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René Descartes' Naturphilosophie. Die Wissenschaftliche Methode, die Substanzontologie und die Naturgesetze

Titel: René Descartes' Naturphilosophie. Die Wissenschaftliche Methode, die Substanzontologie und die Naturgesetze

Referat (Ausarbeitung) , 2014 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Kremer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Descartes' Alternative zur aristotelischen Naturphilosophie, seine Metaphysik und seine Erkenntnislehre darzustellen. Im Spannungsfeld zwischen der Ablösung des aristotelischen Weltbilds mit seiner fast 2000-jährigen Tradition und den Anfängen der modernen Physik mit Isaac Newton (1642 – 1727) als einem ihrer herausragendsten Vertretern entwickelt René Descartes als erster Naturphilosoph seit Aristoteles ein geschlossenes naturphilosophisches System. Descartes macht sich um die Philosophie, Mathematik und Physik verdient. Er gilt als Begründer der neuzeitlichen Metaphysik und Erkenntnislehre sowie als Wegbereiter der analytischen Geometrie, die Algebra und Geometrie miteinander verbindet. Zudem formuliert er bereits Erhaltungssätze und das Trägheitsprinzip der geradlinig, gleichförmigen Bewegung.

Vor dem Hintergrund der Newtonschen Mechanik, die Newton 1687 in seinem Hauptwerk "Mathematische Grundlagen der Naturphilosophie" formuliert und die bis heute, ergänzt durch Relativitätstheorie und Quantenmechanik, ihre eingeschränkte Gültigkeit besitzt, arbeite ich außerdem heraus, inwiefern sich Descartes aus heutiger Sicht irrt und inwiefern er Recht behält.

Zunächst stelle ich Descartes' wissenschaftliche Methode vor, die er als Gegenentwurf zum traditionellen Bildungsideal konzipiert. Dazu betrachte ich die vier Grundregeln dieser Methode, die Evidenz-, Zerlegungs-, Ordnungs- und Vollständigkeitsregel. Anschließend arbeite ich seine Substanzontologie mit ihren drei Substanzen heraus, der denkenden, vollkommenen und ausgedehnten Substanz. Im darauf folgenden Schritt befasse ich mich mit den Erhaltungssätzen und den drei cartesischen Naturgesetzen, d. h. mit dem Trägheitsprinzip und den zwei Stoßmechanismen, auf die Descartes seine sieben Stoßgesetze zurückführt. Seine kosmologische Wirbeltheorie bleibt in meiner Betrachtung seiner Naturphilosophie unberücksichtigt. Abschließend fasse ich im Fazit die Ergebnisse meiner Arbeit zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die wissenschaftliche Methode

1.1 Die Evidenzregel

1.2 Die Zerlegungsregel

1.3 Die Ordnungsregel

1.4 Die Vollständigkeitsregel

2. Die Substanzontologie

2.1 Eine denkende Substanz

2.2 Eine vollkommene Substanz

2.3 Eine ausgedehnte Substanz

3. Die Naturgesetze

3.1 Die Erhaltungssätze

3.2 Das Trägheitsprinzip

3.3 Die Stoßgesetze

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, René Descartes' alternatives naturphilosophisches System, seine Metaphysik sowie seine Erkenntnislehre darzustellen und vor dem Hintergrund der klassischen Mechanik kritisch zu bewerten.

  • Die analytisch-synthetische Methode als Gegenentwurf zum traditionellen Bildungsideal
  • Die cartesische Substanzontologie mit ihren drei zentralen Substanzen
  • Die Herleitung von Naturgesetzen und Erhaltungssätzen aus der Gotteserkenntnis
  • Die Analyse der Stoßmechanismen und der Trägheitsprinzipien

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Evidenzregel

Die Evidenzregel fordert,

niemals eine Sache als wahr anzuerkennen, von der ich nicht evidentermaßen erkenne, daß sie wahr ist: d.h. Übereilung und Vorurteile sorgfältig zu vermeiden und über nichts zu urteilen, was sich meinem Denken nicht so klar und deutlich darstellte, daß ich keinen Anlass hätte, daran zu zweifeln.

