Die Funktion des Reichsnationalismus nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871

"Du bist nichts, Dein Volk ist alles"


Hausarbeit, 2015

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Anfänge des Reichsnationalismus

Volksnation

Reichsideologie

Der Bismarck-Mythos

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die folgende Abhandlung beschäftigt sich intensiv mit der radikalen Form des Nationalismus, dem Reichsnationalismus, welcher nach der Reichsgründung des Deutschen Reiches 1871, im Zuge der sich entwickelten Aufgabe gesellschaftlicher Integration und der Suche nach einer Gestalt der Nation, eine andere Funktion als noch im Deutschen Bund verfolgte. Der Reichsnationalismus wirkte als Integrationsmoment neben dem Militarismus, der Fremdenfeindlichkeit und dem Fortschrittsbewusstsein im Kaiserreich. Die damalige Bevölkerung sah fortan das Militär als ihr Vorbild an, weshalb es infolgedessen zu einer Autoritätshörigkeit und Abwertung Anderer in der Gesellschaft kam. Diese Entwicklung des Reiches verfestigte sich auch im Stadtbild durch Kriegsdenkmäler und Kaiserstatuen. Beispielhaft dafür sind die Germania, das Hermannsdenkmal und das Völkerschlachtdenkmal. Die Denkmäler rückten die neue Form des Nationalismus in das Bewusstsein der Bevölkerung. Neben der Nationalflagge und den Nationalhymnen gehörten auch Nationalfeiertage wie die Kaisergeburtstagsfeste und der Sedantag zum festen Bestandteil der Kultur. Das Nationale durchdrang den Jahreskalender des bürgerlichen Lebens. So wurde jedes Jahr im September der Sedantag als Gedenktag von der Bevölkerung gefeiert, der an die Kapitulation der französischen Armee in der Nähe der französischen Stadt Sedan und der darauffolgenden Festnahme von Napoleon III. erinnert.

Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck wurde als nationale Symbolfigur vom Volk in Anspruch genommen. Durch seinen Tod nahm der Personenkult um seine Person extreme Ausmaße an, sodass sich ein dynamischer Prozess von der Mythisierung bis hin zur Ideologisierung abzeichnete. Im Jahre 1915 beschrieb ihn ein Autor mit den Worten: „Wer heute an Bismarck denkt und in Bismarckischem Geist fühlen will“ derjenige „muss manches ausschalten und vieles mehr mit dem Gefühl verstehen als mit dem Hirn. […] Etwas muss über ihn kommen, so einfach, klar, stark wie Kinderglaube: das Deutschsein. Die übermächtige Freude, aus deutscher Wurzel zu stammen, ein Reislein am deutschen Baum zu sein, ein Volksgenosse Bismarcks, des Deutschen.“ sehr treffend und verdeutlicht die „unverbrüchliche Treue“ der Deutschen zu ihrem Nationalgott.[1]

Einige Kritiker machten früh auf die veränderte Form des Nationalismus aufmerksam, so verachtete der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt den vulgären Reichsnationalismus nach der Reichsgründung 1871, denn die ganze deutsche Geschichte sei „siegesdeutsch angestrichen“ worden. Friedrich Nietzsche befürchtete, dass die Einigung mit der Ausrottung des „deutschen Geistes“ erkauft werden würde und der deutsche Historiker Theodor Mommsen hatte ebenfalls Zweifel am Nationalismus im 19. Jahrhundert, in dem er vor einer drohenden „moralischen Brutalisierung“ warnte.[2]

Der Untertitel meiner Hausarbeit: „Du bist nichts, Dein Volk ist alles“ wurde bewusst gewählt, um die aufkeimende „rechte“ Ideologie des Reichsnationalismus und die Verschiebung der Akzente ins Konservative zu referieren. Dieser Grundsatz stammt zwar von den Nationalsozialisten, die ihn als Schlagworte für ihre NS-Propaganda im Dritten Reich benutzten, jedoch ist dieser auch auf das Kaiserreich anwendbar. Unter Wilhelm II. kam es zu einer Wandlung des Nationalismus nach außen, welcher künftig eine deutsche Vormachtstellung in Europa anstrebte, die Bismarck nach der Reichsgründung zurecht zu verhindern versuchte. Kultur und Gesellschaft waren Ende des 19. Jahrhunderts im wilhelminischen Kaiserreich durch die betriebene „Weltpolitik“ wenig von Bedeutung. Die „Weltpolitik“ zielte auf einen „Platz an der Sonne“ ab, machte das Militärische zur „Leitkultur“ und sah eine Erweiterung der deutschen Machtinteressen im globalen Rahmen vor. Es stellt sich aus diesem Zusammenhang nun die Frage, ob es trotz anfänglicher gesellschaftlicher Probleme zu einer Identifikation der Bevölkerung mit dem Reich kam und welche Funktion dem Bismarck-Mythos im Reichsnationalismus zukommt.

