Smartphones, also kleine, leichte, mobile Computer, die mittels Mobilfunk Daten mit dem Internet austauschen und integriertes Telefon, Kamera, GPS-Empfänger, einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) und eine Tastatur besitzen, stellen für den Nutzer rund um die Uhr Ressourcen bereit, können gleichzeitig aber auch fremden Personen Ressourcen bereitstellen, die in Daten des Nutzers bestehen.
Durch ihre potentiell ständige Kommunikation mit dem Internet verschaffen sie dem Nutzer eine neue, ubiquitäre Qualität des Eingebundenseins und Möglichkeit der Partizipation.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Smartphone als individuell verfügbares, ubiquitäres System
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Smartphones als zentrales, ubiquitäres System, das durch eine permanente Internetanbindung und Sensorik nicht nur den Alltag des Nutzers prägt, sondern auch tiefgreifende Möglichkeiten zur Datenerhebung, Verhaltensanalyse und sozialen Partizipation eröffnet.
- Die technologische Evolution des Smartphones zum persönlichen, ubiquitären Begleiter.
- Die Analyse von Smartphonenutzungs- und Sensordaten zur Gewinnung von Persönlichkeitsprofilen.
- Die Funktion des Smartphones als Ressource und Werkzeug für soziale Interaktion und Sicherheit.
- Historische Visionen des Ubiquitous Computing im Vergleich zur heutigen technischen Realität.
- Gesellschaftliche Auswirkungen und ethische Implikationen der zunehmenden Überwachung und Modellierung menschlichen Verhaltens.
Auszug aus dem Buch
Das Smartphone als individuell verfügbares, ubiquitäres System
Smartphones, also kleine, leichte, mobile Computer, die mittels Mobilfunk Daten mit dem Internet austauschen und integriertes Telefon, Kamera, GPS-Empfänger, einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) und eine Tastatur besitzen, stellen für den Nutzer rund um die Uhr Ressourcen bereit, können gleichzeitig aber auch fremden Personen Ressourcen bereitstellen, die in Daten des Nutzers bestehen.
Durch ihre potentiell ständige Kommunikation mit dem Internet verschaffen sie dem Nutzer eine neue, ubiquitäre Qualität des Eingebundenseins und Möglichkeit der Partizipation. Dass z.B. ein US-amerikanischer Präsident nach seiner Wiederwahl persönlich oder zumindest in seinem Namen von seinem persönlichen Account aus über Twitter einen erleichterten Kommentar an „die Menschen da draußen vor den Smartphonebildschirmen“, also an potentiell alle Menschen, schickt bzw. schicken läßt, dieser potentiell direkte Draht von jedem Menschen zu jedem anderen Menschen (Eingebundensein und Partizipation), war vor 10 Jahren (2005) noch undenkbar.
Diese rasante Entwicklung verschafft dem Einzelnen neue, ungeahnte Ressourcen und zugleich anderen Menschen neue, ungeahnte Zugangsmöglichkeiten zu Daten über ihn. Wenn man sich die Literatur im Bereich der smartphonebezogenen Forschung aus den letzten Jahren anschaut, sieht man, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, aus Smartphonenutzungs- und -sensordaten ein möglichst vollständiges Bild vom Smartphonenutzer zu gewinnen (Chittaranjan et al. 2013, Kanjo et al. 2015, Sysoev et al. 2015).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Smartphone als individuell verfügbares, ubiquitäres System: Das Kapitel analysiert das Smartphone als multifunktionales, ubiquitäres Werkzeug, das durch ständige Datengenerierung tiefe Einblicke in die Persönlichkeit ermöglicht und visionäre Konzepte des Ubiquitous Computing in die heutige Realität überführt.
Schlüsselwörter
Smartphone, Ubiquitous Computing, Sensordaten, Nutzerdaten, Personalisierung, Partizipation, Internet, Kommunikation, Digitalisierung, Soziale Medien, Verhaltensanalyse, Technologie, Big Data, Privatsphäre, Mobilfunk
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Smartphones als ubiquitäres System, das den Alltag des Nutzers durch ständige Vernetzung und Sensorik maßgeblich mitgestaltet und transformiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Rolle des Smartphones als Ressource, die Analyse von Nutzungsdaten zur Persönlichkeitserkennung sowie die historische Einordnung und zukünftige Entwicklung des Ubiquitous Computing.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit hinterfragt, wie das Smartphone als ubiquitäres Medium die Lebenswelt des Individuums durch ständige Verfügbarkeit und Datengenerierung beeinflusst und welche gesellschaftlichen Implikationen daraus erwachsen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine Kombination aus technischer Analyse, literaturwissenschaftlicher Einordnung und soziologischer Reflexion, um die Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf den Menschen und die Gesellschaft zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise des Smartphones als offenes System, die Bedeutung von Nutzungs- und Sensordaten, die Relevanz von Apps und die Entwicklung von ubiquitären Systemen im Vergleich zu früheren Visionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Ubiquitous Computing, Smartphone, Datennutzung, Personalisierung, Technikfolgenabschätzung und soziale Partizipation.
Was bedeutet der Begriff "Tippoint" in diesem Kontext?
Ein Tippoint bezeichnet den Zeitpunkt, an dem eine technische Entwicklung den Massencharakter erreicht, also den Übergang von einer spezialisierten hin zu einer massenhaften Nutzung.
Inwiefern unterscheidet sich das heutige Smartphone von der frühen Vision des "Smart Dust"?
Während frühe Visionen eine Durchsetzung der Umwelt mit Mikrosensoren (Smart Dust) vorsahen, bietet das Smartphone eine integrierte, leistungsfähige Lösung, bei der der Nutzer die Kontrolle behält und Hardware-Upgrades selbst verwaltet.
- Arbeit zitieren
- Steffen Schumacher (Autor:in), 2016, Das Smartphone als individuell verfügbares, ubiquitäres System, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314044