe für das Aufkommen der post-kritischen Bibelauslegung

2.3.2 Gegenwärtige Methoden in der Bibelauslegung

2.3.3 Bewusstes »Ja« zum gegenwärtigen Methodenpluralismus

3 DIE PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG DES EINZELNEN BIBELLESERS

3.1 F.E. Deist: der wissenschaftliche und der alltägliche Gebrauch der Bibel

3.2 J. Steyn: prä-kritische, kritische und post-kritische Zugänge zur Bibel – eine »autobiographische Theologie«

3.2.1 Prä-kritische Rezeption der Bibel

3.2.2 Historische Kritik

3.2.3 Post-kritische existentiale Interpretation

3.3 H. Hesse: Phasen der menschlichen Entwicklung und Grundtypen seines Wesens

3.3.1 Die drei Phasen der menschlichen Entwicklung

3.3.2 Die zwei Grundtypen menschlichen Wesens

3.3.3 Schlussfolgerungen – wie sich die Phasen der menschlichen Entwicklung zu den Grundtypen seines Wesens verhalten

4 DIE AUSLEGUNGSGESCHICHTE DER BIBEL UND DIE ENTWICKLUNG DES EINZELNEN BIBELLESERS – EINE PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME

4.1 Zur Auslegungsgeschichte der Bibel

4.2 Zur Entwicklung des einzelnen Bibellesers

4.3 Zur Spaltung des Schriftverständnisses

4.4 Ein möglicher evangelikaler Lösungsansatz

4.4.1 Pi,stij als Grundlage und Ausgangspunkt des (theologischen) Erkennens

4.4.2 Heiliger Geist und Schriftauslegung

4.4.3 Auf dem Weg zur wissenschaftlich annehmbaren und existential relevanten Schriftauslegung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Hypothese, ob ein Bibelleser zwangsläufig die Phasen der prä-kritischen, kritischen und post-kritischen Bibelauslegung durchlaufen muss. Ziel ist es, die Auslegungsgeschichte in ein Gleichgewicht zu bringen und einen eigenen, evangelikalen Lösungsansatz zu skizzieren, der wissenschaftliche Anforderungen mit existentialer Relevanz verbindet.

  • Historische Analyse der abendländischen Auslegungsgeschichte der Bibel.
  • Untersuchung der persönlichen Entwicklung des Bibellesers anhand existentieller Theologien.
  • Reflexion über die Spaltung des Schriftverständnisses durch die Moderne.
  • Pluralismus der Methoden in der heutigen Bibelauslegung.
  • Diskussion über das Verhältnis von Glaube, Wissenschaft und dem Wirken des Heiligen Geistes.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Jesu Schriftinterpretation

Nicht von ungefähr schreibt Schäfer: „Die Stellung der Bibel in der Kirchengeschichte wird nur verständlich aus der Stellung Jesu zur Heiligen Schrift seines Volkes“; und weiter: „das richtige Verständnis des Werkes Jesu [ist] das eigentliche Ziel nicht nur alles Bibelstudiums, sondern auch aller Theologie“ (1980:15).

Zuerst die Apostel, ihnen nacheifernd die Apostelschüler, waren sehr darum bemüht, sich so stark wie möglich an den Schriftgebrauch ihres ‚eigentlichen’ Lehrers Jesus zu halten. So hat gerade seine Schriftinterpretation, obwohl „der Schwerpunkt seiner Verkündigung nicht in der Schriftauslegung liegt“ (Ebeling 1959:246), größte Auswirkungen auf die apostolische und frühchristlichen Interpretation des Alten Testaments und auf diese Weise das Entstehen des christlichen Neuen Testaments ausgeübt: „Jesu Auftreten war ... in sich selbst ein hermeneutischer Akt, der die einen neu und endgültig in das Verständnis Gottes einführte, während die anderen durch Jesu Anspruch und Verkündigung die alttestamentliche Offenbarung Gottes gefährdet oder gar aus den Angeln gehoben wähnten (Stuhlmacher 1986:64).