Mit seiner Evidenzregel etabliert Descartes seinen methodischen Zweifel, der über subjektive Gewissheit zu objektiver Erkenntnis führen soll. Er unterscheidet drei Stufen des Zweifels: den gewöhnlichen Zweifel, den verschärften Zweifel und den fundamentalen Zweifel. Der gewöhnliche Zweifel bezieht sich auf Sinnestäuschungen und fehlerhafte Schlussfolgerungen, der verschärfte Zweifel thematisiert das Problem der Unterscheidung von Wach- und Traumzuständen und auf der höchsten Stufe des methodischen Zweifels, beim fundamentalen Zweifel, wird ein betrügerischer Dämon vorausgesetzt, der den Menschen sogar bezüglich der Mathematik und Logik prinzipiell und umfassend täuschen will.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Abkehr vom aristotelischen Weltbild und positioniert Descartes als Begründer eines neuen, rationalistischen Systems.

1. Die wissenschaftliche Methode: Das Kapitel erläutert die vier Grundregeln (Evidenz-, Zerlegungs-, Ordnungs- und Vollständigkeitsregel), die das Fundament für Descartes' Erkenntnisgewinn bilden.

2. Die Substanzontologie: Hier wird der Substanzdualismus zwischen denkender, vollkommener und ausgedehnter Substanz dargelegt.

3. Die Naturgesetze: Dieses Kapitel analysiert die Erhaltungssätze, das Trägheitsprinzip sowie die sieben Stoßgesetze aus der Perspektive der cartesischen Physik.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse und stellt die Bedeutung von Descartes' Werk für die moderne Philosophie und Naturwissenschaft heraus.

Schlüsselwörter

René Descartes, Naturphilosophie, Substanzontologie, Methodischer Zweifel, Erkenntnistheorie, Evidenzregel, Substanzdualismus, Trägheitsprinzip, Stoßgesetze, Naturgesetze, Metaphysik, Rationalismus, Gotteserkenntnis, Bewegungsquantum, Ausgedehnte Substanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Naturphilosophie von René Descartes als Alternative zum aristotelischen Weltbild.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Methode, der Substanzlehre sowie den physikalischen Gesetzen und Stoßmechanismen innerhalb von Descartes' System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Descartes' Metaphysik und Erkenntnislehre darzustellen und deren wissenschaftliche Validität aus heutiger Sicht zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor analysiert die cartesische Philosophie vor dem Hintergrund der Newtonschen Mechanik und unterzieht die Thesen einer kritischen rationalen Überprüfung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, die ontologische Einordnung der drei Substanzen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Naturgesetzen und Stoßgesetzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem methodischer Zweifel, Substanzdualismus, Trägheitsprinzip und analytisch-synthetische Methode.

Wie unterscheidet Descartes die denkende von der ausgedehnten Substanz?

Descartes definiert die denkende Substanz als das Ich („Ich denke, also bin ich“), während die ausgedehnte Substanz durch geometrische Dimensionen wie Länge, Breite und Tiefe ohne teleologische Eigenschaften bestimmt wird.

Warum hält der Autor die Stoßgesetze von Descartes für größtenteils fehlerhaft?

Der Autor weist darauf hin, dass Descartes der Massen- und Energiebegriff fehlte und seine Gesetze die Impulserhaltung als Vektor nicht korrekt berücksichtigen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
René Descartes' Naturphilosophie. Die Wissenschaftliche Methode, die Substanzontologie und die Naturgesetze
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Philosophie und Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Neuzeitliche Naturphilosophie
Note
2,0
Autor
Christian Kremer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V314093
ISBN (eBook)
9783668127791
ISBN (Buch)
9783668127807
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rené descartes naturphilosophie wissenschaftliche methode substanzologie naturgesetze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Kremer (Autor:in), 2014, René Descartes' Naturphilosophie. Die Wissenschaftliche Methode, die Substanzontologie und die Naturgesetze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314093
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Leseprobe aus  19  Seiten
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