Kommunikation im Leistungssport Fußball. Coachen und Moderieren im Juniorenspitzenfußball


Hausarbeit, 2013
14 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis :

1. Einleitung

2. Formen der Kommunikation im Team
2.1 Trainer <-> Spieler
2.1.1 Persönliche Ansprache
2.1.2 Individuelle Ansprache
2.1.3 Mannschaftsansprachen
2.1.4 Kommunikation im Wettkampf/Training
2.1.5 Spielergespräche
2.1.6 Problemfeld Respekt vor dem Trainer
2.2 Spieler <-> Spieler
2.2.1 Teaminterner verbaler Umgang
2.2.2 Kommunikation im Wettkampf/Training
2.2.3 Äußerung von Kritik/Lob
2.2.4 Problemfeld Teamhierarchie
2.3 Trainer <-> Eltern <-> Spieler
2.3.1 Kommunikation Zuhause
2.3.2 Kommunikation im Wettkampf/Training

3. Konklusion

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Wer zuhört, verliert!“[1] „Zuhören bedeutet geistig aktiv und motorisch passiv zu sein.“[2]

Diese beiden Aussagen von Prof. Theo Herrmann, Kommunikationsexperte und Professor für Psychologie an der Universität Mannheim zeigen bereits, dass die Kommunikation im Sport ein kompliziertes und nicht einfach zu bewältigendes Themenfeld ist.

In dieser Arbeit möchte ich mich mit der Kommunikation innerhalb einer Jugendmannschaft im Leistungsfussball beschäftigen.

Kernpunkt wird hierbei nicht die biologische oder sensomotorische Betrachtung von Kommunikation in Verbindung mit körperlicher Leistungsfähigkeit sein, sondern die psychologische und psychosoziale Betrachtung im Hinblick auf die Optimierung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens der Spieler.

Es sollen hierbei alle Facetten der Kommunikation betracht werden, sowohl die interne Kommunikation zwischen den Spielern, als auch die Kommunikation und ihre komplexen Steuerungsmechanismen zwischen Trainer und Spieler.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Nachwuchsbereich des Sports ist die Kommunikation zwischen den Eltern, dem Trainer und den Spielern.

Diesem Schwerpunkt muss ebenfalls eine enorme Bedeutung zufallen, da bei Jugendspielern im Regelfall ein Großteil Ihrer täglichen Kommunikation mit den Eltern stattfindet und hierbei im Leistungssport oftmals die eigene Sportart thematisiert wird.

2. Formen der Kommunikation im Team

„Jede Interaktion ruft Reaktionen hervor und daher wirkt jedes Handeln eines Trainers auf die Persönlichkeit seiner Spieler.[3]

Die Teamkommunikation zeigt sich in vielen verschiedenen Bereichen und Auslegungen. Alles fängt mit dem ersten persönlichen Gespräch zwischen dem Trainer und einem neuen Spieler an, der erste Eindruck, die Körpersprache und die gewählte Ansprache bewirken hierbei schon unterschiedliche Reaktionen auf beiden Seiten. Weiterführend wird im Training die individuelle Ansprache der einzelnen Spieler unterschieden, da jeder Spielertyp und ebenso jede Persönlichkeit auf Kommunikation unterschiedlich reagiert. Ebenso ist die Ansprache des Trainers oder eines einzelnen Spielers an die Mannschaft eine weitere Form der Kommunikation innerhalb des Teams.

Hier können Stimmungen erzeugt oder verändert werden und somit gleichzeitig eine größere Gruppe erreicht werden.

Kommt es dann zum Wettkampf oder zum wettkampfnahen Training spielt eine weitere Form der Kommunikation eine Rolle, die sich unter anderem in Anweisungen, Korrekturen, Lob und Kritik äußert. Sowohl zwischen Trainer und Mannschaft als auch zwischen den Spielern untereinander.

Letztere teilt sich in die zwei Hauptbereiche der Wettkampfkommunikation und dem Umgang untereinander auf, die von der Teamhierarchie teilweise beeinflusst werden.

Um Probleme besonders in diesem Bereich zu lösen oder die Persönlichkeit der Spieler weiter schulen zu können sind Gespräche zwischen Spieler und Trainer wichtig, die ebenfalls als eine Form von Kommunikation auftreten, da sie von Spieler zu Spieler immer individuell betrachtet werden müssen.

Da in dieser Arbeit speziell der Jugendfussball betrachtet wird, darf eine weitere Form der Kommunikation innerhalb einer Mannschaft nicht ausgelassen werden – die Rolle der Spielereltern spielt in diesem Bereich eine große Rolle, da diese im Jugendfussball oftmals immer zugegen sind und die Jugendlichen mit ihren Eltern mehr über ihren Sport sprechen als mit Trainer oder Mitspielern.

