„Wir können alles außer Hochdeutsch“ Diese Werbebotschaft des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg hat sicherlich auch die beiden schwäbischen Automobilkonstrukteure – Begründer des weltweit ältesten und traditionsreichsten Automobilherstellers Gottlieb Daimler und Carl Benz bei der Gründung der Daimler Benz AG 1926 zugetroffen. Seit dieser Zeit gingen moderne Innovationen und erfolgreiche Visionen nicht nur von dem heute global agierenden Automobilkonzern Daimler Chrysler AG aus. Vielmehr entwickelte sich die deutsche Automobilindustrie zu einer Schlüsselindustrie in Europa und im Besonderen in Deutschland. Sie beschäftigte im Jahr 2002 nahezu konstant 763.500 Arbeitskräfte. Dies sind mehr als 12,8 Prozent der deutschen Industrie. Gleichzeitig werden ein Drittel der Forschung und Entwicklungsausgaben und ein Fünftel Investitionen von ihr aufgebracht. Im Zeitraum von 1997 bis 2002 waren dies mehr als 65 Mrd. Euro für die Forschungs- und Entwicklungsausgaben und 49 Mrd. Euro die in Deutschland investiert wurden. Allein im Bereich der Forschung und Entwicklung werden ca. 70.000 Personen beschäftigt. (VDA 2003: 14 ) Die deutsche Automobilindustrie gehört heute zu einer der am stärksten exportorientierten Wirtschaftsbereiche der BRD. Somit ist es nicht verwunderlich dass sie durchschnittlich eine Exportquote von rund 70 Prozent jährlich erreicht. Deshalb wurden in der Vergangenheit, trotz rückläufiger Absätze Arbeitsplätze gesichert. (VDA 2003: 3) Im Rahmen der Globalisierung haben sich die deutschen Automobilhersteller weitestgehend den veränderten Strukturen angepasst und wurden somit zu sog. „global playern“. Durch immer schnelleres und intensiveres Zusammenwachsen von Märkten und die damit verbundene Verschmelzung von Regionen ist es gerade für eine Schlüsselindustrie wie die deutsche Automobilindustrie notwendig sich zeitnah den neuen Herausforderungen zu stellen und diese zu Bewältigen um neue Märkte zu erschließe und bestehende zu festigen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einführung:
- 2 Methodische Vorgehensweise:
- 3 Zulieferindustrie:
- 3.1 Arten der Zulieferer:
- 3.2 Flexibilität in der Fertigung:
- 3.3 Strategische Allianzen:
- 3.4 Verringerung der Fertigungstiefe:
- 4 Der Standort:
- 4.1 Staatliche Einflüsse:
- 4.2 Technischer Fortschritt:
- 4.3 Marktnahe Standorte:
- 5 Folgerung:
- 6 Literaturverzeichnis:
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Veränderungen der räumlichen Organisationsstrukturen in der deutschen Automobilindustrie. Sie analysiert die Gründe für die notwendige Anpassung an die globalisierten Märkte, insbesondere im Bezug auf die Zulieferindustrie und die Standortwahl der Hersteller.
- Analyse der Veränderungen in der räumlichen Organisationsstruktur der deutschen Automobilindustrie
- Bedeutung der Zulieferindustrie für die Automobilproduktion
- Einfluss von Flexibilität und strategischen Allianzen in der Fertigung
- Rolle des Standorts und staatlicher Einflüsse auf die Automobilindustrie
- Entwicklungen im Bereich der Forschung und Entwicklung und technischer Fortschritt
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in die Thematik und beleuchtet die Bedeutung der deutschen Automobilindustrie als Schlüsselindustrie. Im zweiten Kapitel wird die methodische Vorgehensweise der Arbeit erläutert, die auf einer Kombination von Literaturrecherche und aktuellen Studien basiert. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Zulieferindustrie, wobei die verschiedenen Arten von Zulieferern, die Bedeutung von Flexibilität in der Fertigung sowie die Rolle von strategischen Allianzen beleuchtet werden. Der vierte Abschnitt behandelt den Standortfaktor und beleuchtet staatliche Einflüsse, den technischen Fortschritt und die Bedeutung von marktnahen Standorten. Das fünfte Kapitel enthält die Schlussfolgerung.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Automobilindustrie, räumliche Organisationsstrukturen, Zulieferindustrie, Flexibilität, strategische Allianzen, Standort, staatliche Einflüsse, technischer Fortschritt.
Häufig gestellte Fragen
Wie wichtig ist die Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft?
Sie ist eine Schlüsselindustrie, die etwa 12,8 % der deutschen Industriearbeitskräfte beschäftigt und eine Exportquote von rund 70 % erreicht.
Warum verändern sich die räumlichen Organisationsstrukturen der Branche?
Durch die Globalisierung müssen sich Hersteller als „Global Player“ anpassen, um neue Märkte zu erschließen und bestehende durch marktnahe Standorte zu festigen.
Welche Rolle spielt die Zulieferindustrie?
Die Zulieferer sind entscheidend für die Flexibilität in der Fertigung. Strategische Allianzen und die Verringerung der Fertigungstiefe prägen die moderne Zusammenarbeit.
Welchen Einfluss hat der technische Fortschritt auf die Standorte?
Technologische Innovationen erfordern hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), wobei allein in Deutschland ca. 70.000 Personen in diesem Bereich tätig sind.
Wie wirken staatliche Einflüsse auf die Automobilindustrie?
Staatliche Rahmenbedingungen beeinflussen die Standortwahl und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller im internationalen Vergleich.
Was bedeutet "Verringerung der Fertigungstiefe"?
Es beschreibt den Trend, dass Automobilhersteller weniger Komponenten selbst produzieren und stattdessen mehr Aufgaben an spezialisierte Zulieferer auslagern.
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- Christian Kah (Author), 2004, Räumliche Organisationsstrukturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31591