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(Rap)-Musik im Religionsunterricht. Einsatz von Marterias "OMG" in der Schule

Titel: (Rap)-Musik im Religionsunterricht. Einsatz von Marterias "OMG" in der Schule

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Kraft (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Mittelpunkt der Arbeit soll folglich der Bildungsgehalt von Musik im Allgemeinem, besonders aber der der Rapmusik stehen und ob dieser bei den Schülern wegen dem oftmals vorhandenen persönlichem Interesse einen anderen Zugang zu Themen des Religionsunterricht eröffnen kann.

Rap auf deutsch hat sich seit nun mehr als zwanzig Jahren fest etabliert. Zwar ist der Ruf dieses Musik-Genres alles andere als einwandfrei, jedoch erfreut es sich gerade bei Jugendlichen großer Beliebtheit. Anfänglich noch sehr durch den amerikanischen Hiphop beeinflusst hat sich die deutsche Rapszene vor allem deshalb vergrößert, weil die Zuhörer die Texte in ihrer Muttersprache direkt verstehen und sich darin wiederfinden können. Es ist fast selbstverständlich, dass die Lieder der Musikstars Zeile für Zeile auswendig von deren Fans mitgerappt werden können. Auch aus persönlicher Neugier wurde dieses Genre für die Hausarbeit ausgesucht, um den religionspädagogischen Gehalt der Rapmusik auszuloten.

„Will da oben rein, wie soll das gehen?“ Diese – von Marteria zwar sehr umgangssprachlich formulierte Frage – stellen sich so oder so ähnlich fast alle Menschen und auch viele Schüler im jugendlichen Alter. Warum also nicht die Fragen „wie kommt man in den Himmel und wie sieht dieser überhaupt aus?“ anhand Musikstücke der aktuellen Idole der Schüler und deren Texte aufrollen? Noch bevor im Seminar „Musik im Religionsunterricht“ besprochen wurde, war meine Wahl des Hausarbeitsthemas schon klar: Rapmusik im Religionsunterricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Musik als Medium im Religionsunterricht

3. Einsatz des Liedes „Omg“ im Unterricht

3.1 Didaktische Entfaltung

3.2 Vermittlungsidee und - absicht

3.3 Methodische Entfaltung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den religionspädagogischen Gehalt von Rap-Musik und analysiert, ob diese aufgrund der persönlichen Interessen von Jugendlichen einen neuen Zugang zu religiösen Themen im Unterricht eröffnen kann.

  • Bildungspotential von Musik im Religionsunterricht
  • Integration von populärer Musik und Rap in die religionspädagogische Praxis
  • Didaktische und methodische Einsatzmöglichkeiten von Rap-Songs
  • Reflexion über Jenseitsvorstellungen und Sinnfragen anhand von Liedtexten
  • Herausforderungen und Chancen bei der Arbeit mit Jugendkultur

Auszug aus dem Buch

3.2 Vermittlungsidee und -absicht

Der Titel des Liedes OMG! als Abkürzung für „Oh mein Gott!“ lässt schon vermuten, dass es im Liedtext um ein Auseinandersetzen mit Gott oder religiösen, sinnverwandten Themen geht.

Beim Anhören des Stückes wird diese Annahme bestätigt: Die sich im Refrain als Hauptfrage stellende Frage „Oh mein Gott dieser Himmel, wie komm ich da bloß rein?“ ist eine jeden Menschen existenziell Betreffende. Die Recherche über den Komponisten Marten Laciny und der Kenntnis weiterer Songtexte hat den Rapper eher als einen Menschen gezeichnet, der als Ostdeutscher wenig bis gar nichts mit der Religion zu tun hat.

Fußballer, Model, Schauspieler und Musiker – Marteria […] hat schon vieles ausprobiert und war dabei meistens erfolgreich. Entschieden hat er sich für die Musik. Umso erstaunlicher, dass gerade ein solcher Lebemann sich auch um die Frage „was kommt danach“ schert. SASKIA NOTHOFER schreibt über ihn: „Die Tracks des Rappers zwingen zum Zuhören, jede Zeile [...] strotzt vor Inhalt“55. Nach diesem Zitat zu urteilen, sollte er nach den Erkenntnissen der in dieser Hausarbeit erarbeiteten Kriterien für Musik im Religionsunterricht bestens geeignet sein.

