Erziehung und Bildung in der Sonder- und Heilpädagogik. Ulrich Bleidick im Brennpunkt aktueller Diskussionen


Bachelorarbeit, 2012
26 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Aktueller Theorieüberblick von Erziehung und Bildung in der Sonder- und Heilpädagogik
1.1 Erziehung und Bildung aus der Sicht Strachotas
1.2 Bildung und Erziehung nach Wember
1.3 Bildungsunfähigkeit und Erziehungsbedürftigkeit nach Speck
1.3.1 Erziehung und Bildung bei Behinderung nach Speck 9

2. Zu der Person Ulrich Bleidick und seinem Werk Pädagogik der Behinderten

2.1 Ulrich Bleidick

2.2 Das Werk

3. Bleidicks Verständnis von Erziehung und Bildung: Ein menschliches Wesensmerkmal?
3.1 Erziehung nach Bleidick
3.2 Bleidicks Verständnis von Bildung
3.3 Bleidicks Erziehungs- und Bildungsverständnis im Kontext aktueller Diskussionen

4. Resümee

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Was ich Gutes haben mag, ist durch einige wenige vortreffliche Menschen in mich gepflanzt worden. Ein günstiges Schicksal führte mir dieselben in den entscheidenden Perioden meines Lebens entgegen“ (von Bracken 1968, 1).

Dieses Zitat stammt von Friedrich Schiller, welcher, in seiner Zeit als Schüler, im allgemeinen und heutigen Sprachgebrauch als erziehungsschwierig bezeichnet werden könnte (von Bracken 1968, 1). Diese Zeilen treffen im Grunde genommen auf jeden von uns zu. Vor allem aber gilt er für Menschen, die aus der Norm herausfallen und auf spezielle Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Seien es nun Menschen mit besonderer Begabung oder einem besonderem Bedürfnis. Immer noch werden Menschen mit Behinderung, vor Aufgaben und Anforderungen gestellt, welchen sie nicht gewachsen sind, da nicht jeder ihre Schwäche sofort erkennt. Dies ist besonders häufig der Fall, wenn Behinderungen keine äußerlichen Merkmale aufweisen. (von Bracken 1968, 1ff) Allerdings hat sich, seit Friedrich Schillers Jugendzeit, in der Bildungshilfe vieles zum Positiven verbessert. So existiert nun neben dem Recht für Bildung, auch die Fülle an Erfahrungen, wie Menschen mit Behinderung die bestmögliche Erziehung und Bildung erhalten können. (von Bracken 1968, 2)

Zu Erziehung und Bildung gibt es viele unterschiedliche Definitionen. Auch gehören sie zu den zentralen Grundbegriffen der Erziehungswissenschaft und der Sonder- und Heilpädagogik (Biewer 2009, 77). Werden nun eine Reihe pädagogischer Werke betrachtet, welche im Wesentlichen von der Erziehung und Bildung bei Menschen mit Behinderung handeln, so kann festgestellt werden, dass sich das Verhältnis beziehungsweise das Verständnis, sich im Laufe der Begriffsentwicklung verändert hat (Horlacher 2011, 102).

So begründet Horlacher in ihrem Werk Bildung den Begriffswandel in der Pädagogik damit, dass sie (die Pädagogik) Bezeichnungen bevorzugt, welche sich „relativ einfach an sich verändernde historische, gesellschaftliche und soziale Bedingungen anpassen lassen“ (Horlacher 2011, 102). Im Rahmen dieser Arbeit besteht das Erkenntnisinteresse nun darin, den Wandel um das Verhältnis und Verständnis von Erziehung und Bildung in der Sonderund Heilpädagogik zu ergründen. Hierfür wird speziell auf das Werk Pädagogik der Behinderten- Grundzüge einer Theorie der Erziehung behinderter Kinder und Jugendliche

von Ulrich Bleidick aus dem Jahre 1983 Bezug genommen. Dieses gilt in der Heilpädagogik als grundlegendes Werk des Fachgebietes (Biewer 2009, 39).

