Der Einsatz von Pflegerobotern und die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals


Bachelorarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangssituation
2.1 Problemstellung
2.2 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Zielsetzung

3 Begriffsdefinitionen und -abgrenzungen
3.1 Begriff Akzeptanz
3.2 Begriff Mobiles Pflege- und Betreuungspersonal
3.3 Begriff Pflegeroboter
3.3.1 Roboter und Serviceroboter
3.3.2 Definition Pflegeroboter
3.3.3 Arten und Einteilung der Pflegerobotik

4 Forschungs- und Entwicklungsstand der Pflegerobotik
4.1 Roboter als Dienstleister
4.2 Mensch-Robotik-Interaktion (MRI)
4.2.1 Modalität Sprache
4.2.2 Modalität Erscheinungsbild

5 Akzeptanz der Pflegerobotik
5.1 Einflussfaktoren auf die Akzeptanz der Pflegerobotik
5.1.1 Technik
5.1.2 Soziologie und Psychologie
5.1.3 Organisation
5.1.4 Ethik und Recht
5.1.5 Ökonomie
5.2 Akzeptanzchancen und -risiken der Pflegerobotik

6 Empirie
6.1 Methodische Vorgehensweise
6.2 Transkription und Datenauswertung
6.3 Ergebnisse

7 Zusammenfassung und Ausblick

8 Conclusio

Literaturverzeichnis

Anhang

Vorwort

Beim ersten Treffen mit meinem Studiengangsleiter Mag.(FH) Dr. phil. ;< bezüglich meiner Bachelorarbeit (BA), wurde ich auf das Thema Pflegeroboter aufmerksam gemacht . Nach eingehender Recherche und Besichtigung des Pflegeroboters Giraff im Health Lab 1 der IMC Fachhochschule Krems, entschied ich mich mit dem Thema Pflegeroboter im häuslichen Umfeld im Zuge meiner BA auseinanderzusetzen. Kurz darauf erklärte sich Herr Mag.(FH) Dr. phil. ;< bereit die Betreuung meiner BA zu übernehmen.

Viel Zeit ist seither vergangen, intensiv konnte ich mich mit dem Thema Akzeptanz der Pflegeroboter und ihrem Einsatz in der mobilen Pflege und Betreuung auseinandersetzen und meine Forschungsarbeit Anfang Mai 2014 vollenden.

Danksagung

Danke an alle, die mir das Schreiben meiner BA ermöglicht und mir beigestanden haben. Zu allererst möchte ich mich bei Herrn Dr. ;< für die Betreuung meiner Arbeit, Beantwortung aller auftretenden Fragen sowie Ermunterung auf- richtig bedanken. Weiters bedanke ich mich bei den InterviewvermittlerInnen für Ihre Hilfsbereitschaft und natürlich bei meinen InterviewpartnerInnen für die gute Mitarbeit, ohne die der empirische Teil meiner Arbeit nicht gelungen wäre.

Dann möchte ich meinen StudienkollegInnen Verena und Nicole für eine spannende sowie wundervolle Studienzeit danken. Danke auf diesem Wege vor allem meinen beiden Kindern für ihre Geduld, Ausdauer und Liebe. Das gesamte Studium konnte bislang nur durch die Unterstützung meiner Großfamilie absolviert werden. Vielen lieben Dank demnach an meine ganze Familie. Ganz besonders möchte ich aber meinem Lebensgefährten Bernhard sowie meiner Mutter danken, die mich jederzeit unterstützt und mir Kraft gegeben haben.

Danke!

The aim of this bachelor thesis is to examine the acceptance of the mobile care and nursing staff regarding the use of care robots in home care. As the nursing and care personnel are faced with increasing shortage of staff due to demographic changes, the introduction of care robotics could be very helpful to manage the upcoming challenges. According to the existing literature the reality of supportive robots presents a real possibility in the near future. In order to manage other challenges resulting of the introduction of care robots, the direct users will need to be involved in interdisciplinary research and development. The results of the qualitative survey show that there would exist the notion of care robots as supporting tools and the acceptance of the use of these care robots of the mobile nursing and care personnel. However, the benefits of care robotics in home care have to be pointed out in more detail in order to convince the mobile care and nursing staff.

