Der Zen-Buddhismus im Überblick. Begriffe, Lehren und religiöse Praxis

Eine Darstellung aus religionswissenschaftlicher Perspektive


Studienarbeit, 2009
32 Seiten

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Zur Begriffsgeschichte: „Dhyāna“ – „Chán“ – „Zen“

2. Stiftungsmythen des Meditationsbuddhismus: Die Blumenpredigt Buddhas, und „Warum Bodhidharma aus dem Westen kam“

3. Mahāyānistisch-philosophische Grundlagen des Chán bzw. Zen
3.1 Das Bodhisattva-Ideal
3.2 Der Ineinsfall von Samsāra und Nirvāna im chinesischen Mahāyāna

4. Praktische Elemente des Meditationsbuddhismus
4.1 Die Sitzmeditation
4.2 Achtsames Tätigsein: Samu und die Zen-Künste
4.3 „Der Klang der einen klatschenden Hand“ - Die Kōan-Praxis

5. Die zwei Hauptschulen des Chán- bzw. Zen-Buddhismus
5.1 Rinzai-Zen
5.2 Sōtō-Zen

6. Prägende Einflüsse aus der Mādhyamaka-Lehre, dem Taoismus und dem Konfuzianismus auf den Meditationsbuddhismus
6.1 Mādhyamaka-philosophische Elemente des Chán-Buddhismus
6.2 Taoistische Elemente im Chán bzw. Zen
6.3 Konfuzianisierung des Chán-Buddhismus

7. Abschließende Bemerkungen

8. Verwendete und weiterführende Literatur
8.1 Sekundärliteratur
8.2 Quellenliteratur
8.3 Internetquellen

1. Zur Begriffsgeschichte: „Dhyāna“ – „Chán“ – „Zen“

Der chinesische Begriff 禅[1]Chán “ als Eigenbezeichnung für den chinesischen Meditationsbuddhismus lautet in seiner klassischen Variante 禪那 „ Chán-nà “ und stellt etymologisch gesehen eine Transliteration des Sanskrit-Wortes „ Dhyāna” ( ध्यान[2] ; Pali: झान „ Jhāna “) dar, welches nach Michael von Brück sinngemäß mit „ Absorption (des Bewusstseins); (meditative) Versenkung[3] übersetzt werden kann, bzw. wörtlich ins Deutsche übertragen ganz einfach „Meditation“[4] bedeutet[5]. Durch begriffliche Übernahme und Angleichung an die jeweilige landestypische Phonetik bei der Verbreitung des Meditationsbuddhismus Richtung (Süd-)Ostasien hat sich der chinesische Terminus 禅 „ Chán “ in Vietnam zu „ Thiền “ 禪, in Korea zu „ Seon “ 선 / 禪, und in Japan schließlich zu „ Zen “ 禅 / 禪 gewandelt[6].

Aufgrund der Pionierleistung und des immensen Einflusses japanischer Gelehrter bzw. Zen-Meister bei der Bekanntmachung und Verbreitung des Meditationsbuddhismus im Westen während der ersten Hälfte des 20. Jh. hat sich im euro-amerikanischen Raum der japanische Begriff „Zen“ als Terminus technicus für die verschiedenen Versenkungsschulen durchgesetzt. Dieser Begriff wird inzwischen auch von buddhistischen Meistern verwendet, die aus den beiden anderen genannten asiatischen Verbreitungsländern des Meditationsbuddhismus, also Vietnam und Korea, stammen und dementsprechend über die Jahrhunderte ganz eigene Traditionen und Achtsamkeitsübungen entwickelt haben[7].

Die Meditationsschulen des ostasiatischen Buddhismus gehören ihrer Form und Geschichte nach zum Mahāyāna [8] (skt. महायान), also zu jener buddhistische Hauptströmung, welche um das 2. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung entstanden ist und sich dem Wortsinn nach als das „ Große Fahrzeug “ versteht: Es sieht sich – im Gegensatz zu dem von ihm als das „ Kleine Fahrzeug[9] geschmähte Theravāda – als ein Transportmittel zur Erlösung[10] für eine sehr große Anzahl von Menschen, ja sogar für alle fühlenden Wesen des buddhistischen Kosmos. Als Vorbild beim Streben nach Erlösung dient ihm, wie allen anderen buddhistischen Schulen auch, der historische Buddha Śākyamuni[11], der, so die Überlieferung, durch persönliche Anstrengung in beharrlicher meditativer Versenkung die Erleuchtung [12] erlangt und dadurch seine eigene Befreiung erwirkt haben soll. Auf diese Gründergestalt führt sich der Meditationsbuddhismus in Form einer „ besonderen Überlieferung außerhalb der Schriften, unabhängig von Worten und Buchstaben “ zurück.

