Die Wiedergeburt der Subjektivität aus dem Geiste der Gewalt in Ernst Jüngers "In Stahlgewittern"

„Ich schreibe als Krieger.“


Hausarbeit, 2015
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krieg, Geschichte und Literatur in Ernst Jüngers In Stahlgewittern
2.1. „Das ist der neue Mensch, der Sturmpionier, die Auslese Mitteleuropas.“ - Der Untergang des Zeitalters des Bürgers in der Zäsur des Ersten Weltkriegs als geschichts- philosophische Legitimation
2.2. „als erlöschte für einen Augenblick der Unterschied von Leben und Tod“ - Das Deutungsmuster des Krieges als Naturgesetz im Kontext der Lebensphilosophie

3. Wiedergeburt der Subjektivität aus dem Geiste der Gewalt
3.1. Der Stoßtruppführer als „Fürst[en] des Grabens“ und Antwort auf die Depotenzierung des Subjekts unter den Bedingungen der Moderne
3.2. „Und doch hat auch dieser Krieg seine Männer und seine Romantik gehabt!“ - Ein literarischer Versuch, selbst dem Sinn- und Ausweglosen noch einen Sinn abzutrotzen

4. Sprache der Gewalt in Ernst Jüngers In Stahlgewittern
4.1. Programm einer Désinvolture
4.2. „das ist mir Evangelium: Ihr seid nicht umsonst gefallen.“ - Verbalsakralisierung des Kriegserlebnisses
4.3. „Sehen, nicht verstehen, metaphorisieren“ - Metaphorik des Krieges

5. Schlussbetrachtungen

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ernst Jüngers Prosatext In Stahlgewittern, der in sieben Fassungen vorliegt und „aus dem in Form gebrachten Inhalt meiner Kriegstagebücher“[1] entstanden ist, versucht für die historische Schockerfahrung des modernen Krieges ein ästhetisch-literarisches Wahrnehmungs- und Gestaltungsmuster bereitzustellen, anhand dessen Geschichte als sinnreich und sinnvoll verstanden werden kann. Der Erste Weltkrieg (WK I) als moderner und weitgehend technisierter Krieg trieb die für die Moderne typische Erfahrung von Determinierung, Kontingenz und Vereinzelung des Subjektes (uniformierte Vermassung) auf die Spitze.[2] Der moderne Mensch erfährt sich nirgendwo deutlicher als im Schützengraben als ein Jemand, an dem nur noch gehandelt wird, als ein Jemand, der seine Identität einbüßt und letztlich jederzeit von anonymen Mächten vernichtet werden kann.[3] Der moderne Krieg wird gleichsam zur gesteigerten zivilisatorischen Moderne. Die Depersonalisierung verbunden mit der Erfahrung des Verlustes von Subjektautonomie schwebt wie ein Damoklesschwert über den Stahlhelmen. Diesem Befund zum Trotz zeigt der erzählende Frontleutnant in den Stahlgewittern einen Weg zur Wiedergewinnung von Subjektivität unter den Bedingungen einer im Materialkrieg gesteigerten Moderneerfahrung. Anhand der Thematisierung des modernen Krieges als gesteigerter zivilisatorischer Moderne soll gefragt werden, wie über das Thema der Gewalt und ihrer literarischen Darstellung in Jüngers Text In Stahlgewittern Vorstellungen von Subjektivität verhandelt und Probleme der Thematisierung von Macht bzw. Gewalt zwischen Literatur, Geschichtskonstruktion und Moral transparent werden.

