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Los Angeles School of Urbanism. Charakteristische Prozesse der Umstrukturierung postmoderner Städte

Title: Los Angeles School of Urbanism. Charakteristische Prozesse der Umstrukturierung postmoderner Städte

Seminar Paper , 2009 , 10 Pages , Grade: 2

Autor:in: Carolin Wimberger (Author)

Earth Science / Geography - General, Basics
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Postmoderne wird definiert als „(gegenwärtige) Zeit, die der Moderne folgt u. sich durch Vielfältigkeit im künstlerischen, kulturellen, wirtschaftlichen sowie wissenschaftlichen Bereich auszeichnet“.

Unklar bleibt allerdings, ob es sich bei der Postmoderne nicht einfach um eine Weiterentwicklung der Moderne handelt oder ob man wirklich von einer neuen Kulturepoche sprechen kann. Aber auch die Stadtforschung hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt, obwohl es bislang keine hinreichende Definition des Begriffs gibt. Vor allem die Los Angeles School of Urbanism um den Geographen Edward Soja hat sich Mitte der 1980er Jahre mit der postmodernen Stadt beschäftigt.

Am Beispiel von Los Angeles, dessen Stadtentwicklung bis dahin als sonderliche Ausnahme angesehen wurde, werden im Folgenden „sechs Geographien“ beziehungsweise Umstrukturierungsprozesse, die charakteristisch für postmoderne Städte sind, bestimmt und erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Versuch einer Definition des Begriffs „Postmoderne“

2. Sechs Restrukturierungsprozesse postmoderner Städte

2.1 Restrukturierung I: Die Entstehung von Expolis

2.2 Restrukturierung II: Die Einführung einer neuen Industriegeographie

2.3 Restrukturierung III: Die Formation von Weltstädten

2.4 Restrukturierung IV: Die repolarisierte Metropole

2.5 Restrukturierung V: Die kerkerhafte Stadt

2.6 Restrukturierung VI: simulacrum – Das Trugbild Stadt

3. Stadtmodell der Los Angeles School of Urbanism

4. Blick in die Zukunft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ansätze der postmodernen Stadtforschung am Beispiel von Los Angeles. Ziel ist es, die spezifischen Restrukturierungsprozesse zu analysieren, die für die postmoderne Stadt charakteristisch sind, und das von der Los Angeles School of Urbanism entwickelte Stadtmodell kritisch zu beleuchten.

  • Definition und Einordnung des Begriffs „Postmoderne“ in der Stadtforschung
  • Analyse der sechs zentralen Umstrukturierungsprozesse (u.a. Expolis, Weltstadtbildung)
  • Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen wie Polarisierung und Fragmentierung
  • Erläuterung des Stadtmodells der Los Angeles School of Urbanism

Auszug aus dem Buch

2.1 Restrukturierung I: Die Entstehung von Expolis

Die Einteilung in Stadtkern und Peripherie wird der heutigen Stadtstruktur nicht mehr gerecht. Soja hat diesen Restrukturierungsprozess Expolis genannt. Damit beschreibt er die postmoderne Stadt als Stadt „ohne“ Außenstadt. Das bedeutet, dass die Vorstädte, die wir uns vorstellen nicht länger „vor“-städtisch sind, sondern dass diese Agglomerationen geschlossen und eigenständig sind (Soja 1993). „Die neue Stadt ist weder städtisch noch ländlich noch vorstädtisch – sie besitzt all diese Elemente gleichzeitig und entzieht sich damit der konventionellen Terminologie der Stadtplaner wie der Historiker“ (Fishman 1991, S. 75).

Diese, im urbanen Umland entstandenen Agglomerationen werden als Edge City bezeichnet. Sie entstehen bevorzugt da, wo sich die Stadtautobahn kreuzt (Dear 2005). Edge Citys sind vollkommen selbstständig. Es gibt dort Arbeitsplätze, Einkaufsparadise und Freizeiteinrichtungen. Diese Suburbanisierung war vor allem politisch bedingt. Einerseits hat die Wohnungsbaupolitik Neubauten gegenüber der Erhaltung älterer Bausubstanz stärker gefördert. Andererseits hat auch die Steuerpolitik, die es erlaubte die Hypothekenzinsen steuerlich vom Gehalt abzusetzen, zu der raschen Suburbanisierung beigetragen. Ausschlaggebend war aber auch die private Motorisierung und der Ausbau des Autobahnnetzes, das vor allem von den Steuerzahlern finanziert wurde (Diercke).

