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Das Potenzial der Sozialen Landwirtschaft für die Therapie von verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen

Was fehlt dem modernen Menschen zur Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit?

Titel: Das Potenzial der Sozialen Landwirtschaft für die Therapie von verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen

Essay , 2013 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anna Em (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Titel des Essays verweist auf das Kernanliegen der Argumentation: die Anerkennung und Nutzbarmachung der Potenziale der Sozialen Landwirtschaft für den Bereich der Pädagogik und Therapie von verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen.

Anstoß dazu gibt die deutliche Diskrepanz zwischen der sich rasant entwickelnden modernen Industriegesellschaft und der zunehmenden Entfremdung des Einzelnen von elementaren Selbsterfahrungen im natürlichen Raum. Es handelt sich um ein, meiner Meinung nach, derzeit äußerst relevantes Thema, das kreative Lösungsansätze für den pädagogischen Bereich bietet und auch verstärkt in das Bewusstsein von pädagogisch und therapeutisch Arbeitenden gerückt werden sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Soziale Landwirtschaft als pädagogisch-therapeutisches Feld bei Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Sozialen Landwirtschaft als pädagogisch-therapeutischen Ansatz für Kinder und Jugendliche mit Störungen des Sozialverhaltens. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Einbindung in reale, naturnahe Arbeitsprozesse eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung gefördert und abweichendes Verhalten langfristig positiv beeinflusst werden kann.

  • Analyse der Ursachen von Verhaltensstörungen in der modernen Industriegesellschaft
  • Historische und theoretische Grundlagen der Sozialen Landwirtschaft
  • Methodische Wirkmechanismen landwirtschaftlicher Arbeit auf die Selbstwirksamkeit
  • Fallbeispiele der pädagogischen Arbeit im landwirtschaftlichen Kontext
  • Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit und systemischer Reformen

Auszug aus dem Buch

Zentraler Aspekt ist die Einbindung des Klienten in eine reale Lebenssituation

Zentraler Aspekt ist die Einbindung des Klienten in eine reale Lebenssituation, in der die gesunden Anteile im Menschen gefördert werden können. Das natürliche Umfeld auf dem Hof ersetzt die künstliche, stark technisierte Welt der Jugendlichen. Der städtischen Reizüberflutung kann die sinnliche Erfahrung des Umgangs mit Pflanzen, Erde und Tieren entgegengesetzt werden. Rautenberg beschreibt dies treffend folgendermaßen: „Wer in der Erde herumwühlt, wer etwas anbaut, etwas kultiviert, der wird rasch merken, dass sich nicht nur ein Stück Land, sondern auch ein Stück seiner selbst verändert. Er spürt, wie sich seine Sinne schärfen und sein Verhältnis zur Welt ein anderes wird.“ Natürliche unabdingbare Rhythmen, ob bei der Feldarbeit, der Haltung von Tieren oder der forstwirtschaftlichen Arbeit, geben dem Tagesablauf eine feste Struktur. Limbrunner und van Elsen beschreiben die Arbeit im grünen Bereich als eine mit einem hohen Aufforderungscharakter, bei der der psychisch beeinträchtigte Mensch aus der Schusslinie der Helfer und Therapeuten komme. Dies lässt ihn freier werden in seinen Handlungen und seinen Empfindungen. Gleichzeitig bedeutet das Teilnehmen an diesen Prozessen auch einen gewissen Zwang und die Erfahrung, einen Beitrag zu leisten, als wichtiger Teil eingebunden zu sein in eine Gemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

Soziale Landwirtschaft als pädagogisch-therapeutisches Feld bei Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen: Das Essay stellt die Relevanz der Sozialen Landwirtschaft zur Kompensation moderner Entfremdungsprozesse und zur Förderung verhaltensauffälliger Jugendlicher dar.

Schlüsselwörter

Soziale Landwirtschaft, Verhaltensstörungen, Pädagogik, Therapie, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwirksamkeit, Nachhaltigkeit, Soziale Arbeit, Jugendliche, Naturerfahrung, Interdisziplinarität, Sozialverhalten, Resozialisierung, Bildungssystem, Ökologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung landwirtschaftlicher Betriebe als pädagogische und therapeutische Lernorte für junge Menschen mit Verhaltensstörungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen moderner Lebensbedingungen auf die Psyche, die Bedeutung naturnaher Arbeitsprozesse und die Reintegration betroffener Jugendlicher durch sinnstiftende Tätigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Soziale Landwirtschaft ein wirksames, bisher jedoch in Deutschland unterrepräsentiertes Instrument zur Förderung einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um ein Essay, das eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen, pädagogischen und heilpädagogischen Ansätzen führt und diese mit aktuellen Erkenntnissen und Praxisbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Störungen des Sozialverhaltens, beleuchtet historische Meilensteine der Arbeit mit Jugendlichen im Grünen und diskutiert die Wirkmechanismen, die zu einer verbesserten Emotionsregulation führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Landwirtschaft, Verhaltensstörungen, Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung sind die prägenden Begriffe.

Inwiefern beeinflusst die Arbeit auf dem Hof das Selbstbild der Jugendlichen?

Durch die Arbeit mit Tieren und Pflanzen erleben die Jugendlichen eine direkte Selbstwirksamkeit, die ihr oft negatives Selbstkonzept durch Anerkennung und die Erfahrung, Teil einer Gemeinschaft zu sein, positiv verändert.

Warum ist laut Autor ein Perspektivwechsel im Bildungssystem nötig?

Der Autor argumentiert, dass eine rein theoriegebundene „Verschultheit“ die Persönlichkeitsentwicklung hemmen kann und plädiert für Zonen der „Bewährung“, wie sie die landwirtschaftliche Praxis bietet.

Welche Rolle spielt die Wanderschäferei in dem besprochenen Projekt?

Die Wanderschäferei dient als praxisnahes Beispiel, bei dem Jugendliche unter Anleitung von Fachkräften Verantwortung übernehmen und durch den natürlichen Herdenrhythmus Struktur und sozialen Halt erfahren.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Potenzial der Sozialen Landwirtschaft für die Therapie von verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen
Untertitel
Was fehlt dem modernen Menschen zur Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Rehabilitationswissenschaften / Verhaltensgestörtenpädagogik)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Anna Em (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V314345
ISBN (eBook)
9783668135321
ISBN (Buch)
9783668135338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale Landwirtschaft essay Verhaltensstörung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Em (Autor:in), 2013, Das Potenzial der Sozialen Landwirtschaft für die Therapie von verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314345
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Leseprobe aus  12  Seiten
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