Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Filmwissenschaft

"Brick" als Film noir. Untersuchung des Verhältnisses zwischen 'femme fatale' und 'tough guy'

Titel: "Brick" als Film noir. Untersuchung des Verhältnisses zwischen 'femme fatale' und 'tough guy'

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Melissa Bottich (Autor:in)

Filmwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Brick" ist mehr als nur ein Teeniefilm. Im Stile eines Film noir gehalten, aber mit Schülern und Schülerinnen als Charaktere und einer High School als Setting schafft es Rian Johnson, einen Film zu produzieren, welcher sich wohl am ehesten als „teennoir“ beschreiben lässt. Diese Low-Budget-Produktion gewann 2005 den Special Jury Price des Sundance Film Festival 2005 für „Originality of Vision“, da man der Ansicht war, dass Rian Johnson es mit seinem Debut-Film "Brick" geschafft hat, die Film noir Ästhetik hervorragend zu modernisieren und perfekt auf ein sonst eher ungewohntes Setting anzuwenden.

Typisch für den Film noir sind die Rolle der femme fatale und die des noir-Antihelden als Protagonist. Die beiden Hauptrollen Brendan Frye (Joseph Gordon-Levitt) und Laura (Nora Zehetner) entsprechen eben jenen klassichen noir-Rollen. Doch stehen Laura und Brendan auch in derselben Beziehung zueinander, wie es die femme fatale und der Protagonist des klassichen Film noir tun? Und in wie fern handelt es sich bei diesem Film um einen modernen Film noir? Um diese Frage zu beantworten, soll im Folgenden der Film "Brick" auf Elemente und Motive des Film noir untersucht werden.

Zunächst wird der Begriff Film noir erläutert und im Anschluss soll untersucht werden, warum es sich bei dem Film "Brick" um einen Film noir handelt. Dies geschieht zunächst allgemein, dann genauer anhand zweier im Film direkt aufeinander folgenden Sequenzen. In der Sequenzanalyse wird vor allem die Mise-en-scène untersucht, dabei ist es das Ziel, herauszufinden, inwiefern die Mise-en-scène das Verhältnis zwischen Laura und Brendan zu erklären versucht und was man durch derer Inszenierung auf ihre Charaktere schließen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Film Noir – Eine Einordnung

3. Brick als Film noir

3.1. Auf Narrativer Ebene

3.2. Auf Gestalterischer Ebene

3.3. Das Verhältnis zwischen Protagonist und femme Fatale

4. Sequenzanalyse

4.1. Inhaltliche Einordnung

4.2. Analyse der Mise-en-scène auf der Party und im dunklen Zimmer

4.3. Interpretation im Bezug auf das Verhältnis von Laura und Brendan

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Film "Brick" (2005) von Rian Johnson als moderner Film noir klassifiziert werden kann, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der narrativen Struktur und der visuellen Gestaltung liegt. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine detaillierte Sequenzanalyse des Verhältnisses zwischen dem Protagonisten Brendan und der femme fatale Laura aufzuzeigen, wie klassische Genreelemente in ein modernes High-School-Setting übertragen und reinterpretiert werden.

  • Analyse der Transformation klassischer Film-noir-Motive in den "Teen-Noir"-Film.
  • Untersuchung der narrativen Ebene: Mord, Subjektivierung und Bruch mit der Linearität.
  • Bildgestalterische Analyse: Einsatz von Licht, Schatten, Kamerawinkeln und Mise-en-scène.
  • Interpretation der Rollenbilder "femme fatale" und "tough guy" in ihrer modernen Ausprägung.
  • Kontrastierung der Figuren Brendan und Laura als zentrales Machtspiel des Films.

Auszug aus dem Buch

4.2. Analyse der Mise-en-scène auf der Party und im dunklen Zimmer

In der ersten Sequenz, bei welcher Brendan die Party betritt, Laura am Klavier sitzt und spielt, und sie im Anschluss daran mit Brendan mehrere Blicke austauscht, überwiegen auffallend viele Halbnahe Kameraeinstellungen. Dadurch gibt es nur wenige Einstellungen, bei welchen es der Betrachterin tatsächlich möglich ist, die Objekte im Raum einzuordnen und sich im Raum zu orientieren.

