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Subjektive Wahrnehmungen von Integrationsproblemen. Eine Studie in der Grenzstadt Kehl am Rhein

Title: Subjektive Wahrnehmungen von Integrationsproblemen. Eine Studie in der Grenzstadt Kehl am Rhein

Term Paper , 2013 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Armbrüster (Author), Mostafa Daoud (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Die Integrationsproblematik wird derzeit in alltäglichen, politischen sowie auch kulturwissenschaftlichen Situationen heftig diskutiert. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Realitäten derer, die Gegenstand dieser Debatten sind, zu gewähren, um herauszufinden, wie sehr sie (vermeintlich) von der Integrationsproblematik betroffen sind.

Kehl ist eine Kleinstadt mit einer relativen hohen Kleinkriminalitätsquote. Unter Betrachtung kulturwissenschaftlicher Perspektiven und qualitativer Forschung mittels Interviewanalyse wird im Folgenden ein Einblick in die Thematik gewährt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kulturwissenschaftliche Beiträge und theoretische Konzepte (Mostafa Daoud)

1.1 Deutsche Migrationsgeschichte seit Ende des 2. Weltkrieges

1.2 Kulturwissenschaftliche Migrationsforschung

1.3 Kulturwissenschaftliche Perspektiven zu Ethnizität

1.4 Integration und Kultur

2. Einführung in die Studie (Daniel Armbrüster)

2.1 Kehl

2.2 Subjektive Innenwelten

2.3 Sozialisation

2.4 Interpretation der Interviews

2.5 Methodenreflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die subjektiven Wahrnehmungen von Integrationsproblemen durch junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Grenzstadt Kehl. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Lebensrealitäten, Identitätskonflikte und die von den Betroffenen empfundene Aus- und Abgrenzung zu gewinnen, anstatt rein statistische oder mediale Diskurse zu reproduzieren.

  • Kulturwissenschaftliche Analyse von Migration und Ethnizität
  • Kritische Betrachtung des Multikulturalismus-Diskurses
  • Qualitative Interviewanalyse zur subjektiven Innenwelt Jugendlicher
  • Sozialisationsprozesse und Identitätsbildung im Migrationskontext
  • Rolle von Identität, Sprache und gesellschaftlicher Anerkennung

Auszug aus dem Buch

Subjektive Innenwelten

Um die subjektiven Innenwelten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder Ausländern besser zu verstehen, müssen einige Aspekte berücksichtigt werden. Ein wichtiger Punkt ist ihre eigene Beurteilung der Identität. Was denken sie selbst, wer sie sind? Für wen halten sie sich? Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Unterschiede. Sind diese Unterschiede zu „normalen“ Deutschen nur konstruiert? Es muss bewusst sein, dass sobald von „Andersartigkeit“ berichtet wird, diese als gegeben und somit auch implizit konstruiert wird. Demnach möchte ich vorab festlegen, dass jegliche Begriffe wie zum Beispiel Ausländer, Leute mit Migrationshintergrund, Andere, Andersartige, normale Deutsche, unnormale Deutsche etc. keineswegs Wertungen des Autors widerspiegeln und auch in keinem Zusammenhang negativ aufgefasst werden sollen. Es geht darum, das Empfinden der Betroffenen nachzuvollziehen und für ein besseres Verständnis zu sorgen. Anhand der Interviews lassen sich viele Rückschlüsse auf die Wertesysteme der Interviewpartner ziehen. Sie haben alle eine individuelle Geschichte und müssen somit im Prinzip auch individuell behandelt werden. Im nächsten Abschnitt sollen grundlegende Züge der Entwicklung nachvollzogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Kulturwissenschaftliche Beiträge und theoretische Konzepte (Mostafa Daoud): Dieses Kapitel beleuchtet die deutsche Migrationsgeschichte, definiert Migrationsformen aus kulturwissenschaftlicher Sicht und erörtert die Debatten um Ethnizität, Identität und den gescheiterten Multikulturalismus.

Einführung in die Studie (Daniel Armbrüster): Dieser Teil überträgt die theoretischen Ansätze auf das Fallbeispiel Kehl, untersucht Sozialisationsphasen und analysiert anhand von qualitativen Interviews die subjektiven Perspektiven und Identitätskonstruktionen von Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Migration, Integration, Ethnizität, Kulturwissenschaft, Identität, Sozialisation, Kehl, Diskurs, Othering, Multikulturalismus, Transkulturalität, Qualitative Sozialforschung, Jugendliche, Migrationshintergrund, Fremdheitsgefühl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Stadt Kehl hinsichtlich ihrer Integration und Identitätsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Migrationsgeschichte, ethnologische Konzepte von Ethnizität und Kultur, der Einfluss von Sozialisation auf die Identität sowie die Analyse der subjektiven Perspektiven betroffener Jugendlicher.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Einblicke in die gelebten Realitäten der betroffenen Jugendlichen zu gewinnen, um zu verstehen, wie sie ihre eigene Integrationssituation und ihr Zugehörigkeitsgefühl in der Gesellschaft bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen kulturwissenschaftliche Theorien kombiniert mit einer qualitativen Forschungsmethode, insbesondere narrativen Interviews, um die subjektiven Bedeutungsstrukturen der Interviewpartner zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Migrationskonzepte und einen empirischen Teil, der das Fallbeispiel Kehl untersucht, die Interviews interpretiert und die Rolle von Sprache und Identitätskonflikten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Migration, Integration, Identität, Ethnizität und qualitative Forschung charakterisiert.

Warum wurde Kehl als Studienort gewählt?

Kehl wurde aufgrund seiner speziellen Lage als Grenzstadt und der dortigen sozioökonomischen Situation gewählt, da die Stadt eine ausgeprägte kulturelle Durchmischung und spezifische soziale Herausforderungen aufweist.

Welche Rolle spielt Rapmusik in der Arbeit?

Rapmusik dient als Medium, um die Perspektive der Jugendlichen zu verdeutlichen; die Songtexte reflektieren die Konflikte, das Fremdheitsgefühl und das Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung der Protagonisten.

Was bedeutet der Begriff „Othering“ in diesem Zusammenhang?

Das „Othering“ beschreibt den Prozess, durch den Menschen als „die Anderen“ oder „Fremde“ markiert und von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt werden, oft basierend auf konstruierten kulturellen Unterschieden.

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Details

Title
Subjektive Wahrnehmungen von Integrationsproblemen. Eine Studie in der Grenzstadt Kehl am Rhein
College
University of Freiburg  (Institut für Volkskunde)
Course
Seminar aus dem Bereich Migration - Integration: Fremdsein in Deutschland/Deutschsein im Ausland - Migrations- und Integrationsprobleme im Vergleich
Grade
2,0
Authors
Daniel Armbrüster (Author), Mostafa Daoud (Author)
Publication Year
2013
Pages
24
Catalog Number
V316805
ISBN (eBook)
9783668162006
ISBN (Book)
9783668162013
Language
German
Tags
Integration Migration Subjektive Wahrnehmung Kehl am Rhein Kehl Feldforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Armbrüster (Author), Mostafa Daoud (Author), 2013, Subjektive Wahrnehmungen von Integrationsproblemen. Eine Studie in der Grenzstadt Kehl am Rhein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316805
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