Arbeitgeberattraktivität aus Sicht der Generationen X & Y unter Berücksichtigung der Sozialisation

Eine qualitative Analyse


Masterarbeit, 2015
154 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
1.2 Ziel der Arbeit und Abgrenzung des Untersuchungsfeldes
1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Sozialisation
2.1.1 Grundlagen der Sozialisation
2.1.2 Ebenen, Träger und Wirkungsfelder des Sozialisationsprozesses
2.1.3 Phasen des Sozialisationsprozesses
2.2 Generationen im Arbeitsleben
2.2.1 Generationsbegriff
2.2.2 Charakterisierung der Generation X
2.2.3 Charakterisierung der Generation Y

3 Beschreibung der qualitativen Untersuchung
3.1 Forschungsdesign und Untersuchungsform
3.2 Auswahl der Interviewform
3.3 Auswahl der Interviewpartner
3.4 Ablauf der Interviews
3.5 Auswertung der Interviews

4 Ergebnisse der Forschung
4.1 Auswertung der Sozialisationsträger
4.1.1 Sozialisationsträger Familie
4.1.2 Sozialisationsträger Schule
4.1.3 Sozialisationsträger Gleichaltrige
4.1.4 Sozialisationsträger Freizeit
4.1.5 Sozialisationsträger Massenmedien
4.1.6 Sozialisationsträger Religion
4.1.7 Sozialisationsträger Praktika & Nebenjobs
4.1.8 Abschließende Betrachtung der Sozialisationsträger
4.2 Auswertung der Arbeitgeberattraktivität
4.2.1 Vergütung
4.2.2 Unternehmenssituation
4.2.3 Gesunde Arbeitsbedingungen
4.2.4 Sinnstiftung
4.2.5 Work-Life-Balance
4.2.6 Vorgesetzter
4.2.7 Unternehmenskultur
4.2.8 Arbeitsumfeld & Arbeitsaufgabe
4.2.9 Anerkennung
4.2.10 Entfaltungs- & Entwicklungsmöglichkeiten
4.2.11 Verantwortung
4.2.12 Abschließende Betrachtung der Arbeitgeberattraktivität
4.3 Generationenunterschied versus Lebensphasenunterschied
4.4 Interpretation der Ergebnisse
4.5 Diskussion und Grenzen der Untersuchung

5 Fazit

Anhang

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus Gründen der Einfachheit und Lesbarkeit wird in dieser Arbeit weitgehend auf die Unterscheidung der männlichen und weiblichen Sprachform verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeit führten alle Verweise auf die gewünschten Inhalte der Internetseiten. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt die Internetseiten verändert worden sein, distanziert sich der Verfasser der Arbeit von inhaltlichen Aussagen dieser Seiten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur der Sozialisationsbedingungen nach Tillmann (2001)

Abbildung 2: Soziale Umwelt nach Witzlau (2014)

Abbildung 3: Lebensphasen nach Alexy (2014)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Kodierleitfaden

Tabelle 2: Auswertung Generation X

Tabelle 3: Auswertung Generation Y

Tabelle 4: Ergebnis der Auswertung

Vorwort

Mit diesem kleinen, aber feinen Vorwort möchte ich mich herzlichst bei allen Interviewpartnern bedanken, welche mir sehr spontan, gut gelaunt und voller Redefluss die Grundlagen für meine Arbeit geliefert haben. Ohne euch gäbe es diese Arbeit nicht!

Besonderer Dank gilt auch meiner Betreuerin, Frau Alexy, welche mir bei Fragen dauerhaft und zu jeder Zeit zur Seite stand und keine Frage unbeantwortet ließ.

1 Einführung

Seit mehreren Jahrzenten zeichnet sich ein Wandel in der Struktur der Gesellschaft ab. Der sogenannte demographische Wandel beschäftigt nicht nur die Sozialforscher, sondern spielt auch innerhalb der Personalforschung[1] eine immer größere Rolle. Durch die sinkende Geburtenrate verringert sich auf Dauer die Anzahl der verfügbaren Arbeitnehmer. Hinzu kommt, dass immer mehr Arbeitnehmer früher in den Ruhestand gehen, als in den vergangenen Jahren.[2] Viele Arbeitsprozesse in Unternehmen werden durch die steigende Technologisierung immer weiter automatisiert, was zu einer sinkenden Nachfrage nach unqualifizierten Arbeitskräften führt. Das Zusammenspiel von sinkenden Geburtenraten und steigender Technologisierung hat eine Wertsteigerung der qualifizierten Humanressourcen zur Folge. Unternehmen sprechen jetzt schon von Engpässen in der Personalrekrutierung im Bereich der sogenannten MINT-Fächer.[3] Diese Entwicklung zeigt, dass Unternehmen in der Zukunft mehr Ressourcen in die Personalrekrutierung und Personalzufriedenheit verwenden müssen, um einen Fachkräftemangel zu vermeiden und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Insbesondere eine Markenbildung als Arbeitgeber, um eine Einzigartigkeit zu erzeugen, ist für die Zukunft überlebensnotwendig.[4]

1.1 Problemstellung und Ausgangssituation

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Merkmale ein Unternehmen haben muss, um auf die aktuellen Arbeitnehmer, die Generation Y, attraktiv zu wirken. Viele aktuelle Bücher[5] beschäftigen sich mit dieser Genration und ihrem besonderen Einfluss auf die Gesellschaft. Wie auch den vorausgehenden Generationen werden dieser besondere Eigenschaften, Stärken und Schwächen zugeschrieben.[6] Die Merkmale reichen von mutig und Chancen ergreifend bis egoistisch und erlebnishungrig. Besonders in der Personalforschung spielt die Generation Y eine immer wichtigere Rolle.[7] Laut aktueller Studie[8] bedarf es hier besonderer Motivation und Führung. Aber woher kommt diese Entwicklung? Unterscheidet sich die Generation Y, welche sich aktuell in den Arbeitsmarkt integriert, so stark von ihrer Vorgängergeneration, der Generation X, dass die Personalforschung neue Wege gehen muss? Wenn ja, woher stammen diese Unterschiede? Ein Erklärungsansatz könnte die veränderte Umwelt sein, in welcher die Generation Y hineingeboren wurde und aufwuchs. Doch hat sich die Umwelt in der Zeit des Erwachsenwerdens der Generation Y im Vergleich zur Generation X so stark verändert, dass diese ganz andere Anforderungen an einen Arbeitgeber stellt als die Generation davor? Dabei ergeben sich mehrere Fragen: „Welchen Einfluss haben die sich ändernde Umwelt und der technologische Wandel auf die Eigenschaften, die ein Arbeitnehmer an einem Unternehmen attraktiv findet?“ oder „Gab es Veränderungen in der Erziehung?“. Nach der Sozialisationshypothese spielen die Jahre der frühen Kindheit bis zum Eintritt in die Arbeitswelt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines Individuums. Gemeinsame Ereignisse wie der 11. September prägen eine Generation.[9] Auch Internet und das mediale Angebot zum Beispiel im Fernsehen haben einen starken Einfluss auf die Bildung von Werten.[10] Hier eröffnet sich ein interessanter Bereich, in welchem man gezielt durch halbstrukturierte Interviews forschen kann, um im Speziellen die Sozialisation der Probanden während ihrer Kinder- und Jugendzeit und ihren Einfluss auf die heutigen Wertevorstellungen gegenüber Unternehmen zu verstehen.

Die Arbeit von Julia Ruthus „Employer of Choice der Genration Y“ aus dem Jahr 2013 untersucht mit Hilfe von Onlinefragebögen den Zusammenhang zwischen Generationszugehörigkeit und Arbeitgeberattraktivität. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die veränderte Einstellung der Probanden nicht zwangsläufig auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation zurückzuführen sei, sondern vielmehr auf den Lebensabschnitt, in welcher sie sich befand. Zudem vermutet sie, dass sich besonders das Erleben von gemeinsamen sozialen, politischen sowie wirtschaftlichen Ereignissen auf die Präferenzen und Bedürfnisse an einen Arbeitgeber auswirkt. Viel bedeutendere Unterschiede in den Bedürfnissen an einen Arbeitgeber gab es jedoch auch in Abhängigkeit vom Bildungsniveau.[11]

Julia Ruthus und Julie Cogin nutzen eine quantitative Methode, um die Arbeitgeberattraktivität zu messen. Die Kombination mit Fragebögen lässt nur eine distanzierte Betrachtung der Personen und ihrer Bedürfnisse zu. Durch die Nutzung einer qualitativen Methode wie zum Beispiel halbstrukturierten Interviews ist es möglich, mehr über die Person hinter der Befragung zu erfahren. Speziell Informationen über das von Julia Ruthus angesprochene soziale, politische und wirtschaftliche Umfeld, in welchem der Befragte aufwuchs, könnten von Bedeutung sein. Zudem könnte man durch die Nutzung von Interviews zur Datenbeschaffung die Komponente Internetnutzung, welche zu einer Verzerrung der Ergebnisse führen kann, eliminieren.[12]

Es könnte ferner interessant sein, während eines Interviews mit einem Individuum aus der Genration X dessen Ansprüche an einen Arbeitgeber heute und damals, als er noch am Anfang seiner Karriere stand, zu hinterfragen. Dies könnte zu weiteren Aufschlüssen neben den von Julia Ruthus angesprochenen Lebensabschnittsunterschieden führen. Liegt wirklich ein Wandel der Werte zwischen den Generationen vor oder lassen sich die Unterschiede vielmehr auf die verschiedenen Lebensabschnitte zurückführen? Diese Informationen könnte man dann mit den Ergebnissen aus den Interviews mit Generation Y vergleichen, um eventuelle Ähnlichkeiten festzustellen.

Betrachtet man die aus Studien gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Jahre, so wurden viele Befragungen mittels Fragebogen[13] durchgeführt. Eine qualitative Forschung mit halbstrukturierten Interviews, speziell unter der Betrachtung der Erziehung und dem Umfeld in der Jugend der Probanden und ihr Einfluss auf die Eigenschaften, welche attraktiv an einem Unternehmen sind, eröffnet ein neues Forschungsfeld.