Jesus hat schon aufgrund seiner Zugehörigkeit zum jüdischen Volk und der damit verbundenen jüdischen Erziehung das Alte Testament zweifellos als seine Bibel betrachtet (Reventlow 1990:52). War er auf der einen Seite mit allen drei Abteilungen der heiligen Bücher – sowie mit der Auslegungsmethodik (:ebd.) – seines jüdischen Volkes wohl vertraut gewesen, was sein „Anschluss an die Tradition“ (Schäfer 1980:15), d.h. die Verwurzelung seiner Verkündigung in alttestamentlichen und frühjüdischen Voraussetzungen, bezeugt (vgl. Koch 1999:459; vgl. Gunneweg 1977:15), so war seine Schriftauslegung auf der anderen Seite von hartem Gegensatz zur jüdischen Interpretation gekennzeichnet (Schäfer 1980:15f). Seine Weisungen ergehen „gerade nicht als Auslegung, Korrektur oder Weiterführung einzelner Schriftaussagen ...; vielmehr erfolgen sie in prophetischer Vollmacht und Unbedingtheit, legitimiert durch die Nähe der von Jesus angesagten Herrschaft Gottes“ (Koch 1999:460).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob ein Bibelleser zwingend die Phasen der Auslegungsgeschichte durchlaufen muss, und kündigt die proportionierte Darstellung der prä-kritischen, kritischen und post-kritischen Ansätze an.

2 DIE AUSLEGUNGSGESCHICHTE DER BIBEL: EIN ABRISS: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Entwicklung von der prä-kritischen über die historisch-kritische bis zur heutigen post-kritischen Bibelauslegung.

3 DIE PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG DES EINZELNEN BIBELLESERS: Hier wird die These diskutiert, dass die Entwicklung des Bibellesers analog zur Auslegungsgeschichte verläuft, unter Einbeziehung der Ansätze von F.E. Deist, J. Steyn und H. Hesse.

4 DIE AUSLEGUNGSGESCHICHTE DER BIBEL UND DIE ENTWICKLUNG DES EINZELNEN BIBELLESERS – EINE PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME: Der Autor bewertet die gängigen Einteilungen kritisch und entwirft einen eigenen evangelikalen Lösungsansatz, der das Vertrauen auf Gott als Fundament für wissenschaftlich und existenziell relevante Bibelauslegung betont.

Schlüsselwörter

Bibelauslegung, Hermeneutik, Historisch-kritische Methode, Post-kritische Bibelauslegung, Schriftverständnis, Glaube, Offenbarung, Existentiale Bedeutung, Methodenpluralismus, Evangelikaler Ansatz, Heiliger Geist, Textkritik, Theologiegeschichte, Bibelleser, Exegese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die verbreitete Ansicht, dass ein Bibelleser in seiner persönlichen Entwicklung notwendigerweise die drei Phasen der abendländischen Auslegungsgeschichte – prä-kritisch, kritisch und post-kritisch – durchlaufen muss.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Das Spektrum reicht von der Geschichte der Bibelauslegung über hermeneutische Theorien bis hin zur angewandten Exegese und der psychologischen Dimension des Glaubenslebens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die starre Einteilung in Entwicklungsphasen zu hinterfragen und eine Synthese zu finden, die den christlichen Glauben und die wissenschaftliche Arbeit am Text ohne künstliche Spaltung vereint.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer historisch-hermeneutischen Analyse, wertet Fachliteratur aus und stellt diese in den Kontext einer persönlichen theologischen Stellungnahme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Schriftauslegung, die Vorstellung existentieller Zugänge zum Bibellesen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Methodenpluralismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Hermeneutik, Bibelauslegung, Glaube, Historisch-kritische Methode, Existentiale Relevanz und Methodenpluralismus.

Wie bewertet der Autor die historisch-kritische Methode?

Er erkennt zwar ihre produktiven Aspekte an, warnt aber vor einer einseitigen Glorifizierung und weist darauf hin, dass sie in einer Sackgasse enden kann, wenn sie die existentielle Relevanz vernachlässigt.

Welchen Stellenwert räumt der Autor dem Heiligen Geist ein?

Der Autor betont, dass der Heilige Geist nicht in eine rein private oder "alltägliche" Sphäre abgeschoben werden darf, sondern als Geist der Wahrheit integraler Bestandteil der Erkenntnis und des Schriftverständnisses ist.

Was schlägt der Autor als Lösung für die Spaltung des Schriftverständnisses vor?

Er schlägt einen Lösungsansatz vor, der den Glauben (Pistis) als fundamentales Ausgangspunkt des Erkennens begreift und damit eine Brücke zwischen akademischer Wissenschaft und dem Leben in der Gemeinde schlägt.

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Details

Title
Die Auslegungsgeschichte der Bibel im Vergleich zur persönlichen Entwicklung des Bibellesers
Subtitle
Präkritische, kritische und postkritische Bibellektüre
College
University of South Africa
Grade
1,3
Author
David Löwen (Author)
Publication Year
2004
Pages
39
Catalog Number
V313483
ISBN (eBook)
9783668122215
ISBN (Book)
9783668122222
Language
German
Tags
Bibellektüre evangelikale Theologie Geschichte der Bibelauslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Löwen (Author), 2004, Die Auslegungsgeschichte der Bibel im Vergleich zur persönlichen Entwicklung des Bibellesers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313483
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