Bei der Arbeit liegt folgender Aufbau zugrunde: als Erstes befasse ich mich mit den Anfängen des Nationalismus im 19. Jahrhundert in Deutschland, danach gehe ich auf die damalige Volksnation im Kaiserreich ein, in dem ich die drei großen Begriffe: Volk, Reich und Nation determiniere und in einen Zusammenhang stelle. Bei der Reichsideologie, die als demonstrativ zur Schau gestellter Patriotismus im Kaiserreich verstanden werden kann, wird vor allem auf die Art eingegangen, um später an ihr die Selektionstheorie und die sozialdarwinistischen Züge der Reichsideologie zu erklären. Im Folgenden kommen die Reichsfeinde des Kaiserreiches, der politische Katholizismus, die Sozialdemokratie und die nationalen Minderheiten zur Sprache, um anschließend die Legitimierung der Volksnation und dessen Verselbstständigung zu einem Selbstzweck darzulegen. Die militanten Medien des Reichsnationalismus wurden in der damaligen Zeit benutzt, um die Gesellschaft im Interesse der Nation zu dirigieren. Exemplarisch für den Reichsnationalismus steht der Bismarck-Mythos und bildet somit den Schwerpunkt meiner Arbeit. Der Mythos um seine Person zog einen Kult nach sich, der nicht nur für die Zeit des Kaiserreiches anhielt, sondern auch noch in der Weimarer Republik und im Dritten Reich nachwirkte.

Das Fazit meiner Arbeit beinhaltet zum einen die Beantwortung der obigen Fragestellungen und stellt zum anderen einen aktuellen Bezug durch einen kurzen Ausblick des Themas: Nationale Bestrebungen in Deutschland heutzutage, her. Die Darlegung soll zeigen, was nationale Bestrebungen in der Bevölkerung hervorrufen und welche gesellschaftlichen Schichten dafür besonders anfällig sind.

Anfänge des Reichsnationalismus

Im 19. Jahrhundert gehörte der Nationalismus zur europäischen Normalität für diejenigen, die eine Gestalt der Nation noch suchten und derer, die sie bereits gefunden hatten. Trotz Erreichen des Zieles der deutschen Nationalbewegung mit der Reichsgründung, blieb der Nationalismus und veränderte sich. Fortan konzentrierte sich der neuartige Nationalismus auf die eigene Nation, dabei geriet vor allem das gleichberechtigte Nebeneinander der verschiedenen Nationen und die Solidarität der Nationalbewegungen in den Hintergrund. Der Kulturnationalismus von vor 1871, der ein Zusammengehörigkeitsgefühl beim deutschen Volk entstehen ließ, definierte sich über gemeinschaftliche Kulturtraditionen und verwandelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Staatsnationalismus, der wenig mit der vorherigen Bewegung gemein hatte. Als Beginn des Staatsnationalismus kann man die Entscheidung für die kleindeutsche Lösung und das Aufstellen der damit verbundenen Reichsgrenzen festmachen, da die Deutschen außerhalb dieser Grenzen aus dem Interessenfeld der Nationalbewegung verschwanden. Durch das Bündnis mit der Nationalbewegung übernahmen die bisherigen Gegner die nationalen Ziele und Ideen, und setzten sich an die Spitze des neuen Nationalismus.

