Welche Faktoren tragen zu einer langlebigen Partnerschaft bei und welche Methoden der Paarberatung können helfen?


Hausarbeit, 2014

26 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft
2.1 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft nach Hans Jellouschek
2.1.1 Krisen des Paares als Chance zum Fortschritt
2.1.1.1 Ein Fallbeispiel
2.1.2 Hervorhebung des Positiven in einer Beziehung
2.2 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft nach John Gottman
2.2.1 Die positive Art Konflikte zu lösen
2.2.2 Die Schaffung eines gemeinsamen Sinns
2.2.3 Beeinflussung durch den Partner
2.3 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft nach Ulf Harder
2.3.1 PREPARE/ ERICH
2.3.2 EPL- Ein Partnerschaftliches Lernprogramm
2.3.3 Partnerschule
2.4 Zusammenfassung und Gegenüberstellung der bisherigen Ergebnisse

3 Methoden der Paarberatung
3.1 Lebenskrisen
3.2 Fokussieren des Positiven
3.3 Konflikte konstruktiv lösen
3.4 Herstellung eines gemeinsamen Sinns
3.5 Beeinflussung durch den Partner

4 Fazit.

1 Einleitung

Befindet sich die Ehe in einer Krise? In seiner Dissertation bejaht Harder diese Frage und nennt dabei als Gründe die abnehmende Geburtenhäufigkeit, die Zunahme der Scheidungen und den Rückgang der geschlossenen Ehen. Jedoch wirkt es so, als ob eine ideale Beziehung durch wechselseitiger Treue und Langlebigkeit gekennzeichnet ist. Andere Idealisierungen, wie die Freizügigkeit im Sexualleben oder der Partnertausch, waren eher kurzlebig (Harder 2012, S.78). Früher war die Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft, aus der es fast unmöglich war auszubrechen. Heute ist die Stabilität der Ehe primär von der zwischenmenschlichen Beziehung der Partner abhängig. Wenn die Partner sich lieben, gut zusammenarbeiten und ihre Verbindung durch Harmonie gekennzeichnet ist, dann steigert dies die Qualität ihrer Beziehung und die Wahrscheinlichkeit, dass sie zusammen bleiben. Die Rahmen aus vergangener Zeit sind nicht reproduzierbar und somit ist der Bestand der Ehen von den individuellen Fähigkeiten und Grenzen des Einzelnen mit dem Partner umzugehen abhängig (Jellouschek 2009, S. 18f.). Die Scheidungsrate betrug im Jahr 2012 in Deutschland rund 46 % (Statista 2014). Die Scheidungswahrscheinlichkeit bei Zweitehen ist noch um zehn Prozent höher. Deshalb ermutigt John Gottman Paare dazu sich daran zu bemühen ihre Ehen zu stärken. Schwerwiegend ist es wenn eine Ehe getrennt wird, ohne dass die Partner dabei den Wert ihrer Beziehung erkannt haben (Gottman 2005, S. 12f.).

In der Literatur über Paarbeziehungen werden oft die Gründe fokussiert, die eine langlebige Verbindung zwischen zwei Menschen zum Scheitern bringt. Diese Arbeit beschäftigt sich hingegen damit, welche Faktoren dazu beitragen, dass eine Ehe auf Dauer funktionieren kann und was die Paarberatung leisten kann, um Paaren zu unterstützen die stärkenden Faktoren in ihr Leben zu integrieren. Im ersten Teil der Arbeit geht es darum wie es Paaren gelingen kann, ihre Beziehung zu stärken und Strategien zu entwickeln eine langlebige Verbindung zueinander aufrechtzuerhalten. Dabei wird aus Sicht von zwei Paarforschern und einem Theologen über dieses Thema nachgedacht. Die Ansichten der drei Forscher Jellouschek, Gottman und Harder sollen dabei im mittleren Teil kurz zusammengefasst und gegenübergestellt werden. Im letzten Teil der Arbeit werden die herausgearbeiteten Faktoren die eine langlebige Partnerschaft begünstigen wieder aufgegriffen und im Kontext der Paarberatung betrachtet.

