Qualitätsmanagement, Investition und Finanzerung in der Fitnessbranche

Einsendeaufgabe im Studiengang Sportökonomie


Hausarbeit, 2013

22 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung
1.1 Definition Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung
1.1.1 Qualitätsmanagement
1.1.2 Qualitätszertifizierung
1.1.3 Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung
1.2 Personalanforderungen für gerätegestütztes Training nach der DIN 33961:2014
1.2.1 Personaleinsatzplan
1.2.2 Qualifikationsstufen
1.2.3 Soll-Ist-Vergleich
1.3 Einsehbarkeit der Trainingsfläche
1.3.1 Grundriss
1.3.2 Einsehbarkeit

2 Investition
2.1 Kapitalwertmethode
2.1.1 Beurteilung der Vorteilhaftigkeit der geplanten Investition
2.2 Interne Zinsfußmethode

3 Finanzierung
3.1 Finanzierungsinstrumente Kraftausdauerzirkel
3.1.1 Methode 1 - Externe Fremdfinanzierung
3.1.2 Methode 2 - Interne Fremdfinanzierung
3.1.3 Methode 3 - Externe Eigenfinanzierung
3.1.4 Methode 4 - Interne Eigenfinanzierung
3.2 Basel III

4 Produktion und Logistik
4.1 Arbeitsproduktivität
4.2 Besonderheit externer Faktor
4.3 Bestandteile Abwicklungszeit und Maßnahmen

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs-, Tabellen- und Formelverzeichnis

Folgende Einsendeaufgabe basiert auf einer fiktiven Fitnessanlage, da der momentane Ausbildungsbetrieb nicht zur Klassifizierung geeignet ist (Softwareunternehmen). Zur Orientierung wurden Werte der vorangegangenen Betriebe herangezogen um somit annähernd reale Werte zu ermitteln.

Tabelle 1: Klassifizierung des Betriebs (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung

1.1 Definition Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung

Qualität stammt vom lateinischen Begriff „qualitas“ ab. Ein Fragewort das die ursprüngliche Bedeutung „wie beschaffen“ hatte. Allerdings erlebte das Wort Qualität einen Bedeutungswandel vom neutralen Fragewort „Beschaffenheit“ hin zum positiven Wort „Güte“ oder „Wert“. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Qualitätskontrolle, welche auf den Taylorismus im Zuge der Massenproduktion während der Industrialisierung zurückzuführen ist. Arbeitsvorgänge wurden gespalten und somit auch die Verantwortlichkeit der Qualität eines Endproduktes. Zur Effizienzsteigerung entwickelte man letztendlich das Stichprobenverfahren, welches Rückschlüsse auf die gesamte Produktion zulässt. Im Zuge dessen führte man Qualitätsprogramme zur Fehlervermeidung wie Null-Fehler-Programm, Kaizen, EFQM-Modell, Six Sigma und TQM ein. Seit Mitte der achtziger Jahre existiert die branchenneutrale Norm für Qualitätssicherungssysteme ISO-9000ff-Reihe. Weshalb sich 1988 mehrere Präsidenten von Großunternehmen zur EFQM (European Foundation for Quality Management) zur Entwicklung von Qualitätsverbesserungen (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 193-199).

1.1.1 Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement wird als Handwerkszeug für Unternehmen angesehen. Unternehmensführungen legen deren eigene Qualitätspolitik fest. Vorab bestimmt ein Unternehmen seine Marktposition und Zielgruppe. Daraus erschließen sich Teilbereiche eines Unternehmens, welche wiederum vorbestimmten Qualitätsansprüchen unterliegen, die es zu erfüllen gilt. Zeitlich gesehen ist das Qualitätsmanagement ein sehr junges System, welches mathematische, physikalische aber auch psychologische und pädagogische Einflüsse besitzt. Dennoch beinhaltet Qualitätsmanagement mehr als nur stupide Vergleichsmöglichkeiten. Es dient der Steuerung und Regelung unternehmensübergreifender Prozesse (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 203 ff.).

