Die Geschichte von Lego Technic


Seminararbeit, 2002
14 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte von Lego Technic
2.1 Allgemeine Lego-Fakten
2.2 Die Anfänge von Lego Technic
2.3 Die Weiterentwicklung: Lego Technic entsteht
2.4 Die zweite Generation
2.5 Lego Technic Pneumatic
2.6 Neue Modelle und Ideen

3 Schlussbemerkung

Quellenverzeichnis

Literatur

Abbildungen

1 Einleitung

Im Jahr 2002 feiert Lego das 25. Jubiläum des Bestehens der Lego Technic Produktlinie. Was einst mit einfachen Zahnrädern, die man mit den herkömmlichen Lego-Steinen kombinieren konnte, begann, stellt sich heute als ein komplexes und ausgereiftes Konstruktionsspielzeug dar, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert.

Immer wieder brachte Lego Technic Innovationen in das konstruktive Spielen. Neue Elemente wurden integriert, alte und bewährte Teile verbessert. Die Möglichkeiten des Konstruierens wurden permanent erweitert, die Kombinierbarkeit innerhalb des „Lego-Universums“ blieb stets gewahrt.

Dieser dauernde Wandel und die Verbesserung des Existenten haben Lego Technic zu dem gemacht, was es heute ist: Ein Konstruktionsspielzeug, das ausgereift, kreativ, raffiniert und gleichermaßen beliebt bei Spielern und Sammlern ist.

Wo lagen die Anfänge dieser Entwicklung? Wie entwickelte sich die Idee eines „technischen“ Konstruktionsspielzeugs? Welche Elemente brachten Innovationen? Wie veränderte sich die Produktpalette?

Die vorliegende Arbeit versucht, diese Fragen zu beantworten und einen Einblick in die Historie von Lego Technic zu geben.

2 Die Geschichte von Lego Technic

2.1 Allgemeine Lego-Fakten

Am 7. April 1891 wird Ole Kirk Christiansen in Filskov, Dänemark, geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Tischler und Zimmermann. 1916 kauft Christiansen eine Schreinerei, die „Billund Maschinentischlerei und Zimmergeschäft“. Die Produktion umfasst Schränke, Türen, Fenster und ähnliches. In seiner Freizeit beginnt Christiansen, aus Holzresten und -abfällen Minitretleitern und Minibügelbretter für Puppenhäuser zu basteln. Er bekommt von einem Großhändler einen Auftrag, Puppenmöbel zu produzieren – jedoch kann der Auftraggeber auf Grund eines finanziellen Engpasses die Bestellung nicht abnehmen. Christiansen versucht, mit großem Erfolg, seine Ware anderweitig loszuwerden: bei „Tante-Emma-Läden“ in der näheren Umgebung. Daraufhin beginnt die Produktion verschiedener Holzspielzeuge, von einfachen Jojos über Ziehenten bis hin zu Lastwagen, abhängig von der Nachfrage und Mode.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der Lego „Erfinder“ Ole Kirk Christiansen und das Lego-Logo [1]

Im Jahr 1934 entsteht der Firmenname „Lego“. Er bildete sich aus „Leg godt“, was übersetzt „spiel gut“ heißt. Zufällig hat der Name „Lego“ im Lateinischen eine ebenso passende Bedeutung: „ich sammele“ oder „ich setzte zusammen“.

Das Geschäft mit den Holzspielzeugen läuft passabel, 1934 verzeichnet die Firma einen Jahresumsatz von etwa 9000 Kronen. Als Dänemark während des Zweiten Weltkrieges von Deutschland besetzt war, verhängten die Nationalsozialisten ein generelles Importverbot für ausländisches Spielzeug. Für Lego bedeutete dies einen immensen Umsatzanstieg: 1944 betrug der Umsatz rund 200000 Kronen.

Im Jahr 1947 kauft Ole Kirk Christiansen eine Kunststoff-Spritzgussmaschine. In Dänemark ist er der erste Spielzeughersteller, der diesen Schritt wagt.

Das erste erfolgreiche Spritzgussprodukt aus Kunststoff ist ein Nachbau eines Traktors der Firma Ferguson. Besonderheit dieses Traktors war, dass man ihn auseinander und zusammensetzen konnte.

1949 patentierte Christiansen den „Automatic Building Brick“, der 1953 zum „Lego Mursten“ (-Mauerstein) und ab 1957 zum „Lego Brick“ (-Stein) wurde.

Godfredt Christiansen, einer der Söhne, wurde 1950 zum Junior Direktor ernannt. Auf ihn gehen die zehn entscheidenden Grundregeln zurück, die das Spielzeug „Lego“ erfüllen sollen:

- unbegrenzte Spielmöglichkeiten,
- für Mädchen und Jungen,
- begeistert alle Altersgruppen,
- Ganzjahresspiel,
- gesundes und ruhiges Spiel,
- die meisten Spielstunden,
- Entwicklung, Fantasie, Kreativität,
- mehr Lego vervielfacht den Spielwert,
- leicht zu ergänzen sowie
- perfekte Qualität

2.2 Die Anfänge von Lego Technic

1966 fuhr die erste Lego-Eisenbahn. Im gleichen Jahr brachte Lego die „Lego Samsonite Gear Wheels“ auf den Markt. „Samsonite“ war der damalige Lizenznehmer in den Vereinigten Staaten. Das dänische Patent wurde am 1. März 1965 angemeldet. Entwickelt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

hatte es Knud Christiansen. Diese „Gear Wheels“, also Zahnräder, ermöglichten den

Abbildung 2: Patentzeichnung der „Gear Wheels“ [2]

konstruierenden Kindern ihre Bauten mit drehenden oder mechanischen Getrieben zu erweitern und zu ergänzen.

Das „001 Gear Set“, so der Name des Baukastens, konnte mit einem erstmalig angebotenen Motor, das „002 Motor Pack“ sowie dem „003 Master Mechanic Set“ und dem „004 Master Builder Set“ erweitert werden. Diese erste Serie erschien 1966. Sie wurde 1971 durch das „103 Standard Set“, dem „104 Deluxe Set“ und dem „105 Master Set“ ergänzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Die „Samsonite Gear Wheels“ (Katalogabbildung) [3]

Die „Lego Samsonite Gear Wheels“ standen nur auf dem US-Markt zum Verkauf. 1973 wurde die Produktion eingestellt, nachdem Lego die Lizenz wiedererworben hatte.

Die „Gear Wheels“ waren zur Gestaltung sinnvoller bzw. technisch komplexerer Konstruktionen zu begrenzt. Dennoch inspirierten sie vielleicht die Entwicklung der zweiten Generation der „Gear-Wheels“.

[...]


[1] Internet: http://www.toy-tia.org/industry/halloffame/1989.htm

[2] Internet: http://w3.one.net/~hughesj/technica/history/patents/3461601.php

[3] Internet: http://w3.one.net/~hughesj/technica/history/catalogs/1966_US.php

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Geschichte von Lego Technic
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut, Abteilung Kulturanthropologie/ Volkskunde)
Veranstaltung
Konstruktionsspielzeug
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V31688
ISBN (eBook)
9783638326124
Dateigröße
934 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Lego, Technic, Konstruktionsspielzeug
Arbeit zitieren
Patrick Kräuter (Autor), 2002, Die Geschichte von Lego Technic, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31688

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