Mittlerweile kann man mindestens vier dieser Außen-Städte im Umland von Los Angeles benennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Versuch einer Definition des Begriffs „Postmoderne“: Dieses Kapitel nähert sich dem schwierigen Begriff der Postmoderne und beleuchtet die Rolle der Los Angeles School of Urbanism in der stadtgeographischen Diskussion.

2. Sechs Restrukturierungsprozesse postmoderner Städte: Hier werden die sechs zentralen Prozesse (Expolis, neue Industriegeographie, Weltstädte, Repolarisierung, kerkerhafte Stadt, Simulation) detailliert am Beispiel von Los Angeles erläutert.

3. Stadtmodell der Los Angeles School of Urbanism: Dieses Kapitel stellt das spezifische Stadtmodell der Los Angeles School vor und kontrastiert es mit klassischen Ansätzen der Chicago School.

4. Blick in die Zukunft: Das Schlusskapitel reflektiert die Einzigartigkeit der Entwicklungen in Los Angeles und fragt nach der Übertragbarkeit dieser Prozesse auf andere Metropolen.

Schlüsselwörter

Postmoderne, Los Angeles School of Urbanism, Stadtforschung, Expolis, Edge City, Postfordismus, Technopole, Weltstadt, soziale Polarisierung, Gated Community, Simulation, Simulacrum, Stadtentwicklung, Urbanisierung, Fragmentierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen der postmodernen Stadtforschung und illustriert diese anhand der spezifischen städtischen Entwicklung von Los Angeles.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert Umstrukturierungsprozesse wie die Entstehung von Expolis, den Wandel zur postfordistischen Industriegeographie, die Rolle als Weltstadt, soziale Polarisierung sowie Tendenzen zur Simulation und Überwachung im städtischen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die sechs von der Los Angeles School identifizierten Restrukturierungsprozesse zu definieren und aufzuzeigen, wie diese das urbane Gesicht von Los Angeles grundlegend verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die geographische Fachliteratur und Fallbeispiele nutzt, um ein theoretisches Modell (das Stadtmodell der Los Angeles School) auf die reale Entwicklung einer Metropole anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert sechs spezifische geografische Umstrukturierungsprozesse, die von der Entstehung eigenständiger Außenstädte bis hin zur Zunahme von Gated Communitys und simulierten Themenparks reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Postmoderne, Expolis, Edge City, Postfordismus, soziale Fragmentierung, Simulation und die Los Angeles School of Urbanism.

Was bedeutet der Begriff „Expolis“ im Kontext der Arbeit?

Expolis beschreibt die postmoderne Stadt als eine Stadt „ohne“ Außenstadt, in der die Vororte zu eigenständigen, autarken Agglomerationen (Edge Citys) herangewachsen sind.

Warum wird Los Angeles als „kerkerhafte Stadt“ bezeichnet?

Der Begriff, zurückgehend auf Michel Foucault, beschreibt den Zustand einer Stadt, die aufgrund ihrer Komplexität unregierbar geworden ist und daher verstärkt auf Überwachung, Abschottung und Sicherheit (z.B. Gated Communitys) setzt.

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Details

Title
Los Angeles School of Urbanism. Charakteristische Prozesse der Umstrukturierung postmoderner Städte
College
University of Passau  (Lehrstuhl für Anthropogeographie)
Course
PS Stadtgeographie
Grade
2
Author
Carolin Wimberger (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V315043
ISBN (eBook)
9783668144705
ISBN (Book)
9783668144712
Language
German
Tags
Los Angeles School of Urbanism Postmoderne postmoderne Stadtplanung postmoderne Stadtforschung Los Angeles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Wimberger (Author), 2009, Los Angeles School of Urbanism. Charakteristische Prozesse der Umstrukturierung postmoderner Städte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315043
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