Die saarländische SPD in der Zeit des französischen Protektorats 1947-56


Examensarbeit, 2013
108 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neubeginn des politischen und gesellschaftlichen Lebens im Saargebiet
2.1 Gründung des Autonomiestaats
2.2 Gründung der politischen Parteien
2.3 Presse und Hörfunk im Saarstaat

3. Die Sozialdemokratie im Saarstaat
3.1 Die Sozialdemokratische Partei des Saarlandes
3.2 Die innere Spaltung der Partei
3.3 Die Sozialdemokratie nach der inneren Spaltung

4. Die Volksabstimmung von 1955 und die offene Spaltung der Partei
4.1 Die Saarfrage als Problem für Europa
4.2 Die Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955
4.3 Die saarländische Sozialdemokratie nach der Volksabstimmung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
6.1 Quellen
6.1.1 Memoiren und persönliche Zeugnisse
6.1.2 Dokumente und Dokumentensammlungen
6.1.3 Internetquellen
6.2 Literatur

1. Einleitung

Die Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD) feierte am 23. Mai 2013 ihr 150jähriges Bestehen und ist damit mit Abstand die älteste Partei Deutschlands.[1] Im Saarland wurde der erste sozialdemokratische Verein 1876 gegründet.[2]

Von 1947 bis 1956 war das Saarland ein autonomer und von Deutschland getrennter Staat. Das historische Jubiläum der SPD möchte ich zum Anlass nehmen, die Entwicklung der Sozialdemokratie in diesem Saarstaat zu erforschen.[3]

Der Titel meiner Arbeit lautet: „Die saarländische SPD in der Zeit des französischen Protektorats 1947-56.“ Hierbei möchte ich zwei Begriffe präzisieren, „SPD“ und „Protektorat“. Solange das Saarland zu Deutschland gehörte, waren die saarländischen Sozialdemokraten Mitglieder der deutschen „SPD“. Nachdem es abgetrennt und politische Parteien wieder zugelassen wurden, gründeten sie entsprechend eine saarländische „Schwesterpartei“, die Sozialdemokratische Partei des Saarlandes (SPS). Der Begriff „Protektorat“ bezeichnet ein Land, das zu seinem „Schutz“ z.B. auf dem Gebiet der Außenpolitik oder der Landesverteidigung durch ein anderes verwaltet wird. Ein Protektorat ist somit – anders als eine Kolonie – im Interesse des betreffenden Staates, jedenfalls offiziell. Ob bzw. inwiefern beim autonomen Saarstaat der Begriff „Protektorat“ verwenden werden sollte bzw. kann, wird unten verdeutlicht.

Kurt Schumacher verkündete auf dem ersten Parteitag der SPD nach Ende des 2. Weltkrieges in Hannover 1946 in pathetische Art und Weise: „Das beste und sauberste Stück deutscher Geschichte ist trotz aller Fehler und aller Versehen die Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ [4]. Dass die Geschichte der saarländischen SPD in den Folgejahren keine „saubere“ und die Partei alles andere als harmonisch und vereint war, werde ich in der vorliegenden Examensarbeit aufzeigen.

Im Saarstaat kam es zu dem besonderen Phänomen, dass es zwei konkurrierende und sich auf das Heftigste bekämpfende sozialdemokratische Parteien gab. Erst nach dem durch die Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 eingeleiteten Ende des Saarstaates und der Rückkehr der Saar nach Deutschland verschmolzen beide Parteien, dies jedoch keineswegs freiwillig oder friedlich. In keiner anderen Partei des autonomen Saarstaates gab es so lange und erbitterte Auseinandersetzungen wie innerhalb der Sozialdemokratie.[5]

Im ersten Teil der Arbeit möchte ich die Rahmenbedingungen klären, unter denen das politische und gesellschaftliche Leben im Saarstaat stattfand. Die Darstellung beginnt mit der Situation im Saarland nach Ende der Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges und mit dem Einmarsch der Alliierten, zunächst der Amerikaner und darauffolgend der Franzosen. Es folgte die Gründung des Saarstaates mit seiner Verfassung und ihrer richtungsweisenden Präambel. Hierbei wird die französische Saarpolitik vor und nach Gründung des Saarstaates näher beleuchtet. Denn bis heute sind Stimmen präsent, die Frankreich Annexionsabsichten unterstellen, nachdem das Saargebiet aus der französischen Besatzungszone herausgelöst worden war. Vielen älteren Saarländern ist die Besatzungszeit noch heute in Erinnerung und leider resultieren aus dieser Epoche immer noch Vorurteile gegenüber den einstigen Besatzern. Hierauf folgend werde ich den Saarstaat und den Neubeginn des politischen Lebens schildern, wobei ein Schwerpunkt auf der Frage liegen soll, inwiefern in dem Land demokratische Zustände geherrscht haben. Dies wird am Beispiel von Presse und Hörfunk verdeutlicht.

Da das zentrale Thema die saarländische Sozialdemokratie ist, können nicht alle Aspekte des Saarstaates in Gänze behandelt werden. So findet z.B. die Frage, ob das Saarland in der Zeit von 1947 bis 1956 ein französisches Protektorat war oder nicht, keine Beachtung. In der Forschung gibt es hierzu unterschiedliche Sichtweisen. So urteilten Freymond[6] und Hoffmeister [7], dass der Saarstaat ein Protektorat gewesen sei und der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer behauptete sogar: „Der Name 'Protektorat' wäre vielleicht noch zu gut. Man könnte eher von einer 'Kolonie' sprechen“[8]. Auch der Verfassungsrechtler Rudolph Brosig vertritt noch heute die Ansicht: „Der autonome Saarstaat, diese saaramtliche Fiktion, war in der Verfassungsrealität ein Protektoratsstaat Frankreichs. Das Protektorat war nur eine verschleierte Form der Annexion"[9]. Dem widerspricht deutlich Armin Heinen: Zwar hätten die Franzosen 1947 ein Protektorat geplant, doch könne spätestens seit den saarländisch-französischen Konventionen von 3. März 1950 hiervon nicht mehr die Rede sein. Es habe sich vielmehr um ein in großen Teilen autonomes Staatsgebilde gehandelt mit lediglich beschränkten Veto- und Eingriffsrechten Frankreichs.[10] Noch dezidierter fällt Rainer Hudemann sein Urteil über die These, seine Verfassung hätte den Saarstaat zu einem Protektorat gemacht: "Es ist keine, weil die Protektoratsverfassung zum Beispiel von Frankreich eingesetzte Minister vorgesehen hätte. Die Minister sind jedoch nicht vom Gouverneur bestimmt, sondern vom Landtag gewählt worden"[11]. Auch sei die saarländische Verfassung sehr demokratisch und unterscheide sich nur unwesentlich von denen der anderen bundesdeutschen Landesverfassungen . [12][13]

Auch die Frage, ob das Saarland nun als zehntes bzw. – abhängig von der Beurteilung des Status' Westberlins - elftes Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) aufgenommen wurde, würde den Rahmen dieser Arbeit übersteigen.

