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Bilden Leistungstests arbeitsmarktbezogene Fähigkeiten ab? Die Aussagekraft des General Educational Development Tests für den beruflichen Erfolg

Titel: Bilden Leistungstests arbeitsmarktbezogene Fähigkeiten ab? Die Aussagekraft des General Educational Development Tests für den beruflichen Erfolg

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Karolin Hiesinger (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit analysiert zum einen, welche Fähigkeiten Leistungstests messen beziehungsweise welche Eigenschaften durch Leistungstest nicht abgebildet werden können. Zum anderen soll untersucht werden, welche Fähigkeiten für wichtige arbeitsmarktbezogene Outcomes relevant sind. Darauf aufbauend kann schließlich eine Aussage über die Bedeutung von Leistungstests für den beruflichen Erfolg getroffen werden.

Die Analyse wird am Beispiel eines weit verbreiteten Tests in den Vereinigten Staaten von Amerika, dem General Educational Development (GED) Test, durchgeführt. Deshalb erfolgt im zweiten Kapitel eine Beschreibung des Kontexts des Programms, in dem dieser Test stattfindet. Im dritten Kapitel wird zunächst dargelegt, inwieweit der GED Test die kognitiven Fähigkeiten misst. Darauf aufbauend wird mithilfe von aktuellen Studien untersucht, welchen Einfluss diese Fähigkeiten auf den beruflichen Erfolg ausüben, bevor sich im vierten Kapitel mit der Rolle der nicht-kognitiven Fähigkeiten auseinander gesetzt wird. Schließlich erfolgt im letzten Kapitel eine Diskussion der Ergebnisse, die mit einem Fazit sowie einem Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf endet.

Gerade in modernen meritokratisch geprägten Gesellschaften scheinen die Bedeutung von und das Vertrauen in Tests, die in schriftlicher Form das Wissen, die Leistung und die Intelligenz von Personen abfragen, stark ausgeprägt zu sein. So wurde beispielsweise im Jahr 2000 das „Programme for International Student Assessment“ (PISA), welches Schülerleistungen in Mathematik, Naturwissenschaften und Leseverständnis in Form von Multiple Choice sowie offen gestellten Fragen evaluierte, international durchgeführt. Diese Studie verursachte in Deutschland aufgrund der dort mäßigen Ergebnisse den „PISA shock“ und führte dazu, dass eine Vielzahl von Bildungsreformen eingeführt wurde.

Leistungstests als verhältnismäßig leicht messbare Indikatoren stellen offensichtlich ein attraktives und vermeintlich kostengünstiges Mittel dar, um Aussagen über individuelle Fähigkeiten oder auch über die Funktionsfähigkeit nationaler Bildungssysteme treffen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das General Educational Development (GED) Programm

2.1 Historischer Hintergrund

2.2 Institutioneller Hintergrund

2.3 Teilnehmer

3. Die Rolle kognitiver Fähigkeiten für den beruflichen Erfolg

3.1 Das GED Zertifikat als Signal für kognitive Fähigkeiten

3.2 Das GED Zertifikat und berufliche Outcomes

4. Die Rolle nicht-kognitiver Fähigkeiten für den beruflichen Erfolg

4.1 Der High-School-Abschluss als Signal für nicht-kognitive Fähigkeiten

4.2 Der Zusammenhang nicht-kognitiver Fähigkeiten mit beruflichen Outcomes

4.3 Hinweise auf kausale Effekte aus dem Perry Preschool Programm

5. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aussagekraft von Leistungstests, insbesondere des General Educational Development (GED) Zertifikats, für den beruflichen Erfolg. Ziel ist es zu klären, ob diese Tests lediglich kognitive Fähigkeiten abbilden oder ob sie als Signale für weiterführende Produktivitätseigenschaften dienen, während gleichzeitig die Bedeutung nicht-kognitiver Fähigkeiten analysiert wird.

  • Analyse der Signalwirkung des GED-Tests für den Arbeitsmarkt
  • Differenzierung zwischen kognitiven und nicht-kognitiven Fähigkeiten
  • Untersuchung des Einflusses von Persönlichkeitsmerkmalen auf berufliche Outcomes
  • Evaluation kausaler Effekte anhand von Vorschulprogrammen (Perry Preschool)
  • Kritische Reflexion der ökonomischen Humankapital-Perspektive

Auszug aus dem Buch

Die Rolle nicht-kognitiver Fähigkeiten für den beruflichen Erfolg

Betrachtet man das GED Zertifikat nun, wie in Kapitel 3 dargelegt, als Signal für kognitive Fähigkeiten, so scheint das Signal des regulären High-School-Abschlusses über diese Fähigkeiten hinaus noch eine weitere unbeobachtete Komponente zu beinhalten – denn der berufliche Erfolg der High-School-Absolventen ist auch nach der Kontrolle der kognitiven Fähigkeiten deutlich höher als der von GEDs (vgl. Almlund et al., 2011, S. 157). Heckman et al. (2000) identifizieren diese latente Komponente als ‚nicht-kognitive Fähigkeiten‘.

