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Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt. Auswirkungen der Mietpreisbremse

Titel: Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt. Auswirkungen der Mietpreisbremse

Studienarbeit , 2015 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan-Bernd Sandkuhle (Autor:in), Hauke Oltmanns (Autor:in)

VWL - Mikroökonomie, allgemein
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Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Mieten vor allem in den Ballungszentren stärker ansteigen. Die Gründe für den Mietanstieg sind vielfältig. Zum einen steigert die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beispielsweise die Attraktivität von Immobilien für Investoren. Zum anderen führt die Landflucht dazu, dass die Nachfrage nach Wohnungen steigt und das Angebot sinkt. Auch die Gentrifizierung ist ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist. Diese Entwicklung führt dazu, dass einkommensschwächere Haushalte stärker belastet werden und bezahlbarer Wohnraum knapper wird. Dementsprechend ist der Wunsch der Bevölkerung und der Politik Gegenmaßnahmen zu ergreifen immer weiter in den Vordergrund gerückt. Die Bundes-regierung hat im Jahr 2013 auf diese Situation reagiert und ein Gesetz zur Mietrechtsnovellierung vorgeschlagen.

Das Gesetz „Dämpfung des Mietanstiegs“ beinhaltet verschiedene Instrumente zur Regulierung des Wohnungsmarktes. Neben des Bestellerprinzips bei der Wohnungsvermittlung wurde auch die Mietpreisbremse eingeführt. Die Bundesregierung möchte hierdurch eine hohe Wohn- und Lebensqualität erreichen. Damit einher geht die Sicherstellung von bezahlbarem Wohnen.

Die Mietpreisbremse ist seit dem 01.Juni 2015 in einigen Bundesländern in Kraft getreten. Hierbei wird die Mieterhöhung bei der Wiedervermietung auf maximal 10% der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt. Inwieweit die Ziele der Bundesregierung in diesem kurzen Zeitraum erreicht wurden, lässt sich nicht quantifizieren. Dennoch könnten erste Auswirkungen durch die Mietpreisbremse, in Form von sinkenden oder stagnierenden Mieten, festgestellt werden. Ob die Veränderungen in diesem Zeitraum auf diese Mietpreisbegrenzung zurückzuführen ist, soll in dieser Seminararbeit untersucht werden.

Damit die Wirkungsmechanismen der Mietpreisbremse nachvollzogen werden können, ist zunächst darzulegen, woraus sich der Mietpreis ergibt. In diesem Zusammenhang wird erklärt, wie sich die Festsetzung des Mietpreises auswirkt. Im Anschluss wird der Gesetzentwurf der Bundesregierung betrachtet. Dazu werden die politischen Hintergründe, die zur Mietpreisbremse geführt haben sowie deren möglichen Folgen thematisiert. Darauf folgt der empirische Teil der Seminararbeit. Darin werden die Mietpreisdaten von neun deutschen Städten aufgeführt, ausgewertet und die Ergebnisse präsentiert. Im letzten Teil wird ein abschließendes Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Hintergründe zur Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt

2.1 Theorie der Mietpreisbildung

2.2 Theorie der Mietpreisbindung

3 Das Mietnovellierungsgesetz der Bundesregierung

3.1 Politische Argumente für den Eingriff in den Wohnungsmarkt

3.2 Umsetzung im Mietnovellierungsgesetz

3.3 Ziel und mögliche Folgen der Mietpreisbremse

4 Empirische Analyse

4.1 Datenerhebung

4.2 Lineare Regressionsanalyse

4.3 Untersuchung der Wirksamkeit der Mietpreisbremse

4.3.1 Ansatz 1: Zeitreihendatenanalyse

4.3.2 Ansatz 2: Zeitreihendatenanalyse mit dichotomer Variable

4.3.3 Ansatz 3: Paneldatenanalyse

4.4 Ergebnis

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Mietpreisbremse, indem sie den kausalen Zusammenhang zwischen deren Einführung und der Entwicklung der Mietpreise in neun ausgewählten deutschen Ballungszentren anhand einer empirischen Analyse mittels linearer Regressionen überprüft.

  • Theoretische Grundlagen der Mietpreisbildung und -bindung
  • Analyse der politischen Argumente und des Mietnovellierungsgesetzes
  • Diskussion potenzieller Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt
  • Empirische Untersuchung mittels Zeitreihen- und Paneldatenmodellen
  • Methodische Bewertung statistischer Signifikanz bei geringer Datenlage

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Mieten vor allem in den Ballungszentren stärker an steigen. Die Gründe für den Mietanstieg sind vielfältig. Zum einen steigert die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beispielsweise die Attraktivität von Immobilien für Investoren. Zum anderen führt die Landflucht dazu, dass die Nachfrage nach Wohnungen steigt und das Angebot sinkt. Auch die Gentrifizierung ist ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist. Diese Entwicklung führt dazu, dass einkommensschwächere Haushalte stärker belastet werden und bezahlbarer Wohnraum knapper wird. Dementsprechend ist der Wunsch der Bevölkerung und der Politik Gegenmaßnahmen zu ergreifen immer weiter in den Vordergrund gerückt. Die Bundes-regierung hat im Jahr 2013 auf diese Situation reagiert und ein Gesetz zur Mietrechtsnovellierung vorgeschlagen.