„Es fehlte dem neuen politischen Gebilde, bei allem Überschwang während seines Entstehens, jener Grundkonsens des gemeinsam und, sei auch in schärfster politischer Auseinandersetzung, miteinander Erstrittenen, der Charakter einer wirklich vollzogenen inneren Einigung“, somit war nicht nur äußerlich eine Einigung herbeizuführen, sondern auch eine innere Reichsgründung zu bewirken.[3] Vor der Reichsgründung war sich Otto von Bismarck noch gewiss, dass eine innere Reichsgründung keine Herausforderung für Deutschland darstellen würde. Man solle „der Art und den Formen der Entstehung eines deutschen Nationalstaates keine übergroße, die ganze weitere Entwicklung vorausbestimmende Bedeutung beimessen“, so Bismarck. Seine Äußerung von 1867 verdeutlicht dies nochmals: „Setzen wir Deutschland, so zu sagen, in den Sattel. Reiten wird es schon können.“[4]

Jedoch kam es nicht zu der erwünschten inneren Reichsgründung, deshalb wurden passende Mittel zur Schaffung einer inneren Reichsgründung gesucht. Unter anderem dienten Reichstagswahlen, Schulen, Militär, Massenmedien und symbolische Inszenierungen zur Schaffung einer inneren Reichsgründung, welche eine bewusste Integration der gesellschaftlichen Gruppen erbringen sollte. Künftig sollten sich in der Bevölkerung nationale Gedanken durchsetzen. Besonders anfällig für die rechte Ideologie des Reichsnationalismus war die aufstrebende Schicht des Bürgertums, bei der sich ein Gefühl wachsender Bedrohung der sozialen Stellung aufgrund der anwachsenden Schicht der Arbeiter und Angestellten breitmachte.

Der vorherrschende affirmative Reichspatriotismus bewirkte die Bildung von Kriegsvereinen, bedeutend in diesem Zusammenhang ist der 'Deutsche Kriegerbund' von 1873 zu nennen. Er garantierte die Heeresverstärkung und eine Vereinspolitik, die sich bewusst gegen die Sozialdemokratie aussprach. Durch die Bildung von Kriegsvereinen befürchtete die Reichsregierung ein Wiedererwachen der nationaldemokratischen Tradition der preußischen Landwehr und aufgrund dessen eine mögliche Volksrevolution. In den Jahren 1878/79 kam es zu einer Gesamtkrise der forcierten Industrialisierung in Deutschland, die einen innenpolitischen Kurswechsel des Reichskanzlers mit sich zog. Die liberalen Freiheitsideale trennten sich von den nationalen Einheits- und Machtidealen ab und zeigten den Bruch Bismarcks mit den liberalen Kräften auf. Die Verschiebung der Akzente ins Konservative bedeuteten gleichzeitig den Übergang von einer linken Bewegung zu einer rechten Bewegung, die einen allumfassenden Anspruch erhob und in der die Macht des Bestehenden galt.[5] Heinrich August Winkler schrieb in seinem einflussreichen Aufsatz aus dem Jahr 1978 den Wandel des Nationalismus nieder. Winklers These vom Funktionswandel des Nationalismus beinhaltet die bereits oben genannte konservative Wende von 1878/79 und die dazugehörige Erklärung. In konservativer Hand, so Winkler, sei der Nationalismus antiliberal, protektionistisch, antisemitisch, expansionistisch geworden und habe eine instrumentelle Funktion übernommen. Die treibende Kraft für den Wandel läge in der gefestigten Machtposition der vormodernen Eliten und sei etwas völlig Neues, in einem noch nie zuvor dagewesenen Ausmaß.[6]

Des Weiteren zeichneten sich ab 1879 antisemitische Tendenzen im kaiserlichen Deutschland ab, es entstanden erste antisemitische Parteien und Vereine wie etwa die 'Deutsche Antisemitische Vereinigung' von 1886. Die politische Ideologie des deutschen Nationalismus wurde durch den antisemitischen Sprachgebrauch dauerhaft geprägt. Als 'deutsch-national' bezeichnet zu werden, war durchaus positiv konnotiert, denn es bejahte die Zugehörigkeit zur Volksnation und schloss gleichzeitig eine jüdische Herkunft aus. Die ethnische Ausgrenzung durch eine Umdeutung von Bezeichnungen kam durch nationalistische Intoleranz zustande. Systemveränderer wurden mit der Bezeichnung „Vaterlandslose“ von den Nationalisten versehen. Im Gegensatz dazu waren die Deutschen bereit für ihr Vaterland in den Krieg zu ziehen und wenn es nötig gewesen wäre für ihr Land zu sterben. Selbstbezeichnungen wie „Wir sind das Volk!“ oder „Tod für das Vaterland“ waren für die Zeit typische patriotische Ausrufe.[7]