1.2 Ziel der Arbeit und Abgrenzung des Untersuchungsfeldes

Ziel der Arbeit ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Sozialisation von Individuen aus der Generation X und Y herauszufiltern und diese mit den Merkmalen der Arbeitgeberattraktivität zu vergleichen.

Mit Hilfe von halbstrukturierten Interviews sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Sozialisation der Individuen herausgefiltert und zugleich die Merkmale eines attraktiven Arbeitgebers erfasst werden. Mit Hilfe von halbstrukturierten Interviews ist es möglich, speziell bei der Generation X, nicht nur aktuelle Ansprüche an einen Arbeitgeber zu hinterfragen, sondern auch die Ansprüche zu Beginn ihres Arbeitslebens.

Anhand der empirischen Studie soll ermittelt werden, ob sich die Generationen in ihren Werten und Normen wirklich so sehr unterscheiden, dass die Personalforschung ganz neue Wege gehen muss. Dabei wird die Erlebniswelt der Individuen betrachtet und nach signifikanten Gemeinsamkeiten und Unterschieden gesucht. Speziell bei der Arbeitgeberattraktivität werden lediglich die Merkmale eines attraktiven Arbeitgebers näher betrachtet. Die Arbeit untersucht nicht die Art und Weise, wie die einzelnen Generationen arbeiten oder das Zusammenarbeiten der beiden Generationen im Arbeitsleben.

Folgende zentrale Fragestellungen sollen anhand der oben dargelegten Ausführungen entsprechend beantwortet werden:

- Gibt es mögliche Unterschiede in der Sozialisation zwischen der Generation X und Y, speziell während der Kind- und Jugendzeit?
- Bestehen Unterschiede bei den Anforderungen an einen attraktiven Arbeitgeber zwischen den Generation X und Y und sind diese zurückzuführen auf die Sozialisation?

Als Grundlage für diese Untersuchung dienen die aus halbstrukturierten Interviews gewonnenen Daten. Die Arbeit versucht, die aktuelle Unruhe in der Personalforschung durch das Auftreten der Generation Y zu erklären.

1.3 Aufbau der Arbeit

Der Aufbau der Arbeit folgt der Frage, ob es Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Sozialisation von Individuen der Generation X und Y gibt und welche Merkmale sie an einem attraktiven Arbeitgeber wertschätzen. Der Leser erhält einen Einblick in das Thema der Sozialisation und einen Überblick über die einzelnen Generationsbilder im Arbeitsleben. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird untersucht, inwieweit Unterschiede in der Sozialisation und bei den Merkmalen an einen attraktiven Arbeitgeber vorliegen.

Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil und umfasst fünf Kapitel. Der erste, theoretische Teil dient als Grundlage, um die halbstrukturierten Interviews zu entwickeln. Im empirischen Teil wird dann mit Hilfe der theoretischen Grundlagen und den Ergebnissen aus den halbstrukturierten Interviews eine Begründung für die aktuelle Unruhe in der Personalforschung gesucht.

Kapitel eins umfasst die Einleitung und die Problemstellung. Das darauf folgende Kapitel „Theoretische Grundlagen“ ist in zwei Unterkapitel gegliedert, der „Sozialisation“ und den „Genrationsbildern im Arbeitsleben“. Der Begriff der Sozialisation wird in dieser Arbeit ausführlicher behandelt, da dieser für viele Leser neu sein wird. Die Betrachtung des Begriffes spezialisiert sich dann auf die wichtigen Sozialisationsphasen für diese Arbeit. Dieses Kapitel bildet somit die Grundlagen für den methodischen Teil der Arbeit.

Kapitel drei beschreibt das Forschungsdesign und die Untersuchungsform der qualitativen Untersuchung. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung werden dann in Kapitel vier dargestellt und erläutert.

In Kapitel vier werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung aufgeführt und interpretiert. Im ersten Schritt wird die Sozialisation in der Kind- und Jugendzeit der befragten Individuen betrachtet und verglichen. Im zweiten Schritt werden dann die Merkmale an einen attraktiven Arbeitgeber einem Vergleich unter- und eventuelle Rückschlüsse auf die Sozialisation gezogen.

Kapitel fünf beinhaltet das abschließende Fazit.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Sozialisation

Der vom Lateinischen sociare (verbinden) abgeleitete Begriff Sozialisation bezeichnet in der Sozialwissenschaft den sozialen Lernprozess eines Menschen, welchen er durch die Gesellschaft erfährt.[14] Mit dem Begriff Sozialisation wird ein bestimmter Bereich der sozialen Realität einer Person beschrieben. Der Bereich ist weder mit den Sinnen zu erfassen noch dinglich greifbar und dennoch existiert er.[15]

2.1.1 Grundlagen der Sozialisation

Im Jahr 1980 wurde durch Geulen und Hurrelmann versucht, eine abgrenzende Formulierung zu finden. Sie beschreiben Sozialisation „als der Prozeß der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlichen vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Vorrangig thematisch ist dabei, […], wie sich der Mensch zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet“[16]. Auch wenn diese Definition mittlerweile über 45 Jahre alt ist, hebt sie immer noch hervor, „dass die Gesamtheit aller Umweltbedingungen, die auf die Subjektentwicklung Einfluss nehmen, zum Gegenstandsbereich gehören“[17]. Dazu gehören nach Tillmann die elterliche Erziehung, Fernsehkonsum, Lernprozesse in der Schule und die Kommunikation am Arbeitsplatz. Weniger starken Einfluss, jedoch nicht zu vernachlässigen, haben die physisch-materiellen Bedingungen wie zum Beispiel die Umwelt.

Unsere gesamte Umwelt, vom Spielzeug in der eigenen Wohnung über Wohnhäuser bis hin zu Parkanlagen, ist nicht mehr in ihrem Urzustand, sondern vom Menschen erdacht, produziert und somit durch die Gesellschaft gestaltet und beeinflusst.[18] Auch Claudia Witzlau spricht in ihrem Buch „Erzieherinnen + Erzieher“ von einer „produktiven Auseinandersetzung mit der ,inneren Realität‘ (körperliche und psychische Grundmerkmale) und mit der ,äußeren Realität‘ (soziale und physikalische Umwelt)“[19]. Mit dem Begriff „produktiv“ beschreibt sie den Fakt, dass der Mensch in der Lage ist, unterstützt durch seine Umwelt und befähigt durch seine Erziehung, jeden Lebensabschnitt selbst zu gestalten und mitzugestalten.[20] Auch für Witzlau ist Sozialisation der Prozess der Teilnahme eines Individuums am sozialen Leben, der Gesellschaft und deren Kultur. Das Individuum ist handlungsfähig und wirkt an der Entwicklung der Gesellschaft mit. Für sie ist es ein lebenslanger Lernprozess, welcher durch Institute, Personen und Gruppen beeinflusst und gesteuert wird. Dabei werden dem Individuum Normen, Werte und Rollenerwartungen vermittelt.[21]

Die Sozialisationstheorie versucht, aufzuzeigen, in welchem Verhältnis die innere Realität eines Menschen zu den Bedingungen der Umwelt passt. Nicht nur beobachtbare Merkmale wie Verhaltensweisen spielen bei der Sozialisation eine Rolle, sondern vielmehr psychische Zustände und Prozesse, Wissen, Sprache und Wertehaltungen sowie Gefühle und Motivationen. Jeder Mensch besitzt auf der einen Seite sein ganz persönliches psychisches Gefüge, seine Individualität und gleichzeitig aber einen Sozialcharakter, welchen er mit anderen Mitgliedern seiner gesellschaftlichen Gruppierung teilt. Daraus ergeben sich Charakterzüge von verschiedenen Klassen, Gruppen, Nationen und Völkern.[22] Dieser Fakt spielt eine wichtige Rolle für die spätere Analyse und den Vergleich von Generation X und Y. Mitglieder der Generation X und Y unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit, jedoch könnte es Gemeinsamkeiten aufgrund ihrer ähnlichen Sozialisation durch die Gesellschaft geben.

2.1.2 Ebenen, Träger und Wirkungsfelder des Sozialisationsprozesses

Bisher wurde immer vom Einfluss der gesamten Umwelt und Gesellschaft auf einen Menschen gesprochen. Jedoch ist logisch, dass ein Individuum dem Einfluss der Gesellschaft und Umwelt nie in seiner totalitären und komplexen Gesamtheit gegenübersteht. Das Individuum bewegt sich immer nur in einem Teil seiner sozialen Umwelt und wird daher von verschiedenen Einflussfaktoren unterschiedlich lange und stark geprägt.[23] Zur Vertiefung und um den Sozialisationsprozess besser verstehen zu können, werden dem Leser in diesem Kapitel die Ebenen, Träger und Wirkungsfelder des Sozialisationsprozesses näher gebracht.

