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Medien und öffentlich Meinung in der BRD und den USA

Title: Medien und öffentlich Meinung in der BRD und den USA

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sarah Trede (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Die Medien und vor allem das Fernsehen spielen in der modernen Gesellschaft eine überaus wichtige Rolle, da sie für einen Großteil der Bevölkerung nahezu unentbehrlich geworden sind. Sie dienen zum einen der Entspannung, der bloßen Unterhaltung und Ablenkung, und daraus folgernd dienen sie auch oft als zentrales Gesprächsthema im sozialen Kontakt mit anderen, da fast hundert Prozent, sowohl der US- als auch der Bundesbürger, einen Fernseher besitzen.
Eine weitere wichtige Funktion, die die Medien innehaben, ist darüber hinaus, die, daß sie der Vermittelung von politischen Informationen und Geschehnissen dienen. In diesem Bereich haben sie quasi einen Monopolstatus inne, da der Normalbürger sein Wissen über und sein Bild von der gegenwärtigen Situation fast ausschließlich durch Nutzung der Massenmedien bezieht.
Durch diese Ausgangslage entsteht natürlich eine Vielzahl an Beziehungen zwischen den Vertretern der Medien und den politischen Akteuren, die gegenseitig aufeinander angewiesen sind, denn durch eine große Medienpräsenz und positive Berichterstattung werden die Beliebtheit und die Glaubwürdigkeit der Politiker enorm gesteigert und damit auch ihre Chancen im Wahlkampf. Gleichzeitig gewährleistet ein möglichst hoher Informationsfluß aus der Politik und der Zugang zu sogenannten „Insiderinformationen“ den Medienvertretern es, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen und sich Marktanteile zu sichern.
Neben den Vorteilen, die durch diese Beziehungen für die Beteiligten entstehen, wächst gleichzeitig jedoch auch die Gefahr des Mißbrauchs dieser Medienmacht, die dadurch noch verstärkt wird, daß die Bevölkerung die Medien, besonders die visuellen, im allgemeinen als überaus glaubwürdig empfindet. Daher werden die Medien auch häufig als die „4. Gewalt“ im Staat bezeichnet.
Deswegen soll im folgenden untersucht werden, wie sehr sich die Politik und die Medien gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. Dazu werde ich mich zunächst auf die BRD beschränken und hier die Struktur und die Stellung der Medien, dabei besonders des Fernsehens, in der Gesellschaft behandeln. Danach möchte ich darauf eingehen, wie groß der Einfluß der Medien auf die politischen Akteure und umgekehrt zu bewerten ist und es dadurch wirklich zur Manipulation der Bevölkerung kommen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Struktur der Medien in der BRD

2.1. Allgemeine Strukturvorgaben

2.2. Weitere Elemente der Medienkontrolle

3. Medien und Politik in der BRD

3.1. Darstellung von Politik in den Medien

3.2. Folgen für die Politik

3.3. Amerikanisierung der Politik

4. Die Struktur der Medien in den USA

4.1. Allgemeine Strukturvorgaben

4.2. Sonstige Elemente der Medienkontrolle

5. Medien und Politik in den USA im Vergleich zur BRD

6. Zusammenfassung und Schlußbemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen politischen Akteuren und den Medien in der Bundesrepublik Deutschland und den USA, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einfluss des Fernsehens und der fortschreitenden „Amerikanisierung“ der politischen Kommunikation liegt.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Kontrollorgane des Rundfunkwesens im Vergleich.
  • Die Medialisierung politischer Kommunikation und ihre Auswirkungen auf das politische Handeln.
  • Strategien der politischen Akteure zur aktiven Mediennutzung und Imagepflege.
  • Merkmale und Auswirkungen der „Amerikanisierung“ auf moderne Wahlkampagnen.
  • Die Rolle des Rezipienten im Kontext von Medienmacht und Manipulationsgefahren.

Auszug aus dem Buch

3.3 Amerikanisierung der Politik

Das Schlagwort „Amerikanisierung“, das heutzutage in den Medien häufig auftaucht, aber eher negativ besetzt ist, bedeutet im Bezug auf politische Vorgänge ganz allgemein, daß diese sich immer stärker an die Situation in den USA annähern bzw. daß sich am Vorbild der USA orientiert wird. Dies gilt besonders im Falle der Wahlkämpfe. Amerikanisierung ist also eine fortschreitende Übernahme von Strategien, Organisationsweisen und Techniken der Wahlkampfführung aus den USA.