Diese Arbeit versucht, die These zu belegen, dass der Stahlgewitter -Text die Geschichtsepoche und epochale Zäsur des WK I mittels literarisch-ästhetischer Wahrnehmungs- und Gestaltungsmittel so zu deuten versucht, dass zum einen das millionenfache Sterben als sinnvoll legitimiert wird und zum anderen das im „Stahlgewitter“ des industrialisierten Materialkrieges depotenzierte Individuum seine autonome Subjektivität wieder erlangen kann. Aufgrund der interdisziplinär differenten Verwendung des Begriffs der Subjektivität und der Aporie, diesen zu monosemieren, lege ich folgende Vorstellung von Subjektivität dieser Arbeit zugrunde. Unter Subjektivität soll derjenige Komplex von Eigenschaften verstanden werden, die ein (menschliches) Individuum charakterisieren und dieses von einem Gegenstand (leblose Materie) unterscheiden4. Gerade im Prozess der gesellschaftlichen Modernisierung, den der Stahlgewitter-Text in der Vorstellung vom Materialkrieg als einer gesteigerten zivilisatorischen Moderne thematisiert, modifiziert das individuelle Subjekt sukzessive seinen Status von einer Grundlage der Erkenntnis und von einem den Fortschritt aktiv vorantreibenden Handlungsträger zu einer manipulierten, verdinglichten Entität.[5] Das moderne individuelle Subjekt läuft Gefahr seine Subjektivität, also die Qualitäten, die eine Differenz zur leblosen Materie markieren, zu verlieren. Im Prozess der Gewaltausübung - die literarische Gewaltdarstellung soll darunter subsumiert werden -erfährt das moderne Subjekt eine Möglichkeit der Selbstvergewisserung als autonomes Individuum.

Der Text arbeitet zu diesem Zweck inhaltlich im Wesentlichen mit drei Verfahren: Erstens mit dem Versuch der geschichts-philosophischen Legitimation des WK I als epochaler Zäsur, die das ersehnte Ende oder besser die sehnsuchtsvoll erwartete Überwindung des Zeitalters des Bürgers durch den neuen Menschen bringen soll(te).[6] Zweitens mit der Naturalisierung des Krieges, die dem Krieg den Charakter eines Naturgesetzes verleihen soll und angelehnt an lebensphilosophische Gedanken - im Tod den Beginn eines neuen Besseren sieht.[7] Der lebensphilosophische Zyklus von Krise, Tod und Auferstehung soll den Krieg demnach mit (neuem) Sinn aufladen.[8] Drittens schließlich mit einer Tendenz zur Sakralisierung des Opfers und einer religiösen Erhöhung des Frontkämpfers, dem er mit seinem Text ein "Evangelium"[9] schreiben will.[10]

Auf ästhetisch-literarischer Ebene versucht Jünger, durch Verbalsakralisierung, durch seine Metaphorik und endlich durch eine sachliche, bisweilen kalte, aber auch äußerst präzise sprachliche Beschreibung eine Selbstermächtigung des Subjekts unter den ich-feindlichen Bedingungen einer im Materialkrieg gesteigerten zivilisatorischen Moderne zu erreichen.[11]

Jünger „kämpft“ mit literarischen Mitteln im Rahmen (s)einer „Poetik der Fassungen“[12] um die Deutungshoheit über die Geschichte des WK I - und zwar bis in die späten 1970er Jahre.[13] Der erzählende Frontleutnant der Stahlgewitter rückt den Kampf als ein inneres Erlebnis, als eine Möglichkeit der Selbstermächtigung des Subjektes in Zeiten moderner Entfremdungserfahrung in den Mittelpunkt seiner Geschichtsdeutung.

2. Krieg, Geschichte und Literatur in Ernst Jüngers In Stahlgewittern

2.1. „Das ist der neue Mensch, der Sturmpionier, die Auslese Mitteleuropas.“ Der Untergang des Zeitalters des Bürgers in der Zäsur des Ersten Weltkriegs als geschichts-philosophische Legitimation

Für den Autor Ernst Jünger repräsentiert der Krieg einen Katalysator für das Überwinden des Alten durch das Neue:

„Wie die alten Formen durch neue abgelöst werden, ist vielleicht nirgends besser zu beobachten, als an den Erscheinungen des Krieges -, [...].“[14]

Oder: „Der Ausbruch des Weltkrieges setzt den breiten, roten Schlußstrich unter diese Zeit.“[15]