Ebenen des Sozialisationsprozesses

Geulen und Hurrelmann entwickelten für eine bessere Verständlichkeit der Komplexität des Sozialisationsprozesses ein System mit vier Ebenen, von welchem das Individuum beeinflusst wird.[24] Die erste Ebene bildet das Individuum. Erfahrungsmuster, Einstellungen, Wissen, emotionale Strukturen und kognitive Fähigkeiten stellen die Basis für seine Handlungsfähigkeit dar. Diese Basis entsteht durch den gesellschaftlichen Austausch mit anderen Menschen und wird ständig weiterentwickelt. Die zweite Ebene ist die unmittelbare soziale Umwelt und wird mit dem Begriff „Interaktion und Tätigkeit“ beschrieben. Dazu gehören die Eltern-Kind-Erziehung, der schulische Unterricht und die Kommunikation mit Gleichaltrigen, Freunden und Verwandten. Teile der zweiten Ebene sind oft in der dritten Ebene „Institutionen“ eingeordnet. Zu dieser Ebene gehören Betriebe, Schulen, Militär, Kirchen, Universitäten und die Massenmedien. Die vierte Ebene wird „Gesamtgesellschaft“ genannt. Die Komponenten dieser Ebene sind zum Beispiel ökonomische, soziale, politische und kulturelle Strukturen der Gesellschaft, in welcher sich das Individuum bewegt.[25]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktur der Sozialisationsbedingungen nach Tillmann (2001)[26]

Die Abbildung zeigt, dass die Ebenen selbst aufeinander Einfluss nehmen. Die jeweils höhere Ebene setzt die Rahmenbedingungen für die nächst niedrigere. Die Pfeile verdeutlichen, dass es keine einseitige Einflussnahme gibt, sondern auch die niedrigere Ebene die darüber liegende beeinflusst. Somit sind Prozesse in der gesellschaftlichen Makroebene, Gesamtgesellschaft und Institutionen, mit Prozessen der Mikroebene, Subjekt und Interaktionen, verknüpft. Daraus resultiert, dass in der Sozialisationsforschung nicht nur der Einfluss der Umwelt auf das Individuum zu betrachten ist, sondern auch die Wirkung des Individuums auf seine Umwelt.[27]

Träger des Sozialisationsprozesses

Witzlau unterteilt die soziale Umwelt in folgende sieben Teilgebiete, Sozialisationsträger, welche im Verhältnis zum Individuum stehen: Familie, Schule, Religion, Massenmedien, Freizeit, Gleichaltrige und Beruf.[28] Da in dieser Arbeit der Sozialisationsprozess in der Kind- und Jugendzeit untersucht wird, wird der Sozialisationsträger „Beruf“ so ausgelegt, dass damit Praktika und Nebenjobs während der Schulzeit gemeint sind. Eine genauere Definition und Abgrenzung der einzelnen Sozialisationsträger können im Anhang „Anhang H“ eingesehen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Soziale Umwelt nach Witzlau (2014)[29]

Weiterhin nennt Witzlau gruppenspezifische Unterschiede wie die Sozialisation der verschiedenen Geschlechter. Jungen und Mädchen sind nicht nur biologisch unterschiedlich, sondern ihnen werden auch von der Gesellschaft verschiedene Rollen zugewiesen. Zusätzlich differenziert sie hinsichtlich der Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Schichten. Die Zugehörigkeit zur Ober-, Mittel- und Unterschicht hat viel Einfluss auf die Sozialisation. Da Macht, Bildung, Einkommen und Prestige stark mit den Kommunikationsformen, Erziehung, Normen und Werten verbunden sind, wird das Individuum, abhängig von der sozialen Schicht, in ein differenziertes soziales Umfeld hineingeboren. Zuletzt unterscheidet Witzlau bei der Zugehörigkeit zu einem kulturellen Umfeld, da jede Kultur ihre eigenen Normen und Werte besitzt.

Eine Untersuchung hinsichtlich dieser drei zuletzt genannten Unterschiede wird in dieser Arbeit nicht vorgenommen, da alle Interviewpartner aus ähnlichen sozialen Schichten und einer ähnlichen Kultur stammen und eine zusätzliche Auswertung der Interviews hinsichtlich dieser Unterscheidung den Rahmen der Arbeit sprengen würde.[30]

Wirkungsfelder des Sozialisationsprozesses

Die Sozialisation wirkt sich aber nicht nur auf die Werte- und Normvorstellungen eines Menschen aus, sondern beeinflusst die gesamten Verhaltensweisen und Erlebniswelt eines Individuums. Sie beeinflusst die Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person sowie sein Wissen und Denkschemata. Auch hat sie Einfluss auf seine Motive, Bedürfnisse, Stimmungen und Gefühle. Je nachdem, wo und in welche Kultur ein Individuum hineingeboren wird, beeinflusst dies seine politische und religiöse Einstellung, seine Erziehungsvorstellungen und -muster sowie sein soziales Verhalten. Somit bildet sich das gesamte „Innenleben“ eines Menschen in Abhängigkeit von seiner sozialen Umwelt.[31]

2.1.3 Phasen des Sozialisationsprozesses

Nach der Betrachtung der verschiedenen Ebenen der Beeinflussung durch die Umwelt widmet sich dieser Abschnitt denen für diese Arbeit wichtigeren Phasen des Sozialisationsprozesses. Die Entwicklung des Individuums im Zuge des Älterwerdens, die sogenannte Ontogenese, steht im Mittelpunkt. Erlebtes und Erfahrungen werden vom Individuum nicht einfach ausradiert, sondern bauen aufeinander auf.[32] Kinder lernen durch Imitation und Nachahmung. Eine An- und Übernahme von Verhaltensmustern ist aber auch abhängig von der Motivation zur Identifikation mit einer Bezugsperson. Diese Motivation ist unterschiedlich stark ausgeprägt und abhängig von der Lebensphase, in welcher sich das Individuum befindet.[33]

Die Einteilung der Sozialisation nach Tillmann umfasst drei Phasen, die Witzlau um eine vierte ergänzt.[34] Zur primären Sozialisation wird die frühe Phase des Lebens gezählt. In dieser Phase wirken ausschließlich die Familie und in manchen Fällen die Tagesmutter auf das Individuum ein. Hier werden die wesentlichen Grundlagen für die späteren sozialen Lernprozesse geschaffen. Darauf folgt die sekundäre Phase der Sozialisation. Diese beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten und in einzelnen Fällen, sollte dieser nicht besucht werden, mit dem Eintritt in die Grundschule. Entscheidend für diese Phase sind die steigenden Kontakte zu Gleichaltrigen und der sinkende Einfluss der Familie. Sie bauen soziale Beziehungen und Gruppenzugehörigkeiten auf. Auch der Einfluss der Massenmedien nimmt in dieser Phase zu.[35] Tillmann und Witzlau bezeichnen mit der tertiären Phase das Erwachsenenalter eines Individuums.[36] Der Mensch wurde zu einem selbstständig handelnden Individuum und wurde schon stark durch seine Erfahrungen und seine soziale Umwelt geprägt. Er tritt in das Berufsleben ein und entwickelt sich in Abhängigkeit von seinem beruflichen Aufgabenfeld und-umfeld. Der wichtigste Sozialisationsträger ist jetzt der Beruf, aber auch der Freundeskreis, die Familie und die soziale Gruppe im Freizeitbereich sind immer noch sehr wichtig für die Entwicklung.[37] Witzlau definiert im Gegensatz zu Tillmann eine vierte Phase, die quartäre Sozialisation. Sie umfasst das Rentenalter und den Ruhestand, da sich durch die Beendigung des Arbeitslebens und dem Wegfallen des wichtigen Sozialisationsträgers „Beruf“ neue Gruppenzugehörigkeiten ergeben können.[38]

Dabei kann man zwischen gesellschaftlich vorbestimmten und biologischen Phasen unterscheiden. In der Gesellschaft ist es normal, mit dem Erreichen des sechsten Lebensjahres eine allgemeinbildende Schule zu besuchen. Die schulische Laufbahn darf man wiederum frühestens mit 15 Jahren beenden und in das Berufsleben einsteigen. Die biologischen Phasen hingegen sind abhängig vom biologischen Reifungsprozess. Das Säuglingsalter und Krabbelalter zum Beispiel ist abhängig von der individuellen Entwicklung. In beiden Phasen jedoch haben Institutionen einen starken Einfluss auf die Entwicklung und die Erfahrungsinhalte. Kindergrippen, Kindergärten und Grundschulen zum Beispiel bilden jeweils Übergänge in der Persönlichkeitsentwicklung und sind bedeutsam für die Aneignung neuer Normen und somit ausschlaggebend für die Ausprägung der Identität.[39]

Auch wenn jedes Individuum in seiner persönlichen Umwelt aufwächst, wachsen einzelne Kohorten doch in derselben Zeit auf und erleben gemeinsame Ereignisse, welche für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig sein können und sind. Kinder und Jugendliche reagieren hypersensibel auf ihre Umwelt und werden durch diese stärker geprägt als zu einem späteren Zeitpunkt ihres Lebens. Sie atmen denselben Zeitgeist und teilen oft dieselben Weltansichten. Die 1970er-Jahre waren geprägt von der Ölkrise, dem Deutschen Herbst und von Anti-Atomkraft-Bewegungen. Darauf folgte in den späten 1980ern und frühen 1990ern eine gesättigte Null-Bock-Mentalität.[40] Diese ist begründet durch den Wohlstand und den Reichtum, in welcher diese Generation hineingeboren wurde. Sie passten ihre Ansprüche den Statussymbolen und Konsumstandards ihrer Eltern an. Praktisch alle Schulabgänger bekamen einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz. Dies führte dazu, dass es ihnen schwer fällt, sich zu motivieren und auf einen Arbeitsprozess einzulassen.[41] Natürlich beeinflussen solche Ereignisse die gesamte Gesellschaft, jedoch sind Kinder und Jugendliche am stärksten durch solche Umweltzustände beeinflussbar.[42]

Dadurch und durch eine Analyse der Unterschiede in der Sozialisation vor dem Eintritt in das Berufsleben wurden für diese Arbeit die primäre und sekundäre Phase des Sozialisationsprozesses schwerpunktmäßig betrachtet. Dabei spielte die Untersuchung der primären Phase nur eine untergeordnete Rolle, da sich die Befragten nur wenig an ihre Zeit vor dem Kindergarten erinnerten. Die tertiäre Phase war nicht mehr Schwerpunkt der Betrachtung, da die empirische Forschung gezielt die Erlebniswelt der Kind- und Jugendzeit untersucht. Die tertiäre Phase wurde definitionstechnisch trotzdem insoweit analysiert, da das Betreten der Berufswelt in Form von Praktika und Nebenjobs schon gegeben war und somit die Berufswelt, obwohl die Schule noch nicht abgeschlossen war, Einfluss auf die Individuen hatte.

