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Die Leitlinien der israelischer Außen- und Sicherheitspolitik. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Israel und Jordanien

Titel: Die Leitlinien der israelischer Außen- und Sicherheitspolitik. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Israel und Jordanien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 28 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: B.Ed. Christoph Grave (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dieses im Rahmen der staatlichen Außen- und Sicherheitspolitik zu gewährleisten ist eine Grundfunktion des modernen Staates. Die Erwartungen der Bevölkerung an den Staat sind hoch, doch ist es enorm schwierig diesen gerecht zu werden. Wieso das so ist zeigt sich bereits in dem Grundproblem der Definition des Begriffs Sicherheit. „Dieser beschreibt keinen fassbaren Gegenstand, sondern ein facettenreiches Konzept, welches individuell-persönliche wie auch kollektive Dimensionen, etwa auf der nationalen bzw. gesellschaftlichen Ebene, aufweist“ (Gareis 2015: 4).

Betrachtet man vor diesem Hintergrund die israelische Außen- und Sicherheitspolitik, so wird das Erfassen des Begriffs Sicherheit nicht gerade einfacher. Die israelische Außen- und Sicherheitspolitik ist vor allem durch das Verhältnis mit den direkten Nachbarstaaten geprägt. Je nachdem in welcher Weise sich das politische Umfeld wandelt, wandelt sich auch die Außen- und Sicherheitspolitik. Sicherheit in Israel ist somit – wie auch in anderen Staaten – kein statisches sondern ein dynamisches Konstrukt. Seit den politischen Umbrüchen in Israels Nachbarstaaten Ägypten, Syrien und Jordanien, die im Dezember 2010 begannen, hat sich die außen- und sicherheitspolitische Agenda des Landes nachhaltig verändert. Während vor allem westliche Staaten die Umbrüche in der arabischen Welt begrüßten, stand Israel den neuen Entwicklungen in ihrer Nachbarschaft von Beginn an skeptisch gegenüber.

Mit Blick auf diese Veränderungen soll Ziel dieser Hausarbeit sein Leitlinien der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik aufzuzeigen und diese am Beispiel Jordaniens zu verdeutlichen. Die Arbeit unterteilt sich hierbei in zwei Teile. Im ersten Teil werden die wichtigsten Leitlinien der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik pointiert dargestellt. Dabei erfolgt der Zugriff durch eine kurze historische Herleitung, die oftmals die aktuellen Reaktionen Israels verdeutlichen. Im zweiten Teil werden die Beziehungen zu Jordanien näher betrachtet und versucht, die in Teil eins herausgearbeiteten Leitlinien an den bilateralen Abkommen der beiden Staaten aufzuzeigen. Im Fazit werden die wichtigsten Erkenntnisse kurz und bündig zusammengestellt und ein Ausblick auf die mögliche Entwicklung dieser Beziehung gestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und Hintergründe israelischer Außen- und Sicherheitspolitik

2.1. Strategische Partnerschaften

2.2. Die Dominanz der Sicherheitsfrage

2.3. Der Palästinenserkonflikt

2.4. Paradigmen israelischer Außen- und Sicherheitspolitik

3. Israel und Jordanien

3.1. Vom Krieg zum Frieden

3.2. Paradigmen der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik am Beispiel Jordaniens seit der Unterzeichnung des Friedenvertrages 1994

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die zentralen Leitlinien der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik zu identifizieren und deren praktische Anwendung sowie Auswirkungen am Beispiel der bilateralen Beziehungen zu Jordanien zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Herleitung und Entwicklung der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik
  • Die Bedeutung strategischer Partnerschaften, insbesondere zu den USA
  • Die Rolle der Sicherheitsfrage und des Nahostkonflikts als bestimmende Faktoren
  • Analyse des israelisch-jordanischen Verhältnisses unter Berücksichtigung regionaler Umbrüche

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Dominanz der Sicherheitsfrage

Israel kämpft seit der Gründung 1948 um Anerkennung in der Region und sieht sich einer ständigen Bedrohung durch seine Nachbarstaaten ausgesetzt. Nach dem „Sechs-Tage-Krieg“ 1967 entwickelte sich so eine Verteidigungsdoktrin, aus der sich der diplomatische Ansatz des „Primats der Sicherheitspolitik“ entwickelte. Dieser war grundlegend für die Aufnahme von internationalen Beziehungen und fand Eingang in die Politik aller Regierungen seit 1967 bis zu den ersten Jahren des Osloer Friedensprozesses zu Beginn der 1990er Jahre (Diker 2013: 106ff.). Vor allem bei den Verhandlungen mit Nachbarstaaten und den Palästinensern spielte dieser diplomatische Ansatz eine wichtige Rolle, nachdem Israel in den Jahren zwischen 1949 und 1967 ein eklatantes Sicherheitsproblem hatte mit der Waffenstillstandslinie von 1949. Diese Linie stellte faktisch bis zum 4. Juni 1967 die östliche Grenze Israels dar und machte es an entscheidender Stelle verwundbar. Yigal Allon, der von 1974 - 1977 Außenminister war, stellte dazu 1976 in einem Aufsatz für Foreign Affairs fest, dass die östliche Grenze bis 1967 das größte Problem war, da sie nur eine Breite zwischen 18 und 25 Kilometern aufwies und in ihr die wichtigsten Bevölkerungszentren einschließlich Tel Avivs lägen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Sicherheitsdefinition ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Leitlinien israelischer Außenpolitik anhand des Beispiels Jordanien aufzuzeigen.

