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„Ohne Moos nichts los.“ Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung

Titel: „Ohne Moos nichts los.“ Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung

Forschungsarbeit , 2014 , 46 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sarah Böhme (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der soziale Wandel stellt die Gesellschaft und die Politik nicht nur in Deutschland vor große Herausforderungen. Dabei meint der soziale Wandel die Veränderung der Sozialstruktur einer Gesellschaft. Diese Entwicklung wird geprägt durch die Modifizierung des Normen und Wertesystems einer Gesellschaft. Besser gesagt: Die Gesellschaft passt sich Veränderungen an (vgl. Schäfers, 2013, S.22). So ist seit Jahren ein sozio-demografischer und ökonomischer Wandel zu beobachten. Er ist die Folge eines Bevölkerungsrückgangs, der in ganz Europa stattfindet.

Es wird im Jahr 2025 9,4 Millionen Menschen geben, die unter 20 Jahre alt sein werden. Dem gegenüber stehen 35 Millionen Menschen, die über sechzig Jahre alt sein werden (vgl. Kolmos, 2005, S.43). Parallel werden die Menschen immer älter und sowohl die Politik, Wissenschaft als auch die Wirtschaft befürchten einen Fachkräftemangel und einen Innovationsverlust. Deshalb wird in der letzten Zeit vermehrt das deutsche Bildungssystem und seine Finanzierung in den Fokus gerückt. Dabei spielt die frühkindliche Bildung immer mehr eine Rolle.

Denn durch wissenschaftliche Forschungen wurde festgestellt, dass frühe Bildung die Grundlage für die weitere Entwicklung und Teilhabe der Kinder in der Gesellschaft darstellt. Die Bildungspolitik wird von Schlagzeilen wie „Fehlende Kita- Plätze in NRW. Die Tagesmütter sollen es richten“ (taz, 15.07.2013) oder „Studie zur Kinderbetreuung: Forscher prangern mangelnde Kita-Qualität an“ (Spiegel, 14.07.2013) dominiert.

Diese Aussagen spiegeln den Eindruck wieder, dass zu wenig in unser frühkindliches Bildungssystem investiert wird und genau das soll in dieser Forschungsarbeit geklärt werden. Wie beteiligen sich der Bund, die Länder und die Kommunen an der Finanzierung des Bildungssystems? Wer stellt die meisten finanziellen Mittel zur Verfügung? Es wird dabei auch auf den quantitativen und qualitativen Ausbau von Kindertageseinrichtungen eingegangen.

Im ersten Teil der Arbeit werden die Grundlagen des Föderalismus und des Bildungsföderalismus erläutert. In den anschließenden Abschnitten wird auf die Entwicklung der Bildungsausgaben für den Kindergartenbereich eingegangen. Die Finanzierung auf Bundes,- Landes und kommunaler Ebene wird dargestellt. Die konkrete Finanzierung einer Einrichtung, die ich am 13.01.2014 in Rheine besucht habe, wird im dritten Kapitel veranschaulicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Ohne Moos nichts los- Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung

2. Bund-, Land oder doch Kommune- Die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in Deutschland

2.1. Förderalismus - Eine Einführung

2.2. Bildungsföderalismus in Deutschland

2.3. Finanzierung der Kitas durch den Bund

2.4. Landesmittel für den Kita Bereich in NRW

2.5. Kommunen als Goldesel

3. Kindertageseinrichtung- als Einstieg in das Leben

3.1. Beantragung der finanziellen Mittel auf kommunaler Ebene

3.2. Träger der Kindertageseinrichtung

3.3. Kinderland – Der Weg ins Leben

4. Damit die Kleinen groß rauskommen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die komplexen Finanzierungsstrukturen des deutschen Kindertageseinrichtungssystems unter Berücksichtigung föderaler Zuständigkeiten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Bund, Länder und Kommunen an der Finanzierung beteiligen und welche Auswirkungen die politischen Rahmenbedingungen auf den quantitativen sowie qualitativen Ausbau der Betreuungsplätze haben.

  • Grundlagen des deutschen Föderalismus und Bildungsföderalismus
  • Analyse der Finanzierungsverantwortung auf verschiedenen politischen Ebenen
  • Untersuchung der spezifischen Finanzierungssituation im Land Nordrhein-Westfalen
  • Praxisbeispiel: Finanzierung und pädagogisches Konzept der Einrichtung „Kinderland“ in Rheine
  • Diskussion zur Notwendigkeit qualitätsorientierter Mindeststandards im Elementarbereich

Auszug aus dem Buch

1. Ohne Moos nichts los- Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung

Der soziale Wandel stellt die Gesellschaft und die Politik nicht nur in Deutschland vor große Herausforderungen. Dabei meint der soziale Wandel die Veränderung der Sozialstruktur einer Gesellschaft. Diese Entwicklung wird geprägt durch die Modifizierung des Normen und Wertesystems einer Gesellschaft. Besser gesagt: Die Gesellschaft passt sich Veränderungen an (vgl. Schäfers, 2013, S.22). So ist seit Jahren ein sozio-demografischer- und ökonomischer Wandel zu beobachten. Er ist die Folge eines Bevölkerungsrückgangs, der in ganz Europa stattfindet. Es wird im Jahr 2025 9,4 Millionen Menschen geben, die unter 20 Jahre alt sein werden. Dem gegenüber stehen 35 Millionen Menschen, die über sechzig Jahre alt sein werden (vgl. Kolmos, 2005, S.43). Parallel werden die Menschen immer älter und sowohl die Politik, Wissenschaft als auch die Wirtschaft befürchten einen Fachkräftemangel und einen Innovationsverlust.