Im zweiten Teil stelle ich die Situation und Entwicklung der Sozialdemokratie im Saarstaat dar. Die nach dem 2. Weltkrieg neu gegründete Sozialdemokratische Partei des Saarlandes (SPS) wurde am 6. Januar 1946 als eine von vier neuen Parteien zugelassen. Jedoch entwickelte sich sehr bald ein innerparteilicher Richtungsstreit, der zur inneren Spaltung führte. Der Grund war der Konflikt zwischen zwei verfeindeten Lagern innerhalb der SPS: den Autonomiebefürwortern, die den politischen Kurs der Partei bestimmten, und einer innerparteilichen Opposition, die die staatliche Trennung von Deutschland kritisierte und sich die saarländisch-bundesdeutsche Wiedervereinigung wünschte. Eine entscheidende Zäsur sollte der Parteitag vom 21./22. April 1951 werden, bei dem die Oppositionellen versuchten, die Parteiführung abzuwählen, um so die Ausrichtung der Partei zu ändern. Da dies nicht gelang, gründeten die Pro-Deutschen ein Jahr später eine zweite sozialdemokratische Partei, die Deutsche Sozialdemokratischen Partei (DSP), deren Zulassungsantrag vom 14. März 1952 durch die pro-autonomistischen Landesregierung abgelehnt wurde, von da an arbeitete die DSP in der Illegalität. Die Mitglieder und Sympathisanten der DSP wurden im Saarstaat von der Justiz verfolgt und mussten persönliche Drohungen und Repressalien am Arbeitsplatz sowie Kündigungen erdulden.[14]

In diesem zweiten Teil der Arbeit analysiere ich die Ursachen der Spaltung und hinterfrage die Beweggründe der handelnden Personen. Im politischen und gesellschaftlichen Leben des Saarstaates gab es unter den Saarländern zwei Gruppen: Remigranten, die den 2. Weltkrieg im ausländischen Exil überlebt hatten, und Saarländer, die „daheim“ geblieben waren und während des Krieges als Soldat gekämpft hatten oder in Gefängnissen und Konzentrationslagern gewesen waren. Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die Frage, inwiefern diese recht unterschiedlichen Lebensentwürfe von Bedeutung waren.

Im dritten und letzten Teil behandele ich das Wahljahr 1955 mit der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955, das zu einer Zäsur in der saarländischen Geschichte und der Parteienlandschaft führte. Die Saarfrage, also die Zukunft des Saarstaates, war zum Problem für Europa geworden. Insbesondere die deutsch-französische Versöhnung und das Streben der BRD nach einem Status als „normales“ Land in der europäischen Staatengemeinschaft wurden durch die Saarfrage blockiert, da trotz Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 der Besatzungsstatus beibehalten wurde und die BRD somit ein von den Alliierten besetztes Land blieb. Zur Lösung der Problematik wurde das Saarstatut vereinbart, das eine Europäisierung der Saar vorsah und über das die Saarländer in einer Volksabstimmung entscheiden sollten. Im Vorfeld der Volksabstimmung waren alle politischen Parteien zugelassen, somit auch die DSP, die sich in dem Zweckbündnis „Heimatbund“ mit der Saar-CDU und der liberalen DPS zusammenschloss. In einem hochemotionalen und leidenschaftlichen Wahlkampf bekämpften sich beide sozialdemokratischen Parteien und das Jahr 1955 sollte weitreichende Konsequenzen für die Sozialdemokratie im Saarland haben.[15]

Im Verlauf dieser Examensarbeit werde ich vermehrt mit den Begriffen „Pro-Autonomisten“ und „Pro-Deutsche“ arbeiten. Zwar waren die Pro-Deutschen gegen den Autonomiestaat mit seiner wirtschaftlichen Angliederung an Frankreich und dessen Veto- und Eingriffsrechten, doch darf deren Haltung zunächst nicht als grundsätzlich anti-französisch gewertet werden. Erst im Zuge des Wahlkampfjahres 1955 verschwamm diese Abgrenzung, da viele Zeitgenossen, Saarländer wie Bundesdeutsche, der französischen Besatzungsmacht unterstellten, gegen die „brüderliche“ Wiedervereinigung des Saarlandes mit der BRD zu sein.

In der vorliegenden Examensarbeit möchte ich vier zentrale Aspekte untersuchen:

1. Warum kam es zur inneren und äußeren Spaltung der Sozialdemokratie im Saarstaat?

2. Welche Bedeutung und welchen Einfluss hatten die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten auf die Spaltung der Partei?

3. Inwiefern hatten die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Remigranten und „Daheimgebliebenen“ einen Einfluss auf die Spaltung und den Saarstaat insgesamt?

4. Welche Bedeutung hatte die Tatsache, dass bei der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 und zur Landtagswahl vom 18. November 1955 zwei sozialdemokratische Parteien gegeneinander antraten, für die Sozialdemokratie an der Saar?

Zum Saarstaat gibt es eine breite Palette von wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Abhandlungen. Zunächst gibt es ältere Werke, die den Saarstaat und gerade auch die französische Besatzungsmacht eher kritisch sahen. Hier seien u.a. Jacques Freymond[16] und das Herausgeberwerk von Klaus Altmeyer[17] genannt. Auch einige neuere Schriften urteilen sehr kritisch über den Saarstaat, so u.a. Johannes Schäfer[18] und Gerhard Paul [19].

Mit der Öffnung der Archive in den 1990er Jahren – insbesondere der französischen – konnten bei der Erforschung des Saarstaates als Teil der französischen Deutschlandpolitik nach dem 2. Weltkrieg wesentliche Fortschritte gemacht werden. Diese Entwicklung führte zu einer modernen und aufgeklärten Sichtweise. Bei der Fülle von historischen Quellen und Interpretationsmöglichkeiten muss darauf geachtet werden, dass die Aspekte der subjektiven historischen Erinnerung von Zeitgenossen, der Meinung der französischen Öffentlichkeit und der realen Politik der französischen und saarländischen Regierung nicht einer rationalen und sachlichen Analyse im Wege stehen. So ist nach neueren Erkenntnissen z.B. der Vorwurf nicht haltbar, dass Frankreich in der Saarfrage eine rein opportunistische Politik betrieben habe, bei der es allein um Rache, Entschädigung und damit verbundenen Reparationsansprüche wie nach dem 1. Weltkrieg gegangen sei.[20]

In der modernen Forschung sind vor allem das Werk von Armin Heinen[21], der u.a. mit seiner Definition des „pädagogischen Vorbehalts“[22] gerade diese aufgeklärte Sichtweise vertritt, und die Schriften und Herausgeberwerke von Rainer Hudemann [23] hervorzuheben.