Der WK I als epochale Zäsur soll das (ersehnte) Ende des Zeitalters des Bürgers, das nach Ansicht des Erzählers durch Langeweile und wilhelminische Erstarrung geprägt war, bringen.[16] Diese Hoffnung propagiert der Erzähler der Stahlgewitter im Eingangskapitel als anfängliche Enttäuschung der ursprünglich mit dem Krieg verbundenen Erneuerungshoffnung:[17]

„Nach kurzem Aufenthalt beim Regiment hatten wir gründlich die Illusionen verloren, mit denen wir ausgezogen waren. Statt der erhofften Gefahren hatten wir Schmutz, Arbeit und schlaflose Nächte vorgefunden, deren Bezwingung ein uns wenig liegendes Heldentum erforderte.“[18]

Was zunächst nach einer Unerfüllbarkeit der Erneuerungshoffnungen aussieht, erfüllt sich im Verlauf des Krieges doch, wenn die apokalyptische „Orgie der Vernichtung“[19] einen neuen Typus von Mensch hervorbringt, der den Anforderungen der zivilisatorischen Moderne besser gewachsen ist:[20]

„In diesen Männern war ein Element lebendig, das die Wüstheit des Krieges unterstrich und doch vergeistigte, die sachliche Freude an der Gefahr, der ritterliche Drang zum Bestehen eines Kampfes. Im Laufe von vier Jahren schmolz das Feuer ein immer reineres, ein immer kühneres Kriegertum heraus.“[21]

Durch die apokalyptische Auslegung des Krieges erhält der Niedergang auf einer zweiten Stufe im Rahmen des lebensphilosophischen Zyklus´ von Krise, Tod und Wiedergeburt einen neuen Sinn.[22] Bei dieser lebensphilosophischen Vorstellung sind die Komponenten Untergang des Obsoleten und Neubeginn von etwas Besserem eng miteinander verknüpft:

„Man muß wissen, daß in diesen Orgien die reine Materialschlacht bereits ihren Höhepunkt fand. Ebenso wie sie den Geist zwangen, neue und beweglichere Mittel zu ersinnen, tauchte aus ihnen ein neuer und andersartiger Typus des Kämpfers auf. [...] hier bildete sich unter dem Stahlhelm jenes Gesicht einer neuen und kühneren kriegerischen Rasse, das in die Geschichte eingegangen ist, und in dem sowohl die Glut des Feuers als auch die eisige Nähe des Todes ihr Spuren hinterlassen hat.“[23]

Der Stahlhelm, der seit der Sommeschlacht getragen wurde, wird hier als Symbol für den neuen Menschen inauguriert:

„Er war der erste deutsche Soldat, den ich im Stahlhelm sah, und er erschien mir sogleich als der Bewohner einer fremden und härteren Welt.“[24]

Oder: „[...] erst von der Sommeschlacht an trug dieser Krieg sein besonderes Gepräge, das ihn von allen anderen Kriegen schied. Von dieser Schlacht an trug der deutsche Soldat den Stahlhelm und in seine Züge meißelte sich jener starre Ausdruck einer aufs allerletzte überspannten Energie, der spätere Geschlechter vielleicht ebenso rätselhalft und großartig anmuten wird, wie uns der Ausdruck mancher Köpfe der Antike oder der Renaissance.“[25]

Mit der Feststellung der Geburt des neuen Menschen aus dem Gewaltinferno wird eine Differenz zum friedvollen Bürger der Vorkriegsordnung markiert:[26]

„Das ist der neue Mensch, der Sturmpionier, die Auslese Mitteleuropas.“[27]

Der Erzähler der Stahlgewitter propagiert die Vorstellung des Untergangs der bürgerlichen Gesellschaft und der Entstehung einer neuen Ordnung aus der „Orgie der Vernichtung“[28]. Manifest wird diese Ablösung der bürgerlichen Ordnung mit ihren Prinzipien von stasis, Friedfertigkeit und Harmonie auch in Jüngers politischer Publizistik (Aufsatz: „Nationalismus“ und Nationalismus):