2 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft

Da das Gelingen einer Paarbeziehung immer mehr von dem einzelnen Individuum abhängig ist, ist es sinnvoll die Methoden die ein Paar selbstständig verinnerlichen kann aufzuzeigen, die den positiven Verlauf einer zwischenmenschlichen Beziehung begünstigen. Jellouschek, Gottman und Harder sind Autoren die sich intensiv mit solchen Faktoren beschäftigen.

Gottman geht von dem Ansatz aus, dass ein Paar durch die Verinnerlichung seiner sieben Geheimnisse, den Schlüssel zu einer erfolgreichen Ehe selbstständig herstellt (Gottman 2005, S.37). Dabei geht es ihm weiterhin darum dem Paar Einsicht zu vermitteln. Dies geschieht z.B. durch die Aufdeckung der emotionalen Dynamik in einer Paarbeziehung, die Gottman in einem einfachen Modell leicht verständlich darstellt. Wenn ein Paar sich mit diesem Modell vertraut macht und erkennt wodurch emotionale Kräfte in eine positive bzw. negative Richtung lenken, können sie destruktiven Verhaltensweisen die gegenseitige Verletzungen zur Folge haben ablegen (Gottman 1994, S.14). Gottman selbst konnte das Modell der Beziehungsdynamiken auf Grund von seinen Forschungen im Ehe-Labor entwickeln (Gottman 1994, S.28). Auch Jellouschek setzt auf die frühe Einsichtsvermittlung auf problematische Bereiche der Paarbeziehung, um einen positiven Verlauf ihrer Verbindung zu ermöglichen (Jellouschek 2004, S.11). Ulf Harder legt den Schwerpunkt auf die präventive Arbeit mit Paaren, durch welche Konflikteskalationen vermieden werden und die Liebe gestärkt werden können (Harder 2012, S.6). Im späteren Verlauf der Arbeit wird noch weiter auf die Schwerpunkte der drei Autoren näher eingegangen.

Ziel dieses Kapitels soll es sein, elementare Faktoren für eine gelingende Paarbeziehung darzustellen. Dabei soll auf einzelne, ausgewählte Faktoren der jeweiligen Autoren eingegangen werden. Eine vollständige Auflistung aller Faktoren ist hierbei nicht das Ziel dieser Arbeit. Vielmehr sollen diese im letzten Kapitel erneut unter dem Fokus der Paarberatung betrachtet werden.

2.1 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft nach Hans Jellouschek

Jellouschek gründet seine Erkenntnisse auf seine jahrzehntelange therapeutische Arbeit mit Paaren. Er weist darauf hin, dass diese jedoch nicht als Patentrezept verstanden werden dürfen, die in jedem Fall hilfreich sind. Jedoch setzt er sich mit Einwänden seiner Patienten oder Zuhörer seiner Vorträge kritisch auseinander. Er meint, dass es bei Beachtung aller Hinweise und dem vollen Einsatz des Willens der Beteiligten oft nicht möglich ist, dass sich Trennungen verhindern lassen. Als Gründe nennt er hierfür die anfängliche, gegenseitige Täuschung der Partner, Entwicklungen im Leben der Paare, die sie in unterschiedliche Richtungen gelenkt haben und andere ähnliche Umstände. Im Interesse der Kinder hält Jellouschek eine Trennung für besser, wenn Kinder mit getrennten Eltern leben, die gut miteinander zusammenarbeiten, als mit vereinten Partnern die sich hassen und ständig im Streit leben. Jedoch können durch die frühe Einsichtsvermittlung, Paare auf problematische Bereiche ihrer Beziehung hingewiesen werden und somit viele Trennungen verhindert werden können. Dabei möchte der Autor Paaren Hilfestellung geben (Jellouschek 2004, S.10f.). Jellouschek erklärt anhand von typischen Alltagssituationen von Paaren wie die Verliebtheit der Paare am Anfang über einen längeren Lebensabschnitt weiter bestehen kann (Jellouschek 2009, S.13).