Was die saarländische Sozialdemokratie angeht, so ist die Zahl der wissenschaftlichen Beiträge bisher überschaubar. Die Darstellungen von Zeitgenossen wie Friedrich Regitz[24] und Werner Wilhelm[25], die auf der Seite der siegreichen DSP einzuordnen sind, vertreten eine stark politisch bestimmte Sichtweise. Neben Handbuchartikeln von Frank Dingel[26] und Jürgen R. Winkler [27] hat Jean-Paul Cahn, der 1992 über die Beziehungen zwischen der SPD und Frankreich promovierte,[28]zwei wichtige Aufsätze publiziert. In ihnen beschreibt er u.a. das „Innenleben“ des Heimatbundes, dem die DSP angehörte, und die Rolle der Bundes-SPD bei der Saarfrage. [29]

Da es noch keine umfassende Darstellung der saarländischen SPD gibt, ist es sehr zu begrüßen, dass die Stiftung Demokratie Saarland zu Beginn des Jahres 2013 bekannt gegeben hat, dass die Publikation einer fünfbändigen Schriftenreihe über die gesamte Geschichte der saarländischen SPD geplant ist. [30]

Ein Meilenstein bei der Erforschung der saarländischen SPD stellt der im Sommer 2013 erschienene dritte Band der geplanten Reihe von Winfried Busemann dar. Dieser hat es einerseits gewagt, die gesamte Entwicklung von 1945 bis 1968 in einer Monographie zu bearbeiten, andererseits betreibt er keine Politik, somit erfüllt seine Abhandlung den wissenschaftlichen Anspruch. [31]

Zum Thema „Remigranten“ sind zwei Aufsatzsammlungen hervorzuheben, in denen deren Wirken und Einfluss im Saarstaat und in Restdeutschland analysiert werden.[32]

Die Haltung der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere von Bundeskanzler Konrad Adenauer zum Saarstaat und der wegweisenden Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955, die Heinrich Schneider zutreffend als „Wunder“[33] bezeichnete, analysiert Hans-Peter Schwarz[34] in kritischen Zügen. Zweidrittel der Saarländer hatten sich, von den politischen Akteuren in Deutschland und Frankreich nicht vorhersehbar, für die Wiedervereinigung mit Deutschland ausgesprochen.[35]

Dokumentensammlungen und Chroniken von saarländischen SPD-Ortsvereinen lassen Etappen der Entwicklung der Sozialdemokratie im Saarstaat und deren direkte Auswirkungen an der Parteibasis und in den Ortsvereinen erkennen.[36]

Was die SPS angeht, so drängte sich mir der Eindruck auf, dass sich über diese Partei der „Schleier der Geschichte“ gelegt hat. Mit Ausnahme von Ernst Kunkel[37], der 1980 ein letztes Mal seine Stimme erhob und die Entwicklungen aus Sicht der SPS sehr emotional beschreibt, haben die SPSAkteure nach Ende des Saarstaates geschwiegen. Die meisten von ihnen sind mittlerweile verstorben und die heutigen SPD-Ortsvereine können - oder wollen - sich nicht mehr an sie erinnern. [38]

Die Memoiren[39] des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmanns, in denen er die Leitlinien seiner Politik, wie z.B. die „Europaidee“ und weitere Beweggründe, beschreibt, können meiner Meinung nach jedoch auch Hinweise auf die nostalgischen Gedanken der Hauptakteure der SPS geben, wie diese sie hätten äußern können, wenn sie nach dem Ende des Saarstaates zu ihrer Politik und ihrem Handeln Stellung bezogen hätten. Hierauf gehe ich in Kapitel 3.2 „Die innere Spaltung der Partei“ ein.

Das Bild der Forschungsliteratur und der Zeitzeugenberichte runden neuere Beiträge aus Presse und Hörfunk zum Thema ab, die verdeutlichen, dass der Saarstaat und die Saarfrage zwar viele Jahrzehnten zurückliegen, jedoch bis heute ein sehr interessantes Thema sind. [40]

2. Neubeginn des politischen und gesellschaftlichen Lebens im Saargebiet

2.1 Gründung des Autonomiestaates

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg (1939-1945) mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Auf der Konferenz von Potsdam (17. Juli bis 2. August 1945) einigten sich die vier alliierten Siegermächte, die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion, das besiegte Deutsche Reich in vier Besatzungszonen aufzuteilen, die jeweils von einer der Alliierten verwaltet werden sollte. Der am 30. August gebildete Alliierte Kontrollrat fungierte hierbei als übergeordnetes höchstes Machtgremium. Das Saargebiet war Teil der französischen Besatzungszone. [41]

Das Saargebiet wurde im Frühjahr 1945 zunächst von den Amerikaner besetzt. Am 10. Juli des Jahres wurde das Gebiet von Frankreich, das schon nach Ende des 1. Weltkrieges (1914-1918) das an sein Mutterland grenzende Gebiet militärisch verwaltet hatte, übernommen. Bevor das wirtschaftlich für Frankreich sehr interessante Saargebiet am 22. Dezember aus der französischen Besatzungszone, die größtenteils aus Gebieten der heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, BadenWürttemberg und dem Saarland bestand, herausgelöst wurde, war den französischen Besatzern lange Zeit unklar, wie es behandelt werden sollte. [42]

Zunächst wurde von der neuen französischen Regierung in Paris eine Arbeitsgruppe unter Leitung des letzten französischen Konsuls vor dem Krieg, Abel Verdier, ins Leben gerufen, um die Möglichkeiten auszuloten, wie das Saargebiet von nun an verwaltet werden sollte. Bericht erstattete Paris der Militärgouverneur im Saargebiet, Gilbert Grandval. Der Grund, weshalb die Franzosen ein großes Augenmerk auf das Saargebiet legten, war, dass sie es bereits in der Völkerbundszeit nach dem 1. Weltkrieg (1920 bis 1935) treuhänderisch verwaltet hatten und ihnen daher die ergiebigen Kohlegruben im Saarbecken gut in Erinnerung waren. Die Saarkohle stellte für die vom Krieg schwer beschädigte französische Industrie ein dringend benötigter Energielieferant dar. Der Bericht der Verdier-Kommission legte der Pariser Regierung die Annexion des Gebietes nah, da so die Saargruben am besten genutzt werden könnten.[43] [44]

Zu der Annexion des Saargebiet durch Frankreich kam es jedoch nicht. In den Jahren 1945/46 befand sich die Region in einem Schwebezustand, dessen Ausgang unklar war. Die saarländische Bevölkerung war wie auch die vier Besatzungszonen der Macht der Besatzer ausgeliefert. In der Folge gab es ein Tauziehen zwischen Frankreich und den anderen Besatzern um die Zukunft des Saargebiets.

Noch 1976 versicherte Grandval in einer französischen Fernsehsendung, dass seines Wissens Frankreich das Saargebiet nie habe annektieren wollen, es sei sogar zu keinem Zeitpunkt darüber gesprochen worden. Auch andere führende Politiker der damaligen Zeit, wie z.B. Michel Debré, Generalsekretär im Commissariat aux Affaires Allemandes et Autrichiennes, eine dem französischen Außenministerium unterstellten Verwaltungsstelle für die besetzten deutschen Gebiete, verneinte später vehement jegliche derartige Absicht.[45]

Auch wenn diese politischen Akteure im Nachhinein französische Annexionsabsichten verneinten, so gab es für die Saarländer damals doch ausreichend Grund für Zweifel und Befürchtungen, dass die Region ihre Zugehörigkeit zu Restdeutschland verlieren könnte. So machte der französische General und Ministerpräsident der provisorischen französischen Regierung de Gaulle in den Jahren 1944/45 mehrere undeutliche Äußerungen, dass der Rhein die natürliche Grenze zur Wahrung der politischen und militärischen Sicherheit Frankreich sein müsse. Natürlich waren aber auch die bedeutende Industrie und der Bergbau des Saargebietes für Frankreich attraktive Ziele.[46]