2.2 Generationen im Arbeitsleben

2.2.1 Generationsbegriff

Der Begriff Generation stammt aus dem Lateinischen „generatio“ und bedeutet so viel wie Zeugung beziehungsweise Zeugungsfähigkeit.[43] Im Duden hat der Begriff vier verschiedene Bedeutungen. Zum einen bezeichnet er ein einzelnes Glied der Geschlechterfolge, bei welchem zwischen den Großeltern, Eltern, Kindern und Enkeln unterschieden wird. In der Soziologie werden Menschen einer Generation zugeordnet, welche ein ähnliches Alter, ähnliche soziale Orientierungen und Auffassungen haben. Im Fall dieser Arbeit sind dies die Genration X oder Y. Eine Generation bezeichnet aber auch die ungefähre Lebenszeit eines Menschen. In der technischen Entwicklung ist eine Generation eine bestimmte Entwicklungsstufe, bei welcher alle Geräte eine ähnliche Konstruktion und eine bestimmte Art der Konzeption aufweisen.[44]

Betrachtet man den Begriff Generation in der Forschungsliteratur so unterscheidet Liebau drei verschiedene Zusammenhänge, in welchem der Begriff verwendet werden kann. Dieser kann als genealogischer Generationenbegriff Anwendung finden, das bedeutet, dass er zur Unterscheidung der Abstammungsfolge in einer Familie herangezogen wird. Weiter wird der Begriff im pädagogischen Zusammenhang genutzt. Der pädagogische Generationenbegriff beschreibt das Grundverhältnis in der Erziehung, also das Verhältnis zwischen aneignender Generation und vermittelnder. Zuletzt ist der historisch-gesellschaftliche Generationenbegriff zu erwähnen, welcher für diese Forschung am stärksten von Bedeutung ist. Er beschreibt Gruppierungen, die durch gemeinsame Erlebnisse und Leben im gleichen sozialen Raum ähnlich sozialisiert wurden. Durch die gemeinsamen prägenden Erlebnisse weisen sie ähnliche Handlungs- und Verarbeitungsforderungen auf.[45]

Die folgenden Charaktersierungen der Generation X und Y sollen einen Überblick über die Herkunft der Generationsnamen und die zeitliche Einordnung der Generationen geben. Weiter ermöglichen die folgenden zwei Kapitel einen groben Überblick über die Eigenschaften der einzelnen Generationen im Arbeitsleben und bieten Erklärungsversuche für die ihnen zugeschriebenen Charakterzüge.[46]

2.2.2 Charakterisierung der Generation X

Als Generation X bezeichnet man in der Literatur die auf die Genration der Baby-Boomer folgende Kohorte. Robert Half definiert als Generation X alle Menschen, die zwischen 1965 und 1978 geboren sind. Sie folgte auf die Kohorte der Baby-Boomer, welche zwischen 1946 und 1964 zur Welt kamen.[47] Auch Loroz und Helgeson definieren das Jahr 1964 als Ende der Baby-Boomer und erklären somit den Beginn der Generation X. Als Beginn der Generation Y und somit Ende der Generation X legen Loroz und Helgeson das Jahr 1977 fest.[48]

Die erste Erwähnung des Begriffes Generation X gab es im Jahr 1953 durch Robert Capa. Der ungarische Fotograph verwendete diesen als Titel für eine Fotoserie über Jugendliche, welche ihr Erwachsenenalter direkt nach dem Zweiten Weltkrieg erreichten. Die Bilder wurden 1953 in den Zeitschriften Picture Post (UK) und Holiday (US) veröffentlicht.[49] Capa kommentierte die Fotoserie damals mit folgenden Worten: „We named this unknown generation, The Generation X, and even in our first enthusiasm we realised that we had something far bigger than our talents and pockets could cope with.“[50] Capa beschreibt die Jugendlichen der Generation X mit einem schicksalsgläubigen Blick in die Zukunft. Das „X“ deutet auf eine unbestimmte Variable wie in einer algebraischen Formel. Hier ist das „X“ nur ein Platzhalter für eine Zahl, welche noch nicht bestimmt ist und ihre klare Definition erst noch gefunden werden muss. So war die Bedeutung der Generation X für die Zukunft noch nicht definiert.[51]

Eine genauere Definition der Generation X entwickelte sich durch und mit der Veröffentlichung des Buches „Generation X“ von Jane Deverson und Charles Hamblett im Jahr 1964. Das Buch versucht, die Stimmen der Jugend im Zwielicht der Beatlemania zu erfassen. Es zeigte einen Querschnitt der Jugend, welche eine fühlbare Unzufriedenheit für ihre Eltern, bürgerliche und politische Institutionen und einen desillusionierten Ausblick auf die Zukunft hatte.[52] Das Buch wurde schnell zum Besteller. Grund dafür waren die offenherzigen und kraftvollen Aussagen. Folgende Zitate aus dem Buch „Generation X“ sollen Denkweisen und Ansichten der Generation X verdeutlichen:[53] „Marriage is the only thing that really scares me ...“[54], „Religion is for old people who have given up living ...“[55], „I'd prefer to do something for the good of humanity...“[56] und „You want to hit back at all the old geezers who tell us what to do ...“[57]. Die Zitate beschreiben eine Generation X, welche sich von alten Sitten wie der Ehe abkehrt. Religion passt ebenfalls wie die Meinung der „Alten“ nicht zu ihrem revolutionären und offenen Geist. Viel lieber wollen sie etwas für das Wohl der Menschheit tun.[58]

Arbeitnehmer der Generation X befinden sich mittlerweile im mittleren Erwerbsalter, haben sich in ihrem Beruf behauptet, teilweise eine steile Karriereleiter erklommen, waren Zeugen der Ölkrise und dem daraus folgenden stagnierenden Arbeitsmarkt[59] und mussten sich teilweise mit der Gefahr der Arbeitslosigkeit beschäftigen.[60] Durch ihr gesammeltes Wissen, ihr Erlerntes und ihre Erfahrungen befinden sie sich aktuell auf einem Produktivitätshoch und sind bereit, durch einen Stellenwechsel einen Karrieresprung zu schaffen, welcher oft im eigenen Unternehmen nicht so leicht zu vollziehen ist.[61] Sie sind ambitioniert, individualistisch und ehrgeizig.[62] Auch Half bestätigt mit seiner Studie, dass für die Generation X berufliches Weiterkommen an erster Stelle steht[63] und die Work-Life-Balance einen deutlich geringeren Wert besitzt als bei der Generation Y.[64] Gleichzeitig entscheiden sich aber auch immer öfter Teile der Generation X für eine Familie und gegen die Unabhängigkeit. Dies ist dem steigenden Alter und einem Gefühl des privaten Nachholbedarfs geschuldet.[65] Durch ihre Lebenserfahrung haben sie jetzt eine klare Vorstellung hinsichtlich der Balance von Arbeit und Freizeit. Mittlerweile überwiegt der Wert von Freizeit.[66]

2.2.3 Charakterisierung der Generation Y

Mitglieder der Generation Y wurden nach Loroz und Helgeson zwischen 1977 und 1994 geboren.[67] Robert Half wählt einen ähnlichen Zeitabschnitt und nennt die Geburtsjahre zwischen 1979 und 1999.[68] Kerstin Bund zählt alle in den 1980ern bis Mitte der 1990er Geborenen zur Generation Y. Den jüngeren Rand definiert sie dadurch, dass jüngere Mitglieder, als die der Mitte der 1990er-Jahre Geborenen, noch nicht mit Arbeiten begonnen haben und somit keinen Einfluss auf die aktuelle Arbeitswelt und Diskussion haben.[69] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Generation Y die Kohorte der in den 1980er-Jahren bis in den späten 1990er-Jahren Geborenen umfasst.[70] Für diese Arbeit ist die genaue Definition der Grenzen nur zweitrangig, da bewusst schon in den Arbeitsalltag involvierte, mittig in den Geburtsjahrgängen liegende Mitglieder einer Generation für die qualitative Studie befragt wurden.

Die Generation Y hat viele verschiedene Namen. Jeder einzelne enthält gleichzeitig eine Aussage zu den Eigenschaften und Lebensumständen, mit welchen die Generation aufgewachsen ist und lebt. Im englischen Sprachraum spricht man von den Millenials, der Generation MyPod, Generation Now oder Internet Genration.[71] Die englische Aussprache des Generationennamens – „Genration Why“ – beschreibt sehr gut die Eigenschaften, welche dieser Generation zugeschrieben werden. Die Frage nach dem Sinn steht im Mittelpunkt.[72] Dabei hinterfragen sie ewig bestehende Grundsätze der Arbeit, Freizeit, Familie und Politik.[73] Mitglieder der Generation Y sind zum Großteil Kinder der sogenannten Baby-Boomer. Sie haben begonnen, sich in der Arbeitswelt zu etablieren und mittlerweile einen großen wirtschaftlichen Einfluss erarbeitet.[74] Napoli und Ewing beschreiben die Generation Y mit einem starken Sinn für Unabhängigkeit und Autonomie. Zudem sind Mitglieder der Generation durchsetzungsfähig, selbstständig, emotional und intellektuell ausdrucksvoll, innovativ und neugierig.[75]

Robert Half schreibt der Generation Y ganz ähnliche Charakterzüge zu. Infolge einer Studie aus dem Jahre 2010, mit 2400 HR- und Finance-Managern aus verschiedenen Ländern,[76] charakterisiert er die Generation Y als ichbezogen und technologieaffin. Sie ist eine Generation mit sehr vielen Möglichkeiten hinsichtlich des Berufs- und Privatlebens,[77] welche auch gerne einen Arbeitsplatz im Ausland annimmt.[78] Nach der Untersuchung von Half sind für 31 % der Befragten der Generation Y das Gehalt und die Zusatzleistungen das wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines neuen Jobs. Dicht gefolgt auf Platz zwei werden die Weiterentwicklungsmöglichkeiten mit 27 % genannt.[79] Gleichzeitig legt die Generation Y im Vergleich zur Generation X viel Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance.[80] Auch die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes ist für diese Genration sehr wichtig. Sie würde den Arbeitgeber sogar wechseln, um einen unsicheren Arbeitsplatz zu vermeiden.[81]

