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Der Untergang des Hedgefonds "Long-Term Capital Management"

Schwerpunktbetrachtung Liquiditäts- und Leverage- Risiko bei dem LTCM - Hedgefonds inkl. Präsentationsfolien

Titel: Der Untergang des Hedgefonds "Long-Term Capital Management"

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian König (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Wertpapiermarkt ist liquide wenn eine Wertpapierposition sehr schnell gekauft und verkauft werden kann, ohne dass dies eine deutliche Marktbewegung verursacht. Befindet sich der Markt in einer Stresssituation, können Hedgefonds Liquiditätskrisen auslösen. Muss ein Hedgefonds plötzlich eine für diesen Markt sehr große Wertpapierposition auflösen, kann dies einen erheblichen Preisverfall auf dem Markt verursachen.

Insbesondere in weniger liquiden Märkten kann dies „zum Austrocknen der Marktliquidität führen.“ Diese Problematik wird noch verstärkt, wenn andere Marktteilnehmer ähnliche Handelsstrategien insbesondere in kleineren und weniger liquiden Marktsegmenten ausführen, um dort gleiche Renditechancen zu nutzen (crowded trades).

Sollten diese gleichgerichteten Marktpositionen gleichzeitig aufgelöst werden müssen, gefährdet das die Marktliquidität erheblich. Zudem besteht das Risiko, dass sich Liquiditätsrisiken vor allem in Krisensituationen über andere Märkte ausbreiten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Liquiditätsrisiko bei Hedgefonds

2. Leverage - Risiko bei Hedgefonds

3. Liquiditäts- und Leveragerisiko und der Untergang von LTCM

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die spezifischen Risikostrukturen von Hedgefonds, insbesondere die Interaktion zwischen Liquiditätsrisiken und dem Einsatz von Fremdkapital (Leverage). Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, die bei einer Marktverengung zur Destabilisierung und letztlich zur Insolvenz führen können, illustriert am historischen Fallbeispiel des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM).

  • Marktliquidität und deren Bedeutung für Handelsstrategien
  • Funktionsweise und Risiken des Margin-Call-Mechanismus
  • Definition und Hebelwirkung des bilanziellen sowie instrumentellen Leverage
  • Ursachen und Verlauf der LTCM-Krise im Jahr 1998
  • Folgen von übermäßiger Verschuldung bei Illiquidität

Auszug aus dem Buch

3. Liquiditäts- und Leveragerisiko und der Untergang von LTCM

Da der Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) mit seinen Anlagestrategien mit jeder einzelnen Position jeweils nur minimale Gewinne erwirtschaftet hat, wurde sehr viel Fremdkapital aufgenommen und ein hohes Volumen für die jeweiligen Anlagegeschäfte eingesetzt, um die Eigenkapitalrendite zu erhöhen (Leverage). Vor der Krise im September 1998 hatte LTCM ein Eigenkapital von 4,8 Mrd. US-Dollar und Kredite von über 125 Mrd. US-Dollar und somit einen Leverage von 25:1.

Die meisten dieser Kredite waren besicherte Kredite, wobei Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt wurden. Hierbei handelte es sich vor allem um Wertpapierpensionskredite (Repo-Vereinbarungen). Daneben hatte LTCM auch noch sehr umfangreiche Kredite bei verschiedenen Banken aufgenommen, die nicht besichert werden mussten. Die Kreditgeber ließen aufgrund des guten Rufes von LTCM und dem Bedürfnis, die Anlagestrategien von LTCM kopieren zu können, wichtige Risikoprüfungen außer Acht. Die mangelnde Transparenz von LTCM erschwerte zudem eine Risikoeinschätzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Liquiditätsrisiko bei Hedgefonds: Dieses Kapitel definiert das Marktliquiditätsrisiko sowie das insolvenzrelevante Liquiditätsrisiko für Hedgefonds und führt den Margin-Call als kritische Unterform ein.