In Frankreich selber gab es auf jeden Fall genug Stimmen, die eine Annexion begrüßten, so z.B. der außenpolitische Ausschuss der französischen Nationalversammlung zur Saarfrage und Abgeordnete verschiedener französischer Parteien, die diese Forderung auf Parteikongressen äußerten. Auch gab es mit dem „Mouvement pour la Libération de la Sarre“ (MLS; später „Mouvement pour le Rattachement de la Sarre à la France“, also MRS) saarländische Politiker, die eine Einverleibung in den französischen Staat erhofften. Somit war der innenpolitische Rückhalt für eine mögliche Annexion für die französische Regierung durchaus vorhanden. Der Grund, warum die französische Regierung nach Kriegsende hierzu keine klare Stellung bezog, war vor allem, dass es bezüglich der Art und Weise einer Einverleibung viele verschiedene Vorstellungen gab. Schließlich waren die ca. 1 Million Saarländer deutschsprachig und fühlten sich als Deutsche. Auch war Frankreich das nationale Selbstbestimmungsrecht als kostbares Gut wichtig für das eigene Selbstverständnis. Im Verlauf der innerfranzösischen Debatte kristallisierten sich schließlich zwei Sichtweisen heraus: eine Minderheit, die eine direkte Annexion befürwortete, und die Mehrheit, die die wirtschaftliche und währungspolitische Einbindung in den französischen Staat forderte. In diesem zweiten Lager gab es außerdem einige, die mit dieser Einbindung die Hoffnung verbanden, dass sich die Saarländer eines Tages als Franzosen fühlen sollten, und eine zweite Gruppe, die eine wirtschaftliche Annexion als ausreichend betrachtete.[47]

Ein weiterer Grund, weshalb die französische Regierung zur Saarfrage keine klare Stellung bezog, war, dass die amerikanischen und britischen Alliierten eine Annexion von Anfang an klar ablehnten.[48]

Vor Ort in Saarbrücken zeichnete sich im Frühjahr und Sommer 1946 eine gewisse Ratlosigkeit und Ungeduld bei den französischen Besatzern um den Militärgouverneur Grandval und den deutschen Anhängern des MRS ab, die eine Annexion anstrebten. Es wurde dringend auf eine Entscheidung aus Paris gewartet, wie die Saarfrage nun entschieden werden sollte. Indiz hierfür war der Streit zwischen Grandval und dem französischen Außenministerium um das im Januar des Jahres eröffnete Generalkonsulat in Saarbrücken. Zwar wurde mit der Eröffnung eines Konsulats zunächst eine direkte Annexion verhindert, doch äußerte die Pariser Regierung bereits einen Monat später, dass eine endgültige Lösung für das Saargebiet nur mit einem Friedensvertrag mit dem restlichen besetzten Deutschland einhergehen könne.[49]

Hierbei wird deutlich, dass sich die Zukunft des Saargebietes im Jahr 1946 noch in einem unklaren Zustand befand und die französischen Verantwortlichen einer Entscheidung, in welche Richtung sie auch führen möge, auswichen. Sicherlich war die strikte Haltung der Amerikaner und Briten dafür verantwortlich, dass sich im September eine Lösung der Saarfrage anbahnte. Durch ihre Blockadehaltung trat an die Stelle von de Gaulles selbstbewusster Position, die eine dominante französische Stellung in Westeuropa und gegenüber dem besiegte Deutschland anstrebte, eine den realen machtpolitischen Gegebenheiten im Jahr 1946 entsprechende. Schließlich war Frankreich keine dominante Siegermacht, die Hitlerdeutschland in die Knie gezwungen hatte, sondern Frankreichs Verdienst an der Beendigung des 2. Weltkrieges war relativ gering. Auch konnte sich keine französische Regierung eine offene Konfrontation mit den Amerikanern leisten, da Frankreich selber die Aufbauhilfen für sein kriegsverwüstetes Land dringend benötigte.[50]

Somit endete der Schwebezustand für das Saarland, indem der französische Außenminister Georges Bidault seinen amerikanischen und britischen Amtskollegen James Francis Byrnes und Ernest Bevin am 24. September 1946 offiziell erklärte, dass für Paris eine Annexion des Saargebiets nicht in Frage käme, sondern eine andere Lösung gefunden werden müsse.[51]

Stattdessen beanspruchte Frankreich von nun an einen kontrollierenden Einfluss auf das Gebiet, und zwar im wirtschaftlichen, finanziellen und sicherheitspolitischen Bereich. Zwar entließ Frankreich die Saarländer in Form des Autonomiestaats in eine gewisse Eigenständigkeit, doch darf bei der Betrachtung der ab 1947 folgenden Entwicklung dieser 2 Jahre andauernde Schwebezustand nicht außer acht gelassen werden, da es von Anfang an eine begründete Angst der Saarländer gegeben hatte, vom französischen Einfluss übermannt und zur Aufgabe ihrer „urdeutschen“ Natur gezwungen zu werden.

Das Saargebiet als territoriale Einheit war erstmals nach dem 1. Weltkrieg entstanden, als Frankreich in den Versailler Friedensverhandlungen 1919 Reparationen als Wiedergutmachung für die enormen Kriegsschäden forderte. Seinerzeit war das Gebiet für den Zeitraum von 15 Jahren unter französische Herrschaft gestellt worden. Bereits damals stand eine vollständige Einverleibung der Saarregion zur Diskussion. Die saarländische Bevölkerung jedoch hatte sich bei der Volksbefragung von 1935 gegen die Eingliederung und für eine Rückkehr in das Deutsche Reich entschieden . [52]

Am 30. August 1945 war der ehemalige französische Résistance-Kämpfer Gilbert Grandval (19041981) von de Gaulle zum „Délégué Supérier de la Sarre“, also zum Militärgouverneur für das Saargebiet ernannt worden. Er war von diesem Zeitpunkt an der höchste Vertreter der französischen Besatzungsmacht an der Saar. Am 5. September des Jahres wurde das Saargebiet in sieben Landkreise und den Stadtkreis Saarbrücken aufgeteilt, diese Aufteilung hatte bereits während des Völkerbundmandats in den Jahren 1920-35 bestanden. Am 18. Juli 1946 wurden weitere 142 Gemeinden an die Saarverwaltung angegliedert. Ein Jahr später wurden 61 Gemeinden wieder in die Besatzungszone zurück gegliedert und 13 zuvor rheinland-pfälzische Gemeinden angegliedert. Eine für die Bevölkerung einschneidende Maßnahme, welche die Herauslösung des Saargebiets endgültig untermauerte, war, als die französischen Besatzer durch zwei Verordnungen vom 18. Dezember 1946 den freien Grenzverkehr zur restlichen französischen Besatzungszone schlossen. 2000 französische Zollbeamte kontrollierten von nun an den Personen-, Waren- und Geldverkehr an der neuen saarländischen Grenze zum restlichen Deutschland, es bedurfte eines Passierscheines, um von der einen auf die andere Seite zu gelangen. Die Grenze zum benachbarten Frankreich war hingegen für Personen und Güter frei passierbar. Als Zahlungsmittel wurde die Reichsmark von der „Saar-Mark“, einer Übergangswährung, die an den französischen Franc gebunden war, ersetzt. [53]

Durch diese drastische Maßnahme wurde deutlich die wirtschaftliche Loslösung, bzw. eine mögliche wirtschaftliche Eigenständigkeit und Unabhängigkeit vom restlichen Deutschland, forciert. Parallel dazu wurde der politische und gesellschaftliche Neubeginn initiiert.

