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"Jenseits von Gut und Böse". Nietzsches Entwurf vom Übermenschen

Titel: "Jenseits von Gut und Böse". Nietzsches Entwurf vom Übermenschen

Hausarbeit , 2014 , 15 Seiten

Autor:in: Jennifer Hilme (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Mann zwischen Genie und Wahnsinn? Wenig Philosophen haben in der Geschichte der Menschheit so tiefe Spuren hinterlassen wie er. Seine Persönlichkeit polarisiert, von Zukunftsvisionär bis Geisteskranker – Friedrich Nietzsche deckt ein facettenreiches Spektrum der gedanklichen Bandbreite ab und bezieht zudem ein hohes literarisches Niveau ein.

Im Rahmen dieser Studienarbeit werden nach einem biographischen Abriss essentielle Gedanken und Konzepte, wie beispielsweise der Wille zur Macht oder die ewige Wiederkehr des Gleichen oder die Umwertung der Werte thematisiert. Komplettiert wird das Konzept des Übermenschen anschließend durch weitere essentielle Gedankengänge, wie dem Tod Gottes. Die Komplexität der Gedanken Nietzsches lässt eine Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten zu, die in diesem Rahmen nicht erfasst werden kann. Dennoch soll diese Arbeit einige Kernaussagen und Zusammenhänge Nietzsches enthalten und in den Kontext seiner Moralkritik gestellt werden.

Was ist gut? Was ist böse? Und was bedeutet es, sich jenseits dieser moralischen Grundvorstellungen zu bewegen? Diese und weitere Aspekte, jedoch besonders der Bezug zu seinem zentralen Leitbild, dem Übermenschen werden Gegenstand der Arbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

3. Ein Zugang zu Nietzsches Denkweise

4. Nietzsches Konzept vom Übermenschen

5. Jenseits von Gut und Böse

6. Würdigung und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Leitbild des „Übermenschen“ bei Friedrich Nietzsche im Kontext seiner Moralkritik und zentraler philosophischer Konzepte. Dabei wird analysiert, wie sich der Mensch durch die Überwindung traditioneller Werte und die Akzeptanz der „ewigen Wiederkehr“ aus den Fesseln religiöser und metaphysischer Vorstellungen befreien kann.

  • Biographische Hintergründe und prägende Einflüsse auf Nietzsches Denken
  • Die philosophischen Grundpfeiler: Wille zur Macht, ewige Wiederkehr und Nihilismus
  • Die Transformation des Geistes: Das Konzept der „drei Verwandlungen“
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption Nietzsches

Auszug aus dem Buch

Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes: wie der Geist zum Kamele wird, und zum Löwen das Kamel, und zum Kinde zuletzt der Löwe.

Den Übermenschen beschreibt Nietzsche in „also sprach Zarathustra“ (1884) im Bild von drei Verwandlungen.

Das Kamel verkörpert das Stadium der Ehrfurcht, der unhinterfragten Befolgung des „du sollst“, das Glauben an Ideale, das geduldige Tragen des Überlieferten. Es hält an traditionellen Werten und Überzeugungen fest. Übertragen bedeutet das, dass der Mensch die alten Werte wie ein Kamel auf seinem Rücken trägt und sich von ihnen belasten lässt.

Der Löwe der freie Geist ist zu einem Zerbrechen dieses Glaubens und dem Durchleben des Nihilismus fähig, wenn er den Kampf gegen den Drachen, der alte Konventionen und Traditionen verkörpert, gewinnt. Diese Verwandlung besitzt die Kraft und die Macht in einer Revolution alte Werte abzuschaffen und erstrebt das Glück der Menschheit und des Menschsein.

Das Kind steht für ein Stadium einer voraussetzungslosen, wertfreier Zeit. Erst das Kind, die Körperlichkeit des übermenschlichen Geistes vermag die Schaffung neuer Werte. In seiner Naivität erstrebt es eine Überwindung des Nihilismus. Der Grundwert ist ihm der Wille zur Macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das spannungsreiche Leben Nietzsches ein und umreißt die Fragestellung nach der Bedeutung des Übermenschen innerhalb seiner Moralkritik.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Friedrich Nietzsches nach, von seiner Kindheit über seine akademische Karriere bis hin zu seiner geistigen Umnachtung.

3. Ein Zugang zu Nietzsches Denkweise: Hier werden zentrale Begriffe wie der „Wille zur Macht“, die „ewige Wiederkehr des Gleichen“ und der „Nihilismus“ erläutert, um die philosophische Basis zu schaffen.

4. Nietzsches Konzept vom Übermenschen: Der Fokus liegt auf dem „Übermenschen“ als Zielbild, welches den Theozentrismus und Anthropozentrismus überwinden soll, veranschaulicht durch die „drei Verwandlungen“.

5. Jenseits von Gut und Böse: Dieses Kapitel analysiert das gleichnamige Werk als philosophischen Kommentar und untersucht die Demontage moralischer Gegensätze.

6. Würdigung und Kritik: Abschließend wird das Konzept des Übermenschen kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf biologische Interpretationen und die historische Fehlrezeption im Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Übermensch, Wille zur Macht, Nihilismus, Ewige Wiederkehr, Moralkritik, Herrenmoral, Sklavenmoral, Christentum, Transzendenz, Anthropozentrismus, Philosophie, freier Geist, Wertewandel, Selbstüberwindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie Friedrich Nietzsches, speziell mit dem Konzept des „Übermenschen“ und dessen Einbettung in seine radikale Kritik an Moral und Religion.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Umwertung aller Werte, die Ablehnung des christlich-metaphysischen Weltbildes sowie die psychologische Entwicklung des menschlichen Geistes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Nietzsches Vision eines vitalistischen, selbstbestimmten Menschen zu explizieren, der jenseits herkömmlicher moralischer Kategorien existiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen und philosophischen Analyse von Nietzsches Primärtexten sowie einer fundierten Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Denk-Grundlagen (Wille zur Macht), die detaillierte Beschreibung des Übermenschen-Konzepts und eine kritische Reflexion der Rezeptionsgeschichte.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Wille zur Macht“, „Ewige Wiederkehr“, „Nihilismus“ und „Übermensch“ charakterisiert.

Wie unterscheidet Nietzsche zwischen Herren- und Sklavenmoral?

Die Herrenmoral ist durch Stärke und Stolz geprägt und bewertet in Kategorien von „gut und schlecht“, während die Sklavenmoral, verkörpert durch das Christentum, auf Milde und Gleichbehandlung basiert und in „gut und böse“ unterteilt.

Warum wird der „Tod Gottes“ als notwendige Voraussetzung für den Übermenschen gesehen?

Der Tod Gottes bedeutet für Nietzsche den Zerfall des bisherigen metaphysischen Glaubenssystems, wodurch der Raum frei wird für den Menschen, sich als schaffendes Selbst neu zu definieren.

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Details

Titel
"Jenseits von Gut und Böse". Nietzsches Entwurf vom Übermenschen
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Autor
Jennifer Hilme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V314686
ISBN (eBook)
9783668136601
ISBN (Buch)
9783668136618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jenseits böse nietzsches entwurf übermenschen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Hilme (Autor:in), 2014, "Jenseits von Gut und Böse". Nietzsches Entwurf vom Übermenschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314686
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Leseprobe aus  15  Seiten
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