Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Außerparlamentarische Opposition in Deutschland ´Zwischen Protest, Gewalt und Integration´

Title: Außerparlamentarische Opposition in Deutschland ´Zwischen Protest, Gewalt und Integration´

Term Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Lutz Zimmermann (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

1.1 Repräsentative Demokratie und außerparlamentarische Opposition - Gegensatz oder Ergänzung?

Diese Fragestellung ist der Gegenstand dieser Hausarbeit. Welches
Verständnis haben wir heute von politischer Opposition in der parlamentarischen Demokratie? Was kann man aus den Anfängen und
dem Verlauf der „Außerparlamentarischen Opposition“ der sechziger
und siebziger Jahre im Hinblick auf die Bedeutung einer außerparlamentarischen Opposition lernen? Dazu ist es notwendig, zu
Beginn einige Begriffe zu klären bzw. zu definieren.
Demokratie wird schlagwortartig meist mit „Volksherrschaft“ oder
Volkssouveränität“ umschrieben. Das Volk, also jeder Bürger, ist
Inhaber und Träger der Staatsgewalt. Alle Staatsgewalt geht vom
Volke aus (Art. 20 II S.1 GG). Der Grundgedanke liegt darin, daß
das Volk als „Urquell“ aller staatlichen Macht und so alle Staatsbürger als gleichberechtigt angesehen werden1. Demokratie ist
demnach ihrem Wesen nach gleichberechtigte Teilnahme „aller an
allem“.
Eine Demokratie kann unmittelbar oder mittelbar sein. Das Grundgesetz
hat sich im Artikel 20 II S.2 (inWahlen und Abstimmungen)
für die mittelbare (repräsentative) und hier für die parlamentarische
Demokratie entschieden. Kennzeichnend für diese ist, daß das Parlament stellvertretend für das Volk (die Volksvertretung) Einfluß
auf Bildung und Tätigkeit der Regierung hat (parlamentarisches
Prinzip)2. Der Bundestag wählt den Bundeskanzler gemäß Art.63 I
GG mit der Mehrheit seiner Abgeordneten. Anschließend bildet
dieser die Regierung. Die anderen in den Bundestag gewählten Parteien
bilden die parlamentarische Opposition (Oppositionsfraktionen).
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Repräsentative Demokratie und außerparlamentarische Opposition – Gegensatz oder Ergänzung?

2. Geschichtliche Entwicklung der APO

2.1 Der Beginn

2.2 Die große Koalition

2.3 Die Formierung der „APO“

2.4 Niedergang und Folgen der APO

3. Der neue Aufbruch

4. Konklusion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Rolle der Außerparlamentarischen Opposition (APO) in Deutschland seit den 1960er Jahren. Dabei wird analysiert, inwieweit die APO als notwendiges Korrektiv der parlamentarischen Demokratie fungierte und welche langfristigen Auswirkungen ihre Protestformen und gesellschaftspolitischen Forderungen auf die politische Kultur der Bundesrepublik hatten.

  • Verhältnis zwischen repräsentativer Demokratie und außerparlamentarischer Opposition
  • Die Entstehungsgründe der APO im Kontext der Großen Koalition 1966
  • Die Rolle der Studentenbewegung und des SDS als Kern der APO
  • Differenzierung zwischen politischem Protest und radikalem Terrorismus
  • Transformation der Protestkultur in neue soziale Bewegungen und die Gründung der Grünen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die große Koalition

Die Zeit der „Außerparlamentarischen Opposition“ begann mit der „Großen Koalition“. Ludwig Erhardt, Bundeskanzler einer CDU/CSU // FDP Koalition, Nachfolger Konrad Adenauers, wurde 1966 aufgrund einer wirtschaftlichen Rezession durch Kurt Georg Kiesinger als Bundeskanzler abgelöst. Dies war möglich geworden, weil sich eine Regierung der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gebildet hatte. Diese konnte sich auf 447 Abgeordnete stützen und ihr standen auf Seiten der parlamentarischen Opposition nur 49 Abgeordnete der FDP gegenüber. So kam das für eine parlamentarische Demokratie grundlegende Prinzip der Kontrolle der Regierung durch eine starke Opposition faktisch zum Erliegen. Die relative Bedeutungslosigkeit dieser und der damit verbundene Funktionsverlust des Parlaments, nährten ein bereits vorher spürbares und artikuliertes Unbehagen am politischen und gesellschaftlichen System der Bundesrepublik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Klärung grundlegender Begrifflichkeiten und Definitionen der Opposition innerhalb einer repräsentativen Demokratie.

2. Geschichtliche Entwicklung der APO: Detaillierte Analyse der Ursprünge des Protests, angefangen bei frühen Bewegungen bis hin zur institutionalisierten APO während der Großen Koalition.

3. Der neue Aufbruch: Untersuchung der Kontinuität außerparlamentarischer Proteste in den 1970er und 1980er Jahren durch neue soziale Bewegungen und die Entstehung der Partei „Die Grünen“.

4. Konklusion: Zusammenfassende Bewertung der APO als legitimer und notwendiger Bestandteil des politischen Wandels in der Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Außerparlamentarische Opposition, APO, Große Koalition, Studentenbewegung, SDS, Notstandsgesetze, parlamentarische Demokratie, Protestkultur, politischer Wandel, 68er-Bewegung, Terrorismus, RAF, neue soziale Bewegungen, Die Grünen, gesellschaftliche Demokratisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, den Verlauf und das Wirken der Außerparlamentarischen Opposition in Deutschland von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Spannungsfeld zwischen parlamentarischer Regierung und außerparlamentarischem Protest, die Rolle der Studentenbewegung, die Notstandsgesetzgebung sowie die Transformation dieser Bewegungen in spätere parteipolitische oder zivilgesellschaftliche Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die APO einen Gegensatz zur parlamentarischen Demokratie darstellt oder ob sie eine ergänzende, demokratiefördernde Funktion erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-politische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und politischen Analysen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Nachzeichnung der APO-Entwicklung, die Analyse der gesellschaftlichen Auswirkungen der 68er-Bewegung und die Untersuchung des Übergangs von Protestbewegungen hin zu den neuen sozialen Bewegungen und den Grünen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Außerparlamentarische Opposition, 68er-Bewegung, Notstandsgesetze, Politische Partizipation, Demokratisierung und Gesellschaftswandel.

Wie wird das Verhältnis der APO zum Terrorismus im Dokument bewertet?

Der Autor zieht eine klare Trennlinie zwischen dem politischen Protest der APO und der kriminellen, gewaltbereiten Praxis von Gruppen wie der RAF, die sich durch ihre Radikalisierung außerhalb des demokratischen Konsenses stellten.

Warum sieht der Autor den "Marsch durch die Institutionen" als Erfolg an?

Der Autor argumentiert, dass dieser Weg dazu beitrug, dass die Anliegen der außerparlamentarischen Bewegungen in den gesellschaftlichen Diskurs und die parlamentarische Politik integriert wurden, was zu einem tiefgreifenden politischen Wandel führte.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Außerparlamentarische Opposition in Deutschland ´Zwischen Protest, Gewalt und Integration´
College
Federal University of Applied Administrative Sciences  (FB Allgemeine Innere Verwaltung)
Grade
14 Punkte
Author
Lutz Zimmermann (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V3152
ISBN (eBook)
9783638119061
Language
German
Tags
Außerparlamentarische Opposition Deutschland Protest Gewalt Integration´
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lutz Zimmermann (Author), 2001, Außerparlamentarische Opposition in Deutschland ´Zwischen Protest, Gewalt und Integration´, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3152
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint