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Die Stolen Generation. Der Versuch der Zwangsassimilierung der Aborigines zwischen 1900 und 1969

Title: Die Stolen Generation. Der Versuch der Zwangsassimilierung der Aborigines zwischen 1900 und 1969

Pre-University Paper , 2015 , 32 Pages

Autor:in: Lukas Rößler (Author)

History - Australia, Oceania
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Summary Excerpt Details

Das Thema der Stolen Generation ist vor allem für Australien sehr wichtig. Dem Rest der Welt ist das Ganze nicht in dem Maße bewusst. Die vorliegende Arbeit zeigt die Geschichte Australiens von Beginn an, von den Aborigines über James Cook bis zu den britischen Strafgefangenen. Der Rassismus der australischen Politik wird beleuchtet, ebenso wie die Stolen Generation an sich. Der Raub der Kinder von ihren Familien, die Folgen dieser grausamen Politik und die Reaktionen darauf. All das wird in der Arbeit beschrieben.

Die wichtigste Fragestellung war, wie es zur rassistischen Politik der Zeit der Stolen Generation kam. Wie das Ganze durchgeführt wurde und die rassistischen Hintergründe Australiens waren ebenfalls Punkte, denen von mir viel Beachtung geschenkt wurde. All diese Fragen konnten von mir beantwortet werden, um so einen besseren und klareren Blick auf diese dunkle Zeit der australischen Geschichte zu bieten. Der Rassismus der australischen Regierung von damals, der bestimmt vielen nicht bewusst ist, wird in der Arbeit gezeigt, genauso wie die Stolen Generation an sich, von der man außerhalb von Australien nicht viel weiß.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einwanderung in Australien bis 1900

2.1 Die erste Besiedelung

2.2 Die Entdeckung durch James Cook

2.3 Australien als Strafkolonie

2.4 Die Zeiten des Goldrausches

3. Australien und der Rassismus

3.1 White Australia Policy

3.1.1 rassistische Politik im 19. Jahrhundert

3.1.2 rassistische Politik im 20. Jahrhundert

3.1.3 Rückgang der rassistischen Politik

4. Die Stolen Generation - 1900 bis 1969

4.1 Der Rassismus wird zum bestimmenden Element der australischen Politik

4.2 Ausbreitung des Rassismus

4.3 Die Zeit ab dem Zweiten Weltkrieg

4.4 Berichte

4.4.1 John

4.4.2 Evie

4.5 Ende der rassistischen Politik

5. Auswirkungen und Folgen

5.1 The Bringing Them Home Report

5.2 Cathy Freeman

5.2.1 Biografie

5.2.2 Olympia 2000

5.2.3 Symbolfigur

5.3 Reaktionen der Regierung

5.3.1 National Sorry Day

5.3.2 Die offizielle Entschuldigung

6. Fazit

7. Quellen

7.1 Literaturverzeichnis

7.1.1 Bücher

7.1.2 Internet

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das dunkle Kapitel der australischen Geschichte, bekannt als „Stolen Generation“, und analysiert die rassistische Politik der Zwangsassimilierung, die zwischen 1900 und 1969 gegenüber den Aborigines praktiziert wurde.

  • Historische Entwicklung Australiens von der Besiedelung bis zur Strafkolonie
  • Die White Australia Policy und die Rolle des systemischen Rassismus
  • Die staatlich gelenkte Entführung von Aborigine-Kindern und deren Folgen
  • Die Bedeutung von Cathy Freeman als Symbolfigur und politische Identitätsstifterin
  • Die Aufarbeitung durch den Bringing Them Home Report und staatliche Entschuldigungsmechanismen

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Rassismus wird zum bestimmenden Element der australischen Politik

Die rassistische Politik in Australien richtete sich nicht nur gegen alle möglichen Einwanderer, sondern auch gegen die Bevölkerung des Landes selbst. Die Ureinwohner des fünften Kontinents, die Aborigines, waren die große Zielscheibe des Rassismus im 20. Jahrhundert in Australien. Und das, obwohl die eigentliche Politik des Landes sich gegen Einwanderer aussprach. So gesehen wurden in der Zeit der Stolen Generation die eigentlichen Bewohner des Landes durch Einwandere verfolgt, damit wiedersprach die Regierung ihrem eigenen Konzept völlig.

Die Unterdrückung der Aborigines begann mit der Besiedelung weiter Teile im Landesinneren. Den Aborigines wurde dort ihr Land weggenommen und die Rechte auf religiöse Handlungen und manchmal sogar auf das Sprechen der eigenen Sprache entzogen.