Zu diesem Werk gibt es mehrere Auflagen. In dieser Bachelorarbeit wird jedoch gezielt mit der 4. Auflage aus dem Jahr 1983 gearbeitet. Bleidicks Niederschrift ist hierbei von großer Bedeutung, da sie als theoretische Fundierung des damaligen Wissenschaftsverständnisses im Fach der Sonderpädagogik gesehen werden kann (Biewer 2009, 39). Anhand dieses Werkes wird das Verständnis von Erziehung und Bildung nach Bleidick herausgearbeitet und mit dem Bestand aus aktuellen Publikationen in Bezug gesetzt. Hierbei wird vor allem Literatur von Andrea Strachota (2002) Franz B. Wember (2003) und Otto Speck (1997) herangezogen. Aus diesem Forschungsvorhaben leitet sich folgende Forschungsfrage ab: Wie beschreibt Ulrich Bleidick in seinem Werk Pädagogik der Behinderten (1983) das Verständnis und Verhältnis von Erziehung und Bildung und inwiefern können Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zum aktuellen Verständnis identifiziert werden? Zur Bearbeitung dieser Forschungsfrage wird die Methode der hermeneutischen Literaturanalyse verwendet. Mithilfe dieser, kann ein Überblick über den aktuellen Wissens- und Forschungsstand gegeben werden. In dieser Arbeit wird, im Zuge des Gender Mainstreamings, die Methode der „Paarform“ gewählt.

Wie bereits erwähnt, wird unter anderem auf aktuelle Diskussionen in der Sonder- und Heilpädagogik Bezug genommen. Hierbei erfolgt im ersten Kapitel dieser Bachelorarbeit, die theoretische Einbettung des gegenwärtigen Wissensstandes. Da in unserer schnelllebigen Gesellschaft zwar die Bezeichnung eines Terminus gleich geblieben sein kann, die Bedeutung jedoch möglicherweise verändert wurde, wird es als wichtig erachtet, aufzuzeigen, inwiefern sich das Verständnis und das Verhältnis von Bildung und Erziehung in der Sonder- und Heilpädagogik verändert hat (Strachota 2002, 213f). Im ersten Kapitel wird somit speziell auf Literatur Bezug genommen, welche den aktuellen Forschungsstand aufgreift. Im zweiten Kapitel werden der Autor Ulrich Bleidick und sein Werk vorgestellt. Es wird gezeigt, welcher wissenschaftlichen Denkrichtung der Autor nachgeht. Auch wird sein Schaffen als Wissenschaftler aufgezeigt. Am Ende des zweiten Kapitels erfolgt eine Charakterisierung seines Werkes. Das dritte Kapitel setzt sich im Wesentlichen aus zwei Teilen zusammen und beantwortet die Forschungsfrage. Im ersten Teil wird das Verständnis von Erziehung und Bildung im Sinne Bleidicks benannt, um somit ableitend, das Verhältnis jener bestimmen zu können. Im zweiten Teil wird das Verständnis des Autors in den theoretischen Bezugsrahmen der aktuellen Diskussion gestellt und interpretiert. Somit wird gezeigt, inwiefern sich eine Entwicklung in der Sonder- und Heilpädagogik um das Begriffsverständnis und -verhältnis vollzogen hat.

Im letzten Teil, dem Resümee, werden die gefundenen und diskutierten Ergebnisse, welcher der Beantwortung der Forschungsfrage dienen, kurz zusammengefasst. Außerdem werden der erreichte Erkenntnisgewinn und ein kurzer Ausblick in die gegenwärtigen praktischen Ausübungen von Erziehungs- und Bildungsaufgaben bei Menschen mit Behinderung gegeben. Diese Bachelorarbeit soll die Diskussion in der Sonder- und Heilpädagogik rund um die Erziehung und Bildung von Menschen mit Behinderung neu anregen und die Entwicklung der Begrifflichkeiten aufzeigen. Denn noch häufig wird deren Leben, durch Unwissenheit, ungebührlich erschwert und ihr Bildungsgang somit fehlgeleitet (von Bracken 1968, 2).