Zusammenfassung

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Akzeptanz des mobilen Betreuungs- und Pflege- personals bezüglich des Einsatzes von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld zu untersuchen.

Da das Pflege- und Betreuungspersonal mit zunehmendem Personalmangel, auf- grund der demographischen Veränderungen, konfrontiert ist, könnte die Einfüh- rung der Pflegerobotik sehr hilfreich sein, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Laut vorhandener Literatur ist die Wirklichkeit von unterstützenden Robotern in naher Zukunft. Um weitere Herausforderungen bis zur Einführung von Pflegerobotern bewältigen zu können, bedarf es die unmittelbaren NutzerInnen in eine interdisziplinäre Forschung und Entwicklung mit einzubeziehen.

Die Ergebnisse der qualitativen Befragung zeigen, dass die Vorstellung von Pflegerobotern als unterstützende Hilfsmittel und die Akzeptanz des Einsatzes von Pflegerobotern vom mobilen Pflege- und Betreuungspersonal vorhanden wäre. Dennoch gilt es den Nutzen der Pflegerobotik im häuslichen Umfeld verstärkt aufzuzeigen und das fachliche mobile Personal zu überzeugen.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bevölkerungspyramide für Österreich 2012, 2030 und 2060

Abbildung 2: Haushaltsprognose 2001 bis 2060

Abbildung 3: Betreuungssituation der pflegebedürftigen Personen in Österreich

Abbildung 4: Identifizierte Einflussfaktoren auf die Robotikakzeptanz

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Viele ältere, pflege- oder betreuungsbedürftige Personen wünschen sich, so lange wie möglich in ihrem vertrauten sozialen Umfeld bleiben zu können. Eine Vielzahl an Forschungs- und Entwicklungsprojekten bezüglich technischer Assistenzlösun- gen im Wohnumfeld für Ältere ist bereits vorhanden. Dies lässt darauf schließen, dass es immer gefragter ist, die Technik in den Alterungsprozess mit einzubezie- hen. Der ausschlaggebende Grund dafür ist insbesondere die Verbesserung der Versorgungs- und Lebensqualität pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen. Die Technologie kann ein beträchtliches Hilfsmittel für ältere, pflege- und be- treuungsbedürftige Menschen sein, wenn die NutzerInnen das entsprechende System als hilfreich und nicht stigmatisierend oder zu komplex wahrnehmen (Oppenauer-Meerskraut, 2013, S. 11).

So wird angesichts der zukünftig hohen Anzahl Betreuungs- und Pflegebedürftiger aber vergleichsweise geringen Anzahl der Betreuungs- und Pflegekräfte und zu- sammen mit den jüngsten Fortschritten in der Pflegerobotik der Einsatz von Pfle- gerobotern im Betreuungs- und Pflegebereich immer wahrscheinlicher (Krings, Böhle, Decker, Nierling, & Schneider, 2012, S. 4). Pflegeroboter könnten dabei auch Teil eines Smart Home, einer intelligenten Vernetzung der Wohnumgebung, sein und mit anderen technischen Assistenzsystemen interagieren (Meyer, 2011, S. 1).

Pflegerobotik hat ein enormes Potenzial, indem sie etwa das selbstständige Leben verlängert, Betreuungs- und Pflegekräfte durch Übernahme körperlich schwerer Tätigkeiten, sowie Hol- und Bringdienste Hilfestellung bietet und die soziale Interaktion mit Pflegebedürftigen fördert. Voraussetzung ist, dass der Nutzen des Roboters auch für Laien ersichtlich ist und die Akzeptanz gegenüber Robotik in der Betreuung und Pflege dementsprechend gesteigert werden kann.

Anhand einer Literaturrecherche und durchgeführten Befragung in Form von ein- zelnen ExpertInneninterviews wird in dieser Forschungsarbeit die Akzeptanz des mobilen Betreuungs- und Pflegepersonals bezüglich des Einsatzes von Pflegero- botern aufgezeigt.

2 Ausgangssituation

Betreuungs- und Pflegebedürftig sind primär Menschen im hohen Alter. Somit ist naheliegend, sich für die zukünftig zu erwartende Anzahl an Betreuungs- und Pflegebedürftigen mit der demographischen Entwicklung auseinanderzusetzen (Nowossadeck, 18, S. 1040).

Stampfl (2011, S. 17) beschreibt die demographische Entwicklung bildlich gesehen als eine ursprüngliche Pyramide aus der ein Pilz entstanden ist. An der Kopflastigkeit der prognostizierten Bevölkerungspyramide (siehe Abbildung 1) wird deutlich, dass die Geburtenrate sehr gering im Vergleich zur Ausdehnung der älteren Generation ist. Die frühere Form der Alterspyramide ist nicht mehr zu erkennen (Aschauer, et al., 2012, S. 19).

Abbildung 1: Bevölkerungspyramide für Österreich 2012, 2030 und 2060 Quelle: (STATISTIK AUSTRIA, 2013a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der ständige Fortschritt der Medizin ermöglicht den Menschen ein längeres Leben. Diese Tatsache bedeutet aber nicht, dass die älteren Personen in Zukunft weniger Unterstützung benötigen. Somit wird aufgrund der demographischen Entwicklung, bei der die Menschen immer älter werden, auch der Bedarf an Pflege und Betreu- ung steigen. Ein weiteres Problem ist, dass die ältere Generation heutzutage meist alleine wohnt. Wie Abbildung 2 zeigt, wird sich auch in den nächsten Jahren der Generationenhaushalt nicht durchsetzen, sondern der Trend des SingleHaushaltes weiterhin bestehen bleiben.

Abbildung 2: Haushaltsprognose 2001 bis 2060 Quelle: (STATISTIK AUSTRIA, 2012a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

War 2011 der Anteil der älteren Menschen (über 65-Jährige) im Vergleich zu den Erwerbsfähigen (20- bis 65-Jährige) ungefähr ein Viertel, wird es in 50 Jahren voraussichtlich das Doppelte sein. 2011 kamen auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter noch 28,5 über 65-Jährige. 2060 werden bereits 55 über 65-jährige Personen auf 100 Erwerbsfähige entfallen (STATISTIK AUSTRIA, 2012b, S. 52ff). Damit wird deutlich, dass schon heute der Pflegenotstand ein schwerwiegendes Problem für die Gesellschaft darstellt. Das fehlende Betreuungs- und Pflegepersonal in Zukunft ist daher eine enorm große Herausforderung.

Laut der Gesundheitsbefragung 2006/2007 in Österreich sind es ungefähr zwei Drittel über 60-Jährige und zwei Fünftel über 75-Jährige der pflege- und betreuungsbedürftigen Personen, die gar keine oder unzureichende Unterstützung bekommen (Klimont, Kytir, & Leitner, 2007, S. 26).

Mit der Abbildung 3 aus dem „Österreichischen Pflegevorsorgebericht 2011“ soll aufgezeigt werden, dass der größte Teil der PflegegeldbezieherInnen in Öster- reich nach wie vor keine öffentlich zugängliche Pflegebetreuung in Anspruch nimmt. Laut der Abbildung wird mehr als die Hälfte der PflegegeldbezieherInnen von informellem Personal unterstützt. Den zweitgrößten Anteil übernehmen die mobilen Dienste (BMASK, 2012a, S. 20).

Abbildung 3: Betreuungssituation der pflegebedürftigen Personen in Österreich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz [BMASK], 2012a)

Um die pflegerische Therapie nach einem Krankenhausaufenthalt zuhause weiterführen zu können und eine Rehospitalisierung zu vermeiden, werden ambulante Dienste zunehmend in Anspruch genommen (Ertl, Kratzer, & Aistleithner, 2011, S. 41). Laut Statistik Austria (2013b) waren es 2011 bereits mehr als 140.000 Menschen, die mobil betreut wurden. Die meisten älteren Menschen wollen so lange wie nur irgendwie möglich selbstständig in ihrem eigenen Zuhause leben. Sie werden erst dann Pflegeanstalten in Betracht ziehen, wenn die mobile Pflege und Betreuung nicht mehr ausreicht oder der Grad der Pflegebedürftigkeit einfach zu hoch ist (Ertl, Kratzer, & Aistleithner, 2011, S. 176).

2.1 Problemstellung

Es ist mit einem Rückgang der Pflege und Betreuung durch Angehörige zu rechnen, welcher die mobile Pflege herausfordert (Ludwig Boltzmann, 2005, S. 7). Der Abnahme des informellen Bereiches liegt dabei vorrangig die ansteigende Erwerbstätigkeit der Frauen zugrunde (ebenda S. 38).

