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Ökonomische Motive in Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“

Title: Ökonomische Motive in Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“

Term Paper , 2015 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janina Potrykus (Author)

German Studies - Genres
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“ aus dem Jahre 1956 untersucht sowie interpretiert die in ihr vorkommenden ökonomischen Motive. Die Frage nach den ökonomischen Motiven ist von besonderem Interesse, da es kaum Sekundärliteratur gibt und sich eine nähere Betrachtung der Kurzgeschichte daher besonders lohnt.

Die Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Der erste Teil der Arbeit widmet sich dem Wort und Begriff der Kurzgeschichte sowie ihrer historischen Entwicklung und ihrer Merkmale insbesondere nach 1945, jedoch können im Rahmen dieser Arbeit diese Themen nur am Rande behandelt werden. Anschließend folgt die Analyse und Interpretation der Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“ und setzt sich daraufhin gezielt mit den ökonomischen Motiven der Kurzgeschichte kritisch auseinander. Abschließend folgt ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wort und Begriff der Kurzgeschichte

2.1 Die historische Entwicklung der Kurzgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert

2.2 Merkmale der deutschen Kurzgeschichte nach 1945

3. Die Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“

3.1 Darstellung der Sprache

3.2 Darstellung der Perspektive

3.3 Darstellung der Rahmen- und Binnenhandlung

3.4 Darstellung von Zeit und Raum

4. Interpretation unter besonderer Berücksichtigung der ökonomischen Motive

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“ aus dem Jahr 1956 mit einem besonderen Fokus auf die darin vorkommenden ökonomischen Motive. Angesichts der spärlichen Sekundärliteratur zu diesem Werk verfolgt die Arbeit das Ziel, die Kurzgeschichte zu interpretieren und die ökonomischen Aspekte kritisch in den historischen und inhaltlichen Kontext einzuordnen.

  • Historische Entwicklung und Gattungsmerkmale der Kurzgeschichte nach 1945
  • Strukturanalyse von Sprache, Perspektive sowie Rahmen- und Binnenhandlung
  • Untersuchung der ökonomischen Motive von der Antike bis in die Nachkriegszeit
  • Deutung von Symbolik, insbesondere des Mondmotivs und der Geldthematik
  • Verbindung von individuellen Schicksalen mit ökonomischen Katastrophen

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung der Sprache

Dieses Kapitel befasst sich mit der sprachlichen Gestaltung der Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“. Der Titel der Kurzgeschichte ist eine Aufzählung und verknüpft drei unterschiedliche Nomen miteinander, sodass der Leser neugierig wird, in welcher Beziehung diese zueinander stehen. Die Nomen werden auch im Verlauf der Kurzgeschichte sehr schnell wieder aufgenommen „Nachbarin“ (199), „Tod“ (200) und „Solidus“ (200) und zwar ebenfalls in der gleichen Reihenfolge wie im Titel. Besonders auffällig sind die vielen Adjektive der Kurzgeschichte. Allein 25 Adjektive wie zum Beispiel: „Blaßgrün“ (199), „schwarz“ (199), „rechtwinklig“ (199) und „abgewetzt“ (199) finden sich auf der ersten Seite (199), somit schafft es der Autor eine genaue Beschreibung der Welt zu liefern und somit die Welterfassung des Ich-Erzählers widerzugeben.

Ebenfalls aufsehenerregend sind die vielen Interpunktionen, die den Lesefluss einschränken, da sie mitunter auch orthographisch falsch gesetzt sind: „[…] und lachte dann flämisch auf : ho ho ho! : also 4 Uhr 45“ (199). Die Kurzgeschichte ist durchzogen von Fachwörtern: „Solidus“ (199), „Mundschleife“ (199), „suggestiv“ (199) „undulatorisch“ (199), „Inflation“ (200), „Numismatiker“ (201), „Unikum“ (202) und „archaisch“ (202). Ebenfalls werden viele Eigen- und Ortsnamen genannt: „Ingebartels“ (199), „flämisch“ (199), „Aschaffenburg“ (200), „Kaiser Justinians“ (200), „Fiume“ (201), „Griechenland“ (201), „Hagion Oros“ (201) „byzantinische[s] Kaiserreich“ (201), „Thrakerstadt Bizye“ (202) und „Artemis“ (202). Ebenfalls finden sich vier Neologismen in der Kurzgeschichte: „Schallperlen“ (199), „pyjamaleis“ (199), „Himmelsstaub“ (200) und „Mondgroschen“ (202).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Arno Schmidts Kurzgeschichte ein und begründet die Relevanz der Untersuchung ökonomischer Motive durch den Mangel an bestehender Sekundärliteratur.