Um 1900 wurde die Erbkultur aller Weißen im Land als die einzig wahre und beste angesehen. Das bedeutet, alle, die keine weißen Europäer oder deren Nachkommen waren, waren keine vollwertigen Menschen, geschweige denn Bürger. Die „schlechten“ Gene der Aborigines sollten durch Kreuzung mit weißen Bürgern ausgetrieben werden, laut offiziellem Beschluss der australischen Regierung ist die vierte gekreuzte Generation eines Mischlingskindes eine reine und weiße. Daher wurden viele Aborigine Kinder ihren Familien entrissen und in Lager gebracht, wo ihnen der gesellschaftliche Umgang beigebracht werden sollte und sie als Arbeiter ausgebildet wurden, um später in einer Zwangsehe zu landen. All das wurde staatlich unterstützt und gefördert, so genannte Chief Protectors hatten die Gewalt über die Teile des Landes, in denen Aborigines traditionell lebten. Diese Chief Protectors, oder zu Deutsch Schutzherren, bezeichneten ihr Handeln als „Akt der Fürsorge“ gegenüber den Kindern, denn sie und ihre Nachkommen wurden ja aus der schlechten Kultur und aus dem schlechten Volk der Aborigines erhoben, um ein Leben unter Weißen zu führen. Die Aborigines waren laut australischer Regierung sowieso dem Untergang geweiht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Stolen Generation ein und erläutert die Beweggründe des Autors, sich mit diesem kaum bekannten Kapitel der australischen Geschichte auseinanderzusetzen.

2. Einwanderung in Australien bis 1900: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Besiedelung Australiens, angefangen bei den Aborigines über die Ankunft von James Cook bis hin zur Entwicklung als britische Strafkolonie.

3. Australien und der Rassismus: Hier wird die „White Australia Policy“ analysiert, die den Wandel von einer relativ toleranten Einwanderungsgesellschaft im 19. Jahrhundert hin zu einer exklusiven, rassistisch geprägten Politik im 20. Jahrhundert aufzeigt.

4. Die Stolen Generation - 1900 bis 1969: Das Kernstück der Arbeit befasst sich mit der systematischen Entführung von Aborigine-Kindern, den persönlichen Schicksalsberichten von Betroffenen und der staatlichen Ideologie der Assimilation.

5. Auswirkungen und Folgen: Dieses Kapitel analysiert die langfristigen traumatischen Folgen für die Opfer sowie die Rolle von Cathy Freeman und die politische Aufarbeitung durch den „Bringing Them Home Report“.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Thema der Stolen Generation stärker in das kollektive Geschichtsbewusstsein und in Lehrpläne aufzunehmen.

Schlüsselwörter

Australien, Aborigines, Stolen Generation, Rassismus, White Australia Policy, Zwangsassimilierung, Bringing Them Home Report, Menschenrechte, Cathy Freeman, Geschichte, Kolonialismus, Kindesraub, Diskriminierung, Entschuldigung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der „Stolen Generation“ in Australien, einer Zeitspanne, in der Kinder der Aborigines systematisch ihren Familien entrissen wurden, um sie zwangsweise in die weiße Gesellschaft zu assimilieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Besiedelung Australiens, die Entwicklung rassistischer politischer Ideologien, das Schicksal der geraubten Kinder und die spätere gesellschaftliche sowie staatliche Aufarbeitung dieses Unrechts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein bewusstes Verständnis für die brutale Offenheit des Rassismus in Australien bis in die 1970er Jahre zu schaffen und das Schicksal der Stolen Generation international bekannter zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt seine Arbeit primär auf eine fundierte Literaturanalyse, unter anderem unter Verwendung des „Bringing Them Home Reports“ sowie ergänzender wissenschaftlicher Internetquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der White Australia Policy, die detaillierte Durchführung der Entführung von Mischlingskindern anhand von Betroffenenberichten (John und Evie) sowie die langfristigen traumatischen Folgen für die betroffenen Familien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Stolen Generation, Rassismus, Aborigines, Assimilation, Menschenrechte und Entschuldigung.

Warum war der „General Child Welfare Act“ für die Regierung so bedeutsam?

Das Gesetz diente als rechtliche Legitimation, um Aborigine-Kinder unter fadenscheinigen Begründungen wie „Armut“ oder „Unkontrollierbarkeit“ aus ihren Familien zu entfernen und so das Ziel der erzwungenen Assimilation staatsweit voranzutreiben.

Welche Rolle spielte Cathy Freeman in diesem Kontext?

Cathy Freeman wurde als weltweit bekannte Sportlerin zur Symbolfigur für den Stolz der Aborigines. Ihr Handeln, insbesondere bei den Olympischen Spielen, lenkte die internationale Aufmerksamkeit auf die Geschichte und die rassistische Vergangenheit Australiens.

Wie reagierte die australische Regierung auf das Leid der Opfer?

Lange Zeit wurde eine offizielle Entschuldigung verweigert. Erst mit der Zeit, insbesondere nach der Veröffentlichung des Bringing Them Home Reports und durch den politischen Druck, kam es 2008 zu einer offiziellen Entschuldigung des Premierministers Kevin Rudd.

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Details

Title
Die Stolen Generation. Der Versuch der Zwangsassimilierung der Aborigines zwischen 1900 und 1969
Course
VWA - Matura
Author
Lukas Rößler (Author)
Publication Year
2015
Pages
32
Catalog Number
V313715
ISBN (eBook)
9783668127258
ISBN (Book)
9783668127265
Language
German
Tags
Stolen Generation Aborigines Australien VWA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Rößler (Author), 2015, Die Stolen Generation. Der Versuch der Zwangsassimilierung der Aborigines zwischen 1900 und 1969, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313715
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