Die altgläubige Position und Haltung Karls V. rund um den Augsburger Reichstag von 1530


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

47 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einletung

2. Vorgeschichte und Ausgangssituation am Vorabend des Augsburger Reichstages von 1530

3. Die Positionen, Haltungen und Vorgehensweisen Kaiser Karls und der altgläubigen Seite während des Reichstages
3.1 Von der Eröffnung des Reichstages bis zum Entschluss der Ausarbeitung einer Widerlegung der Confessio Augustana im Namen des Kaisers
3.2 Die Entstehung, der Sachgehalt und die Verlesung der Confutatio
3.3 Die Ausschussverhandlungen ab Anfang August
3.4 Die Verhandlungen und Beratungen im September und die Reichstagsabschiede

4. Fazit / Zusammenfassung

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einletung

Als am 20. Juni 1530 der große Konfessionsreichstag zu Augsburg feierlich eröffnet wurde, versprachen sich von diesem Reichstag alle Beteiligte, allen voran der gerade erst frisch gekrönte und damit vom Papst sakral legitimierte Kaiser Karl V., dass sich die andauernde und zunehmend regelungsbedürftige Religionsfrage im Reich doch noch gütlich und einhellig überwinden und lösen lasse. Obwohl dieser Reichstag in einer erstaunlichen Art und Weise von dem Bemühen aller Beteiligten um Wiederherstellung der kirchlichen Einheit geprägt war, kam es, wie wir wissen, jedoch anders: am Ende war Karl V. entgegengesetzt zu seiner Anfangsposition quasi zum Haupt der altgläubigen Seite geworden und er und die altgläubige Ständemehrheit bestätigten mit einem scharfen und strengen Religionsabschied das Wormser Edikt, womit eine gütliche und einhellige Überwindung der Religionsfrage in weite Ferne gerückt war. Wie ist es dazu gekommen? Diese Frage gilt es zu beantworten. Die Arbeit befasst sich daher mit den Haltungen, Positionen, Intentionen und Vorgehensweisen Kaiser Karls V. und der altgläubigen Seite (altgläubige Ständemehrheit, altgläubige Theologen und Kurie) zeitlich kurz vor Beginn und während des Augsburger Reichstages von 1530.

Der erste Punkt des Hauptteils (2. Punkt) befasst sich daher folglich mit der Vorgeschichte und der Ausgangssituation am Vorabend es Augsburger Reichstages von 1530, um dem Leser einen knappen, aber möglichst genauen Überblick über die kaiserlichen Handlungen und Initiativen und die politische Lage Karls V. zeitlich kurz vor Eröffnung des Reichstages zu geben sowie die am Vorabend des Augsburger Reichstages vorhandenen Haltungen, Positionen und Intentionen Karls, des Papstes bzw. der römischen Kurie und der altgläubigen Reichsstände bezüglich der Religionsfrage und ihrer möglichen Behandlung und Lösung darzustellen. Der zweite Punkt des Hauptteils (3. Punkt) befasst sich dann mit den Positionen, Haltungen und Vorgehensweisen Kaiser Karls V. und der altgläubigen Seite während des Reichstages und erstreckt sich zeitlich und chronologisch von der Eröffnung des Reichstages, über die Entstehung der Confutatio und den Ausschussverhandlungen und Beratungen im August und September 1530 bis hin letzten und endgültigen Religionsabschied Mitte November.

Es sollen folgende Leitfragen bei der Darstellung im Vordergrund stehen: Wie sah die historische und politische Ausgangssituation und Lage am Vorabend des Augsburger Reichstages von 1530 aus? Welche politische Agenda besaß und verfolgte Kaiser Karl V. am Vorabend des Reichstages? Welche Intention besaß Karl V. bzgl. der Einberufung des Reichstages? Wie gedachte der Kaiser die Religionsfrage auf dem Reichstag anzugehen und zu lösen? Wie verhielt sich die Kurie am Vorabend des Reichstages und was riet sie dem Kaiser? Wie sahen die Reichstagsvorbereitungen der altgläubigen Reichsstände und Theologen aus und wie verhielten sie sich vor Eröffnung des Reichstages dem Kaiser gegenüber? Wie sahen die Positionen, Haltungen und Vorgehensweisen des Kaisers und der altgläubigen Seite von der Eröffnung des Reichstages bis zum Entschluss der Ausarbeitung der Confutatio aus? Wie vollzog sich die Entstehung der Confutatio und wie sah ihr Sachgehalt aus? Wie sahen die Ausschussverhandlungen ab Anfang August aus, wie vollzogen sie sich und welche Rolle spielten darin der Kaiser und die altgläubige Ständemehrheit? Wie vollzogen sich die Verhandlungen und Beratungen im September und wie agierten Kaiser und Altgläubige innerhalb dieser? Wie kamen die Reichstagsabschiede zustande und wie agierten der Kaiser und die altgläubige Ständemehrheit bei diesem Zustandekommen? Wie sahen die Abschiede inhaltlich aus und was bewirkten sie? Anhand dieser Fragen soll chronologisch das Geschehen bezüglich der Religionsfrage und das Handeln des Kaisers und der altgläubigen Seite auf dem Augsburger Reichstag von 1530 dargestellt und analysiert werden.

Die Arbeit stützt sich neben einigen für die Arbeit unerlässlichen Quellen1 zum größten Teil auf Sekundärliteratur bzw. Darstellungen. Der Forschungsstand bietet zur Bearbeitung des Themas und der Fragestellungen ausreichendes und ergiebiges Material. Hier zuerst zu nennen sind vor allem die für die Bearbeitung dieses Themas sehr hilfreichen und aufschlussreichen Darstellungen und Aufsätze von Herbert Immenkötter: „Der Reichstag zu Augsburg und die Confutatio“2, Alfred Kohler: „Karl V.“3, Heinrich Lutz: „Kaiser, Reich und Christenheit“4, Ferdinand Seibt: „Karl V.“5 und Albrecht P. Luttenberger: „Die Religionspolitik Karls V. im Reich“6. Einige weitere wichtige, zu nennende Publikationen und Aufsätze sind: „Der Libell des Hieronymus Vehus zum Augsburger Reichstag 1530“ und „Die katholischen Berichte über die Ausschussverhandlungen“ von Eugène Honée7, „Die Confutatio – Ein Dokument der Einheit“ und „Um die Einheit im Glauben“ von Herbert Immenkötter8, „Geschichte der Reformation“ von Thomas Kaufmann9, „Reichstag und Reformation“ von Armin Kohnle10, „Das Ringen um deutsche Einheit und kirchliche Erneuerung“ und „Reformation und Gegenreformation“ von Heinrich Lutz11, „Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V. am Vorabend des Augsburger Reichstages 1530“ von Horst Rabe12, „Die kirchenpolitischen Vorstellungen Kaiser Karls V., ihre Grundlagen und ihr Wandel“ von Wolfgang Reinhard13 sowie „Kaiser Karl V.“ von Ernst Schulin14.