Weil wir die echten, wahren und unerbittlichen Feinde des Bürgers sind, macht uns seine Verwesung Spaß. Wir aber sind keine Bürger, wir sind Söhne von Kriegen und Bürgerkriegen, und erst wenn dies alles, dieses Schauspiel der im Leeren kreisenden Kreise, hinweggefegt ist, wird sich das entfalten können, was noch an Natur, an Elementarem, an echter Wildheit, an Ursprache, an Fähigkeit zu wirklicher Zeugung mit Blut und Samen in uns steckt. Dann erst wird die Möglichkeit neuer Formen gegeben sein.“[29]

Die zitierten Textpassagen verorten die Stahlgewitter geschichts-philosophisch im Kontext des von vielen zeitgenössischen Beobachtern geteilten Empfindens, dass die eigene Zeit große Dinge vorbereite.[30] Die in den Stahlgewittern propagierte „Weltenwende“[31] („Es wurde eine alte Zeit zerschlagen, und eine neue zieht herauf.“[32] ), die mit den Erneuerungshoffnungen kontextualisert werden sollte, dient der Legitimierung des millionenfachen Sterbens und der nie dagewesenen Vernichtung von materiellen und kulturellen Werten. Krieg wird aber auch zum Medium einer Selbsterfahrung und Seelenkunde:

„Man hat im Felde Gelegenheit, die Seele kennen zu lernen.“[33]

Krieg bietet die Möglichkeit zur Selbsterfahrung des eigenen Seelenlebens, einen Ausweg aus der wilhelminischen Erstarrung der stasis der (spieß-) bürgerlichen Vorkriegsgesellschaft und v.a. eine Kompensation für die entfremdende Erfahrung des modernen Lebens in einer ausdifferenzierten Gesellschaft, wo jeder nur noch sich selbst in einem spezifischen Funktionszusammenhang mit relativ, aber nicht mehr absolut gültigen Wahrheiten wahrnimmt.[34] Für Ernst Jünger sorgt Krieg für die Erfahrung von Echtheit, Einfachheit und Wahrheit, verbunden mit dem Erlebnis einer kameradschaftlichen Überwindung von gesellschaftlichen Trennungen und Hierarchien.[35] Ferner wird deutlich, dass der Krieger mehr Wissen als der Bürger über die Kräfte, die Mensch und Natur beherrschen, und das menschliche Seelenleben hat - mithin also ein tieferes Verständnis über die Funktionsweise der Moderne aufbringen kann.[36]

Das Bemühen um Deutung der historischen Zäsur-Erfahrung des WK I wird auch deutlich im Vorwort zur Erstausgabe von 1920:

„Möge dieses Buch dazu beitragen, eine Ahnung zu geben von dem, was ihr geleistet. Wir haben viel, vielleicht alles, auch die Ehre verloren. Eins bleibt uns: die ehrenvolle Erinnerung an euch, an die herrlichste Armee, die je die Waffen trug und an den gewaltigsten Kampf, der je gefochten wurde. Sie hochzuhalten inmitten dieser Zeit weichlichen Gewinnsels, der moralischen Verkümmerung und des Renegatentums ist stolzeste Pflicht eines jeden, der nicht nur mit Gewehr und Handgranate, sondern auch mit lebendigem Herzen für Deutschlands Größe kämpfte.“[37]

Jünger nimmt teil am zeitgenössischen Diskurs, positioniert sich klar und kämpft mit literarisch-publizistischen Mitteln um die Deutungshoheit:

„Wenn sich im Laufe der Jahre einst die Wogen des Hasses geglättet haben, wird die Geschichte anerkennen, daß wir gekämpft haben wie nie ein Volk zuvor.“[38]

Der Erzähler der Stahlgewitter deutet den Krieg und die eigene Beteiligung als einen sinnvollen Vorgang.[39] Der Krieg erhält in diesem Sinnstiftungsparadigma einen edukativen Sinn und wird zur Schmiede eines neuen soldatischen und menschlichen Typus.[40]