2. Stiftungsmythen des Meditationsbuddhismus: Die Blumenpredigt Buddhas, und „Warum Bodhidharma aus dem Westen kam“

„Ein Mönch fragte Shitou: ‚Warum kam der Erste Patriarch aus dem Westen?’

Shitou sagte: ‚Frag den Tempelpfeiler dort!’

Der Mönch sagte: ‚Das verstehe ich nicht.’

Shitou entgegnete: ‚Ich verstehe auch nicht.’“[13]

Einst soll ein Schüler dem Buddha Śākyamuni auf dem Geierberg[14] eine goldene Blume überreicht haben, verbunden mit der Bitte, ihn im wahren Dharma zu unterweisen. Buddha rief daraufhin alle seine Schüler zusammen, hielt schweigend die goldene Blume hoch, drehte sie zwischen seinen Fingern und blinzelte dabei mit den Augen. Alle blickten ihn fragend an, und keiner verstand die Bedeutung dieser Predigt. Allein das Gesicht Kāśyapas hellte sich auf zeigte ein Lächeln, denn er brach angesichts dieser Geste Buddhas urplötzlich zur erleuchteten Erkenntnis durch, teilte also in diesem Moment die Erfahrung des Erwachens mit seinem Meister, und erfasste damit intuitiv die Essenz von dessen gesamter Lehre[15], nämlich das wahre Buddha-Dharma. Da sprach der Buddha:

„Ich besitze das kostbare Auge des wahren Dharma, den wunderbaren Nirvana-Geist, die wahre Form der Nicht-Form, das geheimnisvolle Dharma-Tor. Unabhängig von Worten und Schriftzeichen wird es auf besondere Weise außerhalb der Schriften überliefert. Ich übergebe es nun dem Mahākāśyapa.“[16]

Mit dieser Übertragung von „ Herz zu Herz “ (chin. 以心伝心 – „ yǐxīn chuánxīn “, jap. „ ishin denshin [17] “) soll der Buddha seinen Meisterschüler Kāśyapa, fortan „ der GroßeMahākāśyapa “ genannt, zu seinem Dharma-Nachfolger und ersten Patriarchen der indischen Dhyāna-Schule bestimmt haben. Diese „ besondere Traditionslinie “ wurde in Indien der Überlieferung nach in den folgenden Jahrhunderten fortgeführt, bis hin zu dem halblegendären buddhistische Mönch und Höhleneinsiedler Bodhidharma [18], der zu Beginn des 6. Jahrhunderts u.Zt. er über den Seeweg in das Reich der Mitte gelangt sein soll, um dorthin als der 28. Patriarch Indiens und 1. Patriarch Chinas das wahre Dharma zu übertragen[19]. Nach einem kurzen und erfolglosen Versuch, seine Lehre in Südchina zu verbreiten, soll er weiter nach Nordchina gewandert sein und sich schließlich in der Nähe des berühmten Shaolin-Klosters (chin. 少林寺 – „ Shàolín Sì “) niedergelassen haben. Dort soll er in einer Felsenhöhle neun Jahre lang unermüdlich die Sitzmeditation mit dem Gesicht zur Wand praktiziert haben[20].

Diese beiden Episoden, die Blumenpredigt des Buddha und die China-Reise Bodhidharmas, sind ausschließlich durch chinesische Quellen überliefert und in der Beurteilung ihrer Historizität als fromme Fiktion im Sinne einer ätiologische Kompositionen zur Herleitung der Chán-Tradition einzustufen[21]. Sie beinhalten jedoch, und in dieser Absicht sind sie schließlich „komponiert“ worden, in anschaulicher Weise die zentralen Inhalte der Chán-Tradition in scharfer Abgrenzung zu den anderen großen buddhistischen Schulen im Reich der Mitte, die eine komplexe, schriftfokussierte buddhistische Scholastik hervorgebracht haben[22]. Die Ablehnung einer ausgefeilten „theologischen“ Systematik und die strikte Weigerung, den eigenen Charakter über ausgewählte Heilige Texte der buddhistischen Überlieferung zu definieren, führte dazu, sich zum Zwecke der Identitätsfindung[23] bzw. zur Legitimation der eigenen Lehre und Praxis auf Stamm- bzw. Sukzessionslinien zu berufen, die weitgehend frei erfunden[24] waren[25]. An deren Anfang wurden dann so bedeutende Persönlichkeiten wie Bodhidharma oder gar der historische Buddha höchstselbst gesetzt, was eine Prestigesteigerung gegenüber konkurrierenden buddhistischen Schulen bewirken sollte.

