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Das Motiv der Liebe in Goethes „Faust I“. Die Wandlung der Liebe bis zur Begierde

Titel: Das Motiv der Liebe in Goethes „Faust I“. Die Wandlung der Liebe bis zur Begierde

Hausarbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Olaf Breithecker (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Johann Wolfgang von Goethe setzte sich in seinen Werken sehr mit dem Motiv der Sehnsucht und der Liebe auseinander, so auch in "Faust I".

Da Mephisto den in Sachen Liebe noch unerfahrenen Faust nur als Körperwesen ansprechen kann, muss er versuchen, Faust in diesem Machtbereich zu befriedigen. Dazu „benutzt“ Mephisto, die Gier und die Lust, die er in Faust zunächst wecken muss.
Im weiteren Verlauf des Werkes wird deutlich, dass die Liebe, die Faust zu Beginn ausschließlich in einer idealisierten Reinform sieht, sich immer mehr zu körperlichem Verlangen und zu Begierde wandelt. Dabei missachtet Mephisto den sehnlichsten Wunsch Fausts, sich durch Liebe entgrenzen zu können.

Als Verknüpfung der Ausgangsthese mit der Zielthese dient die Szene Wald und Höhle. Die Wandlung der Liebe geht konform mit der „Verwandlung Fausts von einem Geist- zu einem Körperwesen“. Dies habe ich als Zielthese meiner Hausarbeit gewählt, die anhand der Szenen Marthens Garten und Kerker überprüft wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wandlung der Liebe bis hin zur Begierde

2.1 Die Szene Hexenküche als Einstieg in die Welt Mephistopheles

2.2 Die Begegnung mit Gretchen in der Szene „Straße“

2.3 Fausts Wandlung in der Szene Abend

2.4 Die erste Annäherung in der Szene Garten

2.5 Ein Gartenhäuschen

3. Die Szene Wald und Höhle als Wendepunkt in dem Faustroman

4. Die Verwandlung Fausts von einem Geist- zu einem Körperwesen

4.1 Die Szene Marthens Garten als Anfang vom Ende

4.2 Die Veränderung Fausts in der Kerkerszene

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wandlung des Liebesmotivs in Goethes „Faust I“, wobei die Transformation der idealisierten Liebe hin zu körperlichem Verlangen und Begierde im Zentrum steht. Zudem wird analysiert, wie diese Entwicklung parallel zur Verwandlung Fausts von einem Geist- zu einem Körperwesen verläuft, maßgeblich beeinflusst durch Mephistopheles und Gretchens Rolle als Gegenspielerin.

  • Analyse der Liebesdarstellung in zentralen Szenen (Hexenküche bis Kerker).
  • Untersuchung von Mephistopheles' Einfluss auf Fausts Triebsteuerung.
  • Gretchen als Symbol für Unschuld und religiöse Integrität.
  • Die Rolle der „Doppelnatur“ Fausts im Spannungsfeld zwischen Geist und Begierde.

Auszug aus dem Buch

2.3 Fausts Wandlung in der Szene Abend

In der Szene „Abend“ befindet sich Faust zusammen mit Mephisto in Gretchens Zimmer. Zunächst will Faust Gretchen auf billige Art und Weise kaufen, das Kästchen wird zu einem Symbol für seine schlechten Absichten, doch schon bald verändert sich seine Absicht. Dies wird vor allem daran deutlich, dass er Mephisto aus dem Zimmer schickt, als die Atmosphäre desselbigen auf ihn zu wirken beginnt. Die Hinausweisung Mephistos kann auch als symbolischer Akt gedeutet werden: Faust möchte den Teufel, der für ihn die Begierde widerspiegelt, nicht in seiner Nähe haben, wenn er das Zimmer Gretchens auf sich wirken lässt. Mephisto, der Herr der Begierde, stört Faust in der Sinnlichkeit, die von Gretchens Zimmer ausgeht. Er möchte sich ganz seinen Gedanken hingeben und kann daher Mephisto nicht in seiner Nähe ertragen. Faust spürt schon hier den Abgrund, der zwischen Gretchen und der mephistophelischen Welt gähnt. So werden auch die Dinge in diesem Zimmer für Faust zu Symbolträgern. Beispielsweise wird der lederne Sessel zum Väterthron. Seine Begierde wird zurückgedrängt und macht Platz für die Wahrnehmung eines echten Liebesgefühls.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Forschungsfrage zur Wandlung des Liebesmotivs und zur Entwicklung Fausts von einem Geist- zu einem Körperwesen.