Hierbei wurde versucht, die lokale Bevölkerung einzubinden und nach und nach politische Agitation wieder zu gestatten. Im Jahr 1945 fand der politische Neubeginn ab März 1945 durch das Wirken des MLS und die Neubildung politischer Parteien im Dezember 1945 statt. [54]

Das MLS war während des 2. Weltkrieges in Paris von saarländischen Exilanten gegründet worden. Es war eine Sammelbewegung von Politikern und anderen Personen, die 1935, als das Saargebiet dem Deutschen Reich eingegliedert worden war, aus Angst vor politischer Verfolgung durch das Hitler-Regime aus dem Saargebiet hatten fliehen müssen. Die Mitglieder des MLS waren nach Kriegsende aus ihrem ausländischen Exil zurückgekehrt, ihr Ziel war es, zur Befreiung ihrer saarländischen Heimat beizutragen. Durch die Exiljahre waren sie zur Erkenntnis gekommen, dass nur eine enge Verbindung mit Frankreich, das sie aufgenommen hatte und wo sie eine Meinungsfreiheit besaßen, die in Hitlerdeutschland unmöglich war, gut für das Saarland wäre.

Nachdem das Saargebiet befreit worden war, wurde der Name der Bewegung im März 1946 in „Mouvement pour le Rattachement de la Sarre à la France“ (MRS) geändert. Das MRS war überall im Saargebiet in regionalen Gruppen und Vereinen aktiv und warb offen für seine Ideen, dies stieß allerdings schnell auf den Widerstand der amerikanischen Besatzung, da es jegliches politisches Engagement verbot. Viele der Aktivisten wurden verhaftet. Die französischen Besatzer hingegen, die am 10. Juli 1945 die US-Truppen in Form der 1. Französischen Armee „Rhein und Donau“ abgelöst hatten, waren dem MRS gegenüber positiv gestimmt. Der Militärgouverneur Grandval ließ das MRS frei gewähren.[55]

In der saarländischen Öffentlichkeit war das MRS in den Jahren 1945-47 sehr präsent. Seine Anhänger warben offen unter der Hunger leidenden Bevölkerung mit den Vorteilen einer Mitgliedschaft im MRS, dessen Mitglieder bei der Versorgung mit Lebensmitteln von den französischen Besatzern deutlich bevorzugt wurden, und im Presseorgan des MRS, „Die Neue Saar“, wurde in propagandistischer Weise das Zitat von Heinrich Heine zweckentfremdet: „Frankreich ist unser natürlicher Bundesgenosse. Wer dies nicht einsieht und dagegen handelt, ist ein Verräter“. [56]

Das MRS verstand sich allerdings als Ideengemeinschaft, nicht aber als politische Partei. So trat es nie bei Wahlen an, sondern seine Mitglieder waren in Gewerkschaften und politischen Parteien aktiv. Seine Anhänger fanden sich in allen zugelassenen Parteien wieder, auch viele hochgestellte Personen im neuem Autonomiestaat, wie z.B. Landräte und Bürgermeister, bekannten sich öffentlich zu ihrer Mitgliedschaft im MLS. Nach eigenen Angaben der MRS-Landesleitung war die Mitgliederzahl im Jahr 1946 auf über 100.000 angestiegen. Allerdings war das MRS auch ein Auffangbecken für ehemalige Nationalsozialisten, denn in den Jahren 1946/47 konnten diese durch eine Mitgliedschaft der Ausweisung entgehen, was sicherlich auch ein entscheidender Grund für die hohe Zahl an Mitgliedern war. Die Organisation hatte Mitglieder aus praktisch allen Berufsgruppen, so zeigt ein Auszug aus der Mitgliederliste der Kreisstadt Lebach folgende Berufsangaben: Kaufmann, Eisenbahner, Zahnarzt, Journalist, Landrat, Steuerberater, Arzt, Städtischer Angestellter. Da sich Frankreich im Herbst 1946 gegen eine Annexion entschieden hatte, verlor das MRS schnell an Bedeutung. Die lokalen Gruppen lösten sich nach und nach auf. [57]

Die saarländische Bevölkerung versuchte zu dieser Zeit vor allem zu einem normalen Lebensalltag zurückzufinden. Es gab große Kriegsschäden, und die Versorgung mit Lebensmitteln war schwierig. Die neuen Bürgermeister im Saarland mussten erst der amerikanischen, dann der französischen Militärverwaltung regelmäßig Berichte aus ihren Bezirken vorlegen. So teilte der Friedrichsthaler Bürgermeister Richard Rausch mit, dass es zu Plünderungen sowohl seitens der alliierten Soldaten als auch durch die Saarländer untereinander gekommen sei. Er beklagte sich mehrfach darüber, dass alliierte Soldaten – Amerikaner wie Franzosen – der Bevölkerung Waren und Lebensmitteln entwenden würden und private und öffentliche Gebäude besetzt hielten, ohne sie dafür zu entschädigen. Auch berichtete er von der Problematik der entlassenen Kriegsgefangenen und sonstigen Internierten, die für die lokale Bevölkerung immer mehr zur Belastung würden. Er wünschte sich eine Lösung diese Problems und den Aufbau einer Verwaltung und Polizei. [58] Am 22. Dezember 1946 schloss die französische Militärverwaltung die Grenze zwischen dem Saarland und dem restlichen Deutschland und kontrollierte somit den Personen- und Warenverkehr zwischen dem Saargebiet und den drei Westzonen. Nur die saarländisch-französische Grenze blieb weiterhin offen.[59]

In den Jahren 1945/46 zeigte sich die französische Besatzungsmacht gegenüber der Bevölkerung als äußerst autoritär, gewalttätig und opportunistisch. Die Entnazifizierung („Epuration“) der Saar wurde wie in allen Teilen des ehemaligen Dritten Reichs durchgeführt. Im Saarland hingegen hatte dieser notwendige Prozess jedoch schnell einen negativen Beigeschmack: Ehemalige Nationalsozialisten, die sich pro-französisch gaben, kamen häufig ungestraft davon. Andere Saarländer, denen eine kritische Haltung gegenüber der französischen Besatzungsmacht unterstellt wurde, ob nun politisch vorbelastet oder nicht, wurden ausgewiesen oder ihnen wurden politische Aktivitäten strengstens untersagt. Jegliche Stellungnahme gegen die Franzosen wurde brutal von der französischen Sicherheitspolizei („sûreté“) unterdrückt. Außerdem wurde die unter Lebensmittelknappheit leidende Bevölkerung mit ihrem Hunger erpresst. Am 1. November 1945 wurde ein Landesernährungsamt, das die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln organisierte, installiert. Über die Vergabe von Lebensmittelmarken wurde versucht, die Saarländer auf einen pro-französischen Kurs zu bringen. Nach der Schließung der saarländisch-deutschen Grenze war die Bevölkerung auf diese Marken angewiesen, da keine Lebensmittel von außerhalb eingeführt werden konnten. [60]

