Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Transkulturelle Politische Theorie. Praktische Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ

Title: Transkulturelle Politische Theorie. Praktische Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ

Seminar Paper , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicola Koch (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird daher beschrieben, wie sich die transkulturelle Politische Theorie zusammensetzt und welche theoretischen sowie praktischen Implikationen mit ihr generiert werden können. In Abschnitt 2.2 werden zunächst einzelne Methoden erläutert, um in Abschnitt 2.3 aufzuzeigen, welche neuen Perspektiven durch diese eingenommen werden können. Anschließend wird das Leitbild der Good Governance des BMZ unter diesen neuen Blickwinkeln analysiert. Es wird geprüft, inwieweit die universalistischen Ideen der Demokratie und der Menschenrechte mit partikularistischen Legitimationsgrundlagen vereinbart werden. Des Weiteren wird kontrolliert, ob eurozentrische Einflüsse hierbei wirken. In Abschnitt 3.4 werden schließlich die praktischen Implikationen zu einer Handlungsempfehlung zusammengefasst.

Wie können in Zukunft globale politische Ideengeschichten skizziert werden, die universalistische Ansprüche besitzen, jedoch partikularistische Legitimationsgrundlagen benötigen? Die Globalisierung bietet neben ihren Chancen auch Risiken, wie beispielsweise durch die Folgen der globalen Erwärmung. In Anbetracht dieses globalen Phänomens wurde innerhalb der Vereinten Nationen ein Leitbild der nachhaltigen Entwicklung proklamiert und diesem einen institutionellen Rahmen gesetzt. Nun gilt es, im Rahmen der Vereinten Nationen, dieses Bild zu zeichnen.

Doch welches ideelle Farbspektrum liegt einem solchen oder sonst einem globalen (Leit-)Bild zugrunde und wie lange kann es haltbar gemacht werden? Aus der Sicht des Relativismus kann dieses Bild nur von jeder Kultur mit der eigenen Farbe gezeichnet werden, da kulturelle Werte sich gegenüberstehen und niemand es vermag, den kulturellen Standpunkt seines Gegenübers einzunehmen. Dem entgegen steht die universalistische Perspektive, welche davon ausgeht, dass sehr wohl gemeinsame Werte existieren und somit jeder Pinselstrich allgemeine Gültigkeit beanspruchen kann. Die transkulturelle Politische Theorie erweitert diese Perspektive und betont, dass zum einen eine kulturrelativistische Übersetzung der einzelnen Werte nötig ist und zum anderen jede ethnozentrische Dominanz das Bild farbloser und instabiler werden lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Implikationen

2.1 Einführung

2.2 Methodik

2.2.1 Relativierung

2.2.2 Historisierung

2.2.3 Empirie

2.3 Neue Perspektiven

3. Praktische Implikationen

3.1 Das Good Governance Konzept des BMZ

3.1.1 Relativierung

3.1.2 Historisierung

3.1.3 Empirie

3.2 Zusammenfassung der Analyse und Handlungsempfehlungen

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der transkulturellen Politischen Theorie auf das Good Governance Konzept des BMZ. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie universalistische Prinzipien wie Demokratie und Menschenrechte unter Berücksichtigung partikularistischer Legitimationsgrundlagen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vermittelt werden können, ohne eurozentrische Dominanz auszuüben.

  • Transkulturelle Politische Theorie als interdisziplinärer Forschungsansatz
  • Methodische Instrumente: Relativierung, Historisierung und empirische Diversitätsforschung
  • Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ hinsichtlich Demokratie und Menschenrechten
  • Kritik an eurozentrischen Bewertungsmaßstäben in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Entwicklung partikularistischer Strategien zur Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Reformen

Auszug aus dem Buch

2.2 Methodik

Wie der Name transkulturelle Politische Theorie bereits suggeriert, spielt das Konzept der ‚Transkulturalität‘, welches von Wolfgang Welsch 1994 erstmals geprägt wurde, eine wichtige Rolle. Es gelte demnach, dass unsere Identitäten meist von mehr als einer homogenen Kultur geprägt seien, wodurch wir uns bereits in einer „Welt transkultureller Lebensformen“ befänden (Welsch 1994: 11). Die transkulturelle Theorie besteht aus zwei Bewegungen:

