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Die Besuchskontakte zwischen Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern. Empfehlungen bei erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie

Titel: Die Besuchskontakte zwischen Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern. Empfehlungen bei erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie

Seminararbeit , 2015 , 13 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sarah G. (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch erlebte Traumatisierungen kann die Entwicklung von Pflegekindern behindert und durch Besuchskontakte der leiblichen Eltern eventuell weiter beeinträchtigt werden. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung zum Thema Besuchskontakte bei Pflegekindern könnten vor allem PädagogInnen und BeraterInnen als Orientierungshilfe für die eigene pädagogische Praxis dienen.

Mit Hilfe einer Analyse von Fachliteratur zum Thema Besuchskontakte von Nienstedt und Westermann wird die Bedeutung von Besuchskontakten für Pflegekinder im Allgemeinen und für Pflegekinder mit erlebter Traumatisierung im Besonderen herausgearbeitet. Schließlich können auf dieser Basis Überlegungen getroffen bzw. Empfehlungen zu Besuchskontakten zwischen traumatisierten Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern gegeben werden. Da sich Westermann und Nienstedt seit Jahrzehnten sowohl auf praktischer als auch auf theoretischer Ebene mit der Thematik der Heim-, Pflege-, und Adoptionskinder auseinandersetzen, werden diese Autoren als ExpertInnen zur Beantwortung unserer Forschungsfrage herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Besuchskontakten

3. Empfehlung zu Besuchskontakten bei Pflegekindern mit erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie

4. Résumé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Fragestellung, welche Empfehlungen die Autoren Monika Nienstedt und Arnim Westermann im Hinblick auf Besuchskontakte zwischen traumatisierten Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern geben und wie diese wissenschaftlich begründet werden.

  • Bedeutung und Funktion von Besuchskontakten für Pflegekinder
  • Definition von Trauma und Traumatisierung im Kontext der Herkunftsfamilie
  • Psychologische Auswirkungen von Besuchskontakten auf traumatisierte Kinder
  • Analyse von Fallbeispielen zur Verdeutlichung von Angstbindungen
  • Diskussion über die Notwendigkeit von Kontaktabbrüchen zum Kindeswohl

Auszug aus dem Buch

3. Empfehlung zu Besuchskontakten bei Pflegekindern mit erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie

Nienstedt und Westermann (2013, 221) machen durch eine Fallvignette deutlich, dass ein Kind einen länger zurückliegenden Besuch der Mutter noch immer als bedrohlich erlebt und stellen in Hinblick darauf die Frage, „um wie viel mehr ... Kinder durch aufrechterhaltene regelmäßige Besuche an ihre traumatischen Erfahrungen erinnert werden“ (Nienstedt, Westermann 2013, 221) müssen. Ihnen zu Folge können einerseits Erinnerungen an die Herkunftsfamilie die Möglichkeit bieten, dass die traumatischen Erlebnisse auf Seiten des Kindes aufgearbeitet werden können. Andererseits können die Erinnerungen vom Kind an die traumatischen Erlebnisse immer wieder als bedrohlich erlebt werden. Dies geschieht dadurch, dass durch den fortlaufenden Kontakt zu den leiblichen Eltern die Erinnerungen an traumatische Erlebnisse immer wieder in die Gegenwart zurückkehren und in Folge dessen enorme Angstgefühle erzeugt. (Nienstedt, Westermann 2013, 221) Diese Bedrohungen, die ein Kind erlebt, sollen hier anhand einer Fallvignette von dem Kind Kevin deutlich gemacht werden:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Besuchskontakten im österreichischen Pflegekinderwesen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Ansätze von Nienstedt und Westermann.

2. Die Bedeutung von Besuchskontakten: Dieses Kapitel erörtert die generelle Funktion von Besuchskontakten, wie das Verhindern von Verleugnung oder die Unterstützung der Identitätsfindung, betont jedoch die Notwendigkeit einer differenzierten Einzelfallbetrachtung.

3. Empfehlung zu Besuchskontakten bei Pflegekindern mit erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie: Hier werden die Fachbegriffe Trauma und Angstbindung analysiert und die Argumentation der Autoren für einen Kontaktabbruch bei traumatisierten Kindern dargelegt.

4. Résumé: Das Résumé fasst die Ergebnisse zusammen, wonach bei vorliegender Angstbindung ein Kontaktabbruch die besten Entwicklungschancen bietet, warnt jedoch gleichzeitig vor einer undifferenzierten Verallgemeinerung.

Schlüsselwörter

Pflegekinder, Besuchskontakte, leibliche Eltern, Traumatisierung, Kindeswohl, Angstbindung, Bindungstransfer, Identitätsfindung, Traumapädagogik, Herkunftsfamilie, Fremdplatzierung, pädagogische Praxis, Nienstedt, Westermann, Abwehrmechanismen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik, ob und wie Besuchskontakte zwischen Pflegekindern und leiblichen Eltern gestaltet werden sollten, wenn das Kind in seiner Herkunftsfamilie traumatische Erfahrungen gemacht hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die psychologische Bedeutung von Besuchskontakten, die Definition von Trauma, der Prozess der Angstbindung und die Abwägung zwischen dem Kontaktwunsch der Eltern und dem Kindeswohl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Empfehlungen der Experten Nienstedt und Westermann herauszuarbeiten und zu verstehen, warum diese bei traumatisierten Kindern eine klare Position beziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Fachliteratur sowie der Untersuchung theoretischer Konzepte und Fallvignetten der genannten Experten.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Im Hauptteil wird analysiert, wie traumatische Erfahrungen die Beziehung des Kindes zu den leiblichen Eltern prägen und warum diese Kontakte in solchen Fällen oft zu Retraumatisierungen führen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Pflegekinder, Besuchskontakte, Traumatisierung, Angstbindung und Kindeswohl.

Warum betonen die Autoren, dass ein Kontaktabbruch notwendig sein kann?

Weil der fortgesetzte Kontakt bei traumatisierten Kindern dazu führen kann, dass sie in einem Zustand der "Angstbindung" verharren, der ihre psychische Entwicklung hemmt und sie daran hindert, sich in der neuen Pflegefamilie sicher zu binden.

Kann man die Empfehlung zum Kontaktabbruch als allgemeine Regel ansehen?

Nein, das Fazit der Arbeit betont ausdrücklich, dass es sich um eine spezifische Perspektive handelt und in der pädagogischen Praxis jeder Einzelfall individuell beurteilt werden muss.

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Details

Titel
Die Besuchskontakte zwischen Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern. Empfehlungen bei erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie
Hochschule
Universität Wien  (Bildungswissenschaft)
Note
1
Autor
Sarah G. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V314822
ISBN (eBook)
9783668182424
ISBN (Buch)
9783668182431
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besuchskontakte pflegekindern eltern empfehlungen traumatisierung herkunftsfamilie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah G. (Autor:in), 2015, Die Besuchskontakte zwischen Pflegekindern und ihren leiblichen Eltern. Empfehlungen bei erlebter Traumatisierung in der Herkunftsfamilie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314822
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Leseprobe aus  13  Seiten
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