2. Grundlagen und Hintergründe israelischer Außen- und Sicherheitspolitik: Dieses Kapitel erörtert die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen Israels, inklusive strategischer Partnerschaften, der zentralen Bedeutung der Sicherheitsfrage, des Palästinenserkonflikts und vorherrschender außenpolitischer Paradigmen.

3. Israel und Jordanien: Hier werden die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Jordanien von der historischen Entwicklung bis zur Gegenwart analysiert, wobei der Einfluss der Leitlinien auf diesen spezifischen "kalten Frieden" untersucht wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die israelische Außenpolitik maßgeblich durch Sicherheitsinteressen geprägt bleibt und der Nahostkonflikt eine ständige Belastung für die diplomatischen Beziehungen darstellt.

Schlüsselwörter

Israel, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Jordanien, Nahostkonflikt, Palästinenser, USA, Strategische Partnerschaft, Militärdoktrin, Friedensvertrag, Sicherheitsdilemma, Regionalpolitik, Netanjahu, Sicherheitsfrage, Oslo-Prozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Leitlinien der israelischen Außen- und Sicherheitspolitik und analysiert, wie diese die bilateralen Beziehungen zum Nachbarstaat Jordanien beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die sicherheitspolitische Strategie Israels, die Rolle der USA als strategischer Partner, der Einfluss des Nahostkonflikts auf die Diplomatie sowie die Entwicklung des israelisch-jordanischen Verhältnisses seit dem Friedensschluss 1994.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das israelische Streben nach Sicherheit in spezifischen außenpolitischen Leitlinien manifestiert und wie sich diese Leitlinien auf die Beziehungen zu Jordanien auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse, die historische Hintergründe und aktuelle sicherheitspolitische Dokumente und Literatur miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der sicherheitspolitischen Grundlagen Israels und einen empirischen Teil, der das Verhältnis zu Jordanien unter dem Einfluss dieser Leitlinien beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sicherheitspolitik, Strategische Partnerschaft, Israel, Jordanien, Palästinenserkonflikt und regionale Stabilität geprägt.

Wie hat sich der "warme Frieden" mit Jordanien entwickelt?

Nach einem hoffnungsvollen Beginn nach dem Friedensvertrag 1994 kühlten die Beziehungen aufgrund politischer Entwicklungen in Israel, wie dem Rechtsruck nach der Ermordung Rabins und der stagnierenden Lösung im Palästinenser-Konflikt, deutlich ab.

Welchen Einfluss hat der Palästina-Konflikt auf die israelisch-jordanischen Beziehungen?

Da Jordanien eng mit der palästinensischen Frage verknüpft ist – sowohl historisch als auch demographisch – führen israelische Maßnahmen gegen palästinensische Angriffe oft zu einer direkten diplomatischen Belastung im Verhältnis zu Amman.

Welche Rolle spielt die Person Benjamin Netanjahu in der israelischen Außenpolitik?

Der Autor stellt fest, dass Netanjahus Fokus auf den "Primat der Sicherheitspolitik" und seine konfrontative Haltung die diplomatischen Spielräume gegenüber den palästinensischen Nachbarn sowie gegenüber Jordanien maßgeblich eingeschränkt haben.

Warum ist das Sicherheitsbedürfnis Israels so dominant?

Aufgrund der historischen Erfahrung und der existentiellen Bedrohung durch feindlich gesinnte Regime sowie terroristische Organisationen ist Sicherheit in Israel gleichbedeutend mit der nationalstaatlichen Existenzsicherung.

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Details

Titel
Die Leitlinien der israelischer Außen- und Sicherheitspolitik. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Israel und Jordanien
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Parteienlandschaft Israels
Note
2,3
Autor
B.Ed. Christoph Grave (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V313664
ISBN (eBook)
9783668124929
ISBN (Buch)
9783668124936
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Israel Außenpolitik Naher Osten Syrien Jordanien IS Palestina Krieg Frieden Sicherheitspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Ed. Christoph Grave (Autor:in), 2015, Die Leitlinien der israelischer Außen- und Sicherheitspolitik. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Israel und Jordanien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313664
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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