2. Vorgeschichte und Ausgangssituation am Vorabend des Augsburger Reichstages von 1530

Die folgenden Ausführungen sollen einen Überblick über die kaiserlichen Handlungen und Initiativen und die politische Lage Karls V. von der Mitte des Jahres 1529 bis zum Frühjahr 1530 darstellen sowie die am Vorabend des Augsburger Reichstages vorhandenen Haltungen, Positionen und Intentionen Karls, des Papstes bzw. der römischen Kurie und der altgläubigen Reichsstände bezüglich der Religionsfrage und ihrer möglichen Behandlung und Lösung aufzeigen. Ein wichtiges Augenmerk soll hier auf dem kaiserlichen Reichstagsausschreiben liegen und der darin enthaltenen Absicht und postulierten Herangehensweise Karls hinsichtlich der Klärung der Glaubensfrage sowie auf den Reichstagsvorbereitungen der altgläubigen Reichsstände und Theologen.

Durch die Friedensschlüsse mit Papst Clemens VII. und dem französischen König Franz I. im Juni und August des Jahres 152915 hatte Karl den Krieg mit Frankreich und der Liga von Cognac16 um Italien siegreich beendet und die Vorherrschaft des Hauses Habsburg über Italien herbeigeführt. Diese siegreiche und vorläufige Beendigung des Krieges um die Vorherrschaft in Italien und die Befriedung desselben, welche für den Kaiser zentrale Priorität vor allen anderen politischen Angelegenheiten gehabt hatte, gab ihm nun den politischen Handlungsspielraum und die Bewegungsfreiheit für ein Tätigwerden in Deutschland „[...] und damit für ein unmittelbares [persönliches] Engagement in der Religionsfrage [...]“, wenn auch unter der Voraussetzung, dass die Universal- und Italienpolitik ihre grundsätzliche Priorität in der kaiserlichen Politik behielt und Karl daher noch zögern sollte, ehe er sich tatsächlich entschloss, sich persönlich, durch Anwesenheit auf einem Reichstag, der Glaubensfrage im Reich anzunehmen.17

Karl konnte nun endlich seine lang geplante Italienfahrt antreten und zog daher zunächst von Barcelona nach Italien und hielt sich seit Dezember 1529 in Bologna auf, wo er mit Papst Clemens zusammentraf und sich die folgenden Monate in Gesprächen mit ihm beriet und versuchte sein distanziertes Verhältnis zu ihm zu stabilisieren und zu verbessern, da nur ein unbelastetes Verhältnis und gemeinsam vereinbartes Vorgehen eine wirkungsvolle Überwindung der Häresie versprach.18 Außerdem benötigte Karl das Entgegenkommen des Papstes bezüglich finanzieller Fragen und der angestrebten Wahl seines Bruders Ferdinand zum römisch-deutschen König.19 Der Kaiser griff hier in Bologna im Bewusstsein seiner Erfolge und Stärke seinen Konzilsplan20, welchen man notgedrungen in den Jahren zuvor im Interesse an der Erreichung eines Friedens mit Clemens VII. zurückgestellt hatte21, jedoch wieder auf und versuchte persönlich und intensiv den Papst zur Einberufung und Abhaltung eines Konzils zum Zwecke der Reform der Kirche und Lösung der Religionsfrage zu bewegen. Der Papst ließ sich allerdings in diesem Punkt nicht umstimmen und blieb bei seiner ablehnenden Haltung und Hinhaltetaktik, da er eine starke Abneigung gegen ein Generalkonzil besaß und dieses fürchtete.22 Denn nicht die Abhaltung eines Konzils, sondern der Lutherbann und das Wormser Edikt waren seit 1521 für Papst und Kurie die Grundlage mit welcher man der Reformation begegnete und blieben es auch jetzt.23 Es blieb dem Kaiser daher zunächst nichts anderes übrig als die Vertagung seines Konzilsvorhabens und es somit in der Schwebe zu lassen, was seinen politischen Spielraum für Maßnahmen zur Lösung der religiösen Lage im Reich einengte, er jedoch auf ein Entgegenkommen des Papstes hinsichtlich der oben genannten Punkte angewiesen war und somit Rücksicht auf die päpstliche Haltung nehmen musste.24

