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Kinderfernsehen. Zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch

Titel: Kinderfernsehen. Zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch

Masterarbeit , 2015 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Gökce Cavga (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Medium „Fernsehen“ ist in der heutigen Zeit nicht mehr aus der Öffentlichkeit wegzudenken. Es wird von jedem Nutzer entweder zu Unterhaltungszwecken, zur Gewinnung von Informationen oder als Aneignung von Wissen benutzt. Die Nutzung des Fernsehens dient mit seinen vielzähligen Sendungen dem Freizeitvertreib oder dem Informationsbezug.
Die spezielle Form des Kinderfernsehens kann für die kindliche Entwicklung eine Bedeutung erhalten, wenn Sendungen ausgestrahlt werden, die wissensvermittelnde und lehrreiche Angebote enthalten. Aber nicht jedes Kind nutzt diese Angebote, die speziell für Kinder produziert werden. Viele Kinder präferieren Sendungen für Erwachsene, um wieder etwas Neues zu lernen oder sich subjektiv besser unterhaltet zu fühlen. Für die Kinder hat sich das Fernsehen als allerwichtigstes Alltagsmedium entfaltet. Nach neueren Untersuchungen nutzen 79% aller Kinder das Fernsehen als vorrangiges Medium (vgl. http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf14/KIM14.pdf, 2014, S. 20, Stand: 28.04.2015). Somit ist das Fernsehen der Spitzenreiter unter allen genutzten Medien. In jedem Haushalt gibt es zur Zeit mindestens ein Fernsehgerät (vgl. KIM-Studie, mpfs 2014, S.9).
Heutzutage können Kinder vom „Fern-Sehen“ sehr schwer ferngehalten werden, vor allem Kinder von sechs bis dreizehn Jahren besitzen schon zu 35% einen eigenen Fernseher (vgl. KIM-Studie, mpfs 2014, S.9). Deshalb gewinnen Fragen zur Qualität und sinngebendem Inhalt des Kinderfernsehens an Bedeutung. Insbesondere sollte aus der Elternperspektive ein geeignetes Kinderprogramm „lehrreich" sein, so die Studie „Kinderwelten 2000" (vgl. http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/publikation/ televizion/14_2001_1/goetz.pdf, S.3, Stand: 28.04.2015). Gert Müntefering - einer der erfolgreichen Mitgründer „der Sendung mit der Maus“ - beschrieb das Kinderfernsehen Anfang der 70er Jahre wie folgt: „Kinderfernsehen ist, wenn Kinder fernsehen" (Erlinger, 1998, S. 641). Dieses bekannte Zitat zeigt, dass das Kinderfernsehen sich nicht nur auf Sendungen beschränkt, die für Kinder gedacht sind. Gerne unterbreiten die Fernsehanstalten und Programmmacher auch Unterhaltsangebote wie Spielfilme, Gameshows, Sportsendungen, etc.

Vor dem beschriebenen Hintergrund stellt sich die Frage, wann das Fernsehen für Kinder „gut“ ist? Wie sind die Lernsendungen strukturiert? Auf was achten die Programmmacher? Lernen die Kinder durch diese Sendungen?
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entwicklung des Kinderfernsehens

2.1 1980iger Jahre: „Konkurrenz"

2.2 1970iger Jahre: „die erste Vorschulserie"

2.3 1950-1966: „Die ARD als Alleinanbieter"

2.4 1967- 1973: „Kinder haben ein Recht auf Unterhaltung und Bildung"

2.5 1997 bis heute: „Die Geburtsstunde des Kinderkanals"

3 Die wichtigen Merkmale und Aspekte des Kinderfernsehens

3.1 Wann handelt es sich um „gutes Kinderfernsehen“?

3.2 Vorstrukturierung einer Kinderlernsendung

3.3 Die vielfältigen Einstiegspunkte einer Kinderlernsendung

4 Die Anwendung der Merkmale und Aspekte an einer Magazinsendung

4.1 Das Format Magazinsendung

4.2 Die Sendung „pur+" vom 11.04.2015: „Eric kassiert die Handys ein"

4.3 Der Vorspann: Eine Vorstellung und Analyse.

4.4 Einführung in das Thema der Sendung: Der erste Beitrag und Analyse

4.5 Der zweite Beitrag und Analyse

4.6 Der dritte Beitrag und Analyse

4.7 Das Ende der Sendung und Analyse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Qualität und den didaktischen Aufbau des Kinderfernsehens, um zu analysieren, ob öffentlich-rechtliche Formate primär einen Bildungsauftrag erfüllen oder vornehmlich zur Unterhaltung dienen. Dabei steht die Frage im Fokus, unter welchen Bedingungen Lernsendungen effektiv Wissen vermitteln und wie Kinder in diesen Prozessen erreicht werden.

  • Historische Entwicklung des deutschen Kinderfernsehens
  • Qualitätskriterien und Merkmale für "gutes" Kinderfernsehen
  • Methoden der Vorstrukturierung und Dramaturgie in Lernsendungen
  • Analyse der Magazinsendung "pur+" als Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.1 Wann handelt es sich um „gutes Kinderfernsehen“?

