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Curriculare Prinzipien. Die Persönlichkeitsorientierung im Unterricht

Titel: Curriculare Prinzipien. Die Persönlichkeitsorientierung im Unterricht

Hausarbeit , 2007 , 11 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit einem der drei normierenden curricularen Prinzipien, dem sog. Persönlichkeitsprinzip oder der so genannten Persönlichkeitsorientierung.

Im „Strukturplan für das Bildungswesen“, den die Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates als Empfehlung 1970 veröffentlicht hat, heißt es unter der Überschrift ‚Grundrechte‘ als allgemeine Ziele:
„Das umfassende Ziel der Bildung ist die Fähigkeit des Einzelnen zu individuellem und gesellschaftlichem Leben, verstanden als seine Fähigkeit, die Freiheit und die Freiheiten zu verwirklichen, die ihm die Verfassung gewährt und auferlegt.“ Hieran ist gut zu erkennen, dass es um die eigene Persönlichkeit des Individuums geht, die gefordert wird. Der Schüler soll fachlich leicht unterschiedliche Lernprogramme innerhalb eines gemeinsamen Rahmens absolvieren können. Darum sollte die Schule eine Vielzahl von „Curricula“ und einen entsprechend differenzierten Unterricht anbieten.

Im ersten Abschnitt wird allgemein auf das Curriculum und dessen Entstehung eingegangen, weil es sich bei der Persönlichkeitsorientierung um ein normierendes curriculares Prinzip handelt. Der zweite Abschnitt wird sich dann tiefergehend mit Merkmalen und Unterschieden der drei curricularen Prinzipien – der Wissenschaftsorientierung, der Handlungsorientierung und dem Persönlichkeitsprinzip – beschäftigen, da diese drei Orientierungen auf Grund der wechselseitigen Beziehungen nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Sie fließen nur jeweils mit unterschiedlicher Gewichtung in eine Lernziellegitimation ein.

Innerhalb des Persönlichkeitsprinzips, das sehr eng mit bildungstheoretischen oder auch mit persönlichkeitstheoretischen Vorstellungen verbunden ist, werden verschiedene Auffassungen vom Begriff bzw. dessen Verständnisses dargestellt und miteinander verglichen. Letztendlich soll der Frage nachgegangen werden, welchen pragmatischen Ansatz das Persönlichkeitsprinzip einer Lehrperson in der Unterrichtsplanung und -durchführung liefert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Curricula

3 Curriculare Prinzipien

3.1 Wissenschaftsorientierung

3.2 Situations- bzw. Handlungsorientierung

3.3 Persönlichkeitsprinzip

3.3.1 Individuelle Schülerbedürfnisse

3.3.2 Akzentuierung bestimmter Persönlichkeitseigenschaften

3.4 Vergleich

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das sogenannte Persönlichkeitsprinzip als normierendes curriculares Prinzip und analysiert dessen Rolle bei der Unterrichtsplanung im Kontext von Wissenschafts- und Handlungsorientierung.

  • Grundlagen von Curricula und deren Legitimation
  • Die drei normierenden curricularen Prinzipien im Vergleich
  • Fokus auf die Förderung individueller Schülerbedürfnisse
  • Bedeutung von Schlüsselqualifikationen und Persönlichkeitseigenschaften
  • Pragmatische Anwendung der Prinzipien im Lehralltag

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Individuelle Schülerbedürfnisse

Unter diesem Aspekt sollen Lernziele sukzessiv so vermittelt werden, dass sie den Lernbedürfnissen, dem Entwicklungsstand, der Sozialisation und der kognitiven und psychischen Struktur des Einzelnen angemessen sind. Das heißt, dass die Form der Wissensvermittlung auf die Persönlichkeit jedes einzelnen Schülers Rücksicht nimmt.

Ein Beispiel für eine solche Form bildet das selbstorganisierte Lernen. Dabei wird dem Schüler eine konkrete Aufgabe gestellt, die er von der Planung über die Durchführung bis hin zur Reflexion selbständig (oder in einer kleinen Gruppenarbeit) erledigen soll. Der Schüler kann auf diese Weise am ehesten auf seine eigenen Bedürfnisse und den Entwicklungsstand Rücksicht nehmen (Laissez-faire).

