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Was können wir gegen Gewalt an Schulen tun? Das Präventions- und Interventionsprogramm nach Dan Olweus

Titel: Was können wir gegen Gewalt an Schulen tun? Das Präventions- und Interventionsprogramm nach Dan Olweus

Hausarbeit , 2016 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Steblau (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mobbing und Gewalt an Schulen sind seit Jahren ein alltägliches und aktuelles Problem und nehmen immer extremeres Ausmaß an Variationen an. Der norwegische Psychologe und Professor Dan Olweus entwickelte in den achtziger Jahren ein Programm zur Gewaltprävention und -intervention an Schulen „Was wir gegen Gewalt tun können“.

Anlass der Entwicklung seines Programms waren die Selbstmorde von drei Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die im Jahr 1982 stattgefunden haben. Dieses Programm beschreibt Maßnahmen, um Mobbing und Gewalt an Schulen einzuschränken oder ganz abzuwenden. Ebenfalls will Olweus mit seinem Programm dem Gewalttäter-/ Gewaltopfer-Problemen entgegenwirken.

Das Programm verfolgt mehrere Ziele. „Die Hauptziele [..] sind, so weit wie möglich bestehende Gewalttäter-/Gewaltopfer-Probleme innerhalb und außerhalb der Schulumgebung zu vermindern und die Entwicklung neuer Probleme zu verhindern“.

Aber auch die Vermeidung von mittelbarer (Isolation, Ausschluss aus Gruppe) und unmittelbarer Gewalt (verbale/körperliche Attacken – Grimassen, Körperkontakt, Wörter) sowie das Schaffen von Bedingungen, welche den Opfern und Gewalttätern ein besseres Zusammenleben im Kontext Schule und außerschulischen Bereich ermöglichen, gehören zu den Zielen des Interventionsprogramms.
Besseren Kommunikation oder Beziehung zwischen Gleichaltrigen oder Opfern und Tätern stellt ebenso ein wichtiges Ziel dar. Das primäre Ziel und somit die größte Herausforderung ist das Ausschalten der Gewalt in der Schule oder diese zu verhindern.

Voraussetzend für den Erfolg des Interventionsprogramms an Schulen ist das Problembewusstsein, das Lehrer, Eltern und Schüler entwickeln müssen. Sind alle Beteiligten im Klaren, dass ein Handlungsbedarf besteht, kann das Programm anfangen zu wirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Start des Interventionsprogramms

2.1 Der Gewaltfragebogen

2.2 Die drei Ebenen

2.2.1 Die Schulebene

2.2.1.1 Der Pädagogische Tag

2.2.1.2 Die Schulkonferenz

2.2.1.3 Bessere Aufsichten

2.2.1.4 Kontakttelefon

2.2.1.5 Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern

2.2.1.6 Entwicklung eines sozialen Milieus

2.2.1.7 Arbeitsgruppen der Elternbeiräte

2.2.2 Die Klassenebene

2.2.2.1 Die Klassenregeln

2.2.2.2 Lob

2.2.2.3 Strafen

2.2.2.4 Klassengespräche

2.2.2.5 Kooperatives Lernen

2.2.2.6 Zusammenarbeit Eltern und Lehrkräfte

2.2.3 Die persönliche Ebene

2.2.3.1 Gespräch mit dem Täter

2.2.3.2 Gespräche mit dem Opfer

2.3 Maßnahmen für die Eltern des Täters

2.4 Maßnahmen für die Eltern des Opfers

2.5 Pädagogische Kreativität

2.6 Der Schulwechsel

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und Analyse des Präventions- und Interventionsprogramms von Dan Olweus gegen Gewalt an Schulen. Die Arbeit untersucht, wie durch strukturierte Maßnahmen auf Schul-, Klassen- und persönlicher Ebene die Gewaltproblematik effektiv reduziert und ein besseres Zusammenleben zwischen Schülern, Lehrern und Eltern gefördert werden kann.

  • Strukturmodell des Olweus-Programms (Schul-, Klassen- und persönliche Ebene)
  • Einsatz von Gewaltfragebögen zur Ist-Zustandsanalyse
  • Etablierung von Klassenregeln und konsequenten Konsequenzsystemen
  • Kooperation zwischen Elternhaus und Schule
  • Methoden zur Stärkung sozialer Kompetenzen und des Klassenzusammenhalts

Auszug aus dem Buch

2.2.1.4 Kontakttelefon

Häufig ist es so, dass Schüler die von Gewalt betroffen sind eher selten den Kontakt zu Lehrkräften, Eltern oder Erwachsenen aufsuchen. Um dem Problem der fehlenden Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern entgegen zu wirken, sollte die Schule ein Kontakttelefon einrichten. Dadurch können Eltern, betroffene Schüler oder die Täter eine Vertrauensperson der Schule anonym kontaktieren und ihre aktuelle Situation beschreiben. Dabei soll dem Anrufer Verständnis, Vertrauen und Beistand entgegengebracht werden. Falls die Vertrauensperson es für notwendig erachtet, dass die betroffene Person mehr Unterstützung benötigt, sollte sie sie zu weiteren Gesprächen motivieren bis hin zu einem persönlichen Treffen. Die Kontaktperson soll den Vorfall versuchen aufzuklären und nicht aus den Augen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Gewalt und Mobbing an Schulen und führt in das Programm von Dan Olweus ein, das als Reaktion auf tragische Vorfälle entwickelt wurde.