2.1.1 Krisen des Paares als Chance zum Fortschritt

Kritische Lebensereignisse können z.B. die Geburt des ersten Kindes, das Eintreten der Kinder in die Schule oder das Eintreten der Eheleute in den Altersruhestand sein. Die Partner müssen nach Aufgabe eines gewohnten Gleichgewichts Verantwortung übernehmen und erneut ein gemeinsames Gleichgewicht finden. So muss der Ehemann z.B. auf seinen gewohnten Fußball Abend mit seinen Freuden verzichten und neue Abläufe, wie das nächtliche Aufstehen beim Schreien des Kindes, müssen vom Paar eingeübt werden. Es erfolgt die Unterscheidung zwischen vorhersehbaren und unvorhersehbaren kritischen Lebensereignissen. Die vorhersehbaren kritischen Lebenskrisen sind einem Paar bewusst und mit Einsicht verbunden. Diese Ereignisse gelten immer als Chancen damit Entwicklung geschieht, auch wenn es zum z.T. schwer fällt sie als Chancen zu erkennen und zu nutzen. Unvorhersehbare kritische Lebensereignisse wie z.B. Erziehungsprobleme mit Kindern, Krankheit oder eine Außenbeziehung, sind für ein Paar schwerer zu verarbeiten, da sie meist ohne Vorwarnung eintreffen und das Paar sich keine Bewältigung Strategien zurechtlegen konnte. Wichtig hierbei sind Akzeptanz und konstruktiver Umgang mit dem Problem. So kann das Paar nicht nur eine Gefahr, sondern auch ein Gewinn erkennen. Dies soll an einem Beispiel verdeutlicht werden (Jellouschek 2004, S.148-153).

2.1.1.1 Ein Fallbeispiel

Es handelt sich um ein Paar welches nun seit zwölf Jahren verheiratet ist. Die ersten zehn Ehejahre sind sie damit beschäftigt, ihre eigene Firma aufzubauen. Dabei investieren sie viel Zeit in ihr Geschäft aber nur wenig füreinander und ihre Liebebeziehung. Nachdem das alltägliche Firmengeschäft lebendig wird und die Angestellten sich in ihre Aufgaben einarbeiten, empfindet der Ehemann eine starke Sympathie für eine der Mitarbeiterinnen. Er schläft mit ihr, möchte die Beziehung zu seiner Frau aber nicht aufgeben. Als seine Frau davon erfährt ist sie am Boden zerstört und stellt die Beziehung in Frage. Die Frau könnte nun mit Selbstmitleid und Abneigung reagieren, jedoch setzt sie sich intensiv mit ihrem Partner auseinander, wie schon seit Jahren nicht mehr. Sie fragt sich, ob sie sich zu wenig Zeit füreinander nahmen und wo die anfängliche Begeisterung verloren gegangen ist. Trotz der äußeren Bemühungen und Unterstützungen haben sie sich als Partner verloren. Durch die Krise wird ihnen die Erstarrung in der sie sich befinden bewusst. Sie bringt aber auch die unsichtbaren Mauern zum Einsturz, die sich zwischen den Partner aufgebaut haben, sodass eine tiefe Begegnung erneut möglich ist. Die Frau bemüht sich wieder mehr um ihren Mann und nach kurzer Zeit der Unentschlossenheit löst sich der Ehemann von seiner Geliebten (Vgl. Jellouschek 2004, S.154). Wenn Krisen angenommen werden, können sie früherer Schieflagen in Beziehungen aufdecken. So werden Paare herausgefordert, gemeinsam nach einer neuen Lösung zu suchen (Jellouschek 2004, S.156).