1. Aktueller Theorieüberblick von Erziehung und Bildung in der Sonder- und Heilpädagogik

Wie einleitend bereits erwähnt, werden in der Pädagogik häufig Formulierungen verwendet, welche sich relativ einfach an die bestehenden Bedingungen anpassen lassen (Horlacher 2011, 102). Auch Beschreibungen rund um das Verständnis von Erziehung und Bildung finden, nach Strachota (2002, 213), in der Sonder- und Heilpädagogik im engeren beziehungsweise weiteren Sinn Verwendung. Dies hängt, laut einem Bericht des Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, von dem gesellschaftlichen Umschwung und der damit verbundenen Haltung der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderung ab (Bmask online 2008, 2). Um in der Auswertung mit klaren Begriffen operieren zu können, bezieht sich dieses Kapitel auf Autorinnen und Autoren, welche in ihren Werken eine markante Position in Hinblick auf die aktuelle Diskussion um die Erziehung und Bildung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen eingenommen haben. Dazu zählt das Buch Heilpädagogik und Medizin von Strachota (2002), Wembers (2003) Grundfragen der Sonderpädagogik und Specks (1997) Werk Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Erziehung.

1.1 Erziehung und Bildung aus der Sicht Strachotas

Nach Strachota (2002, 211) rückt der Terminus der Förderung „langsam, aber sicher gleichwertig und vielleicht auch gleichbedeutend an die Seite des traditionellen Begriffes ‚Erziehung’ und hat an einigen Stellen denselben bereits abgelöst.“ Fand man in älteren Schriften häufig noch die Doppelbezeichnung Bildung und Erziehung, so wird in der aktuellen Literatur eher das Wort der Förderung verwendet (Strachota 2002, 211).

Strachota bemerkt jedoch kritisch, dass die eindeutige Bestimmung des Förderbegriffes bei vielen Autoren nicht klar erkennbar ist (Strachota 2002, 211). Förderung meint die Tätigkeit verschiedenster Professionen. Sei es in der Medizin oder in der Pädagogik. Erziehung aber versteht sich speziell als pädagogische Tätigkeit. (Strachota 2002, 214) Strachota (2002, 211) fasst alle Formen pädagogischen Handelns unter den Begriff der Erziehung, „wohlwissend, dass sich pädagogische Tätigkeiten nicht auf Maßnahmen ‚moralischer’ Einflussnahmen reduzieren lassen.“ Im weitesten Sinn ist hier die erzieherische Einwirkung von Erwachsenen auf Kinder und Jugendliche gemeint, also sämtliche pädagogischen Handlungen, die von der Absicht geleitet werden, das Kind aus seiner Unwissenheit hinauszuführen (Strachota 2002, 214). Hinauszuführen ist die Übersetzung des lateinischen Wortes educare (Erziehung). In der Antike war man der Auffassung, das Kind müsse aus seiner Unvollkommenheit, Schwächlichkeit und Unwissenheit zum Erwachsenen geführt werden. Auch das Ziehen in Erziehung bringt diese Intention erneut zum Ausdruck. Erziehen ist unumgänglich mit der Absicht verbunden, in der voranzubringenden Person eine Zustandsveränderung (im Sinne einer Verbesserung) herbeizuführen. Das bedeutet, dass Erziehung immer schon von Vorannahmen der Erzieherin oder des Erziehers geleitet wird. Denn das, was jeweils unter dem Erziehungsideal verstanden wird, hängt von den derzeit herrschenden und den historischen Bedingungen ab. (Strachota 2002, 214)

Erziehung als professionelles Handeln ist, nach Strachota (2002, 215), immer auf sein Ziel hin zu befragen. Somit fasst sie die Leitvorstellungen, die der Erziehung unterliegen, unter den Leitbegriff der Bildung zusammen. Auch hier unterscheidet sich erneut, das gezielte medizinische Einwirken der Ärztinnen und Ärzte, von dem pädagogischen Einwirken Erwachsener auf Kinder und Jugendlicher, denn wo in der Medizin Heilung als Ziel genannt wird, ist es in der Pädagogik, nach Strachota (2002, 215), die Bildung.

