Statistik Replikation (STATA): Eine empirische Analyse der Standortentscheidung auswärtiger Kulturpolitik


Seminararbeit, 2003
10 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Explanandum und Zielsetzung der Autoren

2. Theoretische Modellfundierung

3. Generelle methodische Einwände

4. Ergebnisse des statistischen Hypothesentests

5. Fazit

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Text : “Schneider, G. / Schiller, J. : Goethe ist nicht überall. Eine empirische Analyse der Standortentscheidung in der Auswärtigen Kulturpolitik. ” in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen 1/2000: 5 - 32.

Schwerpunkt ist neben Darstellung der Thesen der Autoren die kritische statistisch- methodische Analyse der verwendeten Daten.

1. Explanandum und Zielsetzung der Autoren

Die Hauptthese der Autoren G. Schneider und J. Schiller ist, dass „vor allem machtpolitische und wirtschaftliche Erwägungen die weltweite Präsenz der zentralen Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik [das Goethe-Institut Anmerkung der Autor] leiten“ (ebd.: 5).

Dieser Hauptthese liegen drei Fragestellungen zugrunde, die jeweils ähnliche Aspekte der Verteilung von Goethe- Instituten erfassen:

1. Welche Faktoren erklären die Standortverteilung?
2. Welchen Kriterien gehorcht die unterschiedliche Personal- /Ressourcenausstattung?
3. Welche Faktoren erklären die partielle Filialreduktion?

Diese drei Fragestellungen werden jeweils mit speziell operationalisierten Makro- Modellen untersucht. Die drei Modelle einer machtorientierten oder handelsorientierten oder entwicklungsfördernden Außen (Kultur-) politik werden dann jeweils mit einem “Idealtypus“ auswärtiger Kulturpolitik, dem Auftragsmodell verglichen.

Dieses Auftragsmodell macht die Verteilung von Goethe- Instituten und des mobileren Faktors der Ressourcenausstattung (gemessen in Personalstärke) abhängig von einer reinen Nachfrageorientierung nach deutscher Kultur.

Gemessen wird diese Nachfrage nach deutscher Kultur über folgende Indikatoren:

- Zahl der Personen, die in ihrem Heimatland Deutsch als Fremdsprache lernen
- Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer „als Bindeglieder zwischen den Gesellschaften“ (ebd.: 10)

Gerechtfertigt wird die Auswahl des Goethe Instituts als Explanandum durch den Anteil von 25% an den Gesamtaufwendungen für Kulturarbeit im Ausland. Im Umkehrschluss heißt das zwar logischerweise, dass 75% der Aufwendungen nicht dem Goethe- Institut zu Gute kommen, da aber deutlich das Goethe- Institut als Grundgesamtheit angegeben wird ist dieser eingeschränkte Erklärungsanspruch der Ressourcenverteilung deutscher Kultur im Ausland gerechtfertigt.

Sinnvoll wäre allerdings die Auswahl geeigneter Kontrollvariablen, die eine mögliche Scheinkausalität durch intervenierende Variablen berücksichtigen. Schließlich ist es theoretisch sehr naheliegend, dass die 75% der deutschen Ausgaben für auswärtige Kulturpolitik die Nachfrage nach deutscher Kultur in manchen Ländern bereits befriedigen, so dass eine Vertretung durch das Goethe- Institut auch im Sinne des Auftragsmodells nicht mehr notwendig ist. Insbesondere in der untersuchten Ausgabenkürzungsphase dürfte eine mögliche Überversorgung unwahrscheinlich sein. Der Einfluss anderer Quellen deutscher Kultur müsste also kontrolliert werden, um einen “Idealbedarf“ nach Filialen und Ressourcen des Goethe- Instituts bestimmen zu können.

Der Untersuchungszeitraum bezieht sich hierbei auf die Umbruchphase nach Ende des Kalten Krieges. In dieser Zeit wurden 24 Filialen geschlossen, aber auch 25 neue vor allem in Osteuropa gegründet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Statistik Replikation (STATA): Eine empirische Analyse der Standortentscheidung auswärtiger Kulturpolitik
Hochschule
Universität Konstanz  (Politik-Verwaltungswissenschaft)
Veranstaltung
Forschungslogik Forschungsdesign
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V31562
ISBN (eBook)
9783638325288
ISBN (Buch)
9783638772112
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kritik und Statistikreplikation des Artikels: Schneider, G. "Goethe ist nicht überall. Eine empirische Analyse der standortentscheidung auswärtiger Kulturpolitik. Der Artikel wird im Hinblick auf sein Forschungsdesign, angewandte Methoden kritisch besprochen. 14-Punkt-Schrift.
Schlagworte
Statistik, Replikation, Eine, Analyse, Standortentscheidung, Kulturpolitik, Forschungslogik, Forschungsdesign
Arbeit zitieren
Malko Ebers (Autor), 2003, Statistik Replikation (STATA): Eine empirische Analyse der Standortentscheidung auswärtiger Kulturpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31562

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