„Aus einer horizontalen, die dazu führen sollte, gemeinsame Werte und Normen zwischen den Kulturen zu suchen, und einer vertikalen, die darauf zielt, Begriffe auszubilden, die über die empirische Vielfalt der Kulturen hinausgehen.“ (Dhouib 2014: 188)

Transkulturalität bildet die Basis der Methodik, da sie die Hybridität von Kultur beschreibt und daher die Berücksichtigung von historischen Machtverhältnissen im normativen Diskurs um Werte und Normen sowie diesen Auswirkungen auf den empirischen Vergleich unterschiedlicher politischer Denker, notwendig macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Globalisierung und die Notwendigkeit transkultureller politischer Theorien ein, um universalistische Ansprüche mit partikularistischen Legitimationsgrundlagen zu versöhnen.

2. Theoretische Implikationen: Hier werden der Forschungsansatz der transkulturellen Politischen Theorie definiert und die methodischen Grundlagen zur Dekonstruktion eurozentrischer Ansätze sowie zur Einbeziehung empirischer Diversität dargelegt.

3. Praktische Implikationen: Dieses Kapitel überträgt die zuvor erarbeiteten theoretischen Methoden auf das Good Governance Konzept des BMZ und analysiert kritisch dessen Kriterienkatalog und Anwendungspraxis.

4. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, welche die Notwendigkeit einer Dezentrierung der politischen Theorie unterstreicht und künftige Forschungsbedarfe identifiziert.

Schlüsselwörter

Transkulturelle Politische Theorie, Good Governance, BMZ, Globalisierung, Eurozentrismus, Kulturrelativismus, Demokratie, Menschenrechte, Diversitätsforschung, Dekonstruktion, Postkoloniale Theorie, Entwicklungszusammenarbeit, politische Kultur, Reformpolitik, politische Steuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, westlich geprägte universalistische politische Konzepte im Kontext einer globalisierten, kulturell vielfältigen Welt anzuwenden, ohne dabei eurozentrische Vorurteile zu reproduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Politische Theorie, transkulturelle Identitäten, die internationale Entwicklungszusammenarbeit sowie die kritische Hinterfragung von Good Governance Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Good Governance Konzept des BMZ auf seine theoretischen und praktischen Schwächen hin zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zu formulieren, die eine stärkere kulturelle Kontextualisierung ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Ansätze der transkulturellen Politischen Theorie genutzt, insbesondere die Methoden der Relativierung, der Historisierung und die Einbindung der empirischen Diversitätsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine beispielhafte Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ anhand der drei genannten Methoden, wobei der Fokus auf den Indikatoren für Demokratie und Menschenrechte liegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie transkulturelle Theorie, Eurozentrismus, kulturelle Hybridität, Good Governance und globale politische Normen geprägt.

Warum wird das Konzept der 'Relativierung' kritisch diskutiert?

Obwohl die Relativierung hilft, eurozentrische Vorurteile abzubauen, wird angemerkt, dass sie selbst nicht frei von Normativität ist und potenziell zur Abwertung anderer Governance-Modelle führen kann.

Inwiefern beeinflusst das 'kollektive Gedächtnis' die Entwicklungszusammenarbeit?

Die Arbeit betont, dass koloniale Erfahrungen und Erinnerungen an Fremdherrschaft in der Bevölkerung vorhanden sind, was dazu führen kann, dass externe politische Einflussnahme als bevormundend wahrgenommen und abgelehnt wird.

Was schlägt die Autorin als Alternative für zukünftige Reformen vor?

Es wird vorgeschlagen, von aktiver Einflussnahme Abstand zu nehmen und stattdessen Regierungen bei der Evaluierung ihrer Reformmaßnahmen anhand kulturspezifisch angepasster Maßstäbe lediglich beratend zu unterstützen.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Transkulturelle Politische Theorie. Praktische Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ
College
Zeppelin University Friedrichshafen  (Department Politics Administration & International Relations)
Course
Politische Theorie - Dr. Prof. Karsten Fischer
Grade
1,0
Author
Nicola Koch (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V316419
ISBN (eBook)
9783668158900
ISBN (Book)
9783668158917
Language
German
Tags
Transkulturalität Politische Theorie Kultur Ideengeschichte Globalisierung Relativismus Universalismus Eurozentrismus Good Governance BMZ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicola Koch (Author), 2016, Transkulturelle Politische Theorie. Praktische Analyse des Good Governance Konzepts des BMZ, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316419
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint