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Resilienzforschung. Merkmale, Risiko- und Schutzfaktoren der Widerstandsfähigkeit

Titel: Resilienzforschung. Merkmale, Risiko- und Schutzfaktoren der Widerstandsfähigkeit

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Maciej Libert (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gesundheitsforschung hat in den vergangenen zwei Jahrzenten einen Paradigmenwechsel erfahren. Während sich in der Vergangenheit die Gesundheitsexperten hauptsächlich auf die negativen Folgen von traumatischen Erlebnissen, schlimmen Kindheitserfahrungen, Entwicklungsdefiziten oder -störungen und deren Behebung konzentrierten, fand in den 1990er Jahren eine Umkehr der wissenschaftlichen Denkrichtung und des Forschungsinteresses statt. Mit der Entwicklung des Resilienzkonzeptes rückten, wie auch schon beim Konzept der Salutogenese, die Stärken der Individuen, die positiven und gesunden Widerstandskräfte und deren Förderung in den Blick der Forscher.

Doch was genau ist unter dem Begriff „Resilienz“ zu verstehen? In Kapitel 1 dieser Arbeit wird eine Begriffsbestimmung vorgenommen bevor im zweiten Kapitel die Geschichte der Resilienzforschung nachgezeichnet wird. Das dritte Kapitel widmet sich dann den Merkmalen von Resilienz und zeigt die Wirkmechanismen von Widerstandfähigkeit auf.

Zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die Beschreibung der Risiko- und Schutzfaktoren von Resilienz. So fasst Kapitel 5 die Erkenntnisse zu hinderlichen und insbesondere zu förderlichen Bedingungen für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben zusammen. Daran schließt sich in Kapitel 5 eine Beschreibung von Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz an.

Die Resilienzforschung ist traditionell fest in der Entwicklungspsychologie verwurzelt. In den letzten Jahren interessiert sich jedoch auch die Arbeitspsychologie für die Ergebnisse. Darauf geht diese Arbeit im letzten Kapitel ein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Begriffsbestimmung

2. Geschichte der Resilienzforschung

3. Merkmale von Resilienz

4. Risiko- und Schutzfaktoren

4.1. Risikofaktoren

4.2. Schutzfaktoren

4.2.1. Personale Schutzfaktoren

4.2.2. Familiäre Schutzfaktoren

4.2.3. Soziale Schutzfaktoren

5. Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz

6. Resilienz im beruflichen Kontext

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit. Ziel ist es, die Wirkmechanismen, die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie deren Anwendung in präventiven Maßnahmen darzustellen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Übertragung des Konzepts in den beruflichen Kontext liegt.

  • Grundlagen und Definition des Resilienzbegriffs
  • Historische Entwicklung der Resilienzforschung
  • Analyse personaler, familiärer und sozialer Schutzfaktoren
  • Methoden und Ansätze zur Resilienzstärkung
  • Bedeutung von Resilienz in der modernen Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

1. Begriffsbestimmung

Der Begriff „Resilienz“ leitet sich ab vom lateinischen Wort „resilire“ bzw. dem englischen „resilience“ und bedeutet „zurückspringen“, „abprallen“, oder auch „Spannkraft“, „Widerstandsfähigkeit“ und „Elastizität“. Der Ursprung des Begriffs ist in der Werkstoffkunde zu finden, wobei damit die Eigenschaften von Materialien beschrieben werden, elastisch und flexibel auf äußere Einwirkungen zu reagieren und dabei dennoch ihre Form zu bewahren.

In Gesundheitsforschung und Entwicklungspsychologie bekommt Resilienz eine übertragene Bedeutung. Trotz einer Vielzahl an kontextabhängigen Definitionen ist ganz allgemein betrachtet Resilienz „die Fähigkeit von Menschen, auf wechselnde Lebenssituationen und Anforderungen in sich ändernden Situationen flexibel und angemessen zu reagieren und stressreiche, frustrierende, schwierige und belastende Situationen ohne psychische Folgeschäden zu meistern.“ (Quelle: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik)

Im deutschsprachigen Raum hat sich vor allem die Definition von Corinna Wustmann durchgesetzt, die sowohl externale als auch internale Kriterien einbezieht. Resilienz ist demnach „die psychische Widerstandsfähigkeit von einigen Menschen gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann, 2004, S. 18), an denen viele andere Schaden nehmen. Das Phänomen der Resilienz bezieht sich auf die Abwehr von fehlangepassten Reaktionen angesichts belastender Lebensumstände“. Resilienz bezieht sich also auf psychische Gesundheit trotz erhöhter Entwicklungsrisiken und verweist auf die Fähigkeit von Individuen, solche Risikobelastungen zu bewältigen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung skizziert den Paradigmenwechsel in der Gesundheitsforschung von einem defizitorientierten hin zu einem ressourcenorientierten Blick auf die menschliche Widerstandsfähigkeit.

1. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert Resilienz als dynamische Fähigkeit zur Bewältigung belastender Lebensumstände und grenzt sie vom Konzept der Vulnerabilität ab.

2. Geschichte der Resilienzforschung: Hier werden Pionierstudien wie die „Kauai-Studie“ sowie bedeutende deutsche Längsschnittstudien vorgestellt, die den Grundstein für das wissenschaftliche Verständnis von Resilienz legten.

3. Merkmale von Resilienz: Das Kapitel erläutert die zentralen Eigenschaften von Resilienz als variable, kontextabhängige und dynamische Größe.

4. Risiko- und Schutzfaktoren: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Faktoren, die entweder eine Störungsentwicklung begünstigen oder diese abpuffern, unterteilt in personale, familiäre und soziale Dimensionen.

5. Maßnahmen zur Stärkung von Resilienz: Hier werden Anforderungen an Präventionsprogramme sowie deren multidimensionale Ansätze zur Förderung von Schutzfaktoren diskutiert.

6. Resilienz im beruflichen Kontext: Dieses Kapitel überträgt die Erkenntnisse auf die Arbeitswelt und thematisiert die Notwendigkeit resilienter Führung und Unternehmenskultur angesichts steigender psychischer Belastungen.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung der Resilienzforschung und identifiziert zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich der makrosozialen Bedingungen und der Resilienz von Organisationen.

Schlüsselwörter

Resilienz, Widerstandsfähigkeit, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Gesundheitsforschung, Salutogenese, Entwicklungspsychologie, Prävention, Arbeitspsychologie, psychische Gesundheit, Ressourcenorientierung, Stressbewältigung, Personalmanagement, Vulnerabilität, Interventionsprogramme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Konzept der Resilienz und untersucht, welche Faktoren Individuen dazu befähigen, trotz belastender Umstände psychisch gesund zu bleiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Geschichte der Resilienzforschung, die systematische Unterteilung in Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Anwendung des Konzepts in Präventionsmaßnahmen und der Arbeitswelt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Wirkmechanismen zu erlangen, die psychische Stabilität fördern, und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse praktisch zur Stärkung von Personen angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Studien zur Resilienz und Präventionsforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe, Geschichte, Merkmale), die Analyse von Einflussfaktoren und die Darstellung praktischer Umsetzungsstrategien in unterschiedlichen Kontexten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Schutzfaktoren, Prävention und ressourcenorientierte Gesundheitsförderung geprägt.

Welche Rolle spielt die „Kauai-Studie“ für das Verständnis von Resilienz?

Sie gilt als eine der bekanntesten Pionierstudien, die aufzeigte, dass Kinder trotz widriger sozialer Bedingungen erfolgreich zu psychisch gesunden Erwachsenen heranwachsen können, was den Forschungsansatz maßgeblich begründete.

Warum ist das Thema Resilienz heute für Unternehmen relevant?

Angesichts einer immer dynamischeren Arbeitswelt und steigender krankheitsbedingter Fehltage aufgrund psychischer Belastungen wird die Förderung der Widerstandsfähigkeit von Mitarbeitern zu einem zentralen Faktor für Unternehmenserfolg.

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Details

Titel
Resilienzforschung. Merkmale, Risiko- und Schutzfaktoren der Widerstandsfähigkeit
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1.0
Autor
Maciej Libert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V314602
ISBN (eBook)
9783668144514
ISBN (Buch)
9783668144521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Resilienz Resilienzforschung Widerstandsfähigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maciej Libert (Autor:in), 2014, Resilienzforschung. Merkmale, Risiko- und Schutzfaktoren der Widerstandsfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314602
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Leseprobe aus  18  Seiten
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