Wie bereits erwähnt, war es längere Zeit üblich den Doppelbezeichnung Erziehung und Bildung zu verwenden. Dies war zumindest immer dann der Fall, wenn es um Beschreibungen bezüglich der Theorie und Praxis der Heilpädagogik ging. (Strachota 2002, 215) Die Doppelbezeichnung lässt sich so gut wie überall finden. Jedoch wird häufig nicht explizit deutlich gemacht, ob diese beiden Termini nun synonym verwendet werden, oder inwiefern sie sich inhaltlich voneinander unterscheiden (Strachota 2002, 215f). Auch Biewer verwendet die Doppelbezeichnung Erziehung und Bildung. Im Gegensatz zu Strachota, die Bildung als Ziel der Erziehung sieht, hat Biewer ein Prozessverständnis der beiden Begrifflichkeiten. So schreibt er: „Während Erziehung sich auf das Kindes- und Jugendalter beschränkt, stellen Bildungsprozesse lebenslange Aufgaben dar“ (Biewer 2009, 197).

Das bedeutet, dass Erziehung, so Biewer (2009, 197), nur im Kindes- und Jugendalter durch andere Personen vollzogen wird, wohingegen Bildung das gesamte Leben eines Menschen hindurch erfolgt. Er selbst plädiert für den Entwicklungsbegriff, denn dieser umfasst „alle Zeiten menschlichen Lebens, von der pränatalen Phase bis zum Tod“ (Biewer 2009, 197). Die synonyme Verwendung von Erziehung und Bildung hat, so Strachota (2002, 215), historische Wurzeln, denn bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert fanden die Bezeichnungen, ohne sie voneinander zu differenzieren, gemeinsame Bedeutung. Datler meint jedoch abschließend, dass es sinnvoll ist „die Gesamtheit implizierter und explizierter Vorstellungen ‚menschlicher Lebensgestaltung’, die mit der Vorstellung vom Gelingen von Entwicklung und pädagogischer Führung verbunden sind“ (Strachota 2002, 218) auf einen Leitbegriff zu beschränken und zwar auf den der Bildung.

Im Gegensatz zu Strachota nimmt Franz B. Wember, die Verwendung der Termini betreffend, eine ähnliche Position wie Biewer ein. Denn auch er verwendet die Begriffe Erziehung und Bildung in einer, wie es Strachota (2002, 216) nennt „’Doppelpack’- Formulierung“.

1.2 Bildung und Erziehung nach Wember

Auch Wember merkt an, dass die Begriffe Erziehung und Bildung in vielen verschiedenen Varianten innerhalb der Fachliteratur zu finden sind. Er verwendet die Bezeichnungen zusammen und betont auch die Notwendigkeit der sich gegenseitigen Ergänzung. So schreibt er, dass er sie so weit definiert, dass sie sich möglichst wenig überschneiden, sich jedoch gut ergänzen und inhaltlich so gut bestimmt sind, dass sie die gesamte relevante pädagogische Situation erfassen können. (Wember 2003, 26)

Bildung bezeichnet ursprünglich das angesammelte Wissen, das sich ein Mensch im Laufe seiner Lebenszeit angeeignet hat. Aber auch das Können, das zum Teil angeboren und auf der anderen Seite durch Erziehung und Unterricht erfahren wird. Bildung kann sprachgeschichtlich auf zwei Bedeutungen zurückgeführt werden. Bild bedeutet ursprünglich Wesen oder Gestalt. Abgeleitet davon ergab sich die Bedeutung Abbild beziehungsweise Nachbildung. Somit ist Bildung auch immer ein Prozess der Formung von etwas schon Vorhandenem. (Wember 2003, 26) Auch Humboldt, der den Bildungsbegriff (in Deutschland) um 1800 maßgeblich geprägt hat, geht von diesem doppelten Gefüge aus. So schreibt Wember (2003, 26f) in Anlehnung an Humboldt, dass Bildung einerseits auf Selbstentfaltung, aber auch auf die Vervollkommnung durch die Einflussnahme anderer Menschen abzielt.