Deshalb wird in der letzten Zeit vermehrt das deutsche Bildungssystem und seine Finanzierung in den Fokus gerückt. Dabei spielt die frühkindliche Bildung immer mehr eine Rolle. Denn durch wissenschaftliche Forschungen wurde festgestellt, dass frühe Bildung die Grundlage für die weitere Entwicklung und Teilhabe der Kinder in der Gesellschaft darstellt. Die Bildungspolitik wird von Schlagzeilen wie „Fehlende Kita- Plätze in NRW. Die Tagesmütter sollen es richten“ (taz, 15.07.2013) oder „Studie zur Kinderbetreuung: Forscher prangern mangelnde Kita-Qualität an“ (Spiegel, 14.07.2013) dominiert. Diese Aussagen spiegeln den Eindruck wieder, dass zu wenig in unser frühkindliches Bildungssystem investiert wird und genau das soll in dieser Forschungsarbeit geklärt werden. Wie beteiligen sich der Bund, die Länder und die Kommunen an der Finanzierung des Bildungssystems? Wer stellt die meisten finanziellen Mittel zur Verfügung? Es wird dabei auch auf den quantitativen und qualitativen Ausbau von Kindertageseinrichtungen eingegangen. Im ersten Teil der Arbeit werden die Grundlagen des Föderalismus und des Bildungsföderalismus erläutert. In den anschließenden Abschnitten wird auf die Entwicklung der Bildungsausgaben für den Kindergartenbereich eingegangen. Die Finanzierung auf Bundes,- Landes und kommunaler Ebene wird dargestellt. Die konkrete Finanzierung einer Einrichtung, die ich am 13.01.2014 in Rheine besucht habe, wird im dritten Kapitel veranschaulicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ohne Moos nichts los- Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung: Einleitung in die Thematik vor dem Hintergrund des sozialen Wandels und Erläuterung der Relevanz frühkindlicher Bildung für das deutsche Bildungssystem.

2. Bund-, Land oder doch Kommune- Die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in Deutschland: Detaillierte Darstellung der föderalen Finanzierungsstrukturen, der gesetzlichen Grundlagen sowie der Rollen von Bund, Ländern und Kommunen.

3. Kindertageseinrichtung- als Einstieg in das Leben: Fokus auf das praktische Beantragungsverfahren für finanzielle Mittel und Vorstellung des Konzepts anhand der Einrichtung „Kinderland“ in Rheine.

4. Damit die Kleinen groß rauskommen: Fazit und Ausblick zur Notwendigkeit einer gesamtstaatlichen Finanzierungsstrategie und Qualitätsverbesserung im frühkindlichen Bereich.

Schlüsselwörter

Finanzierung, Kindertageseinrichtungen, Frühkindliche Bildung, Föderalismus, KiBiz, SGB VIII, Investorenmodell, Bildungsauftrag, quantitative Expansion, qualitative Standards, Elementarbereich, Kommunalfinanzen, NRW, Kindpauschalen, Betreuungsquote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Finanzierungswege von Kindertageseinrichtungen im föderalen System Deutschlands und untersucht, wie die verschiedenen politischen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – die Kosten für quantitative und qualitative Ausbauziele tragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Bildungsföderalismus, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe, die Finanzierungsmechanismen wie die Kindpauschalen in NRW sowie der praktische Aufbau von Einrichtungen durch Investorenmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Komplexität der Finanzierung von Kitas offenzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob die aktuellen Investitionen ausreichen, um eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung flächendeckend zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen Gesetzestexte, Finanzberichte und Fachliteratur sowie auf ein exploratives Praxisbeispiel einer konkreten Kindertageseinrichtung in Rheine inklusive Expertenbefragung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Einbettung in den Föderalismus über die spezifische Finanzierungssituation in NRW bis hin zur detaillierten Fallstudie über das Bewilligungsverfahren und das Konzept der Einrichtung „Kinderland“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Finanzierung, frühkindliche Bildung, Föderalismus, Kindertageseinrichtungen, Kindpauschalen und Qualitätssicherung.

Welche Bedeutung hat das Investorenmodell für Kommunen?

Das Investorenmodell entlastet finanzschwache Kommunen bei den initialen Investitionskosten für Kitabauten, da ein privater Investor das Gebäude errichtet und der Träger dieses langfristig anmietet.

Welche Rolle spielt das „plusKITA“-Programm in NRW?

Es dient der gezielten Förderung von Einrichtungen in bildungsbenachteiligten Sozialräumen, wobei ein besonderer Fokus auf der Sprachbildung liegt, um so zur Bildungsgerechtigkeit beizutragen.

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Details

Titel
„Ohne Moos nichts los.“ Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung
Hochschule
Universität Münster  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Ökonomie des Bildungswesens
Note
2,3
Autor
Sarah Böhme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
46
Katalognummer
V314212
ISBN (eBook)
9783668136250
ISBN (Buch)
9783668136267
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ohne moos kindertageseinrichtungen finanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Böhme (Autor:in), 2014, „Ohne Moos nichts los.“ Kindertageseinrichtungen und ihre Finanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314212
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