2.2. „als erlöschte für einen Augenblick der Unterschied von Leben und Tod“

- Das Deutungsmuster[41] des Krieges als Naturgesetz im Kontext der Lebensphilosophie Auffällig ist die Häufung von Metaphern und Vergleichen, die Krieg mit Natur in Verbindung bringen. In diesem Zusammenhang sollen drei aufschlussreiche Metaphernkonzepte vorrangig betrachtet werden. Erstens ein mit Wasser verbundenes Metaphernkonzept (Meer, Strom, Fluss etc.):[42]

„Es fehlte ihm [dem Angriff] die mächtige Woge der Großen Schlacht, ihr siedender Übermut.“[43]

Oder: „Der Orkan brach los.“[44]

Oder: „Die Sturmwelle tanzte wie eine Reihe von Gespenstern durch weiße wallende Dämpfe über die eingeebnete Mulde hinweg.“[45]

Oder: „Vor uns rollte und donnerte ein Artilleriefeuer von nie geahnter Stärke; tausend zuckende Blitze hüllten den westlichen Horizont in ein Flammenmeer.“[46]

[...]


[1] Ernst Jünger: In Stahlgewittern. Historisch-kritische Ausgabe (2 Bde). Hrsg.: Helmuth Kiesel. Stuttgart: Klett-Cotta 2013. SG I (Textband) und SG II (Kommentarband). Diese Ausgabe wird im Folgenden mit dem Kürzel “SG” zitiert, indem zuerst der Band mit der entsprechenden römischen Zahl genannt wird. Dann folgt die arabische Seitenzahl und die arabische Zeilenzahl. Hier: SG I, S. 20, Z. 6 f

[2] Vgl. Volker Mergenthaler: „Versuch, ein Dekameron des Unterstandes zu schreiben“. Zum Problem narrativer

Kriegsbegegnung in den frühen Prosatexten Ernst Jüngers. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter 2001, S. 15 f.

[3] Vgl. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. München: Pantheon Verlag 2009, S. 175.

[4] Vgl. Peter V. Zima: Theorie des Subjekts. Subjektivität und Identität zwischen Moderne und Postmoderne. 3., unveränderte Auflage. Tübingen/Basel: A. Francke Verlag 2010 (UTB 2176), Seite XI.

[5] Vgl. ebd.

[6] Vgl. Steffen Martus: Ernst Jünger. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler Verlag (Sammlung Metzler Nr. 333) 2001, S. 30.

[7] Vgl. Peter-André Alt: Ästhetik des Bösen. 2. Auflage. München: C.H. Beck 2010, S. 460.

[8] Vgl. Steffen Martus: Ernst Jünger, S. 30.

[9] SG I, S. 21, Z. 19 (gestrichen 1934).

[10] Vgl. Volker Mergenthaler: „Versuch, ein Dekameron des Unterstandes zu schreiben“, S. 75.

[11] Schwerpunktmäßig stützt sich diese Arbeit auf den Text In Stahlgewittern. Zur Ergänzung und Verdeutlichung bestimmter Aspekte sollen aber auch der Essay Der Kampf als inneres Erlebnis sowie weitere Texte vornehmlich der politischen Publizistik betrachtet werden.

[12] Vgl. Steffen Martus: Ernst Jünger, S. 2.

[13] Vgl. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. München: Pantheon Verlag 2009, S. 174 f.

[14] Ernst Jünger: Politische Publizistik: 1919-1933. Hrsg.: Sven O. Berggötz. Stuttgart: Klett-Cotta 2001, S. 606.

[15] Ernst Jünger: Der Arbeiter. In: ders.: Sämtliche Werke. Essays II. (Bd. 8). 2., unveränderte Auflage. Stuttgart: KlettCotta 2000. Die Ausgabe der sämtlichen Werke wird im Folgenden mit dem Kürzel “SW”, der arabischen Zahl für den Band und der arabischen Seitenzahl zitiert. Hier: SW 8, S. 59.

[16] Vgl. Steffen Martus: Ernst Jünger, S. 22.

