Als die Sowjetunion im Dezember 1991 aufgelöst wurde, gewannen ihre Nachfolgestaaten nach und nach ihre politische Unabhängigkeit. Kurz darauf schlossen sich einige dieser Staaten zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) zusammen, mit dem Ziel, einen gemeinsamen Sicherheits- und Wirtschaftsraum zu schaffen. Zur GUS gehören derzeit elf Staaten, unter anderem Russland, Weißrussland, die Ukraine und Kasachstan. Dieser Zusammenschluss und die vielen wirtschaftlichen Möglichkeiten, die durch die Öffnung dieser Region aufgetan wurden, erschienen vielen Unternehmen der westlichen sowie der asiatischen Welt einerseits als äußerst erfolgsversprechend, andererseits wurde Zentralasien bis Anfang der 1990er Jahre als Gefahr- und Krisenregion wahrgenommen. So wird sie beispielsweise als Region beschrieben, in der "schwer durchschaubare und schwer beeinflussbare nationale, ethnische und religiöse Leidenschaften und wirtschaftliche Interessen eine brisante Mischung ergeben, die nur mit Glück unter einer friedlichen Decke gehalten werden können". Diese anfänglichen Befürchtungen haben sich allerdings angesichts der positiven Entwicklung der Region nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, man schätzt diese Region heute als wertvollen und angenehmen Wirtschaftspartner.
Inhaltsverzeichnis
1 Thematik, Relevanz und Aufbau der Arbeit
1.1 Die Republik Kasachstan
1.2 Motive für ein Engagement in Kasachstan
1.2.1 Motive für die Internationalisierung von Unternehmen
1.2.2 Positive Standortfaktoren Kasachstans
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Diamantansatz der Internationalisierung von Porter
2.1 Ausgangspunkt
2.2 Bestimmungsfaktoren
2.2.1 Faktorbedingungen
2.2.2 Nachfragebedingungen
2.2.3 Verwandte und unterstützende Branchen
2.2.4 Unternehmensstrategien, Strukturen und Wettbewerb
2.3 Zusatzbedingungen
2.3.1 Staat
2.3.2 Zufall
2.4 Clustertheorie
2.5 Wettbewerbsentwicklung von Volkswirtschaften
2.6 Kritische Bewertung des Diamantansatzes
3 Erweiterte Diamantanalyse der Republik Kasachstan
3.1 Bestimmungsfaktoren
3.1.1 Faktorbedingungen
3.1.2 Nachfragebedingungen
3.1.3 Verwandte und unterstützende Branchen
3.1.4 Unternehmensstrategien, Strukturen und Konkurrenz
3.2 Zusatzbedingungen
3.2.1 Staat
3.2.2 Zufall
3.3 Cluster
3.4 Internationale Wettbewerbsfähigkeit
4 Markteintrittsstrategien für Kasachstan
4.1 Wahl der Eintrittsform
4.1.1 Auslandsniederlassung
4.1.2 Tochtergesellschaft
4.1.3 Joint Venture
4.1.4 Exportgeschäft
4.1.5 Lizenzierung und Franchising
4.2 Länderspezifisches Timing
4.3 Finanzierung
4.4 Attraktive Branchen in Kasachstan
4.4.1 Bergbau
4.4.2 Energie
4.4.3 Landwirtschaft
4.4.4 Düngemittel
4.4.5 Bausektor
4.4.6 Tourismus
4.4.7 Informationstechnologie
4.4.8 Andere Wirtschaftssektoren
4.5 Weitere Erfolgsfaktoren des Markteintritts
4.6 Analyse der Länderrisiken in Kasachstan
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, das Modell des "Diamanten" von Michael E. Porter auf die Republik Kasachstan anzuwenden, um basierend auf dieser Analyse fundierte internationale Markteintrittsstrategien für westliche Unternehmen zu entwickeln.
- Analyse der nationalen Wettbewerbsvorteile Kasachstans mittels des Diamantmodells.
- Untersuchung ökonomischer Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Standortfaktoren.
- Bewertung von Markteintrittsformen wie Export, Joint Ventures und Tochtergesellschaften.
- Identifikation attraktiver Branchen und Analyse länderspezifischer Risiken.
- Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für den Markteintritt westlicher Unternehmen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1.1 Materielle Ressourcen
Die wichtigsten Faktorbedingungen Kasachstans stellen seine materiellen Ressourcen dar, denn sein großes Rohstoffvorkommen treibt die Wirtschaft seit Jahrzehnten deutlich an. Aber auch seine weiten benutzten und unbenutzten Flächen sowie seine zentrale Lage machen es zu einem interessanten Wirtschaftsstandort.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Thematik, Relevanz und Aufbau der Arbeit: Einführung in die historische Entwicklung Kasachstans nach dem Zerfall der Sowjetunion und Darlegung der Beweggründe für internationales unternehmerisches Engagement.
2 Diamantansatz der Internationalisierung von Porter: Theoretische Fundierung des Diamantmodells zur Analyse nationaler Wettbewerbsvorteile und dessen Bedeutung für international agierende Unternehmen.
3 Erweiterte Diamantanalyse der Republik Kasachstan: Detaillierte Untersuchung der kasachischen Wirtschaft anhand der Bestimmungsfaktoren des Diamantmodells, inklusive Infrastruktur und politischer Rahmenbedingungen.
4 Markteintrittsstrategien für Kasachstan: Vorstellung verschiedener Markteintrittsformen und Analyse spezifischer Branchenpotentiale sowie der damit verbundenen Länderrisiken.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Bewertung des künftigen wirtschaftlichen Entwicklungspotentials Kasachstans als Zielmarkt für westliche Investoren.
Schlüsselwörter
Kasachstan, Diamantmodell, Porter, Markteintrittsstrategien, Internationalisierung, Standortfaktoren, Rohstoffvorkommen, ausländische Direktinvestitionen, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit, Länderrisiken, Transformation, GUS-Staaten, Wirtschaftsentwicklung, Investitionsschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Republik Kasachstan als Zielmarkt für westliche Unternehmen und entwickelt auf Basis des Porterschen Diamantmodells geeignete Strategien für den Markteintritt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen und politischen Standortanalyse, der Bewertung von Branchenpotentialen sowie der Untersuchung von Risikofaktoren im kasachischen Marktumfeld.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, mittels einer erweiterten Diamantanalyse herauszufinden, wie westliche Unternehmen ihre Markteintrittsstrategien optimal an die spezifischen Bedingungen in Kasachstan anpassen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt das theoretische Konstrukt des Diamantmodells von Michael E. Porter als analytisches Gerüst, um die Wettbewerbsfähigkeit der kasachischen Volkswirtschaft systematisch zu durchleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung des Modells, die empirische Standortanalyse Kasachstans und die anschließende Herleitung konkreter Eintrittsformen wie Joint Ventures oder Auslandsniederlassungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Markteintrittsstrategien, Diamantmodell, internationale Wettbewerbsfähigkeit, Rohstoffsektor und Transformationswirtschaft charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Rohstoffsektor für den Markteintritt?
Der Rohstoffsektor ist der wichtigste Wirtschaftsmotor des Landes, stellt aber durch die Abhängigkeit von Weltmarktpreisen auch ein signifikantes Risiko für Investoren dar.
Wie bewertet die Autorin das kasachische Investitionsklima?
Trotz autoritärer Strukturen und Korruptionsproblemen wird das Klima als prinzipiell liberal und für ausländische Investoren attraktiv beschrieben, insbesondere aufgrund der staatlichen Bemühungen zur Diversifizierung.
- Quote paper
- Elisabeth Konschu (Author), 2011, Diamantanalyse und internationale Markteintrittsstrategien für die Republik Kasachstan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314947