Die Generation Y erlebte die Verbreitung des Internets mit all seinen Vor- und Nachteilen und die ständig stärker werdende Globalisierung.[82] Damit kann man die Generation Y als die ersten Digital Natives bezeichnen. Aufgewachsen mit Handy, Computer und Internet, sind diese selbstverständlich und voll in den Alltag integriert. Daraus entstanden neue Formen der Kommunikation, welche sich auf die Umgangsformen und kulturellen Lebensstile auswirken.[83] Dazu kamen der weltweite Krieg gegen den Terrorismus nach dem 11. September 2001 und der katastrophale Atomunfall in Fukushima, welche das Sicherheitsgefühl angriffen. Darauf folgten eine Finanzkrise, neue Arbeits-, Sozialhilfe- und Rentengesetze.[84] 20 % ihres Jahrganges erhielten nach ihrer Schulzeit keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. All diese Ereignisse führten dazu, dass sie mit einem ständigen Gefühl der Ungewissheit aufwuchsen. Die ständige Angst vor dem sozialen Absturz ist in den Köpfen dieser Generation verankert.[85]

Gleichzeitig wächst die Generation mit einem Überfluss an Wahlmöglichkeiten auf, was es unmöglich macht, die perfekte Entscheidung zu treffen. Das Leben generell ist nicht mehr so geradlinig und eindeutig. Die Zukunft hält immer eine Wahlmöglichkeit offen. Für den Fall, dass eine Bewerbung für ein Praktikum mal nicht erfolgreich ist oder einem das Praktikum an sich nicht gefällt, hat diese Generation immer schon einen Plan B in der Tasche. Kaum einer kann sagen, wo er in fünf Jahren stehen wird. Diese Wahlmöglichkeiten und gleichzeitige Unsicherheit führt dazu, dass sie stets bemüht sind, die beste Entscheidung für sich zu treffen, um sich für die Zukunft alles offenzuhalten. Bei dieser Egotaktik, das ständige Ausloten und Taktieren, um die beste Entscheidung zu treffen, bleiben Werte, Normen und Prinzipien oft auf der Strecke.[86]

3 Beschreibung der qualitativen Untersuchung

Kapitel drei beschreibt den Aufbau und die Methodik der qualitativen Untersuchung. Wichtig ist die Wahl des richtigen Forschungsdesigns und der richtigen Untersuchungsform. Auch die Wahl der Interviewpartner und der Ablauf der Interviews spielt eine wichtige Rolle. Das Herzstück der Arbeit ist deren Auswertung. Während der gesamten Arbeit und besonders bei der Auswertung der Interviews wurde auf die Einhaltung der Gütekriterien geachtet. Nur durch die Einhaltung dieser sechs Gütekriterien, Verfahrensdokumentation, argumentative Interpretationsabsicherung, Regelgeleitetheit, Nähe zum Gegenstand, kommunikative Validierung und Triangulation ist eine Absicherung der Ergebnisse gewährleitet.[87]

Die nächsten fünf Unterkapitel befassen sich mit folgenden Themen. Das erste Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und die Untersuchungsform der qualitativen Untersuchung. Darauf folgt das Unterkapitel bezüglich der Wahl der Interviewform, welche ein entscheidendes Kriterium für die Qualität der Ergebnisse ist. Das darauf folgende Unterkapitel beschäftigt sich mit der Wahl der Interviewpartner und das nächste mit dem Ablauf der Interviews. Das abschließende Unterkapitel beschreibt den Ablauf der Auswertung.

3.1 Forschungsdesign und Untersuchungsform

Zur Untersuchung wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Der Inhalt und die Auswertung der Arbeit stützen sich dabei auf den Konstruktivismus als Forschungsphilosophie. Es gibt keine objektive Wahrheit und die Welt wird von jedem einzelnen Menschen sozial konstruiert. Somit deutet jedes Individuum seine Umwelt anders.[88] Diese Sicht der Welt eignet sich besonders, da die Erlebniswelten von Individuen erforscht werden und diese nicht messbar sind, sondern auf subjektiven Gefühlen und Erlebnissen basieren. Als Forscher selbst ist man voreingenommen und kann nur subjektiv und nicht wertefrei die Forschungsfrage bearbeiten. Aufgrund dieser Weltanschauung werden wenige Samples unter Verwendung qualitativer Methoden genommen und diese tiefgründig analysiert. Ziel ist es, soziale Phänomene festzuhalten und diese zu deuten.

Um einen Mehrwert durch die Forschung zu schaffen, wird ein induktiver Forschungsansatz gewählt. Das durch die Forschung entstehende Material wird genutzt, um neue Schlussfolgerungen aufzustellen. Durch die qualitative Forschung werden Phänomene untersucht, Muster identifiziert und aus den Mustern Hypothesen abgeleitet. Daraus entsteht zuletzt eine Theorie. Diese Theorie dient jedoch nicht zur Verallgemeinerung, sondern gilt lediglich im durch die Forschung vorgegebenen Rahmen. Ziel ist es, durch die qualitative Untersuchung eventuelle Unterschiede in der Sozialisation der Befragten zu erkennen, welche möglicherweise den Grund für die besondere Behandlung der Genration Y in der Personalforschung darstellt.[89]

Als Zeithorizont eignete sich auf Grund der gegebenen Fragestellung und des engen Zeitplanes nur eine Querschnittsstudie. Der Zustand wurde in einem kurzen Zeitraum festgestellt und ausgewertet. Mehrere Befragungen in unterschiedlichen Zeitintervallen zur Untersuchung von Trends und Veränderungen wie bei einer Längsschnittstudie sind aufgrund des Dreimonatsrahmens nicht möglich, aber auch nicht sinnvoll. Aber hier bildet sich Potenzial für eine weitere Studie, welche diese Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt oder widerlegt.[90]

3.2 Auswahl der Interviewform

Es wurde auf halbstrukturierte Interviews, auch Leitfadeninterviews genannt, zurückgegriffen.[91] Dabei steht dem Interviewer ein vorgefertigter Interviewleitfaden[92] zur Verfügung, welcher ihm hilft, alle benötigten Themen anzusprechen. Bei dieser Interviewform ist es möglich, mit Hilfe der Stichpunkte die Interviews untereinander zu vergleichen, obwohl sie sehr frei ablaufen und keine feste Reihenfolge der Fragen vorgeschrieben ist. Die freie Form erlaubt es, bei bestimmten Themen tiefer nachzufragen, aber auch bei heikleren Themen schnell und flexibel zu reagieren. Wenn es der Gesprächsverlauf zulässt, kann man ähnlich wie beim narrativen Interview mehr über das Umfeld und die Geschichte des Befragten erfahren. Dies eignet sich sehr gut, um einen Überblick über das soziale Umfeld zu erhalten und Antworten nicht nur als isolierte Information zu generieren. Da Informationen über die Erziehung, zum Beispiel wie viel TV schauen erlaubt war oder aber auch wie oft die Eltern zu Hause waren, gesucht werden, ist es wichtig, dass der Interviewte zum freien Sprechen angeregt wird.

Der Forscher muss offen, ohne vordefinierten Fragenkatalog oder einem festen Ziel in ein Leitfadeninterview gehen, um sicher zu stellen, dass alle Eindrücke voreingenommen erfasst werden. Bei leitfadenorientierten Interviews liegt das Rederecht, ähnlich wie bei narrativen Interviews, beim Interviewten, damit dieser ungezwungen und frei seine Erlebniswelt schildern kann, ohne dass er sich in seinem Redefluss unterbrochen fühlt. Für die Treffen mit den Probanden ist es wichtig, dass der Forscher flexibel auf die Zeitpläne der Probanden eingeht und auch den Ort bevorzugt von diesen wählen lässt, um eine ungezwungene Atmosphäre zu gewährleisten. Hier bietet sich ein Treffen in einem Café, Bar, im Büro, im Freien oder beim Interviewten Zuhause an.[93] Für diese Forschung wurden drei der Probanden im eigenen Zuhause interviewt und drei nach einer Sportstunde direkt in der Sportstätte.

3.3 Auswahl der Interviewpartner

Bei der Anzahl der Interviewpartner wurde, aufgrund des hohen Aufwands für die Transkription und Auswertung und der geringen Zeit für die Arbeit allgemein, auf sechs Personen zurückgegriffen. Für eine gute Vergleichbarkeit wurden drei Personen aus der Generation X und drei Personen aus der Genration Y interviewt. Für das Sampling wurde vorab eine Samplingstruktur festgelegt, welche wie folgt aussah. Das Alter der Probanden sollte nicht genau auf der Grenze zwischen zwei Generationen liegen, da solche Übergänge fließend verlaufen und somit eine Zuordnung zu einer Generation sonst nicht möglich ist. Die Probanden der Generation X wurden in den Jahren von 1970 bis 1972 geboren.[94] Die Probanden der Generation Y in den Jahren von 1987 bis 1989.[95] Das Bildungsniveau der Probanden war eine fertige Ausbildung oder ein fertiges Studium und alle Interviewpartner hatten schon mindestens ein Jahr lang nach der Ausbildung oder dem Studium gearbeitet.[96] Bei der Auswahl wurde ein Convenience-Sampling bevorzugt, da somit die Probanden schon einen Bezug zum Forscher hatten, womit die Leitfadeninterviews auf einer vertrauten Basis stattfinden konnten und damit ergiebiger waren. Dies war besonders beim zweiten Themenkomplex, den „Sozialisationsträgern“, von Bedeutung. Nachteil bei dieser Sampling Form ist, dass die Interviewten durch den Kontakt zum Interviewer in der Vergangenheit, ähnliche Werte und Normen teilen. Trotzdem sind die Ergebnisse der Forschung geeignet, um eine Tendenz aufzuzeigen und einen Anstoß für weitere Untersuchungen zu geben.[97]