Zudem unterscheidet man zwischen operativem und strategischem Qualitätsmanagement. Während sich das operative Qualitätsmanagement mit dem Formulieren und erreichen der Qualitätsziele eines Unternehmens beschäftigt, richtet sich das strategische Qualitätsmanagement an die „Planung und Umsetzung der Unternehmenspolitik in konkreten Abläufen [und dem, S.B.] regelmäßigen Infragestellen und Verbessern dieser Abläufe“ (Zitat Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 206). Man gliedert das operative Qualitätsmanagement in einen so genannten DEMING-Kreis (Steuerungs- und Regelkreis) mit den dazugehörigen Bereichen: Qualitätsplanung, -lenkung, -sicherung und –verbesserung (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 211).

„manum agere“ was aus dem lateinischen übersetzt soviel heißt wie „an der Hand führen“. Dies bedeutet im Qualitätsmanagement, dass Prozesse beherrscht werden und dass Produkte oder Dienstleistungen die Erwartungen der Endkunden erfüllen. Unternehmen der vergangenen Jahrzehnte beschrieben erfolgreiche Qualitätsmanagementsysteme, welche wiederum von Fachleuten und Universitäten weiterentwickelt und verbessert wurden. Zu diesen Systemen zählen Just-In-Time-Management, Pareto-Management und beispielsweise Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9000-2008ff. (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 237-239).

1.1.2 Qualitätszertifizierung

Wie viele Wörter lässt sich auch die Zertifizierung in Qualitätszertifizierung mit der lateinischen Herkunft erläutern. Demnach stammt die Zertifizierung vom lateinischen Doppelbegriff „certum facere / certiorem facere“ ab, was „in Kenntnis setzen über / benachrichtigen über“ bedeutet. Folglich meint die Qualitätszertifizierung die Benachrichtigung über die Qualität eines Produktes, bzw. einer Dienstleistung. Dem zugehörig sind festgelegte Normen und Kriterien die zur Beurteilung von Qualitäten herangezogen werden (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 273 f.). Hierzu musste ein international gültiger vergleichbarer Standard zur Vereinheitlichung der genormten Fachsprache ermittelt werden (Masing, 2007, S. 3-14): Die ISO-Normreihe. Zu den weltweit bekanntesten und meist genutzten Zertifizierungssystemen gehören die zur ISO-Reihe gehörigen 9000ff- und 14000ff-Reihen. Die ISO-9000-ff-Reihe erläutert den Umgang mit den Anforderungen an Qualitätsmanagementsystemen und die ISO-14000ff-Reihe hilft Unternehmen beim erfolgreichen Umgang mit den Umweltherausforderungen (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 283). Innerhalb der Fitnessbranche leiteten sich Qualitätskriterien ab, die zur Zertifizierung von Fitness-Studios dienten. Diese nennt man DIN-Norm 33961:1-3:2013.

1.1.3 Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung

Die Grundidee beider Begrifflichkeiten besagt, dass man Richtlinien, ob intern oder extern, aufstellt und befolgt. Dies für zu einer Vereinfachung im Bereich Kontrolle und Qualitätssicherung. Unterschieden werden die beiden Begriffe darin, dass das Qualitätsmanagement unternehmensinterne Maßnahmen beinhaltet und die Qualitätszertifizierung eine, durch eine externe Stelle bescheinigte, Beurteilung oder Beglaubigung ist. Bedeutet, dass sich das Unternehmen mit seiner Dienstleistung oder seinem Produkt an offizielle Normen und Kriterien hält (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 340).

1.2 Personalanforderungen für gerätegestütztes Training nach der DIN 33961:2014

DIN 33961 galt bislang als Fitness Siegel, welches allerdings nicht mehr vergeben wird. Stattdessen dienen dessen Anforderungen als Mindestanforderungen bezüglich der Ausstattung und dem Management von Fitnessstudios. Zu den Anforderungen zählt u.a. die Trainerqualifikation, verbraucherfreundliche Vertragsgestaltungen, Dokumentation von Beratungen und das Notfallmanagement (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 332).

1.2.1 Personaleinsatzplan

Tabelle 2: Personaleinsatzplan (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.2 Qualifikationsstufen

Tabelle 3: Qualifikationsstufen (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.3 Soll-Ist-Vergleich

1.2.3.1 Soll-Wert der Trainerwochenstundenzahl

Für eine Anlagengröße mit einer Gesamtfläche zwischen 750 – 1.499 qm betragen die Soll-Trainerwochenstunden 79 Stunden gesamt.

1.2.3.2 Ist-Wert der Trainerwochenstundenzahl, berechnet anhand des Personaleinsatzplans

Auf einer Gesamtfläche der Anlage von 750 – 1.499 qm betragen die Ist-Trainerwochenstunden 100 Stunden gesamt.

1.2.3.3 Trainereinsatz

Soll: Mindestens 30% der gesamten berechneten Trainerwochenstunden müssen durch einen Trainer mit Qualifikationsstufe 3 sichergestellt sein. Die übrige Zeit muss mindestens durch einen Trainer mit Qualifikationsstufe 2 sichergestellt werden.

Ist: Trainer mit mindestens Qualifikationsstufe 2 / 3

Tabelle 4: Trainerqualifikation Mindestanforderung (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die geplanten Soll-Trainerwochenstunden von 100 Stunden laut Personaleinsatzplanung werden mit 100% von Trainern mit Qualifikationsstufen höher als Stufe 3 abgedeckt. Zudem sind alle Trainer über 18 Jahren und können somit die Trainingsfläche alleine und selbstständig betreuen. Damit sind die Personalanforderungen gemäß DIN 33961 erfüllt.

1.2.3.4 Volljährigkeit der Trainer

Soll: Ist nur ein Trainer auf der Fläche anwesend, so muss dieser ein Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben.

Ist: Alle Trainer sind mindestens einmal wöchentlich in einer Schicht alleine eingeteilt. Das Alter der Trainer beträgt 21 Jahre und älter, somit ist das SOLL erfüllt.

1.3 Einsehbarkeit der Trainingsfläche

1.3.1 Grundriss

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Grundriss der Trainingsfläche (eigene Darstellung)

1.3.2 Einsehbarkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einsehbarkeit der Trainingsfläche (eigene Darstellung)

Tabelle 5: Einsehbarkeit der Trainingsfläche (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Trainer 3 dient als Springer (ohne festgelegten Ort auf der Trainingsfläche) an ausgelasteten Tagen, wie montags und freitags.

Somit kann ein Trainer alleine 57,43 % der gesamten Trainingsfläche beaufsichtigen.

2 Investition

Eine Investition ist eine langfristige Bindung von finanziellen Mitteln. Diese Vermögensgegenstände können materieller oder immaterieller Herkunft sein (Pape, 2008).

Berechnungsrelevante Daten zum Kraftausdauerzirkel

Anschaffungspreis 84.000 € brutto

Liquiditätserlös nach 4 Jahren Nutzungsdauer 35.500 €

Nutzungsdauer 4 Jahre

Tabelle 6: Jährliche Ein- und Auszahlungen netto (Darstellung der Einsendeaufgabe entnommen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Qualitätsmanagement, Investition und Finanzerung in der Fitnessbranche
Untertitel
Einsendeaufgabe im Studiengang Sportökonomie
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Autor
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V316848
ISBN (eBook)
9783668169166
ISBN (Buch)
9783668169173
Dateigröße
1222 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
qualitätsmanagement, investition, finanzerung, fitnessbranche, einsendeaufgabe, studiengang, sportökonomie
Arbeit zitieren
Sabrin Byaah (Autor), 2013, Qualitätsmanagement, Investition und Finanzerung in der Fitnessbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316848

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