Der gebildete Mensch entfaltet, in der Auseinandersetzung mit Sprache und seinen Mitmenschen, seine gesamten Fähigkeiten und bündelt diese zu einer ganzheitlichen Persönlichkeit. Gebildet ist ein Mensch, wenn er fähig ist, in sozialen Interaktionen mit anderen Menschen zu treten, der Sprache mächtig ist, über Sinn und Zweck des Lebens nachdenken kann, seine Triebe beherrscht und über grundlegendes Sachwissen Bescheid weiß. (Wember 2003, 27) „Bildung ist folglich mehr als nur angesammeltes Wissen ... Bildung umfasst die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem, sozial und sachlich kompetenten Handeln in vielfältigen Lebenssituationen“ (Wember 2003, 27).

Wenn in den klassischen Werken von Humboldt oder Kant über Bildung geschrieben wird, so gilt sie dort immer als ein persönliches Ergebnis, denn auch Kant beschreibt Bildung als einen Akt der Befreiung aus der eigenen selbstverschuldeten Unmündigkeit. Er fordert den Mut sich des eigenen Verstandes, ohne Leitung eines Anderen, zu bedienen. Dieses allgemeine Bildungsverständnis, ohne sonder- und heilpädagogischem Hintergrund, wird noch bis heute aufrecht erhalten. Für den sonder- und heilpädagogischen Zweck ist es, nach Wember (2002, 28), jedoch viel wichtiger, Bildung als Prozess und Aufgabe zu betrachten.

Im Gegensatz zu den klassischen Werken ist es hier nun bedeutsam, Menschen mit besonderen Bedürfnissen aktiv zur Bildung zu verhelfen. Bildung nach Wember bedeutet somit die „Entfaltung bzw. Herausbildung und Differenzierung der intellektuellen Kräfte eines Menschen, indem man ihm lebensbedeutsame Inhalte und brauchbare Methoden des geistigen Arbeitens vermittelt ... bzw. ihm bei der aktiven Aneignung von Inhalten und Methoden zur Seite steht“ (Wember 2003, 28).

Auch der Begriff der Erziehung lässt sich, laut Wember, wie Bildung, als Ergebnis, Prozess oder als Aufgabe sehen. In Anlehnung an Brezinka versucht Wember eine Minimaldefinition von Erziehung zu konstruieren. (Wember 2003, 28)

Dieser beschreibt Erziehung als soziale Handlung, welche versucht die persönliche Einstellung eines Menschen hinreichend zu verbessern oder seine als wertvoll erachteten Komponenten zu erhalten. Damit die Erziehung nach Brezinka stattfinden kann, müssen vier Komponenten gegeben sein. (Erstens) Eine Erzieherin oder ein Erzieher welche/r aktiv handelt, (zweitens) eine Absicht, die das Handeln der pädagogischen Lehrkraft leitet, (drittens) eine Empfängerin oder ein Empfänger an welche/n das zu erzieherische Handeln gerichtet ist und (viertens) eine Handlungsbereitschaft der Empfängerin oder des Empfängers, welche es abzuschwächen oder zu stärken gilt. (Wember 2002, 28) Was Brezinka unter Handlungsbereitschaften versteht, wird nicht weiter ausgeführt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Erziehung und Bildung in der Sonder- und Heilpädagogik. Ulrich Bleidick im Brennpunkt aktueller Diskussionen
Hochschule
Universität Wien  (Bildungswissenschaft)
Veranstaltung
Heilpädagogik
Note
2
Autor
Jahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V315676
ISBN (eBook)
9783668149151
ISBN (Buch)
9783668149168
Dateigröße
600 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heilpädagogik, Ulrich Bleidick, Bleidick, Sonderpädagogik, Erziehung und Bildung, Erziehung, Bildung, Behinderung, Menschen mit Behinderung, Erziehungswissenschaft, Verständnis, Grundbegriffe, zentrale Grundbegriffe, Hochschule, Bildungswissenschaft, Verhältnis Erziehung und Bildung, Verhältnis
Arbeit zitieren
Nina Belkacem (Autor), 2012, Erziehung und Bildung in der Sonder- und Heilpädagogik. Ulrich Bleidick im Brennpunkt aktueller Diskussionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315676

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