2.1 Trainer <-> Spieler

„Ein Trainer, der Entscheidungen kommentiert, den Spielern Hilfen […] anbietet und Teamgeist entwickelt, lenkt die Einstellung, Motive und Werte seiner Spieler in eine andere Richtung.“[4]

Die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler kann als eine der wichtigsten im Fussball betrachtet werden. Der Trainer ist der Lehrer des Fussballs für die Spieler und somit die erste und wichtigste Bezugsperson für die sportliche Entwicklung. Daher hängt die Entwicklung eines Spielers vorrangig vom Trainer ab und wird durch diesen maßgeblich beeinflusst. Angefangen vom ersten Eindruck, dem Auftreten des Trainers, über die Ansprache des Trainers zur Mannschaft und seine daraus abzuleitende soziale Kompetenz bis hin zur täglich Arbeit mit den Spielern.

Jede Interaktion des Trainers mit der Mannschaft oder mit einzelnen Spielern wirkt sich auf die Persönlichkeitsentwicklung seiner Spieler aus und muss insofern genau gesteuert werden.

Jedoch wirkt sich nicht nur die Ansprache und der Umgang des Trainers mit seinen Spielern auf deren Persönlichkeit aus, ebenso die Kommunikation im Training oder Wettkampftraining in Form von Lob & Kritik kann die Spieler maßgeblich verändern. Sowohl positiv als auch negativ Jedoch wirkt sich nicht nur die Ansprache und der Umgang des Trainers mit seinen Spielern auf deren Persönlichkeit aus, ebenso die Kommunikation im Training oder Wettkampftraining in Form von Lob&Kritik kann die Spieler maßgeblich verändern. Sowohl positiv als auch negativ.Hier ist dann nicht nur die soziale Kompetenz des Trainers gefragt, sondern auch insbesondere sein Fachwissen wodurch die sportartspezifische Ausbildung seiner Spieler beeinflusst wird.

2.1.1 Persönliche Ansprache

„Ein autoritär-charismatischer Führungsstil erfüllt die Anforderungen des Leistungsfussballs im Jugendbereich sehr gut, sollte jedoch ebenfalls die Einbeziehung der Spieler in interne Prozesse berücksichtigen.“[5]

Den ersten Einfluss auf einen Spieler kann der Trainer mit der ersten Ansprache, dem ersten Eindruck nehmen. Hier erkennt ein Spieler bereits in Ansätzen welcher Führungsstil vom Trainer gewählt wird, welche Ansprache er bevorzugt und wie sein verbaler Umgang mit den Spielern ist.

Für einen Jugendspieler ist diese Form der ersten Kommunikation schon sehr prägend, da sich dadurch eine bestimmte Form von Respekt entwickelt. Dieser Respekt vor dem Trainer sollte jedoch besonders bei Jugendspielern nicht zu extrem aufgebaut werden, da junge Athleten in ihrem Trainer auch eine persönliche Bezugsperson, ein sportliches Vorbild sehen und somit neben dem nötigen Respekt auch eine persönliche Beziehung zu diesem aufbauen müssen.

Diese persönliche Beziehung ist für die sportliche und persönliche Entwicklung der Spieler ebenfalls entscheidend, da die Fortschritte eines Jugendspielers in diesen Bereichen vorrangig durch sein Wohlbefinden und den Spaß am Sport beeinflusst werden.
Ist die persönliche Beziehung zum Trainer nicht im Gleichgewicht mit dem nötigen Respekt können sich schnell Barrieren im Trainingsfortschritt bilden. Überwiegt die persönliche Beziehung, fehlt die nötige Distanz und ein Jugendspieler wird Anweisungen und Entscheidungen teilweise nicht akzeptieren können.

Überwiegt jedoch der Respekt vor dem Trainer, ist ebenfalls die Leistung gehemmt, da sich eine gewisse Angst vor Fehlern aufbaut und der Trainer nichtmehr als Lehrer und Vorbild, sondern als ein unerreichbarer Anführer gesehen wird. Hier geht der Spaß der Jugendspieler schnell verloren, wodurch sich Lernerfolge nur noch schwer verwirklichen lassen.

[...]


[1] Prof. Theo Herrmann, Kommunikationsexperte Universität Mannheim

[2] Prof. Theo Herrmann, Kommunikationsexperte Universität Mannheim

[3] Dirk Reimöller,Verbandssportlehrer Hessischer Fussballverband, ITK 2009

[4] Dirk Reimöller,Verbandssportlehrer Hessischer Fussballverband, ITK 2009

[5] Gero Bisanz/Gunnar Gerisch, Kondition-Technik-Taktik&Coaching, 2008, S.454

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Kommunikation im Leistungssport Fußball. Coachen und Moderieren im Juniorenspitzenfußball
Hochschule
Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (vormals H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst)  (Sportwissenschaften)
Veranstaltung
Kommunikation
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V314517
ISBN (eBook)
9783668142251
ISBN (Buch)
9783668142268
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikation, leistungssport, fußball, coachen, moderieren, juniorenspitzenfußball
Arbeit zitieren
M.A. Marc Niering (Autor), 2013, Kommunikation im Leistungssport Fußball. Coachen und Moderieren im Juniorenspitzenfußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314517

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