Angesichts solcher Methoden ist nachvollziehbar, dass es im Saarland zunächst keine politische Opposition gab, die ihre Stimme gegen die französischen Besatzer und die neue von Frankreich unterstützte Landesregierung hätte erheben können. In diesem Zusammenhang kann der „demokratische Neubeginn“ auch kritisch gesehen werden.[61]

Im Zuge der voranschreitenden wirtschaftlichen Verknüpfung der Saarwirtschaft mit Frankreich wurden Waren- und Personenströme von und nach Deutschland immer stärker kontrolliert. Menschen durften die Grenze nur noch mit Passierscheinen überqueren. Seit dem 1. Januar 1947 durften keine Zeitungen und sonstigen Pressemedien in das Saarland eingeführt werden. Am 1. Juli wurde sogar der französische Nationalfeiertag, der 14. Juli, als gesetzlicher Feiertag eingeführt.[62]

Von Kriegsende bis 1959 sollte es im Saarland vier verschiedene Währungen geben: Am 16. Juni wurde zunächst die Reichsmark durch die Saar-Mark ersetzt. Ab dem 20. November 1947 war der Französische Franc das gesetzliche Zahlungsmittel und am 6. Juli 1959, als das Saarland auch wirtschaftlich in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert wurde, wurde auch hier die Deutsche Mark eingeführt. [63][64] Vor Einführung des Französischen Franc als neue einheitliche Währung - die alte Reichsmark war mit Untergang des Deutschen Reiches fast wertlos geworden waren Zigaretten häufig das einzige Zahlungsmittel.64

Mit Gilbert Grandval war 1945 eine Persönlichkeit im Saarland erschienen, die eine dominante Rolle in den folgenden Jahren spielen sollte. Grandval war zunächst französischer Gouverneur (1945-1948), später Hoher Kommissar (1948-1952) und französischer Botschafter in Saarbrücken (1952-1955). [65] Gerade als Hoher Kommissar Frankreichs für das Saarland besaß er eine große Machtfülle. Er unterstand dabei direkt dem Pariser Außenministerium und seine zentrale Aufgabe war es, die Regierung und die Politik im Saarstaat zu kontrollieren.[66] Bis 1953 hatte Grandval ein Vetorecht gegen alle Beschlüsse und Entscheidungen der saarländischen Landesregierung.[67]

Am 15. Dezember 1947 trat die Verfassung des Saarlandes in Kraft und somit entstand ein neuer autonomer Staat, der Saarstaat. [68]

Anders als in den anderen Bundesländern riefen die französischen Besatzer ohne Volksabstimmung eine Verfassungskommission aus saarländischen Politikern ins Leben, die eine saarländische Verfassung entwarf. Sodann wurde ein erster saarländischer Landtag gewählt, der die Verfassung verabschiedete und sich hierfür übergangsweise in „Gesetzgebende Versammlung“ umbenannte. Da die Saarländer also nicht direkt auf das Entstehen Einfluss nehmen konnten, behielt die Verfassung den Makel, oktroyiert zu sein. Gerade ihre Präambel, eine Art „Vorwort“, war umstritten. In ihr wurden die staatliche Loslösung von Deutschland, der wirtschaftliche Anschluss an Frankreich und vor allem auch die Übertragung der Außen- und Verteidigungspolitik an Frankreich festgehalten. [69]

Frankreichs Einfluss auf die saarländische Verfassung war jedoch überschaubar. Es galt lediglich die Vorgabe, dass Demokratie und bürgerliche Grundrechte verankert werden müssten. Ansonsten konnten die Saarländer ihre Verfassung in großen Teilen selber erstellen, wobei nicht die französische, sondern die alte Weimarer Verfassung und die Verfassungen aller neuen deutschen Bundesländer, die nach Kriegsende entstanden, als Vorbild dienten. Abgesehen von der Tatsache, dass die französischen Besatzer gewisse Aufsichtsrechte forderten, war die neu geschaffene Verfassung eine „deutsche“. [70]

Doch gerade die Präambel begrenzt den Autonomiestatus und sollte im Saarstaat zum großen Streitthema werden. In dieser war formuliert: „Das Volk an der Saar (…) gründet seine Zukunft auf den wirtschaftlichen Anschluss des Saarlandes an die französische Republik und an die Währungsund Zolleinheit mit ihr, die einschließen: die politische Unabhängigkeit des Saarlandes vom Deutschen Reich, die Landesverteidigung und die Vertretung der saarländischen Interessen im Ausland durch die französische Republik“[71]. Die politische Unabhängigkeit des Saarlands war begrenzt, denn der Artikel 10 der Verfassung schränkt die freie Meinungsäußerung folgendermaßen ein: Als verfassungsfeindlich wird bezeichnet, wer „(...) die verfassungsmäßige demokratische Grundlage angreift und gefährdet. Änderungen der Verfassung, sofern sie deren Grundgedanken widersprechen, sind unzulässig“[72].

Diese Verfassung von 1947, in der die staatliche Lostrennung von Deutschland, Gründung des Saarstaates sowie der wirtschaftlicher Anschluss an Frankreich, Währungs- und Zollunion und Abgabe der außenpolitischen Vertretung und Verteidigung des Landes an Frankreich zementiert wurden, empfanden Zeitgenossen als aufgezwungen.[73] Auch heutige Betrachter beurteilen Verfassung und Staatsgründung kritisch: Da die Saarländer übergangen wurden und nicht unmittelbar über ihre Verfassung befinden durften, könne diese als aufgezwungen interpretiert werden.[74]

Doch der neue Ministerpräsident des Saarlandes, Johannes Hoffmann (1890-1967), blendete alle Kritik am Zustandekommen der Verfassung und damit ihrer Legitimität aus und erklärte in seiner Rede vor dem saarländischen Landtag nach seiner Ernennung:

„Ich verspreche, alles, was an mir liegt, zu tun, auf dass die große und schwere Aufgabe, die wohl jedem in ihrem Umfang und Ausmaß bekannt ist, zum Nutzen unserer saarländischen Heimat und ihrer Menschen geleistet werde, (…) zur Erreichung eines tiefen und ehrlichen Verständnisses zwischen Frankreich und Deutschland, die in der Vergangenheit so oft nicht nur zum Verhängnis der beiden Völker, sondern auch zum Schaden Europas in das Unglück des Krieges gestürzt wurden.“[75]

[…]