Obwohl der Meditationsbuddhismus ein tief sitzendes Misstrauen gegenüber der Leistungsfähigkeit von Sprache besitzt, was die adäquate Erfassung und Vermittlung seiner zentralen Lehren besitzt, so baut er seinem mahāyānistisch Erbe entsprechend doch auf einem hochkomplexen philosophischen System auf, welches seine Bedeutung bis in die heutige Zeit und in seiner westlichen Ausformung nicht eingebüßt hat. Es folgt daher nun eine konzentrierte Zusammenschau seiner wichtigsten religionsphilosophischen Konzeptionen.

3. Mahāyānistisch-philosophische Grundlagen des Chán bzw. Zen

Was ist Erleuchtung für den Tautropfen auf dem Lotosblatt? Es ist der Moment, in dem er über den Rand des Blattes rollt, ins Wasser darunter fällt und begreift, dass er selbst Wasser ist.“[26]

Im Vorgang seines oben erwähnten Erwachens soll der Buddha Śākyamuni die drei Daseinmerkmale[27] der Phänomene dieser Welt erschaut haben: Das Leidunterworfensein aller Lebewesen [28], die Unbeständigkeit und Vergänglichkeit aller Dinge [29], und das Nicht-Selbst bzw. Nicht-Ich[30]. Ziel aller buddhistischen Praxis ist die Überwindung des Leids durch die Realisierung des Nicht-Ich, um so die dauerhafte Befreiung im Erlöschen aller Begierden und Leiden-schaften (sic!) im vollständigen Nirv ā na [31] zu erlangen. Der Weg hierzu führt nach dem Beispiel des Buddha über Meditation, Weisheit [32], und Moral, die drei Zentralbegriffe buddhistischer Ethik[33].

Nach mahāyānistischer Auffassung steht der Weg der Erleuchtung allen Menschen, unabhängig von Geschlecht und gewählter Lebensform (d.h. Mönchen und Laien) offen. Alle tragen die Buddha-Natur [34] wesenhaft in sich, welche lediglich ihrer Verwirklichung harrt. Diese Auffassung gipfelt im Bodhisattva-Ideal der verschiedenen Mahāyāna-Schulen, welche das alte Arhat-Ideal[35] des Theravāda-Buddhismus[36] abgelöst hat.

3.1 Das Bodhisattva-Ideal

„Lächelnd ließ der Bodhisattva Avalokiteśvara sich im frühen Morgengrauen von zwei Moskitos stechen.“[37]

Ein Bodhisattva (skt. बोधिसत्त्व – wörtlich ein „ Erleuchtungswesen “) ist nach klassischem Verständnis ein Mensch, der nach Fassung des Erleuchtungsgedankens [38] die Buddhaschaft durch die systematische Ausübung der Tugendvollkommenheiten[39] anstrebt, vor allem die drei oben genannten Haupttugenden: Getragen von höchster Einsicht und Weisheit soll das Handeln des Erwachten von allumfassendem Erbarmen[40] bestimmt sein, welches mit tätiger Hilfe die Beendigung des Leidens aller fühlenden Wesen anstrebt. Das Mittel zur Erlangung dieser Prajñā -Weisheit ist die beharrliche meditative Versenkung in ihren verschiedenen Formen, wie zuvor beschrieben.

Kennzeichnend für den Bodhisattva in seiner ursprünglichen Bedeutung ist vor allem die Bereitschaft, auf sein persönliches Eingehen in das vollständige Nirv ā na solange zu verzichten, bis tatsächlich alle fühlenden und leidenden Lebewesen durch sein Mitwirken Befreiung gefunden haben[41]. Die Bereitschaft, aus tätigem Mitgefühl das Leid aller Wesen auf sich zu nehmen und alle mühselig erworbenen karmischen Verdienste auf sie zu übertragen[42], erwächst aus der Einsicht des Bodhisattvas in die Lehre von der universellen Einheit aller Phänomene[43]. Leid und Erlösung sind keine „Privatangelegenheit“ einzelner, isolierter Individuen, sondern betreffen den gesamten buddhistischen Kosmos[44]. Hieraus erwächst ein universeller Anspruch, aus welchem heraus sich der Buddhismus zu einer echten „ Welt religion“ entwickeln konnte[45].

Seinen programmatischen Niederschlag findet dieses Ideal in den „vier Gelübden des Bodhisattva“ (oder auch die „ vier Pranidh ā na[46] ) aus dem Mahāyāna, die bis heute im Buddhismus westlicher Prägung (vor allem beim Phänomen des „ Engaged Buddhism “ bzw. „ Engaged Zen “) von herausragender Bedeutung sind:

[...]


[1] Soweit nicht anders angegeben, sind die sino-japanischen Schriftzeichen (漢字) in diesem Beitrag folgenden Online-Wörterbüchern entnommen: Wörterbuch „Chinesisch-Deutsch“ der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft Hamburg e.V.; http://www.chinaboard.de/chinesisch_deutsch.php. Und Hans-Jörg Bibiko: Japanisch-Deutsches Kanji-Lexikon. Es basiert auf dem „Langenscheidt Großwörterbuch Japanisch-Deutsch“ von Mark Spahn und Wolfgang Hadamitzky, Berlin; München 1997; http://lingweb.eva.mpg.de/kanji/. Die Umschrift chinesischer Termini entspricht der offiziellen Romanisierung nach Pinyin (汉语拼音方案 Hànyǔ Pīnyīn Fāng'àn - „Programm zur Fixierung der Laute im Chinesischen“) und entspricht damit dem internationalen Standard nach ISO 7098:1991. Die Umschrift japanischer Termini dagegen folgt dem in Deutschland üblichen und auch in Japan gebräuchlichen, traditionellen Hepburn-System.

[2] Zu den in diesem Beitrag verwendeten Begriffen in Devanagari (देवनागरी) vgl. das Online-Wörterbuch nach Monier Williams in der revidierten Fassung von 2008: http://www.sanskrit-lexicon.uni-koeln.de/monier/ Die Umschrift orientiert sich am International Alphabet of Sanskrit Transliteration (IAST), soweit eine korrekte Wiedergabe dieses Transliterationssystems mit der in dieser Arbeit gebrauchten Schriftart „Times New Roman“ möglich ist.

[3] Vgl. Michael von Brück: Zen. Geschichte und Praxis. München 2004, S. 7.

[4] Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen. Grundbegriffe und Lehrsysteme, Meister und Schulen, Literatur und Kunst, meditative Praktiken, Geschichte, Entwicklung und Ausdrucksformen von ihren Anfängen bis heute. Vollst. Taschenbuchausgabe München 1996. Stichworte: „Dhyāna“, S. 47 f.; „Samadhi“, S. 172 f.; und „Zen“, S. 243 ff.

[5] Der vorliegende wissenschaftliche Beitrag geht im Wesentlichen auf einige überarbeitete und leicht veränderte Kapitel zurück, welche der Verfasser für seine Magisterhausarbeit im Fach „Allgemeine Religionswissenschaft“ unter dem Mentorat von Frau Prof. Dr. Annette Wilke im Jahr 2009 erarbeitet hat.

[6] Vgl. Diana und Richard St. Ruth: Zen Buddhism, S. 21. Außerdem B. Alan Wallace: The Spectrum of Buddhist Practice in the West. In: Martin Baumann; Charles S. Prebish (Hgg.): Westward Dharma. Buddhism beyond Asia, S. 40.

[7] Vgl. exemplarisch den aus Korea stammenden buddhistischen Meister Seung Sahn und sein Werk: Buddha steht Kopf. Die Lehren des Zen-Meisters Seung Sahn. Bielefeld 1990. Oder den bekannten vietnamesischen Meister Thich Nhat Hanh und seine Schrift: Schlüssel zum Zen. Der Weg zu einem achtsamen Leben. Freiburg i.Br. ²2002.

[8] Vgl zum folgenden Bernard Faure: Buddhismus. Ausführungen zum besseren Verständnis, Anregungen zum Nachdenken. Bergisch Gladbach 1998, S. 37 ff. Für weiter gehende Informationen zum Mahāyāna siehe Étienne Lamotte: Der Mahāyāna-Buddhismus. In Heinz Becher; Richard Gombrich: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, S. 93 ff. Sowie Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 223-309.

[9] Skt. हीनयान – „ Hīnayāna “, eine polemische Bezeichnung aus dem Mahāyāna für die Anhänger des „alten Buddhismus“, daher besser: Theravāda (pli. थेरवाद Lehre der Ältesten “), oder wissenschaftlich korrekt: Buddhismus der Nikāya (skt./pli. निकाय – „ Gruppe; Sammlung “, in Bezug auf den Pāli-Kanon). Vgl. Bernard Faure: Der Buddhismus, S. 23.

[10] Ders.: Buddhismus, S. 24.

[11] Siddhārtha Gautama, genannt „ Śā kyamuni “ (skt. शाक्यमुनि – „ der Weise aus dem Geschlecht der Śā kya “). Seine genauen Lebensdaten sind umstritten, vermutlich aber lebte er von 450-370 vor der Zeitenwende. Vgl. Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 65 ff. Zur Ehrenbezeichnung „Buddha“ siehe nachfolgende Fußnote.

[12] Skt. बोधि – „ Bodhi “, daher skt. बुद्ध – „ Buddha “ – „ der Erwachte “. Der Begriff des Erwachens ist dem der Erleuchtung prinzipiell vorzuziehen, auch wenn letzterer im Westen weite Verbreitung gefunden hat. Denn es handelt sich bei diesem Vorgang nach buddhistischer Auffassung weder um eine Art der (optischen) Lichterfahrung, noch um ein Erleben im Rahmen einer Lichtmystik. Vielmehr ist „Bodhi“ eine plötzlich einsetzende, vollkommene Einsicht, ein Hervorbrechen höchster Erkenntnis. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Erleuchtung“, S. 55.

[13] Zit. in Stephan Schuhmacher: Zen. Kreuzlingen/München 2001, S. 61-97.

[14] Der Geierberg liegt in der Nähe der nordindischen Stadt Rājagriha (skt. राजगृह) und gilt als beliebte Mediations- und Predigtstätte des historischen Buddha. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort: „Geierberg“, S. 65.

[15] Vgl. die Erläuterungen zum Terminus „Prajñā“ in Fußnote 32.

[16] Mumonkan, Fall 6: 「吾有正方眼藏, 涅槃妙心,實相無相,微妙法門,不立文字,教外別傳, 付囑摩訶迦葉。」

[17] Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort: „Ishin-Denshin“, S. 101 f.

[18] Von skt. बोधिधर्म, chin. 菩提達摩 – Pútídámó, jap. だるま – (Bodai-) Daruma. Die Lebensdaten sind ungewiss, nach Michael von Brück soll er „im Jahr 532 gestorben sein“. Ders.: Zen, S. 26. Die Frage nach der „Intention des Patriarchen, aus dem Westen zu kommen“, chin. 達摩祖師西來意, ist Gegenstand zahlreicher Kōans, siehe z.B. die kurze Zen-Geschichte zu Beginn dieses Kapitels. Zur Formel in sino-japanischen Schriftzeichen vgl.: http://www.drbachinese.org/online_reading/sf_others/Bodhidharma/b02.htm (Stand: 08.07.2009)

[19] Vgl. Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 338. Außerdem Bernard Faure: Der Buddhismus, S. 47.

[20] Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort: „Bodhidharma“, S. 26.

[21] Vgl. Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 337 f. Vgl. ders: Zen, S. 26.

[22] Vgl. zum folgenden Thomas F. Cleary: Introduction. In ders.: Classics of Buddhism and Zen. The Collected Translations of Thomas Cleary, 5 Bände. Band 1: Zen Lessons, Zen Essence, The Five Houses of Zen, Minding Mind, Instant Zen. Boston; London 2001, S. 5 ff. Und Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 325 ff.

[23] Vgl. Bernard Faure: Chan Insights and Oversights. An Epistemological Critique of the Chan Tradition. Princeton (New Jersey; USA) ²1996, S. 270 f.

[24] Vgl. John McRae: Seeing through Zen. Encounter, Transformation, and Genealogy in Chinese Chan Buddhism. Berkeley (California; USA) 2003, S. 7 ff. Und Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 338 f.

Siehe hierzu auch „McRaes Rules of Zen Studies“:

“It’s not true, an therefore it’s more important.”

“Lineage assertions are as wrong as they are strong.”

“Precision implies inaccurancy.”

“Romanticism breeds cynicism.“

Vgl. ebd., S. XIX f.