2 Der Start des Interventionsprogramms: Dieses Kapitel erläutert das Mehrstufenmodell, beginnend mit der diagnostischen Erhebung des Ist-Zustandes durch den Gewaltfragebogen.

2.1 Der Gewaltfragebogen: Der Fragebogen wird als zentrales Instrument zur anonymen Erfassung der Gewaltfrequenz und der pädagogischen Interventionsbereitschaft beschrieben.

2.2 Die drei Ebenen: Hier erfolgt eine strukturelle Übersicht über das Interventionsmodell, wobei der Schwerpunkt auf der Klassenebene liegt.

2.2.1 Die Schulebene: Dieses Kapitel behandelt organisatorische Maßnahmen wie den Pädagogischen Tag, die Schulkonferenz und die Optimierung der Pausenaufsicht.

2.2.2 Die Klassenebene: Fokus liegt hier auf klasseninternen Strategien wie Klassenregeln, Lob- und Strafsystemen, Klassengesprächen und kooperativem Lernen.

2.2.3 Die persönliche Ebene: Hier stehen direkte Interventionsmaßnahmen im Vordergrund, namentlich Einzelgespräche mit Tätern und Opfern zur Verhaltensänderung.

2.3 Maßnahmen für die Eltern des Täters: Dieses Kapitel beschreibt, wie Eltern aktiv durch Familienregeln und konsequentes Verhalten an der Problemlösung mitwirken können.

2.4 Maßnahmen für die Eltern des Opfers: Es wird dargelegt, wie Eltern durch Kooperation mit der Schule und Förderung der sozialen Kompetenzen ihres Kindes dessen Selbstvertrauen stärken können.

2.5 Pädagogische Kreativität: Das Kapitel beschreibt den Einsatz spezifischer pädagogischer Methoden, um Schülern bei der Entwicklung angemessenerer Reaktionsmuster zu helfen.

2.6 Der Schulwechsel: Als letzte Konsequenz wird der Schul- oder Klassenwechsel thematisiert, wobei die Versetzung des Täters Vorrang vor der des Opfers hat.

3 Fazit: Das Fazit stellt die hohe Effektivität des Programms heraus, belegt durch eine signifikante Gewaltreduktion um 50 Prozent und ein verbessertes Schulklima.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, Olweus, Mobbing, Interventionsprogramm, Schulklima, Klassenregeln, Elternarbeit, Gewaltfragebogen, Klassengespräche, Kooperatives Lernen, Gewaltopfer, Gewalttäter, soziale Kompetenz, Pädagogische Kreativität, Schulkonferenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Präventions- und Interventionsprogramm gegen Gewalt an Schulen nach Dan Olweus und analysiert dessen methodischen Aufbau und Umsetzungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die systematische Gewaltbekämpfung auf Schul-, Klassen- und persönlicher Ebene sowie die Einbindung von Lehrkräften und Eltern in diesen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gewaltphänomene durch ein strukturiertes, mehrstufiges Programm nachhaltig eingedämmt und ein besseres schulisches Miteinander geschaffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Programms von Dan Olweus und der Darstellung der in der pädagogischen Praxis bewährten Interventionsstrategien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Ebenen des Modells – Schule, Klasse und Individuum – detailliert dargestellt und durch spezifische Maßnahmen wie Fragebögen, Klassenregeln und Elterngespräche konkretisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Gewaltprävention, Mobbing, Klassenregeln und das Olweus-Programm bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.

Warum ist laut Olweus die Arbeit auf der Klassenebene so bedeutsam?

Da die Klassenebene das unmittelbare soziale Umfeld der Schüler darstellt, ist sie der effektivste Ort, um durch Regeln und kooperative Methoden das soziale Miteinander und das Verhalten langfristig zu beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Einbindung der Eltern bei der Gewaltprävention?

Die Eltern spielen eine entscheidende Rolle, indem sie durch Kooperation mit der Schule ein unterstützendes Netzwerk bilden und durch konsistente Regeln im häuslichen Umfeld zur Verhaltensänderung der Kinder beitragen.

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Details

Titel
Was können wir gegen Gewalt an Schulen tun? Das Präventions- und Interventionsprogramm nach Dan Olweus
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Sonderpädagogik)
Note
1,0
Autor
Julia Steblau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V317174
ISBN (eBook)
9783668164758
ISBN (Buch)
9783668164765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Dan Olweus Gewaltprävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Steblau (Autor:in), 2016, Was können wir gegen Gewalt an Schulen tun? Das Präventions- und Interventionsprogramm nach Dan Olweus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317174
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Leseprobe aus  15  Seiten
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