Hinsichtlich der Planung seiner nächsten politischen Schritte und Unternehmungen blieb Karl zunächst bis Anfang Februar 1530 unschlüssig.25 Dass sich Karl dann am Ende der ersten Februarwoche zu dem Entschluss durchringen konnte, „[...] und zwar – aus Zeitgründen – unter Inkaufnahme von Bologna als Krönungsort [...]“, nach Deutschland zu ziehen, um persönlich auf dem kommenden Reichstag anwesend zu sein, ging auf das Drängen seines Bruders König Ferdinand zurück.26 Denn „[...] [erst] nachdem ihm Ferdinand den enormen, aus der Glaubenskrise resultierenden Ordnungsbedarf, dessen umgehende Regulierung sein dringendes Interesse an einer effektiven Türkenhilfe und an seiner Wahl zum römischen König verlangte, nachdrücklich klar gemacht hatte, fiel gegen Ende der ersten Februarwoche die Entscheidung, der Reichspolitik Priorität vor den […] italienischen Projekten einzuräumen“.27 Auch das auf den 21. Januar 1530 datierte, aber bis zum 12. Februar zurückgehaltene Reichstagsausschreiben, welches den Reichstag zum 8. April 1530 nach Augsburg einberief und auf welches weiter unten im Text noch genauer eingegangen wird, darf nicht über die lange Unentschlossenheit Karls hinwegtäuschen und impliziert nicht, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig und ausdrücklich getroffene Entscheidung Karls der Reichspolitik Priorität einzuräumen und schnellstmöglich nach Deutschland zu ziehen. Denn noch am Tage nach dem Karl das Ausschreiben unterschrieben hatte, schrieb er einen Brief an seine Tante Margarete28 in die Niederlande, in welchem er die Hoffnung ausdrückte, sich in Rom zum Kaiser krönen lassen zu können und er daher nur im Notfall in Betracht ziehen würde, sich an einem anderen Ort krönen zu lassen, um gegebenenfalls schneller ins Reich kommen zu können.29 Die Anfang Februar nun durch Ferdinands Drängen endgültig gefasste Entscheidung des Kaisers bedeutete für den bevorstehenden Reichstag in Augsburg, „[...] daß in der Religionsfrage nun wirklich grundsätzliche Entscheidungen zu erwarten waren“ sowie dass Karl den drängenden deutschen Fragen und Angelegenheiten und somit der Religionsfrage nun höhere Relevanz und Bedeutsamkeit in seiner Politik zubilligte als bisher.30 Die erste und augenblickliche Folgerung dieses Entschlusses war, dass der Kaiser nun eine ausführliche Unterrichtung über die politischen und religiösen Probleme und Gegebenheiten im Reich wünschte und verlangte. Daher reiste der Bischof von Trient und Kanzler Ferdinands, Bernhard von Cles, nach Bologna und verbrachte dort, nach seiner Ankunft am 23. Februar, mehr als zwei Wochen, um den Kaiser zu beraten und zu unterrichten.31

Am 24. Februar 1530, dem 30. Geburtstag des Kaisers, vollzog dann der Papst die vorher zugesicherte Kaiserkrönung und setzte Karl im Dom von Bologna die Kaiserkrone aufs Haupt.32 Die Kaiserkrönung durch den Papst verlieh Karl die sakrale Legitimation, die sein universaler Herrschaftsanspruch benötigte und stärkte seine Autorität als Vogt und Schirmherr der christlichen Kirche und somit auch seine Geltung in den kommenden Auseinandersetzungen in der Religionsfrage im Reich. „Der mit der Kaiserkrönung auf italienischem Boden verbundene symbolische Gewinn an herrscherlicher Reputation hat den universalen Anspruch des Monarchen [Kaiser Karls, Anm. des Verfassers] als Friedensbringer und Schutzherrn des wahren, katholischen Glaubens tüchtig angefacht“.33

Nach der Krönung verließ Karl Bologna im März 1530 und zog über Trient nach Innsbruck, um sich im Mai mit Ferdinand und einigen anderen Fürsten des Reiches zu vorbereitenden Beratungen und Gesprächen bezüglich des Reichstages zu treffen.34 Auch Kardinal Campeggio, der am 16. März vom Papst zum Legaten für das Heilige Römische Reich ernannt worden war, zog mit Karl nach Innsbruck und nahm an der Konferenz teil. Die Grenzen, die der Legat durch seine Anwesenheit und sein Einbringen „[...] einer Politik etwaiger religionspolitischer Zugeständnisse zog, waren angesichts der Entschlossenheit des Kaisers, das Verhältnis zu Clemens VII. nicht erneut zu gefährden, von grundsätzlicher Bedeutung für die Vorbereitung des Reichstages“.35 Dies galt auch vor allem für das im Reich von allen Seiten, einschließlich Ferdinands, gewünschten und geforderten Zugeständnisses des Konzils.36 Ferner schätzte Campeggio in Innsbruck die Chancen eines Entgegenkommens der evangelischen Fürsten in den Religionsangelegenheiten als nicht sehr hoch ein und blieb daher bei der ihm vom Papst und Kurie aufgetragenen harten Linie: er riet dem Kaiser von vornherein den Weg einer Politik der Einschüchterung, der Strafmittel und der Durchsetzung des Wormser Ediktes zu gehen und baldmöglichst Vorbereitungen für eine gewaltsame Vorgehensweise zu treffen.37 Der Legat konnte sich mit dieser Haltung jedoch nicht durchsetzen38, wie die kaiserliche Proposition für den Augsburger Reichstags, auf welche noch zu Beginn des dritten Punktes dieser Arbeit näher eingegangen wird, zeigt. Denn die Proposition verließ nicht grundsätzlich den vom Legaten stark kritisierten, auf Versöhnung und Ausgleich bedachten, religionspolitischen Kurs des Reichstagsausschreibens.39 Vor allem aber folgte Karl dem Rat des Legaten in der Hinsicht nicht, als dass er vorerst keinerlei Maßnahmen ergriff und erwog, die gewaltsame Rückführung der evangelischen Fürsten zur Kirche militärisch oder auch nur politisch vorzubereiten.40 „Im Gegenteil verfestigte sich gerade als Folge der Innsbrucker Konferenz bei Karl V. ganz offensichtlich die Überzeugung, daß, wenn er in Fülle seiner kaiserlichen Autorität beim Reichstag auftreten werde, alle oder doch: nahezu alle Reichsstände sich hinter ihn scharen würden, um ihm zu dienen und ihn zufriedenzustellen, und daß damit auch die Religionsangelegenheiten Deutschlands zu einem guten Ende kämen“.41