2.1.2 Hervorhebung des Positiven in der Beziehung

Die Erhaltung einer positiven Grundstimmung trägt elementar zur Stabilität der Paarbeziehung bei (Jellouschek 2004, S.56). In allen Lebens- und Beziehungsbereichen ist es von erheblicher Bedeutung die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf das Positive zu üben. Negative Dinge werden dem Menschen hingegen automatisch bewusst. Wenn das Positive durch die Steuerung der Aufmerksamkeit beim Gegenüber stärker wahrgenommen wird, ist es wichtig es dem Partner mitzuteilen. Nur so kann es zu einer gemeinsamen Beziehungsrealität werden. Zu einem Großteil schafft das Individuum seine Beziehungsrealität selber, vor allem durch das was er seinem Partner kommuniziert. Wird Kritik gehäuft und wiederholt geäußert wird diese vom Partner nach kurzer Zeit ignoriert. Positive, wertschätzende Aussagen werden hingegen bei ehrlicher, aufrichtiger Haltung des Senders immer gerne von dem Empfänger der Botschaft angenommen. Diese stärken ihn und gleichzeitig die Beziehung des Paares. Erfolgt auf Lob und Anerkennung eine negative Reaktion („Stimmt doch gar nicht..“, „Lass mich in Ruhe…“) oder gar keine, kann der Positiv-Kreislauf seine Wirkung nicht entfalten. Die Paarbeziehung gewinnt an Stabilität, wenn positive Eigenschaften des anderen immer wieder hervorgehoben werden („Ich mag deine Ausstrahlung so gerne.“). Dabei ist es besonders wirksam, wenn das Lob sich an existenzielle Eigenschaften des Partners richtet und nicht nur an verdienstvolles Verhalten. Die Fähigkeit sich Vergangenes wieder gegenwärtig zu machen, kann dem Paar dienlich sein, ihre Beziehung auf Grund vergangener, positiver Erlebnisse zu stärken. Dabei ist es wichtig, dass der Gegenüber darauf eingeht und somit Bilder und Emotionen einer vergangen Situation wieder lebendig werden können. Positive Resonanz kann uns sollte auch durch Berührungen, Blicke und Taten hergestellt werden. Diese sind genauso wichtig wie verbale Botschaften der Zuneigung (Jellouschek 2004, S.59-62).

2.2 Stärkende Faktoren einer langlebigen Partnerschaft nach John Gottmann

Gottman ist es bereits nach kurzer Zeit der Beobachtung möglich zu beurteilen, ob ein Paar für immer zusammen bleibt. Diese Einschätzung trifft Gottman auf Grund von Datensammlungen die er während seiner Forschungen im Ehe Labor gemacht hat. Es ist somit ein neuer Schritt, Paaren nicht auf Grund von eigenen Meinungen und Ideen zu einer harmonischen Partnerschaft verhelfen zu wollen, sondern mit Hilfe von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Dennoch fokussiert Gottman nicht die Vorhersage einer Scheidung, sondern die Entwicklung von Faktoren, die eine Ehe zusammenhalten. Als wichtigen Grundsatz für eine glückliche Paarbeziehung führt Gottman die entwickelte Dynamik des Paares im Alltag an, die die negativen Emotionen und Gedanken gegenüber den positiven überwiegt (Gottman 2005, S.10f.). Gottman hat eine einfache Formel aufgestellt, die wiedergibt, wie eine Paarbeziehung gesund bleibt: Die Partner müssen mindestens fünfmal so viele positive Dinge erleben wie negative. Bei Nichteinhalten dieses Gleichgewichts kommt es zu Frustrationen und vermehrter Streitereien (Gottman 1994, S.31f.). Das Vorhandensein emotionaler Intelligenz bei den Partnern erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie glücklich zusammenbleiben. Dazu zählt auch, dass sie sich gegenseitig und ihre Ehe ehren und respektieren (Gottman 2005, S.12). Eine tiefe Freundschaft trägt erheblich zu einer glücklichen Ehebeziehung bei. Dies bedeutet, dass Paare mit Wünschen, Ängsten, Hoffnungen, Träumen und der Persönlichkeit des anderen vertraut sind. Sogenannte „Rettungsversuche“ zu unternehmen, wie alberne Gesten in einer angespannten Situation, können helfen Negativität zu kontrollieren. Dabei ist die Effektivität der Rettungsversuche von der Intensität der ehelichen Freundschaft und der emotionalen Intelligenz der Partner abhängig (Gottman 1994, S.23). Liebe und Respekt spielen bei Paaren die in einer langjährigen Ehe zusammen leben eine große Rolle. Dabei übermitteln sich die Partner viel Zuneigung mit Gesten, Augenkontakt und ihrem Gesichtsausdruck. Paare die so handeln bewirken eheliche Harmonie und erzeugen viel Sympathie und Empathie füreinander (Gottman 1994, S.74).