2. Wort und Begriff der Kurzgeschichte: Dieses Kapitel beleuchtet die Definition und historische Entwicklung der Kurzgeschichte als Gattung, insbesondere nach 1945.

2.1 Die historische Entwicklung der Kurzgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert: Es wird skizziert, wie die Kurzgeschichte im deutschen Sprachraum durch veränderte Lesegewohnheiten und mediale Anforderungen an Bedeutung gewann.

2.2 Merkmale der deutschen Kurzgeschichte nach 1945: Dieser Abschnitt beschreibt die stilistischen und inhaltlichen Besonderheiten der Nachkriegs-Kurzgeschichte, wie Kürze, Symbolik und Offenheit.

3. Die Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“: Dieses Kapitel dient der strukturellen Einführung in die Analyse der spezifischen Kurzgeschichte.

3.1 Darstellung der Sprache: Die sprachliche Analyse thematisiert auffällige Interpunktionen, Fachvokabular, Neologismen und den Einsatz zahlreicher Adjektive.

3.2 Darstellung der Perspektive: Hier wird der autodiegetische Ich-Erzähler und der Wechsel zwischen Innensicht und olympischer Perspektive untersucht.

3.3 Darstellung der Rahmen- und Binnenhandlung: Es wird aufgezeigt, wie die Rahmenhandlung in der Gegenwart und die Binnenhandlung in der Vergangenheit durch das Mondmotiv und ökonomische Themen verknüpft sind.

3.4 Darstellung von Zeit und Raum: Diese Analyse setzt sich mit der schwierigen geographischen Verortung und der zeitlichen Einordnung der Kurzgeschichte auseinander.

4. Interpretation unter besonderer Berücksichtigung der ökonomischen Motive: Das Kernkapitel interpretiert die ökonomischen Motive wie Krieg, Inflation und das Goldmünzen-Motiv im Kontext eines negativen Weltbildes.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Verknüpfung von ökonomischen Motiven ein pessimistisches Menschenbild entwirft.

Schlüsselwörter

Arno Schmidt, Kurzgeschichte, Nachbarin Tod und Solidus, ökonomische Motive, Nachkriegsliteratur, Inflation, Krieg, Solidus, Mondmotiv, Literaturanalyse, Gattungsgeschichte, Neologismen, Rahmenhandlung, Binnenhandlung, Pessimismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und interpretiert Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“ von 1956, wobei ein besonderer Fokus auf den ökonomischen Motiven innerhalb des Textes liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Gattungstheorie der Kurzgeschichte, die sprachliche Gestaltung, die Erzählperspektive sowie die kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Katastrophen wie Krieg und Inflation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die in der Kurzgeschichte verborgenen ökonomischen Motive freizulegen und zu deuten, da es kaum wissenschaftliche Sekundärliteratur zu diesem speziellen Werk gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Elemente der strukturalen Textanalyse (Rahmen- und Binnenhandlung) mit einer motivgeschichtlichen Untersuchung kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Gattungseinordnung der Kurzgeschichte, eine detaillierte formale Analyse (Sprache, Perspektive, Zeit/Raum) und eine inhaltliche Interpretation der ökonomischen Motive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Arno Schmidt, ökonomische Motive, Nachkriegsliteratur, Inflation, Solidus und Kurzgeschichte.

Welche Bedeutung hat das Mondmotiv in der Kurzgeschichte?

Das Mondmotiv durchzieht die gesamte Kurzgeschichte als verbindendes Element zwischen Rahmen- und Binnenhandlung und verstärkt die pessimistische Grundstimmung und die Erschöpfung der Protagonisten.

Wie wird das Goldmünzen-Motiv (Solidus) gedeutet?

Der Solidus wird als Symbol für wirtschaftliche Instabilität, Gier und die unethische Wiederholung geschichtlicher Katastrophen interpretiert, wobei der Großvater des Erzählers eine zwiespältige Rolle einnimmt.

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Details

Title
Ökonomische Motive in Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“
College
University of Trier
Course
Kurzgeschichten der 1950er Jahre (Seminar)
Grade
2,0
Author
Janina Potrykus (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V314525
ISBN (eBook)
9783668140677
ISBN (Book)
9783668140684
Language
German
Tags
Arno Schmidt Kurzgeschichte Nachbarin Tod und Solidus Wort und Begriff der Kurzgeschichte Entwicklung der Kurzgeschichte Merkmale der Kurzgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Potrykus (Author), 2015, Ökonomische Motive in Arno Schmidts Kurzgeschichte „Nachbarin, Tod und Solidus“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314525
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