Das auf den 21. Januar 1530 datierte kaiserliche Reichstagsausschreiben, welches jedoch, wie oben schon erwähnt, aufgrund der Unschlüssigkeit des Kaiser bis zum 12. Februar zurückgehalten wurde, war bezüglich der Religionsfrage auf einen versöhnlichen Ton gestimmt und von einer „[...] irenischen Grundstimmung getragen“.42 Es stand damit in einigem Gegensatz zu des Kaisers vorherigen harten Haltung gegenüber der evangelischen Sache, namentlich dem Wormser Edikt, dem Verbot des Nationalkonzils 1524 und der Einschärfung des Speyerer Reichstagsabschiedes 1529 und konnte somit den Reichsständen als eine gewisse Abkehr von der bisherigen Religionspolitik des Kaisers erscheinen.43 Das Ausschreiben kündigte eine friedliche, ausgleichende Verhandlung zur Beilegung der Religionsstreitigkeiten an: Alle vorherigen nicht rechten religiösen Auslegungen und Handlungen beider Seiten sollten abgetan werden und jeder Reichsstand sollte die Möglichkeit haben seine Meinung darzulegen. Die unterschiedlichen Meinungen sollten in Liebe und Güte angehört und verglichen werden, um so die Einheit des Glaubens wiederherzustellen.44 Damit brachte dieses Ausschreiben „[...] das Programm einer kirchlichen Concordia [Eintracht, Anm. d. Verfassers] zum Ausdruck, in dem sich der Kaiser als Schiedsrichter sah, ohne die päpstlich-kaiserliche Verurteilung Luthers zu erwähnen oder sich auf die päpstliche Autorität zu beziehen“.45 Auf diese Weise gab dieses Programm der evangelischen Seite Hoffnung auf eine Verständigung, da es als Verzicht auf das Wormser Edikt verstanden werden konnte. Der päpstlichen Seite und der streng römischen Partei unter den Reichsständen missfiel es dadurch natürlich und nährte bei ihnen den Verdacht, dass der Kaiser von seiner bisherigen, harten antireformatorischen Haltung abrücken könnte.46 Auch wenn dem Papst der Ton des Ausschreibens und die darin postulierte Herangehensweise gewiss nicht gefiel, so hatte dieses Bemühen des Kaisers, die Glaubensfrage auf den bevorstehenden Verhandlungen des Reichstages zu lösen, doch auch was positives für Clemens VII. Bot dieses Vorgehen doch „[...] einen legitimen Vorwand, der immer lauter werdenden Konzilsforderung auszuweichen“.47

Es stellt sich nun die Frage, was den Kaiser zu diesem versöhnlichen, auf Ausgleich und gütlichen Verhandlungen bedachten, aber in Widerspruch zu seiner bisherigen und sonstigen Glaubenspolitik stehenden Ausschreiben veranlasste und wie sich seine Absichten und Intentionen diesbezüglich erklären lassen. Wolfgang Reinhard weißt auf diesen Widerspruch zwischen Karls versöhnlicher Initiative von Anfang 1530 und seiner sonstigen, gegenüber der evangelischen Sache harten Religionspolitik zu recht hin. Dieser Widerspruch lässt sich nach Reinhard „[...] nur auflösen […], wenn man für Karl eine Priorität politischer vor theologischer und universaler vor deutschen Problemen [und Fragen] unterstellt“.48 Denn grundsätzlich gestatteten „Karls zu einem 'unauflöslichen Ganzen integriert[e]' Leitvorstellungen - strengen Kirchlichkeit, christliche Kaiseridee, dynastische Selbstsicherheit - […] kein 'Aufgeben kirchlicher Positionen'“.49 Gleichwohl blieb dennoch innerhalb dieses Rahmens, als eine Alternative von begrenzter Reichweite, die freilich ernst gemeinte Möglichkeit für Versöhnungs- und Verhandlungspolitik vorhanden, auch weil „[...] die unaufgebbaren altkirchlichen Positionen nicht hinreichend klar definiert sind und weil der Kaiser ein distanziertes Verhältnis zu Papst und Klerus hat“.50 Mit dem Ausschreiben ergriff der Kaiser nun innerhalb dieses Rahmens seiner oben genannten, unaufgebbaren Grund- und Leitvorstellungen, die Möglichkeit der Initiative der Versöhnungs- und Verhandlungspolitik, wenn auch von vornherein nur als vornehmlich durch Sachzwänge und Prioritäten hervorgerufene Maßnahme mit begrenzter Reichweite.51 Denn es lässt sich konstatieren, dass zu Anfang des Augsburger Reichstages die Universalpolitik und die Türkenhilfe im Zentrum der kaiserlichen Gesamtpolitik standen und diese damit Priorität vor allen anderen politischen Fragen genossen. Die Kirchen- und Glaubenspolitik, welche vom Kaiser als eine politische Problemlösung und keineswegs als eine theologische angesehen wurde, rangierte erst weit dahinter.52 Durch diese Prioritätenliste, auf welche sich der Kaiser 1529 / 1530 festgelegt hatte und an deren letzter Stelle – nach der Politik gegenüber Frankreich, Italien und dem Papst, der Königswahl Ferdinands zum römischen König und der Türkenhilfe - die Religionsfrage stand, war sein politischer Spielraum zu Beginn und während des Augsburger Reichstages eingeschränkt. „Die politischen Prioritäten, nicht der Geldmangel, drängten [daher] auf eine friedliche Lösung [der Glaubensfrage] in Augsburg“.53 Der Kaiser versuchte somit durch seine versöhnliche Initiative und sein Entgegenkommen den Anstoß für eine friedliche, gütliche und rasche Lösung der Religionsfrage auf dem Reichstag zu geben, um vor allem Handlungsspielraum, Bewegungsfreiheit, Durchsetzungsfähigkeit und Unterstützung für die auf seiner Prioritätenliste ganz weit vorne stehenden Fragen und Politiken zu gewinnen.

[...]


1 Zu nennen sind hier vor allem: Herbert Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio Augustana vom 3. August 1530, 2. Aufl., Münster 1981 (Corpus Catholicorum. Werke katholischer Schriftsteller im Zeitalter der Glaubesspaltung Bd. 33), Alfred Kohler (Hrsg.), Quellen zur Geschichte Karls V., Darmstadt 1990 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte der Neuzeit Bd. 15) und Karl Eduard Förstemann (Hrsg.), Urkundenbuch zu der Geschichte des Reichstages zu Augsburg im Jahre 1530, Bd. 1, Halle 1833 (Reprogr. Nachdr. Osnabrück 1966).

2 Herbert Immenkötter, Der Reichstag zu Augsburg und die Confutatio. Historische Einführung und neuhochdeutsche Übertragung, 2. Aufl., Münster 1981 (Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung Bd. 39).

3 Alfred Kohler, Karl V. 1500 – 1558. Eine Biographie, München 1999.

4 Heinrich Lutz, Kaiser, Reich und Christenheit. Zur weltgeschichtlichen Würdigung des Augsburger Reichstages 1530, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 7-35.

5 Ferdinand Seibt, Karl V. Der Kaiser und die Reformation, Berlin 1990.

6 Albrecht P. Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V. im Reich, in: Alfred Kohler / Barbara Haider / Christine Ottner (Hrsg.), Karl V. 1500 – 1558. Neue Perspektiven seiner Herrschaft in Europa und Übersee, Wien 2002 (Zentraleuropa-Studien Bd. 6), S. 293-343.

