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Demenz und Autonomie. Ein Essay

Title: Demenz und Autonomie. Ein Essay

Essay , 2013 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.Ed. Henriette Bartusch (Author)

Ethics
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Die Verständigung über den Begriff der Autonomie und die Pathogenese der Demenz zeigt auf, dass Menschen mit Demenz durch den progressiven Verlauf der Erkrankung in ihrer Autonomie eingeschränkt sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Personen zwingend fremdbestimmt sein müssen.

Dieses Essay diskutiert in welchem Zusammenhang Demenz und Autonomie - ethisch betrachtet - stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen und theoretische Grundlagen

2.1 Autonomie als zentraler Begriff

2.2 Definition und Symptomatik der Demenz

3. Anwendung der Autonomie bei Menschen mit Demenz

3.1 Stadien der Demenz und Auswirkungen auf die Autonomie

3.2 Ethische Reflexion der Fremdbestimmung in der Praxis

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ethische Spannungsfeld zwischen dem Prinzip der Autonomie und der notwendigen Fürsorge bei an Demenz erkrankten Patienten im Pflegealltag.

  • Ethische Prinzipien in der Pflege (Autonomie vs. Fürsorge)
  • Philosophische Definition des Autonomiebegriffs
  • Klinisches Krankheitsbild der Demenz und Auswirkungen auf die Kognition
  • Differenzierung der Autonomie in verschiedenen Stadien der Erkrankung
  • Reflexion über Praxisbeispiele zur Wahrung der Patientenwürde

Auszug aus dem Buch

Die Autonomie als moralisch ausgerichtete Selbstbestimmung

Stellt man sich einmal selbst die Frage, was unter Autonomie zu verstehen ist, fallen einem zahlreiche prägnante Begriffe ein, die auch den Ausführungen der oben genannten Autoren gerecht werden. Äußerungen und Schlagworte wie die Fähigkeit selbstständig Entscheidungen treffen zu können und zu dürfen, die Möglichkeit handeln zu können und zu dürfen wie man es selber für richtig hält, die Möglichkeit hingehen zu können und zu dürfen, wo es einen gerade hinzieht, die Möglichkeit alles denken und sagen zu können und zu dürfen, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung sind nur einige, offensichtlich alltägliche, selbstverständliche Beschreibungen, die Autonomie ausdrücken.

Doch was ist nun unter Demenz zu verstehen? Folgende Definition gibt zunächst einen groben Überblick, was sich hinter einer Demenz verbirgt.

„Organisch bedingter, fortschreitender Verlust zuvor vorhandener geistiger Fähigkeiten. Komplexes Symptombild eines chronischen Verwirrtheitszustands (Herv. der Verfasser) [...] mit Gedächtnis-, Wahrnehmungs- und Denkstörungen [...], Desorientiertheit, Persönlichkeitsveränderungen und in der Folge auch körperlichem Abbau.“ (Lektorat Pflege; Menche 2007, S. 1319)

Es wird ersichtlich, dass sich eine Demenz zunächst in einem breiten Spektrum auf die kognitiven Fähigkeiten negativ auswirkt. Die Internationale Klassifikation psychischer Störungen der WHO (vgl. bei Payk 2010, 22) gibt an, dass sich eine Demenz auf die Bereiche Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen auswirkt. Hier wird bereits ersichtlich, dass viele Bereiche beeinträchtigt sind, die auch in einem engen Zusammenhang mit der Fähigkeit zu selbstbestimmten Handeln stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Demenzproblematik vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und wirft die ethische Frage nach der Vereinbarkeit von Autonomie und Fremdbestimmung bei Demenzpatienten auf.

2. Begriffsdefinitionen und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die philosophischen Grundlagen von Autonomie als Freiheit und Selbstbestimmung sowie das medizinische Symptombild der Demenz.

3. Anwendung der Autonomie bei Menschen mit Demenz: Hier erfolgt eine kritische Reflexion darüber, wie Autonomie in den verschiedenen Stadien einer Demenz eingeschränkt ist und wie pflegerisches Handeln dennoch respektvoll gestaltet werden kann.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen Abwägung zwischen Autonomie und Fürsorge und weist auf die weiterführende ethische Problematik des Freiheitsentzuges hin.

Schlüsselwörter

Autonomie, Demenz, Pflegeethik, Fremdbestimmung, Selbstbestimmung, Patientenwürde, Fürsorge, Kognitive Einschränkung, Krankheitsstadien, Ethisches Dilemma, Pflegeprozess, Respekt, Lebensqualität, Mediziner, Angehörige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay?

Der Essay untersucht das ethische Spannungsfeld, das entsteht, wenn die Autonomie von Menschen mit Demenz aufgrund ihres fortschreitenden Krankheitsverlaufs eingeschränkt wird.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der philosophische Autonomiebegriff, das Krankheitsbild der Demenz, die pflegeethische Abwägung sowie der Schutz der Patientenwürde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwiefern trotz fortschreitender Demenz ein gewisses Maß an Selbstbestimmung bewahrt werden kann und ob Fremdbestimmung immer gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Reflexion basierend auf ihren eigenen Erfahrungen aus der Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Autonomieprinzipien in Korrelation zu den Stadien der Demenz und der ethischen Kritik am pflegerischen Umgang mit den Betroffenen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text beschreiben?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Autonomie, Demenz, Pflegeethik, Fremdbestimmung, Patientenwürde und Fürsorge.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den Stadien der Demenz bezüglich der Autonomie?

Die Autorin argumentiert, dass eine pauschale Einschränkung der Autonomie unethisch ist; während im Anfangsstadium Selbstbestimmung weitgehend möglich ist, erfordert das fortgeschrittene Stadium eine differenziertere, oft fremdbestimmte, aber am mutmaßlichen Willen orientierte Pflege.

Welche Rolle spielen Angehörige und Patientenverfügungen im ethischen Dilemma?

Sie dienen als wichtige Unterstützung, um den mutmaßlichen Willen des Patienten zu ermitteln, wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, seine eigenen Entscheidungen vernünftig abzuwägen.

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Details

Title
Demenz und Autonomie. Ein Essay
College
Dresden Technical University  (Institut für Philosophie)
Course
Medizin- und Pflegeethik
Grade
1,3
Author
M.Ed. Henriette Bartusch (Author)
Publication Year
2013
Pages
10
Catalog Number
V315368
ISBN (eBook)
9783668139022
ISBN (Book)
9783668139039
Language
German
Tags
Demenz und Autonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Ed. Henriette Bartusch (Author), 2013, Demenz und Autonomie. Ein Essay, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315368
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