Diese Erkenntnisse der jüngeren Zen-Forschung haben dazu geführt, dass weite Teile der Geschichtsschreibung zu den Anfängen des Chán in China revidiert werden müssen. Dies betrifft auch bisherige Standardwerke wie des Zen-Forschungspioniers Heinrich Dumoulin. Siehe hierzu u.a. die respektvolle und anerkennende, aber deshalb nicht minder scharfe Kritik von John R. McRae an Heinrich Dumoulins Darstellung der Geschichte des Zen-Buddhismus in Indien und China: John R. McRae: Introduction. In Heinrich Dumoulin: Zen-Buddhism: A History. Vol. I: India and China. World Wisdom Books: Bloomington (Indiana; USA) 2005, S. XXVII–XLII. Auf S. XL geht er sogar soweit, den gesamten ersten Band von Dumoulins Schrift von einem bisherigen Standardwerk der religionswissenschaftlichen Sekundärliteratur zu einer Quelle mit einem nur noch disziplingeschichtlichen Wert umzustufen. Zum gegenwärtigen Stand der Diskussion in der Zen-Forschung siehe u.a. Bernard Faure: Chan Insights and Oversights. Außerdem Steven Heine: Zen Skin, Zen Marrow. Will the Real Zen Buddhism Please Stand Up? New York (USA) 2008. Und Dale S. Wright: Philosophical Meditations on Zen Buddhism. Reihe: Cambridge Studies in Religious Traditions, Volume 13.

[25] Das Motiv einer rückschauenden Konstruktion von Stamm- und Sukzessionslinien zur Schaffung einer eigenen, charakteristischen Identität, zur Abgrenzung von konkurrierenden Schulen und als Mittel zur Unterscheidung zwischen „Wahrheit“ und „Häresie“ in einer Konsolidierungsphase findet sich auch in anderen Religionen. Siehe hierzu z.B. das Konzept der „apostolischen Sukzession“ im Frühkatholizismus. Vgl. hierzu z.B. Norbert Brox: Kirchengeschichte des Altertums. Düsseldorf ²2004, S. 96.

[26] Thich Nhat Hanh; zit. in: Jacky Sach, Jessica Faust: Zen. Entspannung für Körper und Geist, Kraft und Frieden für die Seele. München 2004, S. 15.

[27] Skt. सामान्यलक्षण – Sāmānya-laksana – „Kennzeichen; Merkmal“. Vgl. Edward Conze: Buddhistisches Denken. Drei Phasen buddhistischer Philosophie in Indien, Frankfurt a.M.; Leipzig 2007, S. 41 ff. Außerdem Richard Gombrich: Der Buddhismus im alten und mittelalterlichen Indien. In Heinz Bechert; ders.: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, S. 94.

[28] Pli. दुक्ख – „ Dukkha”; skt. दुःख „ Duhkha “ wird für gewöhnlich mit „ Leid “ übersetzt. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen ethischen oder ontologischen Begriff, sondern vielmehr um einen epistemisch-psychologischen: Er zielt auf die Erfahrung von vergeblichem Begehren bzw. schmerzlichem Verlust, verursacht durch das dürstende Anhaften an den Phänomenen dieser Welt, die jedoch allesamt der Vergänglichkeit („ Anicca”, siehe Fußnote 29) unterworfen sind. Das Fehlen eines konstanten Seins, einer beständigen Eigennatur in den Phänomenen, ergibt sich aus dem „Gesetz vom bedingten Entstehen“ – skt. प्रतीत्यसमुत्पाद – „ Pratītya-samutpāda “. Es bezieht sich auf die Lehre Buddhas von der anhaltenden Verkettung von Ursache und Wirkung: Es gibt keine erste bzw. letzte Ursache, alles entsteht und besteht in wechselseitiger Abhängigkeit. Als natürliche Konsequenz dieser Lehre wird der Glaube an einen Schöpfergott, wenn auch durch den historischen Buddha nicht direkt bestritten, so doch als unerheblich betrachtet. Erlösung findet der Mensch nur durch sich selbst (vgl. Parinirvāna und Samsāra, Fußnote 31). Unbeständigkeit, Nichtigkeit, „ Leerheit “ (skt. शून्यता – „ Śūnyatā”) sind grundlegende Charakteristika aller Phänomene, das vergebliche Festhalten an ihnen verursacht Dukkha. Anicca steht in einem engen Zusammenhang mit der Anatta-Lehre (siehe Fußnote 30). Vgl. hierzu Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 120 f. Außerdem Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie. Reinbeck bei Hamburg 1996, S. 47. Und Wilhelm K. Essler; Ulrich Mamat: Die Philosophie des Buddhismus. Darmstadt 2006, S. 37 ff.

[29] Pli. अिनच्च – „ Anicca”; skt. अिनत्य – „ Anitya “: Alles, was als Wirklichkeit erscheint, ist zusammengesetzt, und alles Zusammengesetzte löst sich ausnahmslos wieder auf, befindet sich im Fluß der Vergänglichkeit. Die Realität ist somit nichts anderes als ein Kontinuum von Prozessen. Vgl. Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 119 ff. Außerdem Edward Conze: Buddhistisches Denken, S. 203-225, hier S. 221 f. Und Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie, S. 40-57. Und Wilhelm K. Essler; Ulrich Mamat: Die Philosophie des Buddhismus, S. 45 ff.; 200 ff.