7 Eugène Honée, Der Libell des Hieronymus Vehus zum Augsburger Reichstag 1530. Untersuchung und Texte zur katholischen Concordia-Politik, Münster 1988 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 125) und Eugène Honée, Die katholischen Berichte über die Ausschussverhandlungen, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 258-272.

8 Herbert Immenkötter, Die Confutatio – Ein Dokument der Einheit, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 205-213 und Herbert Immenkötter, Um die Einheit im Glauben. Die Unionsverhandlungen des Augsburger Reichstags im August und September 1530, 2. Aufl., Münster 1973 (Katholisches Leben und Kirchenreform im Zeitalter der Glaubensspaltung Bd. 33).

9 Thomas Kaufmann, Geschichte der Reformation, Frankfurt am Main 2009.

10 Armin Kohnle, Reichstag und Reformation. Kaiserliche und ständische Religionspolitik von den Anfängen der Causa Lutheri bis zum Nürnberger Religionsfrieden, Gütersloh 2001 (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Bd. 72).

11 Heinrich Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und kirchliche Erneuerung. Von Maximilian I. bis zum Westfälischen Frieden. 1490 bis 1648, Berlin 1983 (Propyläen Geschichte Deutschlands Bd. 4) und Heinrich Lutz, Reformation und Gegenreformation, 5. Aufl., München 2002 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 10).

12 Horst Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V. am Vorabend des Augsburger Reichstags 1530, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 101-112.

13 Wolfgang Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen Kaiser Karls V., ihre Grundlagen und ihr Wandel, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 62-100.

14 Ernst Schulin, Kaiser Karl V. Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereichs, Stuttgart 1999.

15 Dies waren der Friede von Barcelona zwischen Karl und Papst Clemens VII. vom 29. Juni 1529 und der Friede von Cambrai zwischen Karl und dem französischen König Franz I. vom 5. August 1529. Im Frieden von Barcelona bestätigte Clemens VII. die habsburgische Hegemonie in Italien und sagte Karl die Kaiserkrönung zu. Im Gegenzug erhielt der Papst die Oberhoheit über verlorene Gebiete in Oberitalien zurück und die militärische Unterstützung der Restitution der Herrschaft der Medici in Florenz wurde ihm zugesichert (Die Wiedereinsetzung der Medici in Florenz war Papst Clemens VII. ein besonderes und wichtiges Anliegen, da er ein unehelich geborener Sohn von Giuliano I. de' Medici war). Siehe dazu Alfred Kohler, Karl V. 1500 – 1558. Eine Biographie, München 1999, S. 198-200 sowie Alfred Kohler, Karl V., in: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 11, Berlin 1977, S. 198f., Heinrich Lutz, Reformation und Gegenreformation, 5. Aufl., München 2002 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 10), S. 29-34 und Thomas Kaufmann, Geschichte der Reformation, Frankfurt am Main 2009, S. 572ff.

16 Die Liga von Cognac war ein am 22. Mai 1526 geschlossenes Bündnis zwischen dem französischen König Franz I., Papst Clemens VII., Florenz, Venedig und Mailand zum Zwecke der Kriegsführung gegen Karl V. Sie hatte somit das Ziel die Vorherrschaft und Machtausdehnung Karls über Italien zu verhindern. Siehe dazu Wolfgang Reinhard, Probleme deutscher Geschichte 1495 – 1806. Reichsreform und Reformation 1495 – 1555, Stuttgart 2001 (Handbuch der deutschen Geschichte Bd. 9), S. 309 sowie Kohler, Karl V., S. 180-184.

17 Horst Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V. am Vorabend des Augsburger Reichstags 1530, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 105. Vgl. auch Heinrich Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und kirchliche Erneuerung. Von Maximilian I. bis zum Westfälischen Frieden. 1490 bis 1648, Berlin 1983 (Propyläen Geschichte Deutschlands Bd. 4), S. 253 und Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 572-574 und hier vor allem S. 574: „Der Weg in den Kampf gegen die Ketzerei im Reich […] aber führte über Italien. Denn nur die Befriedung Italiens […] eröffnete – wie er seinen Bruder Ferdinand im Januar 1530 wissen ließ – jene 'Bewegungsfreiheit', die eine Lösung der Religionsfrage erwarten ließ“. Karl zögerte noch länger mit seinem Beschluss sich persönlich der Religionsfrage im Reich anzunehmen und nach Deutschland zu ziehen, da es ausstehende Probleme in Italien gab, die zunächst seine Priorität genossen. Vgl. hierzu Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 105: „Einmal waren es die noch ausstehenden förmlichen Friedensschlüsse mit Mailand und Venedig, dann der bevorstehende Feldzug gegen Florenz, dann wieder – die schwierigen inneren Verhältnisse des Königreichs Neapel, die dem Kaiser dagegen zu sprechen schienen, schon jetzt, wenn überhaupt, nach Deutschland zu ziehen“. Zu Karls Priorität der Italienpolitik und seiner Prioritätenliste 1529 / Anfang 1530 siehe auch Wolfgang Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen Kaiser Karls V., ihre Grundlagen und ihr Wandel, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 86-91.

18 Vgl. Ernst Schulin, Kaiser Karl V. Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereichs, Stuttgart 1999, S. 105, Kohler, Karl V., in: NDB Bd. 11, S. 198f., Hajo Holborn, Das Zeitalter der Reformation und des Absolutismus, München 1970 (Deutsche Geschichte in der Neuzeit Bd. 1), S. 196 und Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 575.

19 Vgl. Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 88f.: „Zum einen benötigte der Kaiser dringend die nur durch päpstliche Bewillung in unanfechtbarer Weise zu erlangende Möglichkeit, die Kirche seiner Länder zur Finanzierung seiner Politik heranzuziehen. Zum anderen bedurfte er zur Absicherung der erstrebten Königswahl Ferdinands nicht nur der vom Papst zu vollziehenden Kaiserkrönung, sondern noch weiterer flankierender Maßnahmen der römischen Kurie, wie sich rasch zeigen sollte“. Vgl. auch Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 574.