2.2.1 Die positive Art Konflikte zu lösen

Gottman unterscheidet dabei drei Formen der Problemlösung die in gesunden Ehen zu finden sind. Er spricht von einer konstruktiven Ehe, in der die Paare kompromissbereit sind und Probleme sachlich lösen, sodass beide Parteien zufrieden sind. In einer konfliktvermeidenden Ehe werden Meinungsverschiedenheiten akzeptiert und sich ihnen gleichzeitig selten direkt ausgesetzt. In der impulsiven Form der Ehe kommt es oft zu Konflikten und leidenschaftlichen Auseinandersetzungen. Alleinig das angemessene Konfliktverhalten trägt nicht zum Gelingen der Partnerschaft bei, sondern es erlaubt dem Paar ein gesundes Gleichgewicht zwischen positiven und negativen Interaktionen zu finden (Gottmann 1994, S.31). Es ist ein wichtiger Punkt ist wie gut Differenzen und Beschwerden mitgeteilt werden. Entscheidend dabei ist, wie argumentiert wird.- Vermittelt der Stil der Argumentation eine Erhöhung der Spannung oder das Gefühl, dass eine Lösung greifbar ist? Um einen angemessenen Stil zu finden bedarf es keines komplizierten Programms. Die Fähigkeit zu kommunizieren wird durch negative Gedanken und Faktoren die sich in einer Ehe festsetzen blockiert. So mutieren gewöhnliche

Meinungsverschiedenheiten zu vernichtenden Kämpfen. Nach Gottman bedarf es vier Strategien um Konflikte positiv zu bewältigen. Dabei ist die vermehrte Wiederholung dieser Strategien wichtig, damit sie in den Konfliktsituationen zur Verfügung stehen. Das Prinzip der „Verinnerlichung“ ist das einzige, welches sich zur Umsetzung der Strategien angeeignet werden muss. Es gibt weitere Kommunikationstechniken die Gottman in seinem Werk nennt. Da nach Gottman das Befolgen dieser vier Grundregeln eine Maximierung des Eheglücks garantieren, sollen diese hier stark zusammengefasst dargestellt werden. Die erste Strategie beginnt damit sich während einer Auseinandersetzung selbst zu beruhigen. Das Bedürfnis auf Abwehr und Abblocken wird somit reduziert und das Gefühl der Überforderung schwindet (Gottman 1994, S.216-219). Entspannungsmethoden sollen dabei helfen den erhöhten Puls nach unten zu regulieren (ebd., S.225). Die zweite Strategie befasst sich damit, dem Partner ohne Abwehr zuzuhören oder zu sprechen. Dabei eignet sich das Zuhören ohne Vorbehalte die Abwehr beim Gegenüber zu verringern. Anstatt von Abwehr soll in positives Denken und Lob und Bewunderung über bzw. für den Partner investiert werden. Diese positive Haltung kann negative Konflikte in angenehme Gespräche verwandeln. Die Bewusstmachung der positiven Eigenschaften des Partners sind von großer Bedeutung (ebd., S.226-228). Als dritte Strategie führt Gottman die Bestätigung des Gegenübers an. Sie beinhaltet den Partner zu vermitteln, dass er verstanden wird. Sie ist ein wirksames Mittel gegen Kritik, Verachtung und Abwehr. Es soll versucht werden einen Sachverhalt aus der Perspektive des Partners zu sehen, um seinen Standpunkt zu verstehen (ebd., S.245).

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Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Welche Faktoren tragen zu einer langlebigen Partnerschaft bei und welche Methoden der Paarberatung können helfen?
Hochschule
Theologische Hochschule Friedensau
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V315386
ISBN (eBook)
9783668142787
ISBN (Buch)
9783668142794
Dateigröße
1111 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehe, Paarberatung, Partnerschaft
Arbeit zitieren
Udo Brünner (Autor), 2014, Welche Faktoren tragen zu einer langlebigen Partnerschaft bei und welche Methoden der Paarberatung können helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315386

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