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Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung. Selbstbestimmung oder Heimalltag?

Title: Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung. Selbstbestimmung oder Heimalltag?

Term Paper , 2015 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Inga Westhoff (Author)

Social Work
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Vorliegende Hausarbeit analysiert Möglichkeiten und Probleme des Betreuten Wohnens für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen. Sie geht insbesondere der Frage nach, inwiefern ein selbstständiges Leben in diesen Wohnformen möglich ist.

Wer möchte schon gerne in ein Heim? Viele Personen scheuen sich davor, in ein Heim zu gehen, wenn Pflege oder Betreuung unerlässlich wird. Sei es ein Alten-, Pflege- oder Jugendheim, sie haben negative Assoziationen mit dem Heimbegriff. Strikte Regeln, ein durchorganisierter Tagesablauf und keine oder wenig Selbstständigkeit, so stellen sich viele ein Heim vor.

Vielleicht gerade deshalb bietet das Betreute Wohnen, das vermehrt als andere Möglichkeit einer Pflege- und/oder Betreuungseinrichtung angeboten wird, einen Weg, der zunehmend lieber gewählt wird als ein „stereotypes“ Heim.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Betreutes Wohnen

2.1.Verschiedene Formen

3. Betreutes Wohnen von Kindern und Jugendlichen

3.1 Definition und Gesetzgebung

4. Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung

4.1 Ziele und Wohnformen

4.2 Betreutes Wohnen in Wohngemeinschaften

4.3 Aufgaben der Betreuer

5. Beispiel: Therapeutische Wohngruppe in Neustadt/ Osterode (Südharz)

5.1 Aufbau und Ziele

5.2 Alltag

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen individueller Selbstständigkeit und therapeutischer Kontrolle im Bereich des Betreuten Wohnens für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, die Möglichkeiten und Probleme dieser Wohnform kritisch zu hinterfragen und anhand eines Praxisbeispiels zu bewerten.

  • Abgrenzung des Betreuten Wohnens von traditionellen Heimstrukturen
  • Gesetzliche Grundlagen gemäß SGB VIII für betreute Wohnformen
  • Differenzierung zwischen betreutem Einzelwohnen und Wohngemeinschaften
  • Rollenbild und Aufgaben von Betreuern in therapeutischen Kontexten
  • Analyse des Alltags und der Partizipationsmöglichkeiten in einer therapeutischen Wohngruppe

Auszug aus dem Buch

4.2 Betreutes Wohnen in Wohngemeinschaften

Die beliebtere Form sind jedoch die betreuten Wohngemeinschaften. Hierbei wird auf eine relativ homogene Zusammensetzung geachtet. Sei es eine altershomogene Zusammensetzung oder die Homogenität in Bezug auf Hintergründe der Betreuung. Es gibt die Möglichkeiten, dass eine Wohngruppe als Ganze betreut wird oder dass die Bewohner eine Einzelbetreuung wahrnehmen. Wird die Gruppe als Ganze betreut, finden gemeinsame Gespräche statt und die Bewohner wissen über die Details der Krankheiten der Anderen Bescheid, reden gemeinsam darüber. Das bietet den Vorteil, dass wenn einer der Bewohner Beschwerden hat, notfalls auch seine Mitbewohner geeignete Hilfe leisten können. Bei der Einzelbetreuung finden Gespräche individuell statt wodurch der Betroffene selbst entscheiden kann wie viel er von seiner Krankheit preisgibt.

Wohngemeinschaften bieten außerdem viele Vorteile. Die Betroffenen sind hier nicht alleine, Isolation und Einsamkeit wird somit entgegengewirkt. Kontaktschwache Personen können sehr gut von einer solchen Wohngemeinschaft profitieren (vgl. Schlichte 2009, S.49).

Die Bewohner können Freundschaften schließen, sich über ihre Probleme austauschen und sich gegenseitig im Alltag helfen. Damit sind sie nicht unbedingt immer auf die Hilfe der Betreuer angewiesen, was eine gewisse Selbstständigkeit erkennen lässt.

Eine andere Aufgabe mit der die Bewohner konfrontiert werden ist die Auseinandersetzung mit Toleranz und gegenseitiger Rücksichtnahme. Für ein friedliches Miteinander ist es unerlässlich Kompromisse einzugehen. Auch müssen Regeln aufgestellt werden um ein friedliches Zusammenwohnen möglich zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Selbstständigkeit und den notwendigen Strukturen in stationären Wohneinrichtungen für psychisch erkrankte Jugendliche.

2. Betreutes Wohnen: Dieses Kapitel definiert das Betreute Wohnen als alternative Form der Heimerziehung und differenziert zwischen verschiedenen pflege- und betreuungsrelevanten Wohnformen.

3. Betreutes Wohnen von Kindern und Jugendlichen: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen nach §34 SGB VIII sowie die Zielsetzung erläutert, Kinder und Jugendliche auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.

4. Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung: Das Kapitel analysiert spezifische Wohnmodelle, die Rolle der Betreuer sowie das Spannungsfeld zwischen Fremdkontrolle und der Förderung von Eigenverantwortung.

5. Beispiel: Therapeutische Wohngruppe in Neustadt/ Osterode (Südharz): Anhand dieses Praxisbeispiels werden Aufbau, Ziele und die strikten Alltagsstrukturen einer therapeutischen Einrichtung untersucht und kritisch hinterfragt.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung konstatiert, dass Selbstbestimmung in diesem Kontext stark von der Schwere der Erkrankung abhängig ist und oft in Konflikt mit notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen steht.

Schlüsselwörter

Betreutes Wohnen, Heimerziehung, psychische Erkrankung, SGB VIII, Wohngemeinschaft, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Fremdkontrolle, Jugendhilfe, therapeutische Wohngruppe, Alltagsbewältigung, Sozialpädagogik, Partizipation, Lebensform, Stabilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Betreute Wohnen für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen notwendiger Betreuung und dem Wunsch nach Selbstbestimmung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören rechtliche Grundlagen der Jugendhilfe, verschiedene Wohnformen, die Aufgaben pädagogischer Fachkräfte sowie die kritische Betrachtung von Partizipation im therapeutischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Probleme dieser Wohnform zu erfassen und anhand einer konkreten therapeutischen Wohngruppe zu veranschaulichen, ob Selbstbestimmung oder strikte Kontrolle überwiegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die fallbezogene Betrachtung einer spezifischen Einrichtung, um die theoretischen Aspekte mit der praktischen Umsetzung zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine differenzierte Betrachtung von Einzelwohnen und Wohngemeinschaften sowie die detaillierte Analyse der therapeutischen Wohngruppe in Osterode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Betreutes Wohnen, SGB VIII, psychische Erkrankungen, Selbstbestimmung, therapeutische Wohngruppen und stationäre Jugendhilfe.

Wie unterscheidet sich die therapeutische Wohngruppe in Osterode von anderen Modellen?

Das Beispiel Osterode zeichnet sich durch ein sehr striktes Regel- und Konsequenzensystem aus, das einen Fokus auf strukturierte Therapiephasen legt, anstatt die Partizipation der Jugendlichen in den Vordergrund zu stellen.

Welche Rolle spielt die Eigenverantwortung im Modell des Betreuten Wohnens?

Eigenverantwortung ist zwar ein angestrebtes Ziel, wird jedoch in der Praxis häufig durch therapeutische Notwendigkeiten und institutionelle Vorgaben begrenzt, besonders bei schwereren Krankheitsbildern.

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Details

Title
Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung. Selbstbestimmung oder Heimalltag?
College
University of Münster  (Erziehungswissenschaft)
Course
Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe
Grade
1,7
Author
Inga Westhoff (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V315403
ISBN (eBook)
9783668148727
ISBN (Book)
9783668148734
Language
German
Tags
Betreutes Wohnen Kinder Jugendliche psychische Erkrankungen Selbstbestimmung Autonomie Heimalltag Heim Kinderheim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inga Westhoff (Author), 2015, Betreutes Wohnen Kinder und Jugendlicher mit psychischer Erkrankung. Selbstbestimmung oder Heimalltag?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315403
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