Das Ergebnisprotokoll wurde im Fach "Geschichte der Philosophie" erstellt. Das Protokoll fast die Ergebnisse der Sitzung über Nietzsches Fabel "Wie die „wahre Welt“ endlich zur Fabel wurde." zusammen. Das Protokoll steht für sich selbst und ist auch für LeserInnen verständlich, die die Fabel nicht gelesen haben.
Zur Analyse der Fabel wurden drei Kommentare herangezogen:
- Heidegger. Nietzsches Umdrehung des Platonismus.
- Janke. Die wahre Welt als Fabel.
- Sommer, A.U. Ein philosophisch-historischer Kommentar zu Nietzsches Götzen-Dämmerung.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- A. Aufbau des Seminars
- B. Das Seminar
- a) Nachtrag zu Hegel
- b) Nietzsche, das Christentum und die Metaphysik
- C. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Das Seminar behandelt Friedrich Nietzsches Kritik am Christentum und der Metaphysik, insbesondere in seiner Schrift "Götzendämmerung", und untersucht die Auswirkungen dieser Kritik auf die philosophische und kulturelle Landschaft.
- Nietzsches Kritik am Christentum und der Metaphysik
- Die Rolle von Platon und Platonismus in Nietzsches Philosophie
- Der Aufstieg des Positivismus und der Untergang des Transzendentalen
- Der Übermensch als Konzept und seine Auswirkungen
- Nietzsches Philosophie als Anti-Moral und Wille zur Macht
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das Seminar beginnt mit einem Nachtrag zum Thema Hegel, wobei seine Kritik am Geist als zentrales Element der Philosophie angesprochen wird. Anschließend wird Nietzsches Verhältnis zum Christentum und zur Metaphysik beleuchtet, wobei sein Werk "Götzendämmerung" im Fokus steht. In diesem Werk setzt Nietzsche das Christentum mit der Metaphysik gleich und kritisiert die Vorstellung einer "wahren Welt" als jenseitiges Ideal, das die diesseitige Welt entwertet.
Nietzsche sieht das Christentum als "verpöbelten Platonismus" und führt die "wahre Welt" auf die Idee einer übersinnlichen Realität zurück, die er für bedeutungslos und unerreichbar erklärt. Er verkündet den Aufstieg des Positivismus und der modernen Wissenschaft, die die transzendentale Welt und den Idealismus untergräbt.
Weiterhin wird Nietzsches Konzept des Übermenschen vorgestellt, der als Gottesbesieger und Vertreter eines freien Geistes die traditionelle Moral in Frage stellt. Der Übermensch ist für Nietzsche die Verkörperung des Willens zur Macht, der sich von allen Normen und Verpflichtungen befreit.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Seminars sind: Christentum, Metaphysik, Platonismus, Positivismus, Transzendentes, Übermensch, Wille zur Macht, Anti-Moral, Nihilismus.
Häufig gestellte Fragen
Was meint Nietzsche mit der Fabel von der „wahren Welt“?
Nietzsche beschreibt in der „Götzendämmerung“ den historischen Prozess, wie die metaphysische Vorstellung einer jenseitigen, „wahren“ Welt (Platonismus, Christentum) schrittweise ihre Glaubwürdigkeit verlor und schließlich als bloße Fabel entlarvt wurde.
Wie kritisiert Nietzsche das Christentum in diesem Zusammenhang?
Er bezeichnet das Christentum als „Platonismus für das Volk“. Er kritisiert, dass es die diesseitige Welt zugunsten eines unerreichbaren Jenseits entwertet und so eine lebensfeindliche Moral fördert.
Welche Rolle spielt der Positivismus in Nietzsches Analyse?
Der Aufstieg der modernen Wissenschaften und des Positivismus führte dazu, dass transzendente Ideale als unbeweisbar und unnütz erkannt wurden, was den Untergang der Metaphysik beschleunigte.
Was ist das Konzept des Übermenschen bei Nietzsche?
Der Übermensch ist ein freier Geist, der den Nihilismus überwindet, der den Tod Gottes akzeptiert und aus eigener Kraft neue Werte jenseits der traditionellen Sklavenmoral schafft.
Welche Kommentare wurden zur Analyse der Fabel herangezogen?
Die Analyse stützt sich auf bedeutende Kommentare von Martin Heidegger (Nietzsches Umdrehung des Platonismus), Janke und Andreas Urs Sommer.
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- B.A. Martin Birkner (Author), 2016, Über Nietzsches Fabel "Wie die „wahre Welt“ endlich zur Fabel wurde", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315307