Die vorliegende Arbeit der Endokrinologie beinhaltet einen Überblick über das Hypothalamus-Hypophysen System. Hildebrandt (1994, S. 399) definiert die Endokrinologie als „die Lehre von der Funktion endokriner (ins Blut absondernd) Drüsen und Hormone“. Dabei stelle das Hypothalamus-Hypophysen System die wichtigste Schnittstelle zwischen dem zentralen Nervensystem und dem endokrinen System dar.
Die Arbeit erklärt das Hypothalamus-Hypophysen System als Hormonhierarchie und erklärt die Funktion und Funktionsweise der verschiedenen Bestandteile.
Aus dem Inhalt:
1. Das Hypothalamus-Hypophysen System - Eine Hormonhierarchie;
2. Hypothalamus;
3. Hypophyse;
4. Hormondrüsen;
5. Regulation durch negatives bzw. positives Feedback;
6. Abbildungsverzeichnis;
7. Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Das Hypothalamus-Hypophysen System - Eine Hormonhierarchie
2 Hypothalamus
2.1 parvizelluläres Kerngebiet
2.2 magnozelluläres Kerngebiet
3 Hypophyse
3.1 Hypophysenvorderlappen (Adenohypophyse)
3.1.1 glandotrope Hormone (Vgl. Faber und Haid, 1995, S.116 & Kreutzig, 2007, S.208)
3.1.2 Biochemie und -synthese
3.1.3 Effektorhormone
3.2 Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse)
4 Hormondrüsen
5 Regulation der Sekretion durch positives und negatives Feedback
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Hypothalamus-Hypophysen-System als zentrale Schnittstelle zwischen Nerven- und Hormonsystem zu erläutern und dessen hierarchische Struktur sowie die komplexen Regulationsmechanismen der hormonellen Sekretion darzustellen.
- Struktur und Funktion des Hypothalamus und seiner Kerngebiete
- Die Differenzierung zwischen Adenohypophyse und Neurohypophyse
- Synthese und Wirkung glandotroper Hormone sowie Effektorhormone
- Regulatorische Rückkopplungsprozesse (positives und negatives Feedback)
- Interaktion zwischen zentralem Nervensystem und endokrinem System
Auszug aus dem Buch
1 Das Hypothalamus-Hypophysen System - Eine Hormonhierarchie
Hildebrandt (1994, S. 399) definiert, dass „Die Endokrinologie […] die Lehre von der Funktion endokriner (ins Blut absondernd) Drüsen und Hormone [ist]. Das Hypothalamus-Hypophysen System stellt hierbei die bedeutendste Schnittstelle zwischen dem zentralen Nervensystem und dem endokrinen System dar. Hypothalamus und Hypophyse bilden in dieser Konstellation eine gemeinsame funktionelle Einheit, die der Regulation des hormonellen Systems dient. De Marées (2002, S. 87) betitelt die Interaktion zwischen dem Nervensystem und dem endokrinen System als neuroendokrine Regulation.
„Das Hormonsystem ist hierarchisch aufgebaut“ (Kleine und Rossmanith, 2007, S. 121). Der Hypothalamus steuert hierbei als oberste vermittelnde Instanz zwischen dem Nerven- und Hormonsystem (Kreutzig, 2006, S. 207) über das vegetative Nervensystem und über die Regulation glandotroper Hormone aus der Hypophyse, welche durch die Ausschüttung hypophyseotroper Hormone (hypothalamische Mediatoren, Liberine und Statine) stimuliert werden, periphere Hormone. Damit garantiert der Hypothalamus die Anpassung der hormonregulierten Funktionen peripherer Erfolgsorgane an das jeweilige Verhalten des Organismus. Der Hypothalamus kann aufgrund dieser Funktion „als wichtige Umschaltstation betrachten [werden], in der nervöse Reize in hormonale Impulse verwandelt werden Faber und Haid, 1995. S.123)“. Diese Hormonhierarchie wird u.a. durch mehrere positive bzw. negative Feedbackschritte ausgehend von der Effektorhormonkonzentration reguliert. Im Folgenden sollen diese Sachverhalte näher eingegangen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Das Hypothalamus-Hypophysen System - Eine Hormonhierarchie: Einführung in die Definition der Endokrinologie und die Beschreibung des Hypothalamus-Hypophysen-Systems als hierarchische Schnittstelle zwischen Nerven- und Hormonsystem.
2 Hypothalamus: Erläuterung der anatomischen Struktur des Hypothalamus als Teil des Zwischenhirns sowie die funktionelle Unterscheidung der neurosekretorischen Kerngebiete.
3 Hypophyse: Darstellung der Gliederung der Hypophyse in Adenohypophyse und Neurohypophyse sowie deren spezifische Aufgaben in der Hormonsynthese.
4 Hormondrüsen: Beschreibung der peripheren Hormondrüsen, die unter der übergeordneten Kontrolle des Hypothalamus-Hypophysen-Systems stehen.
5 Regulation der Sekretion durch positives und negatives Feedback: Erklärung der komplexen Rückkopplungsmechanismen, die zur Homöostase des Hormonspiegels durch positive und negative Feedbackschritte beitragen.
Schlüsselwörter
Hypothalamus, Hypophyse, Endokrinologie, Hormone, glandotrope Hormone, Effektorhormone, neurosekretorische Zellen, Feedbackmechanismen, Adenohypophyse, Neurohypophyse, Hormonhierarchie, Sekretion, Peptidhormone, Releasing-Hormone, Inhibiting-Hormone
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die physiologische und biochemische Funktionsweise des Hypothalamus-Hypophysen-Systems als zentrales Regulationsorgan des endokrinen Systems im menschlichen Körper.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Anatomie und Physiologie des Hypothalamus, die hormonelle Steuerung durch die Hypophyse sowie die Mechanismen der hormonellen Rückkopplung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die hierarchische Organisation der Hormonregulation zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie neuronale Impulse in hormonelle Reaktionen transformiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse biochemischer und physiologischer Standardwerke, um den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Hypothalamus, der differenzierten Abschnitte der Hypophyse (Vorder- und Hinterlappen) sowie die regulatorische Wirkung von Feedback-Schleifen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hypothalamus-Hypophysen-System, Hormonhierarchie, Feedbackmechanismen, glandotrope Hormone und endokrine Regulation.
Welche Rolle spielt die Blut-Hirn-Schranke in diesem System?
In speziellen Regionen wie der Eminentia mediana ist die Blut-Hirn-Schranke durchlässig, um eine direkte Abgabe von Hormonen aus neurosekretorischen Zellen in den Blutstrom zu ermöglichen.
Wie unterscheiden sich die Kerngebiete des Hypothalamus?
Das parvizelluläre Kerngebiet steuert die Hormonausschüttung der Hypophyse durch Releasing- oder Inhibiting-Hormone, während das magnozelluläre Kerngebiet ADH und Oxytocin für den Hinterlappen bildet.
Warum ist der Hypophysenhinterlappen keine endokrine Drüse?
Er fungiert lediglich als Speicher- und Abgabeorgan für Hormone, die in den neurosekretorischen Zellen des Hypothalamus synthetisiert und über Axone transportiert werden.
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- Bachelor of Arts Saskia Helm (Author), 2011, Endokrinologie. Ein kurzer Überblick über das Hypothalamus-Hypophysen System, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316957