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Regionalmarketing. Definition, Elemente und Funktionsweise

Título: Regionalmarketing. Definition, Elemente und Funktionsweise

Trabajo , 2003 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Patrick Kräuter (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Durch die Globalisierung werden Standortvorteile wie -nachteile der Regionen deutlicher als jemals zuvor sichtbar. Der Wettbewerb der Regionen um Arbeitsplätze, Kaufkraft und potenzielle Industrie- sowie Gewerbeansiedlungen ist entbrannt.
Die Regionen versuchen daher, ihre Wettbewerbspositionen zu verbessern. Der so entstehende Wettbewerbsdruck wird durch die Flexibilisierung der Unternehmen bei der Standortwahl zusätzlich verstärkt. Die Firmen werden standortunabhängig, unternehmerischere Angelegenheiten können international arbeitsteilig organisiert werden. Für die betroffenen Regionen bedeutet dies, dass sowohl die Unternehmen auf der einen wie die Mitarbeiter auf der anderen Seite flexibler zwischen den Standorten wählen können. Der Wettbewerb unter den Regionen wird dadurch weiter angetrieben.
Kostenoptimierung und internationale Konkurrenz erhöhen den Druck auf die ansässigen Firmen. Diese werden gezwungen, die wirtschaftliche Rentabilität zu überprüfen und neue Chancen auszuloten. Neue Chancen könnten auch Standortwechsel sein; die Verlagerung an einen Standort, an dem die geringsten Kosten entstehen, ist legitim. Selbst innerhalb Europas existieren große Kostendifferenzen. Einflussreiche Konzerne nutzen ihre Position, um den Druck auf die Regionen zu verstärken. Im Vordergrund steht die Senkung von Standortkosten.
Der soziale Wandel verstärkt die Konkurrenz der Regionen weiter. Vor allem junge Menschen wandern aus den ländlichen Regionen in die Städte ab, da dort größere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten vermutet werden. Der gestiegene Anspruch der modernen Industriegesellschaft auf die Lebensqualität vor Ort dreht weiter an der Wettbewerbsschraube.
Doch sind all die aufgeführten Tendenzen auch positiv für die regionale Entwicklung zu sehen. Sie bieten den Regionen Chancen, ihre Vorteile herauszustellen und ihre Nachteile zu verringern. Es existiert eine komplexe Situation aus weiter wachsendem Wettbewerb, neuen technologischen Innovationen sowie einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen staatlicher Administration und unternehmerischen Investoren zu Gunsten der Unternehmen, sowie zunehmend vielschichtigen Entscheidungsfindungen bei der Lebens- und Standortwahl von Arbeitskräften und Unternehmen.
Es liegt nunmehr eine Notwendigkeit für die Regionen vor, ihre regionalen Potenziale abzurufen bzw. zu nutzen. Die neue Herausforderung verlangt nach einem professionellen Regionalmarketing.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Regionalmarketing – Herkunft und Definition

2.1 Der Begriff „Region“

2.2 Der Begriff „Marketing“

2.3 Das Regionalmarketing – Summe aus Region und Marketing

3 Die Elemente des Regionalmarketings

3.1 Der Gegenstand der Vermarktung

3.2 Der Zweck des Regionalmarketings

3.3 Die Ziele des Regionalmarketings

3.4 Die Zielgruppen des Regionalmarketings

3.5 Die Akteure des Regionalmarketings

3.6 Die Träger des Regionalmarketings

3.7 Die Finanzierung des Regionalmarketings

3.8 Die Dauer des Regionalmarketings

3.9 Das Regionalmarketing und die Landespolitik

4 Die Funktionsweise des Regionalmarketings

4.1 Die Analyse der Ist-Situation

4.2 Die Erstellung eines Leitbildes

4.3 Die Marketingkonzeption

4.4 Die Steuerung und das Controlling

5 Die „Initiative Bayerischer Untermain“

6 Zusammenfassende Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Funktionsweise und Relevanz des Regionalmarketings als Steuerungsinstrument in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft zu untersuchen und anhand eines Praxisbeispiels zu veranschaulichen.

  • Grundlagen und Definitionen von Region und Marketing im regionalen Kontext.
  • Analyse der konstituierenden Elemente, Akteure und Zielgruppen des Regionalmarketings.
  • Untersuchung der organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für erfolgreiche Regionalmarketing-Initiativen.
  • Detaillierte Betrachtung des strategischen Prozesses von der Ist-Analyse bis zum Controlling.
  • Evaluation der "Initiative Bayerischer Untermain" als konkretes Anwendungsbeispiel.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Zweck des Regionalmarketings

Der Regionalgedanke wird durch neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Vordergrund gestellt. Im nationalen wie im globalen Kontext ist die Region im wirtschaftlichen Bereich die entscheidende Ebene. Die existierenden Standortfaktoren müssen entsprechend regional vermarktet werden. Pendler spielen ebenso eine wichtige Rolle. Die Kommunen müssen durch den wirtschaftlichen Strukturwandel und die damit verbundene Konkurrenz um finanzielle Mittel interkommunal kooperieren. Einzelgänger haben im Kampf um Kapital meist schlechte Chancen (vgl. SIMON 2000: 4).