Im Detail kann dieser Begriff durch einige charakteristische Merkmale beschrieben werden. Zum einen durch eine starke Personalisierung der Kampagnen, der Spitzenkandidat einer Partei, dessen Image und Qualitäten stehen im Mittelpunkt des Wahlkampfes und verdrängen sogar politische und ideologische Positionen und wichtige Sachthemen, die nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Zusätzlich entsteht das Phänomen des Wahlkampfs als Kandidaten-Wettstreit. Die Frage, welcher Kandidat in der Wählergunst weiter vorne liegt, wird durch Umfragen ermittelt und dominiert die Berichterstattung in den Medien. Wiederum werden durch das große Interesse an den Aspekten dieses Wettstreites politische Themen aus dem Blickfeld gedrängt.

Die Kampagnen der Parteien beschränken sich aber nicht nur darauf, die eigenen Ziele und Wahlprogramme sowie die Vorzüge des eigenen Kandidaten hervorzuheben, sondern es wird gleichzeitig versucht, den politischen Gegner herabzusetzen und das Image anderer Kandidaten zu beschädigen. Dies wird als Angriffswahlkampf oder „negative campaigning“ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Medien als „4. Gewalt“ und führt in die Fragestellung der gegenseitigen Abhängigkeit von Politik und Medien ein.

2. Die Struktur der Medien in der BRD: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere den Rundfunkstaatsvertrag, und die verschiedenen Kontrollorgane des dualen Rundfunksystems.

3. Medien und Politik in der BRD: Es wird untersucht, wie politische Kommunikation medialisiert wird, welche Folgen dies für die politische Gestaltung hat und was unter der „Amerikanisierung“ zu verstehen ist.

4. Die Struktur der Medien in den USA: Das Kapitel kontrastiert die US-Medienlandschaft, die durch eine privatwirtschaftliche Orientierung und geringere staatliche Regulierung geprägt ist, mit der deutschen Situation.

5. Medien und Politik in den USA im Vergleich zur BRD: Hier wird der Einfluss der Medien auf die politische Führung in beiden Ländern gegenübergestellt und die unterschiedliche Bedeutung des Mediensystems für den jeweiligen politischen Prozess verdeutlicht.

6. Zusammenfassung und Schlußbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Einschätzung der Medienstrukturen und dem Fazit, dass die Verantwortung für den Schutz vor Manipulation auch beim mündigen Rezipienten liegt.

Schlüsselwörter

Medien, Politik, Rundfunkstaatsvertrag, Dualität des Rundfunks, Amerikanisierung, Wahlkampf, Medialisierung, 4. Gewalt, Politikvermittlung, Public Broadcasting System, Infotainment, Poltainment, politische Kommunikation, Medienkontrolle, negative campaigning

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen politischen Akteuren und den Massenmedien unter besonderer Berücksichtigung des Fernsehens als primäres Informationsmedium.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die strukturellen Medienvorgaben, die Medialisierung politischer Kommunikation, die Strategien professioneller Politikdarstellung sowie der Einfluss amerikanischer Wahlkampftechniken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Politik und Medien sich gegenseitig beeinflussen und ob eine „Amerikanisierung“ der politischen Kommunikation in Deutschland stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische vergleichende Analyse der Medienstrukturen und der politischen Kommunikationspraxis in Deutschland und den Vereinigten Staaten auf Basis fachspezifischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der rechtlichen Medienstrukturen, die Darstellung politischer Prozesse durch die Medien und eine vergleichende Analyse der politischen Interaktion mit dem Mediensystem in beiden Ländern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere die „Amerikanisierung“ der Politik, „Infotainment“, die duale Rundfunkordnung, Medienmacht und die professionalisierte politische Kommunikation.

Wie unterscheidet sich die Medienkontrolle in Deutschland von der in den USA?

Während in Deutschland durch Gremien wie Landesmedienanstalten und den Rundfunkstaatsvertrag eine starke gesetzliche Einbettung existiert, ist das US-System stärker privatwirtschaftlich organisiert und setzt primär auf freiwillige Ehrenkodexe der Journalistenverbände.

Warum ist die „Amerikanisierung“ der Politik für die Autorin ein relevantes Phänomen?

Die Autorin betrachtet die Amerikanisierung als eine fortschreitende Professionalisierung und Personalisierung politischer Kampagnen, die das Risiko birgt, dass Sachthemen zugunsten von Imageinszenierungen in den Hintergrund treten.

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Details

Title
Medien und öffentlich Meinung in der BRD und den USA
College
University of Tubingen
Course
Das politische System der USA
Grade
2
Author
Sarah Trede (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V31504
ISBN (eBook)
9783638324885
Language
German
Tags
Medien Meinung System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Trede (Author), 2004, Medien und öffentlich Meinung in der BRD und den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31504
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