3.4 Ablauf der Interviews

Zunächst wurden die Interviewpartner gefragt, ob sie einwilligen, dass das Gespräch aufgenommen wird und der Name als Quelle genannt oder ob das Interview nur anonymisiert verwendet werden darf. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die Interviews nach dem Transkribieren gelöscht werden, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Zudem wurden sie nach ihrem Namen, Alter und ihrem aktuellen Berufsstand gefragt. Im Weiteren wurde den Interviewpartnern aufgezeigt, mit welchem Hintergrund und mit welchem Ziel das Interview durchgeführt wird, um ihnen die Wichtigkeit von offenen, ehrlichen und ausführlichen Antworten aufzuzeigen. Der Interviewpartner wurde dadurch sensibilisiert, sodass er frei und ohne Hintergedanken antworten konnte. Die halbstrukturierten Interviews wurden so frei wie möglich durchgeführt, lediglich der grobe Ablauf mit Stichworten war festgelegt,[98] wodurch die Interviewpartner zu einem Monolog angeregt wurden. Die Themenfelder im Interviewleitfaden waren lediglich grobe Richtlinien, welche zur besseren Vergleichbarkeit der Interviews erstellt wurden. Aus diesen Themenfeldern wurde dann im Verlauf der Auswertung der Kodierleitfaden erstellt. Die Reihenfolge der Abfragung der einzelnen Punkte wurde flexibel gestaltet. Die Interviews wurden strukturell in zwei Themengebiete geteilt. Im ersten Themengebiet wurde nach der Arbeitgeberattraktivität gefragt, um den Interviewpartner locker zu stimmen. Im zweiten Interviewblock stand dann die Befragung nach den Sozialisationsträgern in der Kind- und Jugendzeit im Mittelpunkt. Diese Reihenfolge bewährte sich, da die Interviewpartner zuerst mit dem ersten Thema in eine lockere Atmosphäre versetzt wurden und dann bei den Fragen zum zweiten Themengebiet auch locker zu vertraulichen Themen antworteten.

Das erste Themengebiet wurde mit einer offenen Frage zur aktuellen Zufriedenheit im Beruf und der Frage nach den Gründen ihrer Zufriedenheit beziehungsweise Unzufriedenheit eröffnet und sollte zum Erzählen anregen. Eine häufig verwendete Formulierung lautete wie folgt: „Stufen Sie bitte ein, wie zufrieden Sie gerade in ihrem Beruf sind und gibt es besondere Gründe warum?“ oder „Sind sie aktuell zufrieden in ihrem Beruf und gibt es besondere Gründe warum/warum nicht?“. Danach wurde das Gespräch sehr frei geführt und es wurde versucht, alle berufsbezogenen Bedürfnisse[99] abzufragen. Dabei wurde darauf geachtet, den Redefluss der Interviewpartner am Laufen zu halten und sie während einer Antwort nicht unterbrechen.

Die erste Frage des zweiten Themengebietes war bei den ersten Interviews ähnlich und bildete einer Schnittstelle zwischen den Themengebieten. Die meist verwendete Formulierung lautete wie folgt: „Bitte denken Sie zurück an ihre Kind- und Jugendzeit. Was glauben Sie, hat Sie geprägt?“ In den späteren Interviews wurde gezielter nach einem typischen Tag in der Kind- und Jugendzeit gefragt. Beide Fragen sollten zum Erzählen anregen. Der daraus entstehende Dialog wurde danach auf die einzelnen Sozialisationsträger Familie, Schule, Religion, Massenmedien, bisherige Arbeitsstellen, Gleichaltrige und Freizeit[100] gelenkt.

Nachdem alle Sozialisationsträger abgefragt wurden, waren die Interviews beendet. Es wurde für die Teilnahme am Interview gedankt und gefragt, ob sie Interesse hätten, zu einem späteren Zeitpunkt, vor Abgabe der Arbeit, noch ein Treffen zu verabreden, bei dem über die Ergebnisse gesprochen wird. Dies garantierte, dass keins der Interviews falsch interpretiert wurde. Dazu kann es auf Grund der konstruktivistischen Betrachtungsweise der Umwelt schnell kommen. Alle Interviewpartner stimmten einem weiteren Treffen zu. Diese wurden alle vor der endgültigen Fertigstellung der Arbeit durchgeführt und keiner der Interviewpartner fand sich in der Auswertung der Interviews missverstanden. Die Dauer der sechs Interviews belief sich jeweils auf zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten.

3.5 Auswertung der Interviews

Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

Für die Auswertung der Interviews wurde die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring verwendet. Mit Hilfe der neun Arbeitsschritte wurde eine systematische und vollständige Analyse der Inhalte mit Hilfe eines Kategoriensystems gewährleistet. Diese Regelgeleitetheit machte es möglich, die großen Textmengen aus den Interviews zu analysieren. Nach Mayring ist es sehr wichtig, dass das Ergebnis intersubjektiv nachprüfbar ist. Dies ergibt sich durch das geregelte Ablaufmodell für die Inhaltsanalyse. Konkret wurde nach dem allgemein inhaltsanalytischen Ablaufmodell nach Mayring vorgegangen, welches folgende Schritte umfasst.[101]

Erster Schritt war die Festlegung des Materials. Dabei wurden die sechs Interviews nicht vollständig transkribiert. Unwichtige Stellen, also Textpassagen, welche mit themenfremden Inhalten gefüllt waren, wurden bewusst weggelassen. Nächster Schritt war die Analyse der Entstehungssituation. Alle Interviews wurden persönlich durch den Autor und mit Hintergrund, Forschungsgrundlagen für diese Arbeit zu schaffen, durchgeführt. Interviewt wurden dem Autors schon vorher bekannte Personen.[102] Alle Interviews fanden unter vier Augen an einem vom Interviewpartner ausgewählten Ort wie zum Beispiel Wohnung oder Trainingsstätte statt. Dritter Schritt ist die formale Charakterisierung des Materials. Das Material zur Analyse waren transkribierte Interviews, welche nicht vollständig transkribiert wurden. Dabei wurden grammatische Fehler und halbe Sätze des Interviewpartners bewusst übernommen. Emotionen und Redepausen wurden nicht mit aufgenommen. Darauf folgt der Schritt: Festlegung der Analyserichtung. Die Kategorien wurden schon vorab festgelegt und es wurde nach thematischen Gegenständen gesucht. Emotionen und Wirkung des Gesprochenen wurde bei der Analyse nicht berücksichtigt. Die theoretische Differenzierung der Fragestellung bildete den fünften Punkt. Die interpretatorische Arbeit der Inhaltsanalyse entstand im direkten Zusammenhang mit den theoretischen Grundlagen und die Ergebnisse wurden danach in der Auswertung und Diskussion mit den bisherigen Erkenntnissen aus der Forschung in Verbindung gebracht. Als sechsten Schritt nennt Mayring die Bestimmung der Analysetechnik. An dieser Stelle wird das inhaltsanalytische Verfahren festgelegt. Für diese Arbeit wurde die strukturierende Inhaltsanalyse gewählt. Ziel der Strukturierung ist es, das Material nach festgelegten Aspekten zu filtern und die wichtigen Textstellen in ein Kategoriensystem einzuordnen. Dabei wurde in einem ersten Materialdurchlauf überprüft, wie gut der Fit zwischen denen im Voraus definierten Kategoriendefinitionen, Kodierregeln und Ankerbeispielen und den Textinhalten ist. Materialstellen, die sich nicht einordnen ließen, wurden nur markiert und nach einer Modifizierung und Adaptation des Kategoriensystems eingeordnet. Dabei wird inhaltlich nach Themen, Inhalten und Aspekten strukturiert. Der vorletzte Schritt ist die Definition der Analyseeinheit. Bei diesem Schritt wird die kleinste und größte Analyseeinheit festgelegt. Die kleinste Texteinheit, die in das Kategoriensystem eingeordnet wurde, waren einzelne Worte. Die größte Einheit waren mehrere Sätze, welche später paraphrasiert wurden. Der letzte Schritt ist dann die Durchführung der Materialanalyse. Hierbei wurden die einzelnen Analyseeinheiten dem Kategoriensystem zugeordnet, genaueres wird im Kapitel „Kategorienbildung und Auswertung“ beschrieben.[103]

Kategorienbildung und Auswertung

Bei der Einordnung der Interviewinhalte wurde deduktiv vorgegangen. Auf Grundlage der Theorie zur Sozialisation und Arbeitgeberattraktivität wurden erste Kategorien mit Hilfe der theoretischen Grundlagen gebildet. Die Themenfelder des ersten Themengebietes wurden in Anlehnung an Dimensionen der Arbeitgeberattraktivität nach Julia Ruthus entwickelt.[104] Die Themenfelder des zweiten Themengebietes wurden auf Grundlage der Sozialisationsträger nach Witzlau gebildet.[105] Mit Hilfe dieser grob definierten Kategorien konnten die Inhalte der ersten drei Interviews eingeordnet werden. Nach deren Einordnung wurden die Kategorien angepasst, zusammengefasst und neu definiert, sodass eine klare und eindeutige Zuordnung der Textstellen möglich war.[106] Dabei wurden die Kategorien schärfer definiert, Ankerbeispiele eingefügt und Kodierregeln zur besseren Abgrenzung von anderen Kategorien gebildet. Mit dem überarbeiteten Kodierleitfaden[107] konnten dann alle interessanten Textstellen der sechs Interviews eingeordnet werden. Durch diese Neuanpassung der Kategorien unterscheiden sich die Themenfelder im Interviewleitfaden von den endgültigen Kategorien im Kodierleitfaden.[108] Da bei den Leitfadeninterviews große Datenmengen anfielen, wurden unbedeutende Textstellen nicht in das Kategoriensystem eingeordnet. Dabei wurde das Programm QCAmap verwendet, welches die Einordnung aller wichtigen Textstellen in das Kategoriensystem erleichtert. Für das Paraphrasieren, Generalisieren und Reduzieren wurden zwei getrennte Tabellen genutzt, Anhang I & J, welche dann zur Auswertung und Darstellung der Ergebnisse in einer Tabelle zusammengefügt wurden, Anhang K. Bei der Auswertung der Textstellen wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Generation X und Y gesucht. Textstellen, die nicht eindeutig in Gemeinsamkeiten oder Unterschiede eingeordnet werden konnten, wurden in die Spalte „Nicht genannt“ platziert. Alle drei Spalten wurden als Grundlage für die Ergebnisdarstellung im folgenden Kapitel genutzt.

4 Ergebnisse der Forschung

Die Darstellung der Ergebnisse ist zweigeteilt und gliedert sich nach den beiden Forschungsfragen. Der erste Teil ist eine Auswertung der Sozialisation der Befragten in ihrer Kind- und Jugendzeit und stellt eventuelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Teil zwei der Ergebnisdarstellung umfasst die Merkmale eines attraktiven Arbeitgebers aus Sicht der Generation X & Y und vergleicht die Ergebnisse mit aktuellen Studien. Zuletzt werden die Ergebnisse gemeinsam betrachtet und eventuelle Rückschlüsse von der Sozialisation auf die Arbeitgeberattraktivität gezogen.

4.1 Auswertung der Sozialisationsträger

Ziel der ersten Forschungsfrage war es nach, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Sozialisation der Befragten zu suchen, um eventuelle Gründe für den in der Presse oft diskutierten Unterschied zwischen Generation X und Y zu finden. Die Frage ist, ob sich Generation Y erkennbar von Generation X, bezüglich der in der Theorie angesprochenen Sozialisationsträger, unterscheidet. Dabei wurden alle sechs Interviewpartner zu ihrer Kind- und Jugendzeit befragt, um eventuelle Differenzen festzustellen, welche vielleicht die besondere Beachtung der Generation Y in der Personalforschung begründet.

Bei allen sechs Interviews wurden die gleichen sieben Sozialisationsträger, Familie, Schule, Gleichaltrige, Freizeit, Massenmedien, Religion und Praktika/Nebenjobs, angesprochen. Die Qualität und Quantität der Antworten war stark unterschiedlich, da dieses Thema für viele der Befragten ein sehr intimes Gespräch darstellte. Alle kodierten Aussagen aus den Interviews sind in Anhang K noch einmal im Detail nachzulesen. Dieses Kapitel umfasst lediglich Aussagen, die für eine Analyse der Sozialisation wichtig sind. Eine Auswertung jeder einzelnen Aussage würde den Rahmen der Arbeit sprengen. Alle Sozialisationsträger werden vor der Analyse der Ergebnisse definiert. Eine noch genauere Definition der Sozialisationsträger beziehungsweise eine Abgrenzung der Kategorien untereinander ist in Anhang H ersichtlich.

4.1.1 Sozialisationsträger Familie

Der erste Sozialisationsträger in der Auswertung ist die Familie. Dabei wurden Fragen zu den Familienverhältnissen in der Kind- und Jugendzeit gestellt, das Verhalten von Familienmitgliedern gegenüber dem Befragten und typische Tagesabläufe in der Kind- und Jugendzeit erfasst. Dabei wurde auch gefragt, ob es Eigenschaften gab, die sie besonders an ihren Eltern geschätzt haben oder nicht.

Generation X

Bei der Generation X wurde das Thema Freiräume sehr oft angesprochen. Den Kindern wurde schon früh Verantwortung im Haushalt übertragen und sie waren für sich selbst verantwortlich. Sie bekamen zum Beispiel Aufgaben aufgetragen, die sie selbstständig erfüllen mussten. Erst im Anschluss folgte die Freizeit. Weiter wurden sie von ihren Eltern zwar finanziell unterstützt, mussten aber auch selbst arbeiten. Dabei fielen die Worte „Durch nichts, kommt nichts.“[109], welche gut beschreiben, dass sie gelernt haben, dass sie hart arbeiten müssen, um etwas zu erreichen. Aber die Eltern waren auch negative Beispiel. RC beschreibt seine Eltern als finanziell zu risikobereit und fasste damals für sich den Entschluss, in der Zukunft niemals jemanden etwas schulden zu müssen.

Generation Y

Auch in der Generation Y waren die Eltern positive sowie negative Vorbilder. Zum einen waren die Eltern perfektionistisch, manchmal aber auch zu perfektionistisch. Auch waren Verwandte Vorbilder, Dinge anzupacken und zu schaffen sowohl in beruflicher als auch in sportlicher Hinsicht. AZ schaute in seiner Kindheit seinem Vater beim Spielen zu und spielte später dann selbst hochklassig Basketball.

Generell waren bei beiden Generationen die Eltern ein Vorbild. Sie brachten den Kindern bei, dass sie im Leben arbeiten müssen, um etwas zu erreichen. Eine Auflehnung gegen die Eltern beziehungsweise der Versuch der deutlichen Abgrenzung zur Vorgängergeneration, wie es bei den sogenannten „68ern“ der Fall war, war bei keiner der beiden befragten Generationen zu erkennen.[110] Vielmehr deuten die Antworten aus den Interviews auf den Versuch hin, eine Ähnlichkeit zu den Eltern aufzubauen.[111]

4.1.2 Sozialisationsträger Schule

Beim Sozialisationsträger „Schule“ wurde untersucht, ob es elterlichen Druck bezüglich der Schule gab, wie die Einstellung des Befragten zur Schule war oder ob ein besonderes schulisches Umfeld bestand.

Generation X

Bei der Generation X war auffällig, dass alle Interviewpartner aussagten, dass es keinen Druck der Eltern bezüglich der schulischen Leistung gab. Die Generation musste selbstständig lernen und schlechte Noten wurden akzeptiert, solange die Schule geschafft wurde.

Generation Y

Bei der Generation Y hingegen wurde von den Eltern Druck auf die Kinder ausgeübt. Sie wurden zum Beispiel durch Paukinstitute und Nachhilfeunterricht schulisch gefördert. Dabei übten beide Elternteile Druck aus, besonders bei schlechten Noten. Sportliche Leistungen zählten dabei nicht als Ausrede. AB sprach sogar von einer „intrinsischen“ Motivation, gut in der Schule zu sein.[112] Die Hausaufgaben wurden in manchen Fällen gemeinsam mit Gleichaltrigen gemacht.

Beim Sozialisationsträger „Schule“ zeichnet sich ein deutlicher Unterschied in der Sozialisation der Befragten ab. Die Eltern der Generation Y waren stärker darauf aus, dass die Kinder gute Leistungen in der Schule brachten. Es gab erkennbar mehr Druck durch die Eltern bei schlechten Noten.[113]

4.1.3 Sozialisationsträger Gleichaltrige

Dritter Sozialisationsträger waren die Gleichaltrigen. Hier wurde untersucht, ob es Veränderungen in der Zusammensetzung des Freundeskreises gab oder ob es Freunde gab, die besonderen Einfluss auf das Individuum hatten.

Generation X

In der Kindheit verbrachte die Generation X sehr viel Zeit mit Gleichaltrigen. Erst im späten Jugendalter suchte die Generation Kontakt zu Älteren. Der Bildungstand war genauso unterschiedlich, wie woher sie die Freunde kannten.

Generation Y

Auch die Generation Y verbrachte den Großteil der Zeit mit Gleichaltrigen. Aber auch ausländische, jüngere und ältere Freunde waren Teil des Freundeskreises. Freunde schreckten mit ihrem Verhalten ab, andere förderten aber auch. Die negative Aussage über den Fremdenhass gegenüber einer Freundin lässt darauf schließen, dass ein gemischter Freundeskreis alltäglich geworden ist.

Der Freundeskreis beider Generationen ist ähnlich geblieben. Eine entscheidende Aussage des Sozialisationsträgers ist, dass beide Generationen in der Kindheit und Jugend noch viele Freunde hatten, mit denen sie sich treffen und austauschen konnten. Dies könnte sich in der Zukunft durch die Veränderung der Kommunikation aufgrund von neuen Technologien hin zu einer Vereinsamung verändern. Welchen Tätigkeiten sie mit ihren Freunden nachgingen, wird im nächsten Abschnitt dargestellt.[114]

4.1.4 Sozialisationsträger Freizeit

Der Sozialisationsträger „Freizeit“ befasst sich mit der Freizeitgestaltung der Kinder- und Jugendlichen. Speziell die Zeit nach der Schule ist ein Bereich, wo sich zwischen den Generationen Unterschiede zeigen könnten.

Generation X

Die Generation X verbrachte ihre Freizeit überwiegend draußen. Sie spielten mit Freunden und sportliche Betätigungen standen im Mittelpunkt der Freizeitgestaltung. Dabei gab es aber keine Zugehörigkeit zu Sportvereinen oder anderen Freizeitgruppen.

Generation Y

Ähnlich wie die Generation X verbachten auch die Befragten der Generation Y den Großteil ihrer Freizeit draußen und sie trafen sich mit Freunden. Im Gegensatz zur Generation X war aber zu sehen, dass alle Befragten Mitglieder von mindestens einem Verein, speziell Sportverein waren. Sie wurden von ihren Eltern unterstützt, sportlich erfolgreich zu sein, jedoch war die Motivation, zu Wettkämpfen zu gehen und sportlich etwas zu erreichen, intrinsisch. Zwei der drei Befragten machten aus ihrem Hobby ihren Beruf.

Beide Generationen verbrachten den Großteil ihrer Freizeit draußen, spielten und trafen sich mit Freunden und übten diverse Sportarten aus. Die Generation Y war aber im Vergleich zur Generation X sehr sportlich aktiver, was sich in der Vereinszugehörigkeit, sportlichen Erfolgen und späteren Berufswahl widerspiegelt.[115]

4.1.5 Sozialisationsträger Massenmedien

Dieser Sozialisationsträger trifft Aussagen über die Nutzung von TV, Rundfunk, Spielekonsolen und Computern und über eventuelle Einschränkungen.