Mit der Mietpreisbremse greift der Staat umfassend in den Wohnungsmarkt ein und beeinflusst die Mietpreise. Hierbei wird die Mieterhöhung bei der Wiedervermietung auf maximal 10% der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt. Die Mietpreisbremse ist seit dem 01.Juni 2015 in einigen Bundesländern in Kraft getreten. Inwieweit die Ziele der Bundesregierung in diesem kurzen Zeitraum erreicht wurden, lässt sich nicht quantifizieren. Dennoch könnten erste Auswirkungen durch die Mietpreisbremse, in Form von sinkenden oder stagnierenden Mieten, festgestellt werden. Ob die Veränderungen in diesem Zeitraum auf diese Mietpreisbegrenzung zurückzuführen ist, soll in dieser Seminararbeit untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ursachen steigender Mieten, führt das Mietnovellierungsgesetz ein und definiert das Ziel der Arbeit, die kurzfristige Wirksamkeit der Mietpreisbremse empirisch zu hinterfragen.

2 Theoretische Hintergründe zur Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Theorie der Mietpreisbildung sowie die Wirkungsweise von Mietpreisbindungen und deren langfristige regulatorische Folgen.

3 Das Mietnovellierungsgesetz der Bundesregierung: Hier werden die politischen Hintergründe, das Bestellerprinzip sowie die spezifische Ausgestaltung und die erwarteten Wirkmechanismen der Mietpreisbremse dargelegt.

4 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil präsentiert drei verschiedene statistische Ansätze zur Überprüfung der Wirksamkeit der Mietpreisbremse auf Basis von Immobiliendaten, inklusive methodischer Validierung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass aufgrund der kurzen Zeitspanne seit Einführung der Mietpreisbremse noch keine statistisch signifikante Wirksamkeit nachgewiesen werden kann.

Schlüsselwörter

Mietpreisbremse, Mietnovellierungsgesetz, Wohnungsmarkt, Mietpreisbildung, Wohnraum, Regressionsanalyse, Zeitreihendaten, Paneldatenanalyse, Bestellerprinzip, Gentrifizierung, Immobilienmarkt, Wirtschaftspolitik, Mietanstieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kurzfristigen Auswirkungen der staatlich eingeführten Mietpreisbremse auf das Mietniveau in ausgewählten deutschen Städten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Mietpreisbildung, die regulatorischen Aspekte des Mietnovellierungsgesetzes und die statistische Überprüfung von Markteingriffen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob bereits wenige Monate nach Inkrafttreten der Mietpreisbremse ein statistisch signifikanter Effekt auf die Mietpreisentwicklung attestiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden drei verschiedene Ansätze der linearen Regressionsanalyse angewendet: die Zeitreihendatenanalyse, die Analyse mit dichotomer Variable und die Paneldatenanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Herleitung, der Beschreibung des Gesetzesentwurfs, der empirischen Datenerhebung von ImmobilienScout24 und der anschließenden ökonometrischen Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Mietpreisbremse, Regressionsanalyse, Mietpreisbildung, Paneldaten und Wohnungsmarktanalyse charakterisiert.

Warum ist eine abschließende Aussage zur Wirksamkeit schwierig?

Da die Mietpreisbremse erst wenige Monate vor der Datenerhebung in Kraft trat, ist die Datenbasis für eine repräsentative und empirisch valide Langzeitstudie zum jetzigen Zeitpunkt noch zu gering.

Welche Rolle spielt die Dummy-Variable in der Analyse?

Die Dummy-Variable dient dazu, im Rahmen des Regressionsmodells einen Vorher-Nachher-Vergleich zu implementieren, um den Zustand vor und nach Inkrafttreten der Mietpreisbremse statistisch zu erfassen.

Zu welchem Ergebnis kommt die Paneldatenanalyse?

Die Paneldatenanalyse zeigt zwar einen negativen Koeffizienten für die Mietpreisbremse, dieser erweist sich jedoch bei einem p-Wert von über 5% als statistisch nicht signifikant.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt. Auswirkungen der Mietpreisbremse
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Volkswissenschaftslehre)
Veranstaltung
Empirische Wirtschaftsforschung
Note
1,3
Autoren
Jan-Bernd Sandkuhle (Autor:in), Hauke Oltmanns (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V315484
ISBN (eBook)
9783668149373
ISBN (Buch)
9783668149380
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mietpreisbildung wohnungsmarkt auswirkungen mietpreisbremse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan-Bernd Sandkuhle (Autor:in), Hauke Oltmanns (Autor:in), 2015, Mietpreisbildung am Wohnungsmarkt. Auswirkungen der Mietpreisbremse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315484
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Leseprobe aus  27  Seiten
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