Ab den 1880er-Jahren entwickelte der Nationalismus in der beginnenden Kolonialbewegung ein dynamisches Potential und nahm expansive Ausmaße unter Wilhelm II. an. Der Reichsnationalismus wendete sich nach außen und eine Überakzentuierung der Machtstellung entstand. Im Jahre 1894 formulierte man eine neue Zielutopie, die der Herstellung einer Großmachtstellung Deutschlands. Das Ziel sollte durch die gezielte Beeinflussung der Bevölkerung, unterstützt durch den Alldeutschen Verband erreicht werden. Der Alldeutsche Verband benutzte manipulative Methoden der Organisation, der Agitation und der Einflussnahme, um seiner Forderung nach Stärkung des deutschen Nationalbewusstseins mit völkischen und imperialistischen Zielsetzungen nachzukommen. Durch die Entstehung vieler nationaler Verbände kam es zu einer Ambivalenz zwischen der Staatsnation und dem Nationsverständnis, diese semantische Schnittmenge der unterschiedlichen nationalistischen Ziele fasste man unter dem Begriff des „Auslandsdeutschtums“ zusammen. Der Begriff umschloss die außerhalb des Deutschen Reiches lebenden Bevölkerungsgruppen, die für eine überstaatliche deutsche „Volksgemeinschaft“ gedacht waren.[8]

Auch die deutschen Studenten nahmen an der Vereinspolitik teil, in dem sie im Jahre 1881 den 'Verein Deutscher Studenten' ins Leben riefen, um sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen. Die Studentenschaft wollte den inneren Ausbau des Nationalstaates bezwecken, welcher gleichsam den Kampf gegen innere Feinde bedeutete. Somit übernahmen sie für sich das Feindbild des Reichsnationalismus. Im Dezember 1882 kam es zu der Gründung des 'Deutschen Kolonialvereins', der durch die öffentliche Agitation die Notwendigkeit kolonialer Expansion förderte und eine Lösung der Kolonialfrage unterstützte. Infolgedessen kam es zu dem Erwerb deutscher Schutzgebiete in Afrika und der pazifischen Inselwelt. Anfang der 80er-Jahre dehnte sich das Deutsche Reich weiter aus und entwickelte sich von einem Nationalstaat zu einem Kolonialreich. Dieser Prozess wird auch als „Zweite Reichsgründung“ bezeichnet, denn die Vorstellung eines deutschen Welt- und Kolonialreiches wurde verwirklicht. Zu dieser Zeit erhob Bismarck seine Person endgültig in den Rang eines nationalen Symbols. Trotz der Integrationsmomente durch den Reichsnationalismus kam es zu keiner verspäteten inneren Reichsgründung mehr.

Eine weitere Problematik stellte der fortbestehende Regionalismus und Landespatriotismus dar, welcher nach der Entstehung des neuartigen Nationalismus nicht verschwanden, sondern existent blieben. Als Beispiel dafür kann man die Situation zwischen dem Rheinland und Preußen anbringen. Das Rheinland war seit 1815 zu Preußen zugehörig, betonte aber die Unterschiede zu Preußen. Es herrschten konfessionelle Spannungen zwischen dem katholischen Rheinland und dem protestantischen Preußen. Das Rheinland orientierte sich von Preußen weg und zu Frankreich hin. Der Reichsnationalismus versuchte nun die Regionalismen abzubauen und durch nationales Denken zu ersetzen, um schließlich die nationale Identität zu verstärken.[9]

All diese Ausführungen zeigen, dass der Reichsnationalismus durch das Netzwerk von Vereinen getragen wurde, ein Phänomen politischer Rechte darstellte und durchaus als politische Bewegung verstanden werden kann. Er war „das eigentliche Novum in der politischen Geschichte des Kaiserreiches“ und diente als Antwort für den unvollendeten Nationalstaat.[10] Zudem spricht man Ende des 19. Jahrhunderts von einem organisierten Nationalismus, weil „seine Programmatik, seine Gruppenbildung, seine politische Strategie und seine Agitation von den Nationalisten organisiert“ wurde. Er zielte auf ein neues, elitäres Verständnis von Nation mit volksdeutscher Prägung und einer national-politischer Frontstellung ab. Seine Stärke machte ihn zum Konkurrenten der deutschen Nationalbewegung und seine Prägung erhielt er von dem imperialistischen Denken seiner Epoche.[11]