Aufgrund von Personalmangel oder aus Kostengründen werden für die Pflege und Betreuung immer öfter Betreuungs- und Pflegekräfte aus östlichen Ländern herangezogen (Bierlein, 2013, S. 75ff).

Laut Meyer (2011, S. 3) wird aber der zukünftige Personalmangel in der Pflege und Betreuung auch nicht vom Personal aus anderen Ländern ersetzt werden können. Oft ist auch die mangelnde Qualität aufgrund unqualifizierten Personals ein Problem. Weiters haben die Pflegekräfte der mobilen Pflege und Betreuung neben physischen und psychischen Belastungen auch mit hoher Fluktuation, Zeitmangel und Dokumentationsaufwand zu kämpfen (Ludwig Boltzmann, 2005, S. 21).

Was wäre, wenn Roboter einen Teil der Pflege- und Betreuungsaufgaben übernehmen könnten und das Pflegepersonal nicht ersetzt, aber zumindest entlasten? Wäre das denn nicht eine alternative Lösung für das Personalproblem in der mobilen Pflege und Betreuung?

Die Relevanz der Pflegeroboter nimmt in Anbetracht der demographischen Ent- wicklung und des Pflegenotstandes2 stetig zu. Pflegerobotik stellt eine Möglichkeit dar, der alternden Gesellschaft entgegenzutreten und hilft länger selbstständig im eigenen Zuhause zu verweilen (Fischinger, et al., 2013). Somit können Roboter in der häuslichen Pflege auch als eine weitere innovative Technologie im Bereich Home Care und weitestgehend auch als Ergänzung der bereits existierenden Lö- sungen des Ambient Assisted Living (AAL) angesehen werden (Graf, Heyer, Klein, & Wallhoff, 2013, S. 1145). Unter AAL werden „Methoden, Konzepte, (elektroni- sche) Systeme, Produkte sowie Dienstleistungen“ (Ambient Assisted Living Austria [AAL], 2012) verstanden, die älteren Personen den Alltag erleichtern und assistierend unterstützen sollen. AAL rückt die individuellen Bedürfnisse des Men- schen in den Vordergrund und soll die Lebensqualität der Menschen verbessern. Nicht der Mensch soll sich an die Technik anpassen, sondern die Technik an den Menschen. AAL zeigt, dass Assistenzsysteme zwar kein Pflege- oder Betreuungs- personal ersetzen, aber zumindest durch technische Innovationen unterstützen können (AAL, 2012).

In der Industrie sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Aber Serviceroboter unter- scheiden sich von den bisher eingesetzten Industrierobotern. Die Technologie der Serviceroboter ist wesentlich anspruchsvoller als bei Robotern für die Industrie und noch nicht ausgereift. Vor allem in der Sensorik besteht noch erheblicher Entwicklungsbedarf. Ferner fehlt es Servicerobotern an Flexibilität, die ihnen eine Anpassung an die jeweilige Umgebung sowie eine situationsbedingte Funktions- anwendung ermöglicht. Wobei hohe Kosten für Forschung und Entwicklung sowie hohe Sicherheitsanforderungen der Technik die Situation zusätzlich erschweren. Diese Unterschiede zwischen Industrierobotern und Servicerobotern sind der Grund, warum Pflegeroboter derzeit hauptsächlich noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase stehen und für den alltäglichen Gebrauch noch nicht ausrei- chend einsatzfähig sind (Hägele, Blümlein, & Kleine, 2011, S. 11).

Der Einsatz von Pflegerobotern soll nicht nur eine Entlastung der Pflegekräfte er- möglichen, sondern auch die Lebens- und Versorgungsqualität erhöhen (Hägele, Blümlein, & Kleine, 2011, S. 110). Und Stampfl (2011, S. 142) ist der Meinung, dass Roboter in Zukunft älteren Menschen so viel Unterstützung bieten werden, dass diese länger in ihrem eigenen Zuhause bleiben können. Doch noch fehlt es unserer Gesellschaft an Akzeptanz für diese innovative technische Entwicklung. Um den Einsatz von Pflegerobotern zu ermöglichen, müssen demnach auf der einen Seite sowohl technische als auch rechtliche, ethische, wirtschaftliche, orga- nisatorische und soziale Hindernisse überwunden und auf der anderen Seite muss die Akzeptanz der unmittelbaren Anwender erforscht werden (Becker, et al., 2013, S. XX).