2. Die Wandlung der Liebe bis hin zur Begierde: Dieses Kapitel untersucht in fünf Unterpunkten die entscheidenden Szenen, in denen Mephisto versucht, Fausts Begierde zu wecken.

3. Die Szene Wald und Höhle als Wendepunkt in dem Faustroman: Das Kapitel beleuchtet den inneren Monolog Fausts, in dem er mit sich ringt und erneut zwischen Geist und Begierde schwankt.

4. Die Verwandlung Fausts von einem Geist- zu einem Körperwesen: Hier wird der Einfluss von Mephisto auf die tragische Entwicklung der Beziehung in den Szenen „Marthens Garten“ und „Kerker“ analysiert.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Fausts Versuch, Herr seiner Leidenschaft zu werden, scheitert und er Gretchen schicksalhaft ins Verderben zieht.

Schlüsselwörter

Faust I, Johann Wolfgang von Goethe, Liebesmotiv, Begierde, Mephistopheles, Gretchen, Körperwesen, Geistwesen, Hexenküche, Wald und Höhle, Erlösung, Schuldgefühl, Sinnlichkeit, Doppelnatur, Tragödie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Veränderung des Liebesverständnisses des Protagonisten Faust in Goethes „Faust I“ und dessen Einfluss auf seine moralische und psychische Verfassung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Liebesmotiv, der Konflikt zwischen Geist und Materie, der Einfluss von Mephistopheles als Verführer und Gretchens Rolle als religiöser und moralischer Gegenpol.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die These, dass eine Wandlung der Liebe hin zur Begierde stattfindet, die mit Fausts Verwandlung von einem Geist- zu einem Körperwesen korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse einzelner Schlüsselszenen des Dramas unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Entwicklung Fausts von der „Hexenküche“ über das „Gartenhäuschen“ bis hin zur „Kerkerszene“.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Liebesmotiv, Faust, Begierde, Mephistopheles, Körperwesen und Geistwesen.

Warum fungiert die Szene „Wald und Höhle“ als Wendepunkt?

Sie dient als Moment der Reflexion, in dem Faust zwar seine moralische Zerrissenheit erkennt, aber durch den Einfluss Mephistos dennoch der triebhaften Begierde verfällt.

Welche Rolle spielt Gretchen in der Tragödie?

Gretchen ist für den Autor die Gegenspielerin Mephistos; sie repräsentiert durch ihre Unschuld und ihr religiöses Empfinden eine Liebe, die Faust zwar zeitweise reinigt, die er jedoch aufgrund seiner Paktbindung zerstört.

Wie ist die „Doppelnatur“ Fausts zu verstehen?

Faust ist gleichzeitig ein nachdenklicher Gelehrter (Geistwesen) und ein durch Mephisto fremdgesteuerter Getriebener (Körperwesen), der an seinem eigenen Handeln und der Zerstörung Gretchens leidet.

Welchen Einfluss hat Mephistopheles auf das Liebesgeschehen?

Mephistopheles instrumentalisiert die körperliche Begierde, um Faust von seinen geistigen Idealen abzubringen und ihn in eine Abhängigkeit zu führen, die schließlich in der Katastrophe für Gretchen endet.

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Details

Titel
Das Motiv der Liebe in Goethes „Faust I“. Die Wandlung der Liebe bis zur Begierde
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Proseminar im Grundstudium: Faust I
Note
1,7
Autor
Olaf Breithecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V313537
ISBN (eBook)
9783668131682
ISBN (Buch)
9783668131699
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Faust Germanistik Liebe Gretchen Hexenküche Fausts Wandlung Geistwesen Körperwesen Veränderung Martes Garten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olaf Breithecker (Autor:in), 2009, Das Motiv der Liebe in Goethes „Faust I“. Die Wandlung der Liebe bis zur Begierde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313537
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Leseprobe aus  19  Seiten
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