Diese Möglichkeit, den Raum zuzuordnen und zu erkennen, in welcher Umgebung die Party stattfindet, wird in der ersten Einstellung der Sequenz gegeben, welche insgesamt auch mit dreizehn Sekunden die zweitlängste Einstellung dieser Sequenz bildet. Die Kamera ist nicht statisch auf ein Objekt gerichtet, sondern schwenkt von der Eingangstüre, durch welche Brendan in Lauras Haus eintritt, in den Innenraum, und ermöglicht so einen Überblick über die Eingangshalle. Man erkennt eine größere Eingangshalle, welche im antiken Stil, auf beiden Seiten von griechischen Säulen gerahmt wird, die gleichzeitig einen Gang bilden und auf den Bildmittelpunkt zuführen. Dort kann man einen Klavierflügel und eine junge Frau ausmachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Films "Brick" als moderner "Teen-Noir" und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Genrezugehörigkeit.

2. Film Noir – Eine Einordnung: Theoretische Herleitung des Begriffs "Film noir" und Abgrenzung zum "Neo-Noir" sowie der speziellen Subkategorie des "Teen-Noir".

3. Brick als Film noir: Analyse des Films hinsichtlich narrativer Strukturen, gestalterischer Mittel und der Rollendynamik zwischen den Protagonisten.

4. Sequenzanalyse: Detaillierte Untersuchung ausgewählter Schlüsselszenen zur Analyse der Mise-en-scène und Interpretation der Beziehung von Laura und Brendan.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die "Brick" aufgrund der gelungenen Adaption noir-typischer Machtstrukturen als modernen Film noir bestätigen.

Schlüsselwörter

Film noir, Neo-Noir, Teen-Noir, Rian Johnson, Brick, Femme fatale, Tough guy, Mise-en-scène, Sequenzanalyse, Machtspiel, Brendan Frye, Laura Dennon, Bildgestaltung, Narration, Genrekino.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Film "Brick" aus dem Jahr 2005 und analysiert, wie dieser durch die Anwendung klassischer Film-noir-Elemente in einem High-School-Kontext als moderner Vertreter dieses Genres fungiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Modernisierung klassischer Genrekunst, die Analyse von Inszenierungstechniken (Mise-en-scène) und die Dekonstruktion der Archetypen "femme fatale" und "tough guy" innerhalb einer jugendlichen Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine Sequenzanalyse der Interaktion zwischen den Charakteren Brendan und Laura aufzuzeigen, wie der Film die noir-typische Atmosphäre und Dynamik erfolgreich in ein modernes Setting überträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die filmwissenschaftliche Methode der Sequenzanalyse, gestützt durch theoretische Literatur zu Film noir und die Analyse der filmischen Gestaltungsmittel wie Kamera, Licht und Ton.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung des Film noir, eine detaillierte Analyse der narrativen und gestalterischen Ebenen des Films sowie eine spezifische Sequenzanalyse, die als Grundlage für die Interpretation der Charakterbeziehungen dient.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Film noir, Teen-Noir, femme fatale, tough guy, Mise-en-scène und die filmische Subjektivierung der Erzählweise.

Wie trägt die Mise-en-scène zum Verständnis der Beziehung von Laura und Brendan bei?

Die Mise-en-scène, insbesondere die unterschiedliche Lichtsetzung und Raumgestaltung, unterstreicht die Machtasymmetrie zwischen der dominanten Laura und dem isolierten, suchenden Brendan.

Welche Rolle spielen die "Requisiten" im Film, speziell im Hinblick auf Laura?

Glasgegenstände werden als Motiv für Lauras Wohlstand und zugleich für ihre Zerbrechlichkeit und Intrigen genutzt, während Kleidung (das rote Kleid) Gefahr und Erotik symbolisiert.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Brick" als Film noir. Untersuchung des Verhältnisses zwischen 'femme fatale' und 'tough guy'
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Kunstgeschichte und Filmwissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die Filmwissenschaft
Note
1,7
Autor
Melissa Bottich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V316939
ISBN (eBook)
9783668158665
ISBN (Buch)
9783668158672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brick Film noir femme fatale though guy
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melissa Bottich (Autor:in), 2013, "Brick" als Film noir. Untersuchung des Verhältnisses zwischen 'femme fatale' und 'tough guy', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316939
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum