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Das individuelle Smartphone für jeden? Ein Essay zur funktionellen und symbolischen Bedeutung von Smartphones

Title: Das individuelle Smartphone für jeden? Ein Essay zur funktionellen und symbolischen Bedeutung von Smartphones

Essay , 2013 , 9 Pages

Autor:in: Daniel Armbrüster (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Smartphones sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken, sie sind zum ständigen Begleiter geworden. Und fast jeder nutzt sein Gerät anders, auf eine individuelle Art und Weise. In diesem Essay soll es um das Individuum und den individuellen Umgang mit der Persönlichkeitserweiterung Smartphone gehen. Man könnte die Frage nach der Individualisierbarkeit plump ungefähr so formulieren: „In wie weit gestatten einem Smartphone-Hersteller, in das vordefinierte System einzugreifen und dem Gerät eine individuelle, sprich einzigartige, Note zu verleihen?“

Im Zusammenhang mit dieser Frage steht auch die nach den Vor- und Nachteilen der digitalen Persönlichkeitserweiterung. Darauf soll unter dem Stichwort der „digitalen Demenz“ eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das individuelle Smartphone für jeden

2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsbildung und Individualisierung durch die Nutzung von Smartphones. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine qualitativ orientierte Forschung an drei Versuchspersonen Kategorien des individuellen Smartphone-Gebrauchs zu definieren und zu analysieren, welche Bedeutung den Geräten auf funktioneller und symbolischer Ebene innewohnt.

  • Identitätsbildung durch mobile Alltagstechnologien
  • Einfluss der Individualisierung auf das soziale Verhalten
  • Kategorisierung von Benutzertypen anhand von App-Nutzung
  • Die symbolische und funktionelle Dimension des Smartphones
  • Digitale Demenz und soziale Integration

Auszug aus dem Buch

Das individuelle Smartphone für jeden

Dienstagmorgen: ich sitze in der Straßenbahn in Freiburg Richtung Universität. Ein lauter, schriller Klingelton reißt mich aus meinen Gedanken. Die junge Frau mir gegenüber nimmt ab, sie ist stolze Besitzerin eines Samsung S2, ein Smartphone. Nachdem das Telefonat beendet ist, wissen nun circa fünf wildfremde Menschen einiges mehr über Marie und ihre Freundin Corinna. Die nächsten 12 Minuten Bahnfahrt verbringt Marie vor ihrem hochauflösenden Alleskönner. Ich selbst bin auch mit dem Strom der Entwicklung geflossen und besitze solch ein Mobilgerät. Überall und immer erreichbar sein, alles googlen können, Wikipedia immer griffbereit, sämtliche Übersetzungs-Apps und unvorstellbar viele Alltagshelfer stets parat zu haben ist ein enormer Fortschritt. Und meine Emails beantworte ich auch während der Bahnfahrt, anstatt mich mit dem Sitznachbar zu unterhalten. Doch sollen die beigelieferten Einschränkungen und Erweiterungen des sozialen Lebens in dieser Arbeit nur angeschnitten werden.

Vielmehr soll es um das Individuum und den individuellen Umgang mit der Persönlichkeitserweiterung Smartphone gehen. Man könnte die aufkommende Frage nach Individualisierbarkeit plump ungefähr so formulieren: „In wie weit gestatten einem Smartphone-Hersteller, in das vordefinierte System einzugreifen und dem Gerät eine individuelle, sprich einzigartige, Note zu verleihen?“.

Ein Smartphone ist der ständige Begleiter im heutigen Alltag. Etwas so Gewohntes, Allgegenwärtiges trägt zweifelsohne auch zur Identitätsbildung bei. Betrachten wir das Medium nach McLuhan als „Erweiterung von uns selbst“. Da beispielsweise unser Gehirn nicht in der Lage ist, sich die Fülle an anstehenden Terminen zu merken, externalisieren wir, das heißt wir nehmen unseren Gedanken – sei es zum Beispiel ein Termin - aus dem Gehirn heraus und „stecken“ ihn quasi in eine Kalender-App. Dabei wird das Gehirn entlastet. Bei dieser Betrachtung wird klar, wieso diesen Geräten eine so große Rolle beigemessen wird: Niemand will gerne auf eine positive Erweiterung, sprich Verbesserung, verzichten, wieso auch? Einige Aspekte, die weniger offenkundig sind, werden dabei allerdings außer Acht gelassen. Darauf komme ich im Folgenden unter dem Stichwort „digitale Demenz“ zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

Das individuelle Smartphone für jeden: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Rolle des Smartphones als Mittel zur Identitätsbildung und analysiert, wie Nutzer durch Anpassungen, Apps und Widgets ihren Geräten eine persönliche Note verleihen.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Smartphones unerschöpfliche Ressourcen der Individualisierung bieten, und regt dazu an, die funktionelle und symbolische Bedeutung dieser Objekte im Alltag bewusster zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Smartphone, Individualisierung, Identitätsbildung, Digitale Demenz, Persönlichkeitserweiterung, Mobilgerät, App-Nutzung, Soziales Verhalten, Human-Computer-Interaction, Mediennutzung, Habitustheorie, Alleskönner, Technologie, Nutzungsanalyse, Verbindungsschnittstelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Smartphones im heutigen Alltag und untersucht, wie Nutzer das Gerät als Instrument zur Identitätsbildung und Individualisierung einsetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Personalisierung von Smartphones, die Auswirkungen auf das soziale Verhalten, der Einfluss von App-Kategorisierungen auf das Nutzerprofil sowie kritische Aspekte wie die „digitale Demenz“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den individuellen Umgang mit Smartphones zu erforschen und zu definieren, inwieweit das System dem Nutzer gestattet, eine eigene Note zu verleihen und wie sich dies in verschiedenen Nutzungstypen widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine qualitativ orientierte Forschung an drei Versuchspersonen sowie ein hermeneutisches Verfahren zur Kategorisierung von Benutzertypen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die auditive als auch die visuelle Ebene der Individualisierung (Klingeltöne, Hüllen, Homescreen-Design, App-Wahl) analysiert und mit der persönlichen Identität und dem Habitus der Nutzer verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind insbesondere Individualisierung, Identitätsbildung, Smartphone, Persönlichkeitserweiterung und digitale Demenz.

Welche Bedeutung hat das Smartphone nach Marshall McLuhan in dieser Arbeit?

Das Smartphone wird nach McLuhan als „Erweiterung von uns selbst“ interpretiert, da es kognitive Prozesse, wie das Merken von Terminen, externalisiert und somit das Gehirn entlastet.

Warum deinstallieren manche Nutzer alle Spiele auf ihrem Smartphone?

Dies deutet auf einen hochgradig organisierten Nutzungstyp hin, bei dem das Smartphone primär als Werkzeug für Arbeit, Wissen und Alltagserleichterung statt als Spielmedium dient.

Welche Rolle spielt die „digitale Demenz“ in der Argumentation?

Der Begriff, geprägt durch Manfred Spitzer, dient als kritisches Korrektiv zu der unkritischen Nutzung von „Helfer“-Medien, die bei zu starker Entlastung langfristig zu einem Abstumpfen des Gehirns führen kann.

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Details

Title
Das individuelle Smartphone für jeden? Ein Essay zur funktionellen und symbolischen Bedeutung von Smartphones
College
University of Freiburg  (Institut für Volkskunde)
Course
Seminar aus dem Bereich Medienkulturen: Mobile Alltagstechnologien - Unterwegs mit tragbaren Geräten
Author
Daniel Armbrüster (Author)
Publication Year
2013
Pages
9
Catalog Number
V316802
ISBN (eBook)
9783668161535
ISBN (Book)
9783668161542
Language
German
Tags
smartphone essay bedeutung smartphones
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Armbrüster (Author), 2013, Das individuelle Smartphone für jeden? Ein Essay zur funktionellen und symbolischen Bedeutung von Smartphones, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316802
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