Im Auftrag des Deutschen Seminars für Städtebau und Wirtschaft führte das Münchner Institut für Citymanagement, CIMA GmbH, 1999 eine Umfrage zum Thema Regionalmarketing durch. Befragt wurden insgesamt 66 Regionalmarketing-Initiativen in Bezug auf ihre Erfahrung mit dem Instrument Regionalmarketing. Besonders interessant wie verständlich erscheinen die Auslöser für die Gründung einer Regionalmarketing-Initiative. Meistangeführte Gründe für die Gründungen waren

die Verknappung der finanziellen Ressourcen auf kommunaler Ebene,

die Veränderte Rahmenbedingungen für die Wirtschaft im Zuge der Globalisierung,

die zunehmende Bedeutung der regionalen Infrastruktur und des regionalen Images bei der Wahl des Unternehmensstandorts,

die Stärkung der Regionen durch die EU-Regionalpolitik, aber auch verstärkte Konkurrenz der europäischen Regionen untereinander,

die Bereitschaft der Kommunen zu einer stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit,

die Einsicht, dass sich durch regionale Zusammenarbeit auch mehr Chancen für die lokale Ebene ergeben,

die Möglichkeit, sich im Wettbewerb mit nahe gelegen Oberzentren und deren Bedeutung als Wirtschaftsraum behaupten zu können, sowie

öffentliche Fördermittel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den zunehmenden Wettbewerbsdruck auf Regionen durch Globalisierung und strukturellen Wandel, wodurch Regionalmarketing als notwendiges Instrument zur Standortstärkung hervorgehoben wird.

2 Das Regionalmarketing – Herkunft und Definition: Erläutert die grundlegenden Begriffe der Region und des Marketings und führt diese als marktorientiertes Steuerungsinstrument zusammen.

3 Die Elemente des Regionalmarketings: Analysiert zentrale Bestandteile wie Vermarktungsobjekte, Ziele, Zielgruppen, Akteure sowie Finanzierungsmodelle und die politische Einbettung.

4 Die Funktionsweise des Regionalmarketings: Beschreibt den strategischen Prozess von der Ist-Analyse und Leitbildentwicklung bis hin zur Marketingkonzeption, Steuerung und Erfolgskontrolle.

5 Die „Initiative Bayerischer Untermain“: Dient als Fallbeispiel, um die praktische Umsetzung der theoretischen Konzepte und den Erfolg regionaler Kooperationsarbeit aufzuzeigen.

6 Zusammenfassende Schlussbemerkung: Reflektiert die Notwendigkeit von Regionalmarketing, betont die Bedeutung guter Kommunikation und Ausdauer und gibt einen Ausblick auf die wachsende Relevanz des Themas.

Schlüsselwörter

Regionalmarketing, Region, Standortwettbewerb, Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung, Leitbild, Standortfaktoren, Standortwahl, Netzwerkarbeit, Kommunale Kooperation, Controlling, Infrastruktur, Initiative Bayerischer Untermain, Standortmarketing, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Regionalmarketings als Instrument zur aktiven Gestaltung und Stärkung von Regionen in einem wettbewerbsorientierten, globalen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Regionalmarketings, die Analyse notwendiger Akteure und Träger, Finanzierungsfragen sowie die methodische Umsetzung von der Ist-Analyse bis zum Controlling.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Funktionsweise des Regionalmarketings zu geben und aufzuzeigen, wie Regionen durch professionelles Marketing ihre Wettbewerbsposition verbessern können.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung des Themas auf Basis fachspezifischer Literatur mit einer praxisorientierten Fallstudie einer bestehenden Regionalmarketing-Initiative.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Elemente (Akteure, Ziele, Finanzierung), den operativen Prozess (Analyse, Leitbild, Konzeption, Steuerung) und die Vorstellung der "Initiative Bayerischer Untermain".

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regionalmarketing, Standortwettbewerb, Wirtschaftsförderung, Standortentwicklung und kommunale Kooperation definieren.

Warum ist die "Initiative Bayerischer Untermain" ein besonderes Beispiel?

Sie dient als konkretes Praxisbeispiel, das zeigt, wie verschiedene Landkreise und Kammern durch Kooperation erfolgreich gemeinsame Projekte wie Gründerzentren und Technologieförderung umsetzen konnten.

Welche Rolle spielt das Controlling im Regionalmarketing?

Das Controlling bildet den Abschluss des Marketingprozesses und ist entscheidend, um durch Vollzugs-, Zielerreichungs- und Wirkungskontrollen den Erfolg der Maßnahmen zu bewerten und bei Bedarf nachzusteuern.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Regionalmarketing. Definition, Elemente und Funktionsweise
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut)
Curso
Konzepte und Ansätze nachhaltiger Regionalentwicklung
Calificación
2,0
Autor
Patrick Kräuter (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
22
No. de catálogo
V31687
ISBN (Ebook)
9783638326117
ISBN (Libro)
9783638651387
Idioma
Alemán
Etiqueta
Regionalmarketing Definition Elemente Funktionsweise Konzepte Ansätze Regionalentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrick Kräuter (Autor), 2003, Regionalmarketing. Definition, Elemente und Funktionsweise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31687
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