[17] Vgl. Thomas Weitin: Notwendige Gewalt. Die Moderne Ernst Jüngers und Heiner Müllers. Freiburg i. Br.: Rombach Verlag 2003, S. 33.

[18] SG I, S. 43, Z. 17 ff.

[19] Ebd., S. 225, Z. 10.

[20] Vgl. Thomas Weitin: Der Kampf als inneres Erlebnis (1922). In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger- Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: J.B. Metzler Verlag (hier: Lizenzausgabe für die WBG) 2014, S. 60.

[21] SG I, S. 323, Z. 17 ff.

[22] Vgl. Steffen Martus: Ernst Jünger, S. 22.

[23] SG I, S. 243 ff., Z. 33 ff.

[24] Ebd., S. 207, Z. 26 ff.

[25] Ebd., S. 242 (Einfügung von 1924, die nicht in die Fassung letzter Hand übernommen wurde).

[26] Vgl. Elisabeth Krimmer: The Representation of War in German Literature. From 1800 to the Present. Cambridge/New York u.a.. Cambridge University Press 2010, S. 76: „Jünger´s orgiastic bloodlust is meant to effect a catharsis, a purge of bourgeois decadence.“

[27] SW 7, S. 72

[28] SG I, S. 225, Z. 10: Beachtenswert erscheint hier die Wortwahl „Orgie“. Umgangssprachlich versteht man unter Orgie eine Transgression im Sinne der überschreitenden Negation der guten Sitten. Konnotiert man mit guten Sitten bürgerliche Wertvorstellungen, dann eröffnet sich eine interessante Deutungsoption für diese Metapher.

[29] Ernst Jünger: Politische Publizistik: 1919-1933. Hrsg.: Sven O. Berggötz. Stuttgart: Klett-Cotta 2001, S. 507.

[30] Vgl. Michael Großheim: Kampf/Krieg. In: Matthias Schöning (Hrsg.): Ernst Jünger-Handbuch. Leben - Werk Wirkung. Stuttgart: J.B. Metzler Verlag (hier: Lizenzausgabe für die WBG) 2014, S. 333.

[31] Zitiert nach ebd., S. 333.

[32] Zitiert nach ebd., S. 333.

[33] Zitiert nach ebd., S. 328.

[34] Vgl. Michael Großheim: Kampf/Krieg, S. 329.

[35] Vgl. ebd.

[36] Vgl. Milan Hornacek,: Der Sprachbegriff der konservativen Revolution im Frühwerk Ernst Jüngers (1920-1934). In: Natalia Zarska, Gerald Diesener und Wojciech Kunicki (Hrsg.): Ernst Jünger - eine Bilanz. Leipzig: Universitätsverlag 2010, S. 116.

[37] SG I, S. 35, Z. 27 ff.

[38] SG I, S. 496, Z. 23 ff. (gestrichen 1934).

[39] Vgl. Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie, S. 202.

[40] Vgl. ebd.

[41] SG I, S. 197, Z. 8 f. (Hinzufügung von 1935).

[42] Vgl. Hans Verboven: Die Metapher als Ideologie. Eine kognitiv-semantische Analyse der Kriegsmetaphorik im Frühwerk Ernst Jüngers. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter 2003, S. 29.

[43] SG I, S. 625, Z. 15 f.

[44] Ebd., S. 513, Z. 8.

[45] Ebd., S. 521, Z. 6 ff.

[46] Ebd., S. 207, Z. 18 ff.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die Wiedergeburt der Subjektivität aus dem Geiste der Gewalt in Ernst Jüngers "In Stahlgewittern"
Untertitel
„Ich schreibe als Krieger.“
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Neuere deutsche Literatur - und Medienwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V316989
ISBN (eBook)
9783668165717
ISBN (Buch)
9783668165724
Dateigröße
730 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ernst Jünger, In Stahlgewittern, Subjektivität, Gewalt
Arbeit zitieren
Thomas Franz (Autor), 2015, Die Wiedergeburt der Subjektivität aus dem Geiste der Gewalt in Ernst Jüngers "In Stahlgewittern", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316989

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