20 Für einen knappen Überblick über Karls Konzilspolitik und seinen diesbezüglich schwankenden Kurs in den Jahren 1524 bis 1527 im Kontext des Krieges gegen die Liga von Cognac siehe Albrecht P. Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V. im Reich, in: Alfred Kohler / Barbara Haider / Christine Ottner (Hrsg.), Karl V. 1500 – 1558. Neue Perspektiven seiner Herrschaft in Europa und Übersee, Wien 2002 (Zentraleuropa-Studien Bd. 6), S. 305-307. Vgl. auch Schulin, Kaiser Karl V., S. 109: „Im übrigen wollte Karl am liebsten ein Konzil [zur Lösung der Religionsfrage, Anm. des Verfassers], und zwar ein Universalkonzil“. Sowie Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 86-89. Neben der Überwindung der Häresie war auch die Reform der Kirche ein zentraler Punkt in Karls Konzilskonzeptionen. Vgl. dazu Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V., in: Kohler / Haider / Ottner (Hrsg.), Karl V., S. 306: „Dabei wurde im Sinne eines erweiterten religionspolitischen Problemverständnisses neben der Überwindung der Häresie der Reform der Kirche als dringender Aufgabe des angestrebten Generalkonzils zentrale [!] Bedeutung beigemessen“.

21 Vgl. Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V., in: Kohler / Haider / Ottner (Hrsg.), Karl V., S. 306f.: „Denn die kaiserliche Regierung ließ in der Folgezeit im Interesse an einem Sonderfrieden mit Clemens VII. notgedrungen den Konzilsplan von sich aus fast völlig zurücktreten“. Und Karl Brandi, Kaiser Karl V. Werden und Schicksal einer Persönlichkeit und eines Weltreiches, 5. Aufl., Darmstadt 1959, S. 253: „Der Friedenschluß zu Barcelona war freilich nicht wenig erleichtert worden durch die Zurückhaltung des Kaisers in der Konzilsfrage […]“.

22 Vgl. Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V., in: Kohler / Haider / Ottner (Hrsg.), Karl V., S. 307, Holborn, Das Zeitalter der Reformation, S. 197 und Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 88. Vgl. auch Brandi, Kaiser Karl V., S. 253. Der Papst fürchtete vor allem, dass durch ein Konzil die Autorität und der Zentralismus des Papsttums geschwächt werden würde. Des Weiteren hatte diese Furcht auch persönliche Gründe: er sah die Gefahr der Absetzung wegen seiner unehelichen Geburt. Vgl. dazu Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und Kirchliche Erneuerung, S. 258. Clemens Hinhaltetaktik bestand u. a. darin, dass er Karl nur für den Fall, dass eine Einigung mit der evangelischen Seite in Augsburg nicht zustande kommen würde, die Abhaltung eines Konzils in Aussicht stellte. Vgl. dazu Herbert Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio Augustana vom 3. August 1530, 2. Aufl., Münster 1981 (Corpus Catholicorum. Werke katholischer Schriftsteller im Zeitalter der Glaubesspaltung Bd. 33), S. 7.

23 Vgl. Armin Kohnle, Reichstag und Reformation. Kaiserliche und ständische Religionspolitik von den Anfängen der Causa Lutheri bis zum Nürnberger Religionsfrieden, Gütersloh 2001 (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Bd. 72), S. 379.

24 Vgl. Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V., in: Kohler / Haider / Ottner (Hrsg.), Karl V., S. 307. Vgl. auch Holborn, Das Zeitalter der Reformation, S. 197 sowie Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 86ff.

25 Vgl. dazu den Auszug aus dem Brief Karls an Ferdinand vom 11. Januar 1530 in: Alfred Kohler (Hrsg.), Quellen zur Geschichte Karls V., Darmstadt 1990 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte der Neuzeit Bd. 15), S. 146-156.

26 Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 106. Karl hatte gehofft sich in Rom krönen lassen zu können. Vgl. dazu ebd., S. 105.

27 Luttenberger, Die Religionspolitik Karls V., in: Kohler / Haider / Ottner (Hrsg.), Karl V., S. 307. Vgl. auch Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 82-85, Kohler, Karl V., in: NDB Bd. 11, S. 198f. sowie Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 104-108, hier vor allem S. 106: „Ferdinand hatte sich bereits seit dem Oktober 1529 in seiner direkten Korrespondenz mit Karl wie über seine Gesandten Salinas und später auch Burgo um einen baldigen Reichstag unter persönlicher Leitung des Kaisers bemüht; im Januar 1530 wurden seine Vorstellungen, so sehr er seinem kaiserlichen Bruder die endgültige Entscheidung überließ, noch dringlicher.“ Und S. 107: „[...] jetzt – im Februar – ließ sich der Kaiser vollends überzeugen, daß er selbst sich der deutschen Angelegenheiten annehmen müsse und daß diese Angelegenheiten ohne irreparablen Schaden keinen Aufschub duldeten“.

28 Margarete von Österreich war bis 1530 die Statthalterin der habsburgischen Niederlande und Tante Karls.

29 Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 105.

30 Ebd., S. 107.

31 Vgl. ebd., S. 108.

32 Vgl. Kohler, Karl V., S. 207f., Schulin, Kaiser Karl V., S. 105, Joseph Lortz, Die Reformation in Deutschland, Bd. 2 (Aufbau der Fronten – Unionsversuche – Ergebnis), 4. Aufl., Freiburg im Breisgau 1962, S. 48, Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 575, Holborn, Das Zeitalter der Reformation, S. 196 sowie Olaf Mörke, Die Reformation. Voraussetzungen und Durchsetzung, München 2005 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte Bd. 74), S. 43. Karl war bekanntlich der letzte römisch-deutsche Herrscher, der sich vom Papst zum Kaiser krönen ließ. Vgl. hierzu Werner Conze / Volker Hentschel (Hrsg.), Ploetz Deutsche Geschichte. Epochen und Daten, 5. Aufl., Freiburg 1991, S. 121.

33 Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 573f.

34 Vgl. Kohler, Karl V., S. 208 und Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 109. Karl übersandte am 13. März Ferdinand Einladungsschreiben für das Treffen in Innsbruck für den Erzbischof von Salzburg, für Herzog Wilhelm von Bayern sowie für den Pfalzgrafen bei Rhein Friedrich. Vgl. dazu ebd., S. 110.