[30] Pli. अनत्ता – „ Anatta”; skt. अनात्मन् – „ Anātman “. Dieser Terminus bezeichnet die buddhistische Auffassung, dass es kein feststellbares, bleibendes, substantielles Ich gibt: Die Existenz einer Seele wird verneint, das Erleben von Individualität gilt als illusorisch und Dukkha verursachend, ein Getrenntsein von allen übrigen Phänomenen als Personalität in Dualität existiert nicht

[31] Skt. परिनिर्वाण – „ Parinirvā na “ – sinngemäß „ vollständiges Verlöschen “. Ursprünglich bezeichnet der Begriff das Ausscheiden aus dem „ Zyklus von Werden und Vergehen “, bzw. dem „ Kreislauf der Wiederverkörperungen “ (skt. संसार – „ Samsāra “ „[ beständiges ] Wandern “ im „Tretrad“ irdischer Existenzen). Es kennzeichnet sich durch das Fehlen von Enstehen, Bestehen, Veränderung und Vergehen. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Nirvāna“, S. 155 ff. Außerdem: Richard Gombrich: Einleitung: Der Buddhismus als Weltreligion. In Heinz Bechert; ders.: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, S. 15.

[32] Skt. प्रज्ञा – Prajñā – „Bewusstsein; Weisheit“. Gemeint ist nicht etwa eine begrifflich-intellektuell vermittelte Weisheit, sondern eine unmittelbar erfahrene, intuitive Einsicht in das wahre Wesen aller Dinge bzw. dieser Welt. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Prajñā“, S. 166.

[33] Vgl. ebd., Bernard Faure: Buddhismus, S. 31 ff.

[34] Skt. बुद्ध-धातु, vgl. 佛性 – chin. „ Fóxìng, jap.Busshō “ – „ Buddha-Wesen “: Die wahre, unveränderliche Natur aller Lebewesen, die es ihnen ermöglicht, Erleuchtung zu erlangen und Buddha zu werden. Vgl. Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 276 f.

[35] Skt. अर्हत् – „ Der (Ehr)Würdige “, Ehrenbezeichnung für einen vollendeten buddhistischen Heiligen, wie auch für die Hauptschüler des historischen Buddha Śākyamuni. Damit ist in der buddhistischen Tradition ein weltflüchtiger, männlicher Mönchsasket gemeint, der sich ganz auf seine eigene Befreiung konzentriert, und auch nur in dieser Gestalt Erlösung finden kann. Vgl. Bernard Faure: Buddhismus, S. 38; 112 (Glossar). Außerdem ders: Der Buddhismus, S. 118; 140 (Glossar).

[36] Pli. थेरवाद Lehre der Ältesten “, oder wissenschaftlich korrekt: Buddhismus der Nikāya (skt./pli. निकाय – „ Gruppe; Sammlung “, in Bezug auf den Pāli-Kanon). Vgl. Bernard Faure: Der Buddhismus, S. 23.

[37] Mahayanistische Lehranekdote, Quelle unbekannt. Zum Bodhisattva Avalokiteśvara siehe Fußnote 41.

[38] Skt. बोधिचित्त – Bodhicitta – wörtl. „ Erleuchtungsgeist “ (vgl. chin. 菩提心 – pútí xīn), gemeint ist die feste Entschlossenheit, aus altruistischen Motiven das große Erwachen zu erreichen. Vgl Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, S. 535 (Glossar).

[39] Skt. पारमिता – Pāramitā – wörtl. „die an das andere Ufer“ der Weisheit (d.h.: zum Erwachen) führenden Sechs Tugenden Freigiebigkeit, Geduld, Willensstärke, Moral, Meditation und Weisheit aus dem Lotus-Sutra des Mahāyāna. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Pāramitā“, S. 164. Vgl. außerdem Bernard Faure: Buddhismus, S. 38. Und: Richard Gombrich: Der Buddhismus im alten und mittelalterlichen Indien. In Heinz Bechert; ders.: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, S. 95.

[40] Skt. करुणाKarunā – „Erbarmen, tätiges Mitgefühl; zärtliche Zuneigung“. Das Erbarmen eines Erwachten gründet sich auf der Erfahrung der Einheit alles Seienden und erstreckt sich unterschiedslos auf alle Lebewesen. Häufig wird es ins Deutsche mit „Mitleid“ übertragen, aber dieser Begriff ist zur Umschreibung von Karunā ungeeignet: Mitleid ist eine passive Einstellung und vernachlässigt den wesentlichen Aspekt der tätigen Hilfe, darum besser: Erbarmen. Vgl. ebd., Stichwort „Karunā“, S. 116.