[1] Heinz, Joachim / Kühn, Hans-Joachim: 150 Jahre Sozialdemokratie an der Saar, Saarbrücken 2013, S. 7.
[2] Ebenda, S. 46.
[3] Zum Jubiläum ist seit dem 23. Mai 2013 in den Räumen der Stiftung Demokratie Saarland (Bismarckstraße 99, 66121 Saarbrücken) eine Ausstellung über die Geschichte der saarländischen SPD zu besichtigen, in der u.a. Dokumente aus saarländischen und bundesweiten Archiven zu sehen sind, die hier zum Teil zum erste Mal gezeigt werden, vgl. Heinz, Joachim: 150 Jahre Saar-SPD : Sozialdemokratische Partei feiert Jubiläum, in: Arbeitskammer des Saarlandes (Hrsg.): Arbeitnehmer, Band 61 (2013), S. 30.
[4] SPD-Ortsverein Rappweiler-Zwalbach: 50 Jahre Einsatz für Rappweiler-Zwalbach. Kleine Chronik des Ortsvereins Rappweiler-Zwalbach der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Rappweiler-Zwalbach 2007, S. 5.
[5] Dingel, Frank: Die Sozialdemokratische Partei des Saarlandes. In: Stöss, Richard / Niedermayer, Oskar (Hrsg.): Parteien-Handbuch. Band 4, Opladen 1986, S. 2226.
[6] Freymond, Jacques: Die Saar 1945 – 1955, München 1961, S. 217.
[7] Hoffmeister, Martin: Wer regiert die Saar?, Köln 1952, S. 5.
[8] Schwarz, Hans-Peter: Adenauer, Stuttgart 1991, S. 93.
[9] Die Präambel macht den Unterschied - Zur Landesverfassung des Saarlands und ihrer Geschichte, eine Sendung von Deutschlandradio Kultur, eine Sendung von Deutschlandradio Kultur vom 23.01.2013, http://www.deutschlandradiokultur.de/die-praeambel-macht-den-unterschied.1001.de.html?dram:article_id=235212 (eingesehen 01.01.2014).
[10] Heinen, Armin: Saarjahre - Politik und Wirtschaft im Saarland 1945 – 1955, Stuttgart 1996S. 354f. und S. 368.
[11] Die Präambel macht den Unterschied - Zur Landesverfassung des Saarlands und ihrer Geschichte, eine Sendung von Deutschlandradio Kultur, eine Sendung von Deutschlandradio Kultur vom 23.01.2013, http://www.deutschlandradiokultur.de/die-praeambel-macht-den-unterschied.1001.de.html?dram:article_id=235212 (eingesehen 01.01.2014).
[12] Ebenda.
[13] Die Verfassung vom 15. Dezember 1947 hatte nicht die französische sondern die alte Weimarer Verfassung und die Verfassungen aller neuen deutschen Bundesländer als Vorbild. Vgl. hierzu: Hudemann, Rainer: 50 Jahre Landtag – 40 Jahre Bundesland. Notizen zur saarländischen Identität, in: Landtag des Saarlandes (Hrsg.): 50 Jahre Landtag des Saarlandes, Saarbrücken 1997, S. 29f.
[14] Vgl. u.a. Regitz, Friedrich: Der Weg der SPD im Saarland, in: Altmeyer, Klaus (Hrsg.): Das Saarland - ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, Saarbrücken 1958, S. 169-176. und Wilhelm, Werner: Die Deutsche Sozialdemokratische Partei, in: Hudemann, Rainer / Poidevin, Raymond (Hrsg.): Die Saar 1945 – 1955. Ein Problem der europäischen Geschichte, München 1995, S. 308-311.
[15] Ebenda.
[16] Freymond, Jacques: Die Saar 1945 – 1955, München 1961.
[17] Altmeyer, Klaus (Hrsg.): Das Saarland - ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, Saarbrücken 1958.
[18] Schäfer, Johannes: Das autonome Saarland. Demokratie im Saarstatut 1947 – 1957, St. Ingbert 2012.
[19] Paul, Gerhard: „Die Saarländer fühlten sich durch solche Leute an Frankreich verkauft." Die saarländischen Remigranten und ihr gescheiterter Staat , in: Hudemann, Rainer u.a. (Hrsg.): Grenz-Fall - Das Saarland zwischen Frankreich und Deutschland 1945 - 1960, St. Ingbert 1997, S. 135-150.
[20] Hudemann, Rainer: Die Saar zwischen Frankreich und Deutschland 1945-47, in: Hudemann, Rainer / Poidevin, Raymond (Hrsg.): Die Saar 1945-1955. Ein Problem der europäischen Geschichte, München 1995, S. 31ff.
[21] Heinen, Armin: Saarjahre - Politik und Wirtschaft im Saarland 1945 – 1955, Stuttgart 1996.
[22] Ebenda, S. 245.
[23] Hier seinen u.a. genannt: Hudemann, Rainer / Poidevin, Raymond (Hrsg.): Die Saar 1945-1955. Ein Problem der europäischen Geschichte, München 1995. und Hudemann, Rainer u.a. (Hrsg.): Grenz-Fall - Das Saarland zwischen Frankreich und Deutschland 1945 - 1960, St. Ingbert 1997.
[24] Regitz, Friedrich: Der Weg der SPD im Saarland, in: Altmeyer, Klaus (Hrsg.): Das Saarland - ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, Saarbrücken 1958, S. 169-176.
[25] Wilhelm, Werner: Die Deutsche Sozialdemokratische Partei, in: Hudemann, Rainer / Poidevin, Raymond (Hrsg.): Die Saar 1945 - 1955 - ein Problem der europäischen Geschichte, München 1995, S. S. 308-311.
[26] Dingel, Frank: Die Sozialdemokratische Partei des Saarlandes. In: Stöss, Richard / Niedermayer, Oskar (Hrsg.): Parteien-Handbuch. Band 4, Opladen 1986, S. 2217-2240.
[27] Winkler, Jürgen R.: Das Parteiensystem des Saarlandes, in: Jun, Uwe / Haas, Melanie / Niedermayer, Oskar (Hrsg.): Parteien und Parteiensysteme in den deutschen Ländern, Wiesbaden 2008, S. 369-385.
[28] Cahn, Jean-Paul: Le Parti Social-Democrate Allemand (SPD) et la France, Strasbourg 1992.
[29] Cahn, Jean-Paul: Die sozialdemokratische Opposition und die Saarfrage 1947-57, in: Hudemann, Rainer u.a. (Hrsg.): Grenz-Fall - Das Saarland zwischen Frankreich und Deutschland 1945 - 1960, St. Ingbert 1997, S. 177198. und Cahn, Jean-Paul: Von der sozialistischen Einheit zum Bruch der Heimatbundregierung : Sozialdemokratie an der Saar und ihr Verhältnis zum Parteivorstand der SPD von der Volksabstimmung bis zum Ende der Heimatbundregierung (1955 – 1957), in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 25 (1999), S. 607-624.
[30] Siehe Einleitung von Joachim Heinz und Hans-Joachim Kühn in: Heinz, Joachim / Kühn, Hans-Joachim: 150 Jahre Sozialdemokratie an der Saar, Saarbrücken 2013.
[31] Busemann, Wilfried: Den eigenen Weg gehen. Die Selbstfindung der Sozialdemokratie an der Saar 1945 bis 1968, St. Ingbert 2013.
[32] Krohn, Claus-Dieter / von der Mühlen, Patrik (Hrsg.): Rückkehr und Aufbau nach 1945 : Deutsche Remigranten im öffentlichen Leben Nachkriegsdeutschlands, Marburg 1997. und Krohn, Claus-Dieter / Schildt, Axel (Hrsg.): Zwischen den Stühlen? Remigranten und Remigration in der deutschen Medienöffentlichkeit der Nachkriegszeit, Hamburg 2002.