Generation X

Die ersten Kontakte zu Computern entstanden erst, als die Generation X schon fast erwachsen war, die ersten Kontakte zu Spielekonsolen sogar noch später. Zusätzliches Desinteresse gegenüber dem Computer rührte von dem sehr hohen Preis. Auch Fernsehen wurde nur selten geschaut. Der Konsum wurde durch die Eltern eingeschränkt. Als Jugendlicher wurde manchmal ins Kino gegangen oder man kaufte sich Filme.

Generation Y

In der Zeit, in welcher die Generation Y aufwuchs, war ein Fernsehen oder ein Computer schon für fast alle verfügbar. Jedoch wurde der Konsum, speziell in der Kindheit, noch stärker als bei der Generation X eingeschränkt. Die Eltern schauten sehr stark darauf, was und wie viel Fernsehen geschaut wurde. Die Computernutzung beschränkte sich in der Zeit, geschuldet durch die Eltern, noch auf Lernsoftware. Im jugendlichen Alter wurden dann auch die ersten Handys alltäglich.

Bei beiden Generationen war das Interesse beziehungsweise die Nutzung von Massenmedien eher gering. Grund dafür war oft die Einschränkung durch die Eltern. Der Unterschied zwischen den Generationen bestand aber in der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Fernsehern, Computern, Spielekonsolen und Handys.[116]

4.1.6 Sozialisationsträger Religion

Der sechste Sozialisationsträger ist die Religion. Religion ist und war Bestandteil unserer Gesellschaft und könnte deshalb großen Einfluss auf die Generationen gehabt haben. Im Interview wurde nach der Position gegenüber der Kirche gefragt und wie sie zu den Werten, welche diese versucht zu vermitteln, stehen.

Generation X

Die Generation X stand der Kirche kritisch gegenüber. Ein Befragter trat noch in der Jugendzeit aus der Kirche aus, die beiden anderen Befragten später im Verlauf ihres Lebens. Sie sahen die Kirche in der Kindheit und Jugend als Pflichtprogramm und fanden Pflichttermine wie die Kommunion aufgrund der Geschenke interessant. Wertetechnisch stehen sie der Kirche kritisch gegenüber, auch aufgrund der negativen Schlagzeilen.

Generation Y

Die Generation Y tritt der Kirche weniger kritisch gegenüber. Auch sie sahen kirchliche Feiertage als Pflichttermin, aber waren sonst im kirchlichen Alltag nicht engagiert. Sie dachten über die Werte nach, aber fühlen sich nicht von ihnen geprägt.

Beide Generationen entfernten sich nach ihren Pflichtterminen in der Kindheit und Jugend von der Kirche. Beide setzten sich auch mit den Werten, wofür die Kirche steht, auseinander. Die Generation Y stand der Kirche eher gleichgültig gegenüber, wogegen die Befragten aus der Generation X der Kirche stärker kritischer begegneten.[117]

[...]


[1] Vgl. z.B. Parment (2013), Appel & Michel-Dittgen (2013) und Bollwitt (2010)

[2] Vgl. Bollwitt (2010), S.13

[3] Vgl. Bollwitt (2010), S.20

[4] Vgl. Bollwitt (2010), S.35

[5] Vgl. z.B. Bund (2014), Parment (2013), Appel & Michel-Dittgen (2013) und Hurrelmann & Albrecht (2014)

[6] Vgl. Ruthus (2013), S.16

[7] Vgl. z.B. Parment (2013), Appel & Michel-Dittgen (2013) und Bollwitt (2010)

[8] Vgl. Parment (2009) und Ruthus (2013)

[9] Vgl. Parment (2013). S. 17-19

[10] Vgl. Parment (2013). S. 22f

[11] Vgl. Ruthus (2013), S.119

[12] Vgl. Ruthus (2013), S.97

[13] Vgl. Ruthus (2013) und Cogin (2012)

[14] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 383

[15] Vgl. Tillmann (2001), S. 10

[16] Geulen & Hurrelmann (1980), S. 51

[17] Tillmann (2001), S. 10

[18] Vgl. Tillmann (2001), S. 10f

[19] Witzlau, et al. (2014), S. 382

[20] Vgl. ebenda

[21] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 383

[22] Vgl. Tillmann (2001), S. 11f

[23] Vgl. Tillmann (2001), S. 15f

[24] Vgl. Geulen & Hurrelmann (1980), S. 64

[25] Vgl. Tillmann (2001), S. 17

[26] Vgl. Tillmann (2001), S. 18

[27] Vgl. Tillmann (2001), S. 17f

[28] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 384

[29] Witzlau, et al. (2014), S. 384

[30] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 384

[31] Vgl. ebenda

[32] Vgl. Tillmann (2001), S. 19 zit. nach Kohli (1991)

[33] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 385

[34] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 385 und Tillmann (2001), S. 19

[35] Vgl. ebenda

[36] Vgl. ebenda

[37] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 385

[38] Vgl. Tillmann (2001), S. 19 und Witzlau, et al. (2014), S. 385

[39] Vgl. Tillmann (2001), S. 20

[40] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 15f

[41] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 23

[42] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 15f

[43] Vgl. Duden online (29. April 2015), http://www.duden.de/rechtschreibung/Generation

[44] Vgl. Duden online (29. April 2015), http://www.duden.de/rechtschreibung/Generation

[45] Vgl. Liebau (1997), S.20

[46] Für eine ausführlichere Unterscheidung der Eigenschaften der Generationen und möglichen Einflussfaktoren auf die Generation X & Y wird „Cogin (2012), S. 2272-2278“ empfohlen. Eine vollständige Charakterisierung der Genrationen ist aufgrund des Umfangs der Literatur nicht möglich.

[47] Vgl. Half (2010), S.3

[48] Vgl. Loroz & Helgeson (2013), S. 289

[49] Vgl. Solo GenX Warriors (07. Mai 2015), http://sologenxwarriors.com/tag/robert-capa/

[50] Ebenda

[51] Vgl. ebenda

[52] Vgl. ebenda

[53] Vgl. BBC (07. Mai 2015) http://www.bbc.com/news/magazine-26339959

[54] Ebenda

[55] Ebenda

[56] Ebenda

[57] Ebenda

[58] Vgl. ebenda

[59] Vgl. Biemann & Weckmüller (2013), S. 46

[60] Vgl. Ruthus zit. nach Hennig, (2012), S. 30

[61] Vgl. Arnold (2012) S. 19

[62] Vgl. Half (2010), S.3

[63] Vgl. Half (2010), S.6

[64] Vgl. Half (2010), S.7

[65] Vgl. Ruthus zit. nach Hennig, (2012), S. 30

[66] Vgl. Julia Ruthus zit. nach Zemke, Raines & Filipczak (2000), S. 21

[67] Vgl. Loroz & Helgeson (2013), S. 289

[68] Vgl. Half (2010), S.3

[69] Vgl. Bund (2014), S. 12

[70] Vgl. Half (2010), S. 3, Loroz & Helgeson (2013), S. 289 und Bund (2014) S. 14

[71] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 13

[72] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 8

[73] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 14

[74] Vgl. Loroz & Helgeson (2013), S. 289

[75] Vgl. Loroz & Helgeson (2013), S.290 zit. nach Napoli & Erwing (2001), S. 22

[76] Darunter Österreich, Belgien, Brasilien, die Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und die Vereinigten Arabischen Emiraten.

[77] Vgl. Half (2010), S.3

[78] Vgl. Half (2010), S.8

[79] Vgl. Half (2010), S.6

[80] Vgl. Half (2010), S.7

[81] Vgl. Half (2010), S.9

[82] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 15

[83] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 24

[84] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 15

[85] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 25

[86] Vgl. Hurrelmann & Albrecht (2014), S. 32

[87] Vgl. Baur & Blasius (2014), S. 411-424

[88] Vgl. Von Glasersfeld (1996), S. 96

[89] Vgl. Toellner-Bauer, S.14ff

[90] Vgl. Rindfleisch, Malter, Ganesan & Moorman (2008), S. 273f

[91] Vgl. Bortz & Döring (2006), S. 315

[92] Interviewleitfaden im Anhang „Anhang A: Interviewleitfaden“

[93] Vgl. Bortz & Döring (2006), S. 315-318

[94] Siehe Anhang I

[95] Siehe Anhang J

[96] Siehe Anhang I & J

[97] Freedman (2015), S. 1

[98] Siehe Anhang A

[99] Siehe Anhang A

[100] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 384

[101] Vgl. Baur & Blasius (2014), S. 543

[102] Genauere Informationen im Kapitel „Auswahl der Interviewpartner“

[103] Vgl. Baur & Blasius (2014), S. 545-551

[104] Vgl. Ruthus (2013), S. 53

[105] Vgl. Witzlau, et al. (2014), S. 384

[106] Siehe Unterschiede zwischen Themenfelder in Anhang A und Kategorien in Anhang H.

[107] Anhang H

[108] Die vorab gebildeten Kategorien waren auch gleichzeitig die grundlegenden Themenfelder für die Interviews.

[109] ME (2015)

[110] Vgl. Eckert, von Hippel, Pietraß, & Schmidt-Hertha (2011), S. 55

[111] Vgl. Anhang K

[112] Vgl. AB (2015)

[113] Vgl. Anhang K

[114] Vgl. Anhang K

[115] Vgl. Anhang K

[116] Vgl. ebenda

[117] Vgl. Anhang K

Ende der Leseprobe aus 154 Seiten

Details

Titel
Arbeitgeberattraktivität aus Sicht der Generationen X & Y unter Berücksichtigung der Sozialisation
Untertitel
Eine qualitative Analyse
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Wirtschafts- und Organisationswissenschaft)
Veranstaltung
Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
154
Katalognummer
V314316
ISBN (eBook)
9783668131743
ISBN (Buch)
9783668131750
Dateigröße
16681 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Generation X, Generationen, Sozialisation;, Personal;, Generation Y, Generation Why, Personalmanagement;, Management
Arbeit zitieren
Dominik Kieslich (Autor), 2015, Arbeitgeberattraktivität aus Sicht der Generationen X & Y unter Berücksichtigung der Sozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314316

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