[41] Im mythologischen Sinn kann der Begriff „Bodhisattva“ auch ein übernatürliches Wesen bezeichnen, das dem Menschen, von tiefem Mitgefühl erfüllt, aus der jenseitigen Welt oder in diversen irdischen Manifestationen Beistand leistet. Einer der in Asien populärsten Bodhisattvas ist Avalokiteśvara (skt. अवलोकितेश्वर; chin. 觀音 – Guānyīn; jp. 観音 – Kannon), der Bodhisattva des universellen Mitgefühls, der ursprünglich männlichen Geschlechts, oft mit femininen, auch mütterlichen Zügen (mit einem Kind auf dem Arm als mögliches ikonographisches Attribut) dargestellt wird. Vgl. Richard Gombrich: Der Buddhismus im alten und mittelalterlichen Indien. In Heinz Bechert; ders.: Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, S. 96 f. Außerdem Bernard Faure: Der Buddhismus, S. 120 f.

[42] Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Bodhisattva“, S. 27.

[43] Vgl. hierzu die ursprünglich aus den Veden stammende und im Mahāyāna konsequent weiterentwickelte buddhistische Lehre von der Nicht-Dualität (skt. अद्वैत – „ Advaita “ – „ Nicht-Zweiheit “) aller Phänomene, die ein Gegenüber von Subjekt und Objekt bestreitet und jede Wahrnehmung von Individualität als Illusion (skt. माया – „M āyā “ – „ Trugbild, Täuschung “) betrachtet. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Anatta- und der Pratītya-samutpāda-Lehre (siehe Fußnoten 28 u. 30), und spielt auch im Zen eine ganz herausragende Rolle. Im Zen gelingt es dem erleuchteten Geist, die künstliche „Entzweiung“ von Subjekt und Objekt im begrifflichen Denken zu überwinden, und sich so mit dem Gegenüber, sei es Mensch oder Pflanze, als zwei Aspekte ein und derselben Wirklichkeit zu realisieren. Vgl. Michael von Brück: Zen, S. 17.

[44] Meditation bedeutet nicht, aus der Gesellschaft auszusteigen, der Gesellschaft zu entfliehen, sondern sich für einen Wiedereinstieg in die Gesellschaft vorzubereiten. Wir nennen das ‚engagierten Buddhismus’. Wenn wir zu einem Meditationszentrum gehen, mögen wir den Eindruck haben, daß wir alles hinter uns lassen - Familie, Gesellschaft und all die damit verbundenen Komplikationen - und als Individuen ankommen, um zu praktizieren und nach Frieden zu suchen. Schon das ist eine Illusion; denn im Buddhismus gibt es nicht so etwas wie ein Individuum.“ Thich Nhat Hanh: Innerer Friede, Äußerer Friede. Küsnacht 1987. Zit. nach: http://www.buddhanetz.org/texte/thay1.htm (Stand: 07.05.2007)

[45] Oliver Freiberger: Religion und Globalisierung im Lichte von Orientalismus und Okzidentalismus. In: M. Deeg, O. Freiberger und C. Kleine (Hgg.): Religionen im Spiegelkabinett, S. 71. Vgl. auch ebd. ff.

[46] Von skt. प्रणिधान – Einsatz, Hingabe; Gelübde; starker Wunsch. Vgl. Michael S. Diener: Das Lexikon des Zen, Stichwort „Bodhisattva“, S. 27.

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Details

Titel
Der Zen-Buddhismus im Überblick. Begriffe, Lehren und religiöse Praxis
Untertitel
Eine Darstellung aus religionswissenschaftlicher Perspektive
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft)
Veranstaltung
Kolloquium
Autor
Jahr
2009
Seiten
32
Katalognummer
V314865
ISBN (eBook)
9783668138070
ISBN (Buch)
9783668138087
Dateigröße
1700 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dieser Aufsatz basiert auf einer Hausarbeit, die mit 1,0 bewertet wurde.
Schlagworte
Zen, Zen-Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, Sinisierung, Buddhismus, Soto, Rinzai, Mahayana, Madhyamaka, Stiftungsmythen, Meditation, Sitzmeditation, Koan, Koan-Praxis
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Frank Drescher (Autor), 2009, Der Zen-Buddhismus im Überblick. Begriffe, Lehren und religiöse Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314865

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