35 Ebd., S. 110.

36 Vgl. ebd., S. 110. Und tatsächlich stellte das Konzil für die kaiserliche Religionspolitik während der ersten Phase des Augsburger Reichstages keinen Verhandlungsgegenstand dar. Vgl. ebd., S. 110.

37 Vgl. ebd., S. 110f. Vgl. auch Kohnle, Reichstag und Reformation, S. 379: „[...] der päpstliche Gesandte Campeggio hatte den Auftrag, die lutherische Häresie zu beseitigen. Dem entsprachen Campeggios Vorstellungen über die vom Kaiser auf dem Reichstag zu befolgende Politik: Bündnis mit den altkirchlichen Fürsten zur Ausrottung der Häresie; Einschüchterung der Schwankenden; Reichsacht und kirchliche Zensuren als Strafmittel; Durchsetzung von Bannbulle und Wormser Edikt nach dem Vorbild der Länder des Kaisers, des Kurfürstentums Brandenburg, Bayerns und Teilen Österreichs“. Zur Beurteilung der Haltung Campeggios vor dem Augsburger Reichstag und während des Reichstags selbst siehe Gerhard Müller, Kardinal Lorenzo Campeggio, die römische Kurie und der Augsburger Reichstag von 1530, in: Nederlands Arch. voor Kerkgesch. NS 52 (1972), S. 133-152.

38 Er wich auch freilich später auf dem Reichstag von dieser harten Linie ab.

39 Vgl. Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 111. Vgl. auch Punkt 3.1 dieser Arbeit.

40 Rabe, Befunde und Überlegungen zur Religionspolitik Karls V., in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 111.

41 Ebd., S. 111. In dieser Denkart schrieb Karl am Ende der Innsbrucker Beratungen an seine Frau, die Kaiserin und ein wenig später auch an seinen Beichtvater Loaysa. Vgl. dazu ebd., S. 111. Vgl. ebenso ebd., S. 112: „Man wird für sicher halten dürfen, daß die - im Rückblick gesehen - so erstaunlich optimistische Einschätzung der Chancen des Reichstags durch den Kaiser sehr wesentlich durch seine Erfahrungen mit den Gesandtschaften von Nürnberg, Ulm und selbst Kursachsen gestützt wurden, die in Bologna und dann in Innsbruck am Hofe erschienen waren, um den Kaiser nach dessen höchst ungnädiger Reaktion auf die Speyerer Protestation von 1529 einigermaßen zu beschwichtigen. Indessen war bei jener hoffnungsvollen und zugleich selbstbewußten Prognose für den Reichstag wohl doch mehr im Spiel als bloßes diplomatisches Kalkül. Vielmehr wirkten sich hier auch Grundüberzeugungen Karls V. aus dem Umkreis seiner Kaiseridee aus, die der kaiserlichen Autorität, zumal wenn sie in Person geltend gemacht wurde, eine überlegende politische Wirkungsmacht vindizierte“. Vgl. auch Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio, S. 7: „Karl setzte große Hoffnung auf sein persönliches Erscheinen im Reich“.

42 Kohler, Karl V., S. 208. Vgl. auch Alfred Kohler, Der Augsburger Reichstag 1530. Von der Bilanz des Jubiläumsjahres 1980 zum Programm einer Edition der Reichstagsakten, in: Heinrich Lutz / Alfred Kohler (Hrsg.), Aus der Arbeit an den Reichstagen unter Kaiser Karl V. Sieben Beiträge zu Fragen der Forschung und Edition, Göttingen 1986 (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Bd. 26), S. 163, Heinrich Lutz, Kaiser, Reich und Christenheit. Zur weltgeschichtlichen Würdigung des Augsburger Reichstages 1530, in: Erwin Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag 1530 und die Einheit der Kirche. Internationales Symposion der Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum in Augsburg vom 3. - 7. September 1979, 2. Aufl., Münster 1981 (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 118), S. 17, Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio, S. 7, Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 578, Horst Rabe, Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500 – 1600, München 1989, S. 215, Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und Kirchliche Erneuerung, S. 255, Kohnle, Reichstag und Reformation, S. 379, Ferdinand Seibt, Karl V. Der Kaiser und die Reformation, Berlin 1990, S. 110, Reinhard, Reichsreform und Reformation, S. 329 sowie Luise Schorn-Schütte, Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit, München 2000, S. 59. Im Ausschreiben wurden natürlich auch die anderen politischen Themen und Fragen, die in Karls starkem Interesse lagen angesprochen, wie die Türkenhilfe, die Italienpolitik, Spanien, die Regierung des Reiches etc. Vgl. dazu Lortz, Die Reformation, Bd. 2, S. 49 und Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 579: „Neben der Religionsfrage war die Türkenhilfe das entscheidende Thema des Ausschreibens“. Das Ausschreiben ist abgedruckt bei Karl Eduard Förstemann (Hrsg.), Urkundenbuch zu der Geschichte des Reichstages zu Augsburg im Jahre 1530, Bd. 1, Halle 1833 (Reprogr. Nachdr. Osnabrück 1966).

43 Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio, S. 7. Vgl. ebd., S. 7f.: „Man durfte darin einen Widerruf des 1524 erlassenen kaiserlichen Verbotes eines deutschen Nationalkonzils vermuten; denn erstmals erging hier eine offizielle, kaiserliche Einladung an geistliche und weltliche Vertreter einer ganzen Nation zur Verhandlung über die Glaubensfrage, und zwar mit dem erhofften Resultat, die Einheit der Kirche wiederherzustellen - eine Aufgabe, die sonst einem Allgemeinen Konzil oder wenigstens einer Provinzialsynode vorbehalten war. Man konnte darin aber auch eine Zurückweisung des schroffen, ungeschickten Vorgehens der altgläubigen Ständemehrheit auf dem Speyerer Reichstag 1529 sehen; denn von den dort gestellten Bedingungen: Durchsetzung des Wormser Edikts, Verbot der Einführung weiterer Neuerungen oder gar von einer Rückkehr zur alten Kirche als Vorleistung auf ein Religionsgespräche war nicht mehr die Rede“. Vgl. auch Kohler, Der Augsburger Reichstag 1530, in: Lutz / Kohler (Hrsg.), Aus der Arbeit an den Reichstagen unter Karl V., S. 164, Kohler, Karl V., S. 210 sowie Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 66f.

44 Vgl. Lutz, Kaiser, Reich und Christenheit, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 17f., Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und Kirchliche Erneuerung, S. 254, Kohler, Karl V., S. 208, Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio, S. 7, Kohnle, Reichstag und Reformation, S. 379, Schorn-Schütte, Karl V., S. 59, Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 578f., Brandi, Kaiser Karl V., S. 254, Mörke, Die Reformation, S. 43, Peter Blickle, Die Reformation im Reich, 3. Aufl., Stuttgart 2000, S. 200 und Ulrich Köpf (Hrsg.), Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Bd. 3 (Reformationszeit 1495 – 1555), Stuttgart 2001, S. 372: „[...] Furter wie der irrung und zwispalt halben in dem hailigen glauben und der Christlichen Religion gehandelt und beschlossen werden mug und solle: und damit solchs desterbesser und hailsamlicher gescheen muge die zwitrachten hinzulegen: widerwillen zulassen: vergangne Irsal unserm seligmacher zuergeben: und vleis anzukeren: alle ains yeglichen gutbeduncken: opinion und maynung zwischen uns selbs in liebe und gutligkait zuhoren: zuverstehen: und zuerwegen: die zu ainer ainigen Christlichen warhait zubrengen und zuuergleichen. alles so zu baiden tailen nit recht ist ausgelegt oder gehandelt abzuthun: durch uns alle ain ainige und ware Religion anzunemen und zuhalten: und wie wir alle unter ainem Christo sein und streiten: also alle in ainer gemainschaft kirchen und ainigkeit zuleben. Und beschlieslich also gute ainigkeit und frid. auch sunst gute muntz policey und wolfart des hailigen Reichs allenthalben in disen und andern desselben obligenden sachen: zu beschliessen: zumachen: aufzurichten und zuvnderhalten. [...]“.

45 Kohler, Karl V., S. 208. Vgl. auch Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 579, Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und Kirchliche Erneuerung, S. 254 und Lutz, Kaiser, Reich und Christenheit, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 18: „Das war ein großartiges Programm kirchlicher Concordia, herbeizuführen durch den Kaiser als Schiedsrichter, ohne Erwähnung der päpstlich-kaiserlichen Verurteilung Luthers und ohne Bezug auf die päpstliche Autorität“.

46 Lutz, Das Ringen um deutsche Einheit und Kirchliche Erneuerung, S. 254 und Kaufmann, Geschichte der Reformation, S. 579. Vgl. auch Seibt, Karl V., S. 111: „Es ist klar, daß diese Position rasch den Widerstand der Kurie herausfordern mußte [...]“.

47 Immenkötter (Bearb.), Die Confutatio der Confessio, S. 8. Vgl. auch Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 80: „Immerhin war Clemens bereit, ein Auge zuzudrücken und sogar einige Neuerungen zu tolerieren sowie den Weg des Glaubensgesprächs zu begehen, wie das in Augsburg versucht wurde, sofern ihm ein Konzil erspart blieb“.

48 Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 62.

49 Kohler, Der Augsburger Reichstag 1530, in: Lutz / Kohler (Hrsg.), Aus der Arbeit an den Reichstagen unter Karl V., S. 163. Vgl. auch Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 62. So auch bei Kohler, Karl V., S. 209: „Die versöhnliche Initiative des Kaisers anläßlich des Augsburger Reichtages von 1530 läßt sich aus den politischen und universalen Prioritäten erklären, denen gegenüber theologische Fragen und Reichsprobleme in den Hintergrund traten. Karl nahm offenbar seine Friedensaufgabe als Kaiser wahr, während er von Bologna aus den Reichstag vorbereitete, denn seine politischen Leitvorstellungen – mag man sie nun <strenge> oder <traditionelle> Kirchlichkeit nennen – ebenso die die christliche Kaiseridee gestatteten ihm kein Aufgeben kirchlicher Positionen“.

50 Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 62 und S. 64. Vgl. auch Kohler, Der Augsburger Reichstag 1530, in: Lutz / Kohler (Hrsg.), Aus der Arbeit an den Reichstagen unter Karl V., S. 164: „'Karl ist der Kirche ergeben, aber nicht ihren Dienern, auch nicht dem Papst'. Dahinter steht eine 'unreflektierte gläubige Kirchlichkeit als grundlegende Wertvorstellung' des Kaisers. Von dieser einmal als wesentlich eingeschätzten kirchlichen Position abzugehen und Kompromisse einzugehen, war Karl V. nie bereit. 'Versöhnungspolitik ist nur innerhalb dieses Rahmens möglich'“.

51 Die begrenzte Reichweite der Versöhnungs- und Verhandlungspolitik macht sich auch daran deutlich, dass sich ein kontinuierlicher Kurs harter Religionspolitik des Kaisers auch während des Reichstages beobachten lässt (Druck auf lutherische Stände, Anspruch auf eine Richter-, nicht nur Schiedsrichterrolle in der Bekenntnisfrage, demonstrativ bis aggressives altgläubiges Verhalten und eine strenge Tonlage gegenüber den evangelischen Städten) und auch frühzeitig Konzil und Krieg als alternative Lösungen zur Klärung der Glaubensfrage bereitgehalten werden. Vgl. hierzu Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 64.

52 Kohler, Karl V., S. 209. Vgl. auch Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 67: „[...] Karl [hatte] nicht theologische, sondern politische Probleme zu lösen, wobei für ihn nicht die deutsche, sondern die universale Sicht der Dinge maßgebend war“.

53 Karl V., S. 209. Vgl. dazu Reinhard, Die kirchenpolitischen Vorstellungen, in: Iserloh (Hrsg.), Confessio Augustana und Confutatio, S. 63f.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Die altgläubige Position und Haltung Karls V. rund um den Augsburger Reichstag von 1530
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Seminar für Neuere Geschichte - Frühe Neuzeit)
Veranstaltung
Hauptseminar Reichstage + Reformation 1521-1530
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
47
Katalognummer
V313734
ISBN (eBook)
9783668124943
ISBN (Buch)
9783668124950
Dateigröße
768 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
position, haltung, karls, augsburger, reichstag
Arbeit zitieren
Johannes Ehrengruber (Autor), 2013, Die altgläubige Position und Haltung Karls V. rund um den Augsburger Reichstag von 1530, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313734

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