Volksnation

Nach Otto Dann ging das Volk als politische Willensgemeinschaft der Nation voraus. Das politisch mobilisierte Volk verbindet man mit politischen Grundzügen und Aspekten. Volk und Politik agierten im Zusammenspiel für die Idee der Nation und sorgen für eine graduelle Verschiebung.

„Die Nation hängt an den blutig-leidvollen Ketten der Vergangenheit. Wer diese Ketten lösen will, muss eine neue Vision bieten, die machtvoll genug ist, an die Stelle der alten zu treten.“, das neugegründete Reich bot den Deutschen mit der Zielutopie einer Großmachtstellung eine neue Vision.[12] Das Kaiserreich übernahm zwar Traditionen des Heilig Römischen Reiches Deutscher Nation, schuf jedoch etwas gänzlich Neues, die Zentralisierung herrschaftlicher Macht. Aus diesem Grund war die Volksnation nicht an die „blutig-leidvollen Ketten der Vergangenheit“ gebunden und konnte sich frei entfalten.[13] Es entsprach nicht mehr dem klassischen Staatsvolk, sondern orientierte sich geschlossen in eine politische Richtung. Zuvor stellte nur der Adel die politische Nation in Europa dar. Als politische Gemeinschaft mit Wertvorstellungen war die Volksnation auf die Ausdeutung dieser Werte angewiesen. Der Reichsnationalismus im Kaiserreich übernahm diese Funktion und formulierte die Werte der Volksnation aus. Dabei versuchte der neuartige Nationalismus seinen Korridor stets zu befolgen, um den hergestellten Charakter der Volksnation nicht zu gefährden. Infolgedessen kam es zu einer „Gleichförmigkeit der Lebensgemeinschaft im nationalen Raume“, was einen gleichartigen Lebensstil, eine nationale Eigenart und gemeinsame nationale Gebräuche für die Nation beinhaltete.[14]

[...]


[1] Francois, Etienne, Schulze, Hagen, Deutsche Erinnerungsorte, Band 2., München, 2001, S. 91.

[2] Kutz, Jens Peter, Nationalismus im Kaiserreich. URL: http://www.jenspeterkutz.de/000466.pdf, 20.09.2015.

[3] Gall, Lothar, Der weiße Revolutionär, Frankfurt am Main, 1986, S. 445.

[4] Ebd., S. 445.

[5] Dann, Otto, Nation und Nationalismus in Deutschland 1770-1990, München, 1993, S. 185ff.

[6] Heinrich August Winkler, zitiert nach: Althammer, Beate, Das Bismarck-Reich 1871-1890, Paderborn, 2009, S. 83f.

[7] Dann, Otto, Nation und Nationalismus in Deutschland 1770-1990, München 1993, S. 188f.

[8] Ebd., S. 191.

[9] Hardtwig, Das Kyffhäuser-Denkmal 1896-1996, S. 59ff.

[10] Dann, Otto, Nation und Nationalismus 1770-1990, München 1993, S. 185.

[11] Ebd., S. 195f.

[12] Langewiesche, Dieter, Reich, Nation und Föderation, München, 2008, S. 29.

[13] Ebd., S. 25.

[14] Steinmüller, Max, Idee der Nation, Zürich, 1960, S. 18.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Funktion des Reichsnationalismus nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871
Untertitel
"Du bist nichts, Dein Volk ist alles"
Hochschule
Universität zu Köln  (Abteilung für Neuere Geschichte)
Veranstaltung
Denkmalskultur und Nationalidee im kaiserlichen Deutschland
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V316012
ISBN (eBook)
9783668150263
ISBN (Buch)
9783668150270
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaiserreich, Bismarck, Nationalismus, Reichsnationalismus, Volksgemeinschaft, Volksnation, Ideologie
Arbeit zitieren
Laura Sophie Kersch (Autor), 2015, Die Funktion des Reichsnationalismus nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316012

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