Unter nicht-kognitiven Fähigkeiten versteht man dabei vor allem Persönlichkeitseigenschaften von Personen, welche nicht durch Intelligenz- oder Leistungstests gemessen werden können (Heckman und Kautz, 2014b). Diese sind vielschichtig und komplex und daher schwieriger zu messen als kognitive Fähigkeiten. In der Psychologie hat sich das sogenannte Big-Five-Persönlichkeitsmodell zur Klassifizierung und Messung von Persönlichkeitseigenschaften etabliert. Dieses Modell unterscheidet zwischen fünf Faktoren: Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, emotionale Stabilität und Offenheit für Erfahrungen (John und Srivastava, 1999; Pytlik Zillig et al., 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung standardisierter Tests in meritokratischen Gesellschaften und führt in die theoretische Problematik der Signaltheorie im Kontext des beruflichen Erfolgs ein.

2. Das General Educational Development (GED) Programm: Dieses Kapitel erläutert den historischen und institutionellen Hintergrund des GED-Programms sowie die soziodemografischen Merkmale seiner Teilnehmer.

3. Die Rolle kognitiver Fähigkeiten für den beruflichen Erfolg: Hier wird untersucht, inwieweit das GED-Zertifikat als Signal für kognitive Fähigkeiten dient und welchen Einfluss diese Fähigkeiten auf berufliche Outcomes haben.

4. Die Rolle nicht-kognitiver Fähigkeiten für den beruflichen Erfolg: Das Kapitel analysiert die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen (nicht-kognitive Fähigkeiten) und diskutiert kausale Erkenntnisse aus dem Perry Preschool Programm.

5. Diskussion und Ausblick: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen und leitet Implikationen für die ökonomische Forschung sowie die Bildungspolitik ab.

Schlüsselwörter

Leistungstests, GED, Humankapital, kognitive Fähigkeiten, nicht-kognitive Fähigkeiten, beruflicher Erfolg, Signaltheorie, Big-Five-Modell, Gewissenhaftigkeit, Perry Preschool Programm, Arbeitsmarkt, Bildungspolitik, Bildungsrendite, Persönlichkeitseigenschaften, Einkommensregressionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Aussagekraft von standardisierten Leistungstests, exemplarisch dargestellt am GED-Zertifikat in den USA, für den beruflichen Erfolg und die damit verbundene Signalwirkung auf dem Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Unterscheidung zwischen kognitiven und nicht-kognitiven Fähigkeiten, die Bedeutung von Bildungszertifikaten als Signale sowie die ökonomische Bewertung von Humankapital.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu klären, welche Fähigkeiten durch Leistungstests tatsächlich abgebildet werden und ob diese Tests kausale Effekte auf den späteren beruflichen Erfolg haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und verwendet quasiexperimentelle Evaluationsverfahren zur Analyse von Datensätzen und kausalen Zusammenhängen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kognitiver Fähigkeiten mittels GED, die Analyse nicht-kognitiver Fähigkeiten (Persönlichkeitsmerkmale) und die Diskussion von kausalen Effekten durch frühkindliche Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Leistungstests, Humankapital, nicht-kognitive Fähigkeiten, Signaltheorie und beruflicher Erfolg.

Welche Bedeutung hat das Perry Preschool Programm für die Argumentation?

Das Programm dient als empirischer Beleg dafür, dass auch nicht-kognitive Fähigkeiten, die frühkindlich gefördert werden können, maßgeblich zum späteren Lebenserfolg beitragen.

Warum wird das GED-Zertifikat oft als "mixed signal" bezeichnet?

Es gilt als "mixed signal", da es zwar kognitive Fähigkeiten dokumentiert, aber gleichzeitig auf fehlende nicht-kognitive Eigenschaften hinweisen kann, die mit dem Schulabbruch assoziiert sind.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilden Leistungstests arbeitsmarktbezogene Fähigkeiten ab? Die Aussagekraft des General Educational Development Tests für den beruflichen Erfolg
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Arbeitsökonomisches Seminar
Note
1,0
Autor
Karolin Hiesinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V316888
ISBN (eBook)
9783668158481
ISBN (Buch)
9783668158498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
GED General Educational Development Leistungstest
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karolin Hiesinger (Autor:in), 2014, Bilden Leistungstests arbeitsmarktbezogene Fähigkeiten ab? Die Aussagekraft des General Educational Development Tests für den beruflichen Erfolg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316888
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Leseprobe aus  26  Seiten
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