2.2 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Zielsetzung

Die Forschungsfrage, welche in dieser BA verarbeitet wird lautet:

Wie ist die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals bez ü g lich des Einsatzes von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld?

Da es sich bei Pflegeroboter um ein innovatives Thema handelt, sind besonders im Forschungs- und Entwicklungsbereich Quellen vorhanden. Für eine ausführlich korrekte Beantwortung der Forschungsfrage ist bisweilen allerdings keine ausrei- chende Literatur vorhanden beziehungsweise wurde noch zu wenig in diesem Themenbereich geforscht. Folglich besteht die Notwendigkeit eigenständig Daten zu erheben. Das bedeutet, dass die Forschungsmethode nur zu einem Teil aus einer hermeneutischen Untersuchung der aktuell auffindbaren Literatur besteht. Der zweite Teil der Forschungsarbeit beinhaltet die empirische Forschung und ihre Ergebnisse.

In Kapitel 3 werden zunächst die wichtigsten Begriffe erklärt und von anderen ab- gegrenzt. Ziel der BA ist es, einen Einblick in den Stand der Forschung und zu- künftigen Entwicklungstendenzen von Pflegerobotern in der häuslichen Pflege zu gewähren. Daher wird in Kapitel 4 aufgrund der häufigen Assoziierung von Robo- tik mit Science Fiction aufgezeigt, dass die Wirklichkeit von unterstützenden Robo- tern teilweise bereits vorhanden und in naher Zukunft liegt. Zudem soll damit auch deutlich gemacht werden, dass Pflegeroboter mit ihrer Unterstützung eine Mög- lichkeit bieten, dem Pflegenotstand entgegenzuwirken und einen längeren Verbleib im häuslichen Umfeld sicherzustellen. Um die vorliegende Forschungs- frage beantworten zu können wird in Kapitel 5 die Akzeptanz der Pflegeroboter theoretisch untersucht. Im Zuge dessen wird auch erwähnt, von welchen Faktoren die Akzeptanz abhängt. Der Schwerpunkt der BA liegt insbesondere auf der Ak- zeptanzbeurteilung des mobilen Pflege- und Betreuungsdienstes über den Einsatz von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld. Infolgedessen werden die Ergebnisse der empirischen Forschung, der qualitativen Befragung von mobilen Pflege- und Betreuungskräften betreffend Akzeptanz von Pflegerobotern im Kapital 6 dargelegt. Zuletzt wird der theoretische mit dem praktischen Forschungsteil verglichen und zusammengefasst. Es wurden sowohl akzeptanzfördernde als auch akzeptanz- hemmende Einflussfaktoren, allen voran für die mobilen Betreuungs- und Pflege- kräfte, gefunden. Überdies werden auch wertvolle Ansätze für weitere Forschun- gen in diesem Themenbereich gebracht.

Es wird explizit die Akzeptanz des Pflegerobotereinsatzes von mobilen Pflege- und Betreuungskräften im häuslichen Umfeld erforscht, weil es meist der Wunsch älterer, pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen ist, solange wie nur irgend möglich selbstständig und unabhängig in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können.

[...]


1 Labor, das mit verschiedenen E-Health Anwendungen ausgestattet ist, welche der wirtschafts- und gesundheitswissenschaftlichen Forschung von Experimenten dienen (Futterknecht, 2013)

2 Pflegenotstand bedeutet andauernder Mangel an Pflegepersonal sowie „nicht aufgefangene Un- zufriedenheit/Demoralisierung/Überlastung“ der Pflegekräfte (Ludwig Boltzmann, 2005, S. 6).

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten

Details

Titel
Der Einsatz von Pflegerobotern und die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
65
Katalognummer
V314260
ISBN (eBook)
9783668142954
ISBN (Buch)
9783668142961
Dateigröße
768 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Akzeptanz, mobile Pflege- und Betreuung, Pflegeroboter, Einsatz von Pflegerobotern
Arbeit zitieren
Christina Aron (Autor), 2014, Der Einsatz von Pflegerobotern und die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314260

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