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Hitler - Der Architekt

Title: Hitler - Der Architekt

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 28 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Matthias Heise (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Zum Thema Architektur des Dritten Reiches gibt es viel Literatur, wobei jedoch nur wenige Autoren auf Adolf Hitlers Phantasien hinsichtlich der Architektur selbst eingehen. Vielmehr betrachten sie die gewaltigen Baupläne seines späteren Architekten Albert Speer und versuchen diese zu bewerten oder in bekannte architektonische Baustile einzuordnen. Besonders auffällig ist, daß eine objektive Betrachtung sehr schwer fällt und somit in fast jedem Buch ein gewisser Unterton von Abneigung oder Sympathie mitschwingt. Im September 1969 veröffentlichte der inhaftierte Albert Speer seine Memoiren unter dem Titel "`Erinnerungen"'. In Fachkreisen ist dieses Buch heftig umstritten, da Speer in einigen Passagen versucht sein eigenes Leben und Tun zu rechtfertigen und damit verschiedene Tatsachen nachweislich falsch darstellt. Hinsichtlich seines angeblich geplanten Attentats auf Hitler [A. Speer, Erinnerungen, S. 437] oder seiner Versuche zur Rettung der Deutschen Industrie [A. Speer, Erinnerungen, Kap. 27 und 29] mögen Bedenken angebracht sein, doch bietet sein Buch den wohl größten Fundus an Zitaten und Berichten über das architektonische Interesse Adolf Hitlers und seiner vorhandenen Kenntnisse. Eine Verwendung des Buches war somit unumgänglich. Dieser Fakt ist beim Lesen dieses Dokuments zu berücksichtigen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Die Anfänge

2 Begegnungen und Fortschritte

2.1 Paul Ludwig Troost - Der Meister

2.2 Albert Speer - Der Architekt

2.3 Troost stirbt

3 Architektur als Hobby

3.1 Hitler und die Architektur

3.2 Konkurrenz und Neid

3.3 Hitlers Architektonisches Können

4 Megalomanie, Zukunftsvisionen, Ängste

4.1 Pläne für Berlin

4.1.1 Prachtstraße

4.1.2 Triumphbogen

4.1.3 Große Halle (Kuppelhalle)

4.1.4 Die Zukunft - Am Beispiel des Führerpalais in Berlin

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das architektonische Interesse Adolf Hitlers, seine Entwicklung vom gescheiterten Kunststudenten zum Bauherrn sowie die wechselseitige Beeinflussung durch seine Architekten Paul Ludwig Troost und Albert Speer im Kontext der nationalsozialistischen Baupolitik.

  • Die biografischen Ursprünge von Hitlers architektonischem Interesse.
  • Die Rolle und Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Architekten Paul Ludwig Troost und Albert Speer.
  • Die Analyse der monumentalen Baupläne für die Neugestaltung Berlins.
  • Die Verbindung zwischen Hitlers persönlicher Psychologie, seinen Zukunftsvisionen und seinem architektonischen Gestaltungswillen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Hitler und die Architektur

Hitlers Verhältnis zur Architektur läßt sich in verschiedene Epochen einteilen. Zu Beginn wird er durch den Rektor der Wiener Akademie der Künste auf die Architektur aufmerksam gemacht. Während seiner Wiener Jahre widmet er ihr enorm viel Zeit. Er betrachtet stundenlang die Prachtbauten der Ringstraße und lernte viel aus Büchern. Hier lernt er auch Architekten zu schätzen deren Bauten in anderen Städten Hitler erst viel später kennenlernen wird.

Zu diesen zählen unter anderem Charles Ganier mit seiner Pariser Oper, Hermann Helmer und Ferdinand Fellner mit ihren zahlreichen Theaterbauten in Österreich-Ungarn und Deutschland, Gottfried Semper und dessen Oper in Dresden sowie Poeleart mit seinem Brüsseler Justizpalast. Alle genannten Architekten waren Vertreter des auch für Wien typischen Neobarock den Hitler als Konsequenz dessen lieben lernt. Doch sein Interesse gerät zu Gunsten der Politik mehr und mehr in den Hintergrund. Die zweite Epoche beginnt mit Paul Ludwig Troost. Hitler lernt die eigenen Wissensgrenzen kennen und ist begierig auf jedwede Erkenntnis, die er nur von einem gelernten Architekten erhalten kann. Da Troost eine sparsame auf Prunk verzichtende Architektur propagiert, rückt Hitlers Neigung zur Repräsentation etwas in den Hintergrund. Speer erwähnt später: „... nicht auszudenken, wie sein architektonischer Geschmack ohne den Einfluß Troosts ausgesehen hätte.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Anfänge: Dieses Kapitel behandelt die frühen Lebensjahre Adolf Hitlers, sein Scheitern an der Akademie der Bildenden Künste und sein anhaltendes Interesse an der Kunst.

2 Begegnungen und Fortschritte: Hier werden die prägenden Kontakte zu den Architekten Paul Ludwig Troost und Albert Speer sowie deren Einfluss auf Hitlers architektonisches Verständnis dargelegt.

3 Architektur als Hobby: Dieses Kapitel beleuchtet Hitlers persönliche Leidenschaft für architektonische Entwürfe und den Einfluss seines Umfelds auf seine Auffassung von Architektur.

4 Megalomanie, Zukunftsvisionen, Ängste: Das abschließende Kapitel analysiert die gigantomanischen Baupläne für Berlin, einschließlich Prachtstraße, Triumphbogen, Großer Halle und Führerpalais.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Architektur, Albert Speer, Paul Ludwig Troost, Berlin, NS-Baupolitik, Monumentalbau, Neobarock, Stadtplanung, Megalomanie, Nationalsozialismus, Architekturgeschichte, Führerpalais, Kuppelhalle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem architektonischen Interesse und Wirken Adolf Hitlers unter Berücksichtigung seiner biografischen Hintergründe und der Zusammenarbeit mit seinen Architekten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von Hitlers architektonischem Geschmack, sein Verhältnis zu seinen Architekten sowie die monumentale Stadtplanung, insbesondere für Berlin.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen verständlichen Einblick in die architektonische Weltanschauung Hitlers zu geben und die Entstehung seiner Bauprojekte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei insbesondere die Erinnerungen von Zeitgenossen wie Albert Speer kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Einfluss von Troost und Speer, Hitlers Eigenentwürfe sowie die konkreten, teils utopischen Planungen für die Neugestaltung Berlins.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Hitler, Architektur, NS-Baupolitik, Berlin, Albert Speer, Megalomanie und Monumentalbau.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Albert Speer?

Der Autor ordnet Speer als den Architekten ein, der Hitlers Visionen technisch umsetzte, betont jedoch die Notwendigkeit, Speers teils umstrittene Erinnerungen kritisch zu hinterfragen.

Welchen Einfluss hatten Hitlers Jugendträume auf die Architektur?

Hitler versuchte lebenslang, seine in der Jugend entwickelten ästhetischen Vorstellungen von monumentalen Bauten, die er in Wien oder Paris bewunderte, in der NS-Architektur zu realisieren.

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Details

Title
Hitler - Der Architekt
College
Technical University of Berlin  (Institut für Geschichte)
Course
Hitler - Eine Biographie im 20. Jahrhundert
Grade
2,7
Author
Matthias Heise (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V31494
ISBN (eBook)
9783638324830
Language
German
Tags
Hitler Architekt Hitler Eine Biographie Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Heise (Author), 2004, Hitler - Der Architekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31494
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