Im Vergleich zu sonstiger Popmusik, vor allem aber dem Techno, steht in der Rapmusik der Liedtext klar im Vordergrund. Sie entstand als Gegentrend auf das Vergessen und Verdrängen der Wirklichkeit in der Ekstase des Techno in den 70er Jahre Discos. Die Kritik an heutiger Musik, sie sei sowohl auf musikalischer als auch auf textlicher Ebene zu einfältig und anspruchslos, kann man jedenfalls auf den Text bezogen für Hip-Hop nicht erweitern. Natürlich gilt und ist ein großer Teil des (deutschen) Raps sehr gewaltverherrlichend, frauenfeindlich und sexistisch, jedoch gibt es auch hier eine Minderheit von Verfassern, die gesellschaftskritische, reflektierende und sogar dem Gangsterimage in Gänze widersprechend sehr gefühlsvolle Lieder schreibt. MICHAEL LANDGRAF spricht von Rap als die „bedeutsamste botschaftsorientierte Musikrichtung des 20. Jahrhunderts“56. Im Zentrum dieser Richtung steht nicht der zur Ekstase führende Rhythmus, sondern „das gesprochen Wort, die Botschaft“57. LANDGRAF vergleicht die Stellung der Rapmusik mit „der Bedeutung der Predigt und des Liedes im Protestantismus“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Rap-Musik für Jugendliche ein und begründet die Absicht, den religionspädagogischen Gehalt dieses Genres zu untersuchen.

2. Musik als Medium im Religionsunterricht: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen, warum Musik als Medium in der Religionspädagogik eingesetzt werden sollte und welche didaktischen Kriterien dabei zu beachten sind.

3. Einsatz des Liedes „Omg“ im Unterricht: Der Autor zeigt exemplarisch auf, wie das Lied „Omg“ von Marteria methodisch und didaktisch genutzt werden kann, um Sinnfragen und das Thema Tod im Unterricht zu bearbeiten.

4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Überlegungen zusammen und plädiert für einen verantwortungsbewussten Einsatz populärer Musik, unter Berücksichtigung der kritischen Bedenken gegenüber einer oberflächlichen Instrumentalisierung.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Rap-Musik, Popmusik, Didaktik, Jugendkultur, Marteria, Sinnfragen, Tod, Jenseitsvorstellungen, ästhetische Bildung, religiöser Bildungsprozess, Liedtextanalyse, Musikpädagogik, Medienkompetenz, Unterrichtsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von populärer Musik, insbesondere Rap-Musik, im Religionsunterricht, um einen authentischen Zugang zu religiösen Themen und Lebensfragen von Jugendlichen zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die religionspädagogische Bedeutung von Musik, die Analyse von Rap-Texten als Reflexionsanlass sowie die didaktische Einbindung aktueller Musikstücke in den schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den religionspädagogischen Gehalt von Rap-Musik auszuloten und zu prüfen, ob das Interesse der Schüler an ihrer eigenen Musikkultur als Brücke zu tieferen existentiellen und religiösen Themen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche und fachdidaktische Analyse, um Kriterien für den Musikeinsatz zu erarbeiten und diese am konkreten Beispiel des Liedes „Omg“ von Marteria anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Reflexion über Musik als Medium im Religionsunterricht und die praktische, didaktische Entfaltung des Liedes „Omg“ inklusive methodischer Umsetzungsvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Religion, Rap-Musik, Jugendkultur, Didaktik, existenzielle Sinnfragen, ästhetische Bildung und Unterrichtsmethodik.

Warum wird gerade der Song „Omg“ von Marteria für den Unterricht vorgeschlagen?

Das Lied greift existenzielle Grundfragen der Menschheit auf, wie das Sterben und die Frage nach dem Jenseits, und bietet durch seine textliche Tiefe und den Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen ein hohes Potenzial für Diskussionen.

Welche Bedenken äußert der Autor gegenüber dem Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht?

Der Autor warnt vor einer Verwässerung der christlichen Botschaft und betont, dass die Musik nicht nur zur Unterhaltung oder als oberflächlicher Lückenfüller dienen darf, sondern authentisch zum Unterrichtsthema passen muss.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit anderen Schulfächern?

Der Autor empfiehlt eine fächerübergreifende Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Fach Musik für technische Aspekte und das Verständnis von Rhythmus, sowie optional mit dem Kunstunterricht für kreative Produktionen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
(Rap)-Musik im Religionsunterricht. Einsatz von Marterias "OMG" in der Schule
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Note
1,7
Autor
Johannes Kraft (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V313547
ISBN (eBook)
9783668124530
ISBN (Buch)
9783668124547
Sprache
Deutsch
Schlagworte
OMG Rap Religion Religionsunterricht Musik im Religionsunterricht Rap im Religionsunterricht Musik Rapmusik Marteria Hiphop
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Kraft (Autor:in), 2014, (Rap)-Musik im Religionsunterricht. Einsatz von Marterias "OMG" in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313547
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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