[33] Schneider, Heinrich: Das Wunder an der Saar, Stuttgart 1974.
[34] Schwarz, Hans-Peter: Adenauer, Stuttgart 1991.
[35] Siehe zur Differenzierung der Aussage: „Die Saarländer hätten sich für die Wiedervereinigung ausgesprochen“ in Kapitel 4.3 „Die Sozialdemokratie nach der Volksabstimmung“.
[36] Vgl. 6.1.2 „Dokumente und Dokumentensammlungen“.
[37] Kunkel, Ernst: Dokumente und Erinnerungen zur Geschichte der SPS, Dudweiler 1980.
[38] So ist z.B. in der SPD-Chronik des SPD-Ortsvereins Scheidt nachzulesen: „Auch in Scheidt soll es innerhalb der neugegründeten SPD gegen die ehemaligen 'Separatisten' der SPS starke Ressentiments gegeben haben. Wir kennen heute nicht einmal mehr deren Vorstände, die Aufzeichnungen der SPS-Ortsgruppe blieben nicht erhalten.“, vgl. SPD Ortsverein Scheidt (Hrsg.): Scheidter Zeitung, Sonderausgabe 75 Jahre SPD in Scheidt, Scheidt 1994, S. 28.
[39] Hoffmann, Johannes: Das Ziel war Europa. Der Weg der Saar 1945-1955, St. Ingbert 2013.
[40] Vgl. Beiträge des Deutschlandfunks und DER ZEIT in 6.1.3 „Internetquellen“.
[41] Ploetz, Karl (Begr.): Der Große Ploetz – Enzyklopädie der Weltgeschichte. Daten, Fakten, Zusammenhänge, 34. Auflage, Göttingen 1998, S. 1398ff.
[42] Regitz, Friedrich: Politik der Abtrennung (1945-1955), in: Altmeyer, Klaus (Hrsg.): Das Saarland - ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, Saarbrücken 1958, S. 57.
[43] Ebenda, S. 57ff.
[44] Zum Saargebiet während der Völkerbundszeit siehe: Clemens, Gabriele: Mandatsgebiet des Völkerbundes 19191935, in: Behringer, Wolfgang / Clemens, Gabriele (Hrsg.): Geschichte des Saarlandes, München 2009, S. 217-261.
[45] Küppers, Heinrich: Wollte Frankreich das Saarland annektieren, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte Nr. 9/1983, S. 345.
[46] Ebenda, S. 347.
[47] Ebenda, S. 348.
[48] Ebenda, S. 351.
[49] Ebenda, S. 351ff.
[50] Ebenda, S. 351f.
[51] Ebenda, S. 353.
[52] Clemens, Gabriele: Saarland - vom deutschen Sonderweg zur bundesrepublikanischen Normalität, in: Kost, Andreas / Rellecke, Werner / Weber, Reinhold (Hrsg.): Parteien in den deutschen Ländern. Geschichte und Gegenwart, München 2010, S. 322.
[53] Regitz, Friedrich: Politik der Abtrennung (1945-1955), in: Altmeyer, Klaus (Hrsg.): Das Saarland - ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, Saarbrücken 1958, S. 57-62.
[54] Ebenda, S. 62.
[55] Altmeyer, Klaus: Eine Episode zum demokratischen Neubeginn: MRS in Lebach, in: Historischer Verein Lebach (Hrsg.): Lebacher Historischer Kalender 2006, S. 24-25.
[56] So ein knuspriger Schweinebraten, in: DER SPIEGEL (1/1947) vom 04.01.1947, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-38936542.html (eingesehen 01.01.2014).
[57] Altmeyer, Klaus: Eine Episode zum demokratischen Neubeginn: MRS in Lebach, in: Historischer Verein Lebach (Hrsg.): Lebacher Historischer Kalender 2006, S. 24-25.
[58] Friedrichsthal : Stätte der Wiedergeburt der saarländischen Sozialdemokratie (SPS/SPD-Saar). Eine Dokumentation über einen bewegten Abschnitt der Geschichte von Stadt und Land, aus der Sicht von Verwaltungsberichten der Gemeindeverwaltung, Friedrichsthal 1995, S. 2ff.
[59] Kretschmer, Rudolf: Die Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 4 Saarlouis 1960-1980, Saarlouis 1982, S. 836.
[60] Ebenda, S. 837.
[61] Ebenda, S. 837f.
[62] Ebenda, S. 841.
[63] Scharwath, Günter: Vom Saarbrücker Groschen zur Deutschen Mark. Geldgeschichte der Saarregion, Saarbrücken 2005, S. 73ff.
[64] Jahre SPD in Fischbach. Ein Stück Parteigeschichte und ein Stück Dorfgeschichte, http://www.ov-fischbach.spdsaar.de/Chronik.htm (eingesehen 01.01.2014).
[65] Schneider, Dieter Marc: Gilbert Grandval. Frankreichs Prokonsul an der Saar, in: Martens, Stefan, (Hrsg.): Vom "Erbfeind" zum "Erneuerer". Aspekte und Motive der französischen Deutschlandpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg, Sigmaringen 1993, S. 201ff.
[66] Jacques Freymond: Die Saar 1945 – 1955, München 1961, S. 374.
[67] Schleiden, Karl August: Vom Waffenstillstand 1945 über Autonomie zum Bundesland, in: Staerk, Dieter (Hrsg.): Das Saarlandbuch, Saarbrücken 1990, S. 236.
[68] Landtag des Saarlandes (Hrsg.): 50 Jahre Landtag des Saarlandes, Saarbrücken 1997, S.1.
[69] Hudemann, Rainer: 50 Jahre Landtag – 40 Jahre Bundesland. Notizen zur saarländischen Identität, in: Landtag des Saarlandes (Hrsg.): 50 Jahre Landtag des Saarlandes, Saarbrücken 1997, S. 23f.
[70] Ebenda, 24f.
[71] Kimmel, Adolf: Das Saarland – Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland, in: Stiftung Demokratie Saarland (Hrsg.): Der 23. Oktober 1955 - 50 Jahre danach. Dokumentation einer Vortragsreihe, Saarbrücken 2007, S.11.
[72] Ebenda, S.11.
[73] Wilhelm, Werner: Die Deutsche Sozialdemokratische Partei, in: Hudemann, Rainer / Poidevin, Raymond (Hrsg.): Die Saar 1945 - 1955 - ein Problem der europäischen Geschichte, München 1995, S.308.
[74] Schäfer, Johannes: Das autonome Saarland. Demokratie im Saarstatut 1947 – 1957, St. Ingbert 2012, S. 54f.
[75] Johannes Hoffmann: Das Ziel war Europa. Der Weg der Saar 1945-1955, St. Ingbert 2013, S. 134.

Ende der Leseprobe aus 108 Seiten

Details

Titel
Die saarländische SPD in der Zeit des französischen Protektorats 1947-56
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2013
Seiten
108
Katalognummer
V313741
ISBN (eBook)
9783668146389
ISBN (Buch)
9783668146396
Dateigröße
1134 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SPD, Saarland, Protektorat, Hoffmann, Saarstaat, Saarbrücken, Adenauer, Schumacher, Westdeutschland, DDR, Deutsche Teilung, Saarländisch, Saarländer, Autonomie, Politische Partei, Sozialdemokratie, Volksabstimmung, 1955, Johannes Hoffmann, SPS, DSP, CDU, FDP, Remigranten, Emigranten, 2. Weltkrieg, Grandval, Saargebiet, de Gaulle, MRS
Arbeit zitieren
Daniel Stahl (Autor), 2013, Die saarländische SPD in der Zeit des französischen Protektorats 1947-56, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313741

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