Da in Curricula meist nur sehr ungenaue, detaillose Lernziele angegeben werden (sog. Grobziele), hat der Lehrer einen größeren Handlungsspielraum durch die Formulierung von Feinzielen. Dadurch wiederum kann dieser flexibel auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler eingehen, indem er unter Umständen näher auf ein bereits erläutertes Unterrichtsthema eingeht oder dieses nur kurz anspricht. Nebenbei hat dies auch den Vorteil, dass die Aktualisierung des Curriculums erspart bleibt, weil diese über den Lehrer erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Persönlichkeitsprinzips im Bildungskontext und steckt den Rahmen für die nachfolgende theoretische Analyse ab.

2 Curricula: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Curriculums, grenzt ihn vom traditionellen Lehrplan ab und erörtert die Notwendigkeit einer Legitimation bei der Inhaltsauswahl.

3 Curriculare Prinzipien: Dieser Hauptteil analysiert die drei zentralen Ansätze – Wissenschaftsorientierung, Handlungsorientierung und Persönlichkeitsprinzip – und deren Wechselwirkungen.

3.1 Wissenschaftsorientierung: Das Kapitel beschreibt das Prinzip der Wissenschaftsorientierung, das sich primär auf die fachliche Fundierung und theoretische Ausbildung konzentriert.

3.2 Situations- bzw. Handlungsorientierung: Hier wird der Fokus auf die Vorbereitung der Lernenden auf konkrete Lebens- und Arbeitssituationen durch eine Verbindung von Theorie und Praxis gelegt.

3.3 Persönlichkeitsprinzip: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Herleitung und die inhaltlichen Schwerpunkte des Persönlichkeitsprinzips in der Didaktik.

3.3.1 Individuelle Schülerbedürfnisse: Dieses Unterkapitel fokussiert auf die Anpassung der Lernzielvermittlung an den individuellen Entwicklungsstand und die psychische Struktur des Schülers.

3.3.2 Akzentuierung bestimmter Persönlichkeitseigenschaften: Hier wird die Bedeutung der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Mündigkeit, Kreativität und Problemlösefähigkeit hervorgehoben.

3.4 Vergleich: Das Kapitel führt die drei Prinzipien zusammen und kommt zu dem Schluss, dass für eine effektive Unterrichtsplanung eine Kombination der Ansätze unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsprinzip, Curriculum, Didaktik, Wissenschaftsorientierung, Handlungsorientierung, Lernziele, Legitimation, Schülerbedürfnisse, Schlüsselqualifikationen, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Unterrichtsplanung, Bildungsrat, Persönlichkeitsentwicklung, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die normierenden curricularen Prinzipien in der Didaktik, mit einem spezifischen Fokus auf das Persönlichkeitsprinzip.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition von Curricula, die Unterscheidung zwischen Wissenschafts-, Handlungs- und Persönlichkeitsorientierung sowie die Anwendung dieser Prinzipien im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den pragmatischen Nutzwert des Persönlichkeitsprinzips für Lehrpersonen bei der Planung und Durchführung von Unterricht zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und dem Vergleich didaktischer Strukturprinzipien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei curricularen Prinzipien, die detaillierte Ausarbeitung des Persönlichkeitsprinzips (Schülerbedürfnisse und Persönlichkeitseigenschaften) sowie einen abschließenden Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Persönlichkeitsprinzip, Curriculum, Didaktik, Legitimation, Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen.

Inwiefern ist das Persönlichkeitsprinzip allein für die Praxis ausreichend?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Persönlichkeitsprinzip für sich genommen zu abstrakt ist und in der Unterrichtspraxis stets mit Handlungs- oder Wissenschaftsorientierung kombiniert werden muss.

Wie lassen sich laut Autor handlungs- und wissenschaftsorientierte Curricula klassifizieren?

Der Autor klassifiziert sie als „Anleitung für Lehrer“, die jeweils unterschiedliche Ausprägungen des Persönlichkeitsprinzips beinhalten können.

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Details

Titel
Curriculare Prinzipien. Die Persönlichkeitsorientierung im Unterricht
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (EZW)
Veranstaltung
Grundlagen der Didaktik
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V314632
ISBN (eBook)
9783668143616
ISBN (Buch)
9783668143623
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Persönlichkeitsprinzip Unterricht Curriculum curriculare Prinzipien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2007, Curriculare Prinzipien. Die Persönlichkeitsorientierung im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314632
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Leseprobe aus  11  Seiten
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