2. Leverage - Risiko bei Hedgefonds: Hier wird die Hebelwirkung durch Fremdkapital (bilanzieller vs. instrumenteller Leverage) erläutert und die daraus resultierende Verstärkung von Renditechancen bei gleichzeitig erhöhtem Insolvenzrisiko diskutiert.

3. Liquiditäts- und Leveragerisiko und der Untergang von LTCM: Das Kapitel analysiert den historischen Fall von LTCM, wobei die Kombination aus hohem Leverage und der Unfähigkeit, Positionen während der Russland-Krise zu liquidieren, als zentraler Faktor für den Beinahe-Zusammenbruch dargestellt wird.

4. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der zentralen Erkenntnis, dass hohe Abhängigkeiten von der Marktliquidität bei gleichzeitiger hoher Verschuldung ein existenzielles Risiko für Hedgefonds darstellen.

Schlüsselwörter

Hedgefonds, Liquiditätsrisiko, Leverage, Margin-Call, LTCM, Fremdkapital, Eigenkapitalrendite, Marktliquidität, Finanzkrise, Wertpapierpensionsgeschäft, Insolvenzrisiko, Derivate, Finanzstabilität, Risikomanagement, Long-Term Capital Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Risiken, denen Hedgefonds durch die Kombination von Fremdkapitalaufnahme und Marktvolatilität ausgesetzt sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themenfelder sind Liquiditätsrisiken des Marktes, die Hebelwirkung von Kapital (Leverage) und das Management von Sicherheiten bei Margin-Calls.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die wissenschaftliche Herleitung der Gefahren durch Leverage und Liquiditätsmangel, um zu verstehen, wie diese Faktoren zum Scheitern eines großen Hedgefonds führen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Fachliteratur und Fallstudien basiert, um theoretische Konzepte an einem realen historischen Beispiel zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Liquidität und Leverage gelegt, bevor diese anschließend auf den konkreten Fall des Fonds LTCM angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Leverage, Liquiditätsrisiko, Margin-Call und das Fallbeispiel LTCM.

Warum konnte LTCM trotz ausgefeilter Modelle nicht überleben?

LTCM unterschätzte das Ausmaß des Liquiditätsrisikos in Krisenzeiten, da die Modelle eine weltweite Flucht der Anleger aus riskanten in sichere Märkte, wie sie während der Russland-Krise eintrat, nicht korrekt abgebildet hatten.

Welche Rolle spielten die Gläubigerbanken beim Zusammenbruch von LTCM?

Die Gläubigerbanken hatten aufgrund des guten Rufs von LTCM unzureichende Risikoprüfungen durchgeführt und LTCM später, aus Angst vor einer systemischen Finanzkrise, durch eine gemeinsame Finanzspritze vor der Insolvenz bewahrt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Untergang des Hedgefonds "Long-Term Capital Management"
Untertitel
Schwerpunktbetrachtung Liquiditäts- und Leverage- Risiko bei dem LTCM - Hedgefonds inkl. Präsentationsfolien
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Veranstaltung
VWL Internationale Wirtschaft
Note
1,7
Autor
Christian König (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V315575
ISBN (eBook)
9783668153844
ISBN (Buch)
9783668153851
Sprache
Deutsch
Schlagworte
LTCM Long Term Capital Management Hedgefonds Liquiditätsrisiko Leverage - Risiko Liquiditätsgrad Margin Call Wertpapiere Repurchase Agreement Repo Wertpapierpensionsgeschäft Collateral Accrued Interest Repo - Zinsen Liquiditätsreserven Insolvenz Liquiditätskrise Markteffekt Kursverlust Leverage - Effekt Leverage bei Derivaten Call Option Optionsprämie Zinsspreats Marktliquidität crowded trades illiquide Märkte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian König (Autor:in), 2013, Der Untergang des Hedgefonds "Long-Term Capital Management", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315575
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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