Fernsehen ohne zielgruppenorientierten Sinn hat weder für Erwachsene noch für Kinder einen Wert. Deshalb haben die Programmmacher für die Informationsvermittlung eine entscheidende Rolle. Sie sind beim Kinderfernsehen das Bindeglied zwischen Kindern und medialer Programmgestaltung, denn erst durch die Übertragung von Sendungen, die das Kinderfernsehen in Grundidee und Konstruktion ansprechen, können die durch das Medium vermittelten Informationsinhalte Kinder als Zielgruppe erreichen. Aufgrund dessen müssen diese Informationsinhalte so gezeigt werden, dass sie die Sehbedürfnisse von Kindern erfüllen. Die Grundidee und Gestaltung hängt also hauptsächlich von den präzisen Vorstellungen ab, die Moderatoren von Kindern haben (vgl. Serocka, 2008, S.23).

Geeignetes Fernsehen für Kinder sollte vor allem kindsgerecht sein, dies bedeutet, dass in der Sendung typisches Denken, emotionale Fähigkeiten und Bedürfnissen der unterschiedlichen Entwicklungsstufen von Kindern angestrebt werden. Außerdem soll es gleichzeitig informativ als auch unterhaltend sein, um die Erwartungen, Hoffnungen und Neugier sowie die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder zu berücksichtigen (vgl. Jacobi 1998, S.7).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die funktionsbestimmte Qualität. Hierbei greifen die Sendungen Themen der Kinder auf, die unter Mitschülern Gespräche anregen sollen bzw. bei denen Kinder über die neusten Ereignisse mitreden können. Es soll an den Lebensalltag der Kinder anbinden, so dass sie eine einfache und persönliche Beziehung zu den bearbeiteten Themen herstellen können (vgl. Kammann/Jurkuhn/Wolf, 2007, S. 89). In diesem Zusammenhang sollte ein Programm auch immer Identifikationsfiguren anbieten, denn diese Figuren haben bewundernswerte Talente, die die Kinder sehr anzieht und mit denen sie sich identifizieren. Sie sollten eine eindeutige Struktur haben, wiedererkennbar und optimistische Charaktere sein, denn sie sollen durch ihre Talente Kindern helfen, sich weiterzuentwickeln (vgl. TELEVIZION, 18/2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium für Kinder ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses von Unterhaltung und Bildung.

2 Die Entwicklung des Kinderfernsehens: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den Anfängen des deutschen Kinderfernsehens bis zur Gründung des Kinderkanals nach.

3 Die wichtigen Merkmale und Aspekte des Kinderfernsehens: Hier werden theoretische Qualitätskriterien für Kinderfernsehen definiert und Anforderungen an Dramaturgie und Inhaltsvermittlung erläutert.

4 Die Anwendung der Merkmale und Aspekte an einer Magazinsendung: Anhand der Sendung "pur+" wird praxisnah analysiert, wie die zuvor theoretisch erarbeiteten Merkmale in einem realen Magazinformat umgesetzt werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Kinderfernsehen primär als Unterhaltungsmedium fungiert, das jedoch eine grundlegende Bildungsfunktion erfüllen kann.

Schlüsselwörter

Kinderfernsehen, Bildungsauftrag, Unterhaltungsmedien, Lernsendungen, pur+, Medienkompetenz, Dramaturgie, Komplexitätsreduktion, Wissensvermittlung, Rezipientenanalyse, Perspektivenvielfalt, Anschlussfähigkeit, öffentlich-rechtlicher Rundfunk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch im deutschen Kinderfernsehen und prüft die Qualitätsstandards moderner Lernsendungen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Geschichte des Kinderfernsehens, die theoretische Bestimmung von "gutem" Kinderprogramm sowie die praktische Analyse von Magazinformaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob die Fernsehanstalten ihrem Bildungsauftrag nachkommen und ob Kinder durch ausgewiesene Lernsendungen tatsächlich neues Wissen erwerben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine qualitative Einzelfallanalyse (Fallstudie) der Sendung "pur+" zur Überprüfung der theoretischen Kriterien.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung, definiert Qualitätsmerkmale (wie Vorstrukturierung und Komplexitätsreduktion) und analysiert detailliert den Aufbau einer "pur+"-Folge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Wissensvermittlung, Kindgerechtheit, Unterhaltungsqualität und das "pur+"-Magazinformat.

Wie definiert der Autor ein "gutes" Kinderfernsehen?

Ein gutes Kinderfernsehen zeichnet sich durch Kindgerechtheit, Abwesenheit von Gewalt und Werbung, eine klare Struktur sowie die Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit Inhalten aus.

Warum wurde die Sendung "pur+" als Fallbeispiel gewählt?

Die Sendung dient als Beispiel für eine erfolgreiche Verknüpfung von Information und Unterhaltung und verdeutlicht, wie komplexe Sachverhalte durch gezielte Dramaturgie für Kinder verständlich aufbereitet werden können.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Rolle von Unterhaltung versus Bildung?

Das Fazit hält fest, dass Kinderfernsehen in erster Linie als Unterhaltung zu betrachten ist, aus der jedoch wertvolle Grundlagenbildung und Impulse für eigenes Handeln resultieren können.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinderfernsehen. Zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Medien
Note
2,0
Autor
Gökce Cavga (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
36
Katalognummer
V314661
ISBN (eBook)
9783668133181
ISBN (Buch)
9783668133198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderfernsehen zwischen unterhaltung bildungsanspruch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gökce Cavga (Autor:in), 2015, Kinderfernsehen. Zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314661
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Leseprobe aus  36  Seiten
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