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Leseförderung speziell für Jungen. Leseolympiaden, Leseclubs und das Internetportal "Antolin"

Title: Leseförderung speziell für Jungen. Leseolympiaden, Leseclubs und das Internetportal "Antolin"

Term Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Svetlana Husenbeth (Author)

Education - Reading Instruction
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Jungen lesen anders – und anderes als Mädchen. Diese Feststellung ist nicht neu, wie Wienholz schreibt. Weiterhin führt sie aus, dass „für Kenner der PISA-Studie [...] die genannte Behauptung ein knapp und griffig zusammengefasstes Ergebnis der Antworten auf die Frage [ist], warum in allen PISA-Teilnehmerstaaten Jungen im Bereich Lesekompetenz signifikant schlechter abschneiden“ {Wienholz 2005, S. 3}. Diese Unterschiede werden umso deutlicher, je anspruchsvoller die Aufgaben werden und je mehr Fliesstext sie haben. Zudem zeigt sich, dass die Unterschiede zwar schulartenübergreifend sind, dass aber die Jungen im unteren und untersten Leistungsniveau über- und im obersten unterrepräsentiert sind. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Freizeitverhalten, Leseverhalten und Lesestoffe und Auswahl der Bücher. Diese Aspekte werden weiter unten Beachtung finden. Wichtig ist zunächst festzuhalten, dass es signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen bezüglich des Lesens gibt.

In der vorliegenden Arbeit habe ich mich damit beschäftigt, wie man die relativ leseschwachen Jungen besser fördern kann, damit die am Anfang bei vielen noch vorhandene Leselust über die Grundschulzeit hinaus erhalten werden kann. Ich finde es sinnvoll, bereits in der Grundschule anzufangen, deshalb gelten die hier vorliegenden die Fördervorschläge für die Grundschularbeit.

Zunächst geht es hier darum, zu begründen, warum eine spezielle Jungenförderung nötig ist. Anhand unterschiedlicher Fachliteratur möchte ich aufzeigen, dass es tatsächlich notwendig ist, Jungen gezielt und getrennt von den Mädchen zu fördern. Anschließend stelle ich beispielhaft bereits vorhandene Fördervorschläge aus der Praxis. Dazu
gehören die Lese- und Lernolympiade von Bamberger genauso wie das Internetportal „Antolin“.

Anschließend stelle ich meinen eigenen Vorschlag zur Leseförderung von Jungen in der Grundschule vor, zusammen mit einem Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Begründung der Leseförderung speziell für Jungen

2.1 Zur Situation der Lesekompetenz der Jungen

2.2 Zur Situation des Leseunterrichts

3. Das Internetportal „Antolin“ - kurze Vorstellung

3.1 Was ist „Antolin“?

3.2 Wie funktioniert „Antolin“ genau?

3.3 „Antolin“ in der Grundschule: Schülersicht

3.4 „Antolin“ in der Grundschule aus Lehrersicht

3.5 „Antolin“ und die Eltern

3.6 Fazit: Was leistet „Antolin“ für die Leseförderung?

4. Die Lese- und Lernolympiade

4.1 Praktische Durchführung

4.2 Welche Maßnahmen werden zur Unterstützung der Lese- und Lernolympiade empfohlen?

4.3 Leseergebnisse, Prämien für besondere Leseleistungen und der Umgang mit Langsamlesern

4.4 Fazit

5. Leseclub für Jungen "Lesepiraten"

5.1 Institutionelle Voraussetzungen

5.2 Interne Organisation

5.3 Zur konkreten Förderung

5.4 Wie soll ein Lesepass aussehen? Was gehört da alles hinein?

6.Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur effektiven Leseförderung von Jungen im Grundschulalter, um deren Lesemotivation gezielt zu stärken und langfristig zu erhalten. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie durch geschlechtsspezifische Ansätze und die Einbindung motivierender Strukturen dem sinkenden Leseinteresse bei Jungen entgegengewirkt werden kann.

  • Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede im Leseverhalten und der Lesemotivation
  • Evaluation bestehender Fördermodelle wie "Antolin" und die "Lese- und Lernolympiade"
  • Konzeption eines praxisorientierten "Leseclubs für Jungen"
  • Bedeutung der Einbindung von Eltern und pädagogischen Rahmenbedingungen
  • Verknüpfung von Leseförderung mit den Interessen von Jungen (Mediennutzung, Wettbewerb)

Auszug aus dem Buch

3.4 „Antolin“ in der Grundschule aus Lehrersicht

„Antolin“ kann von Lehrern als diagnostisches Instrument genutzt werden. Dadurch, dass der Lehrer den Überblick über die ganze Klasse hat, hat er die Möglichkeit zu sehen, welche Bücher von welchen Schülern gelesen werden. Er sieht, welche Schüler viel und welche nicht so viel lesen. Genauso erkennt er, ob ein Schüler leichtere oder schwerere Quizfragen zur Beantwortung ausgewählt hat. So kann der Lehrer „statistische Auswertungen über die Leseaktivitäten und -fortschritte der Klasse und seiner Schüler/-innen“ {s. Nutzerhandbuch} erstellen. Er kann Gratifikationen in Form von Urkunden (mit und ohne „Antolin“-Raben), die als zusätzliche Motivation dienen, an Schüler verteilen. Ebenso kann der Lehrer Empfehlungen zum Lesen für seine Schüler erstellen. Das geht sowohl für die ganze Klasse als auch für die einzelnen Schüler.

Außerdem kann der Lehrer per in die Seite integrierte Mailbox mit seinen Schüler kommunizieren, „zur Motivation, zum Austausch über Bücher, aber auch um z. B. Hausaufgaben zu geben oder Arbeitsaufträge zu erteilen“ {S. 5, a.a.O.}. Darüber hinaus ist es möglich, zu in Schulprojekten entstandenen eigenen Büchern Quizfragen selbst zu erstellen und für Schüler zugänglich zu machen. Die „Kreativ-Box“, die jeden Monat neu erscheint, bietet zudem die Möglichkeit, eigene Texte auf der „Antolin“-Seite zu veröffentlichen. Das gibt den Schülern einen besonderen Motivationsschub, weil sie merken, dass sie die Texte nicht nur für sich oder ihren Lehrer schreiben, sondern dass auch andere Schüler diese Texte lesen und bewerten können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der geringeren Lesemotivation bei Jungen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das Vorgehen bei der Fördermittelanalyse vor.

2. Zur Begründung der Leseförderung speziell für Jungen: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Leseförderung durch die Analyse von Lesekompetenz, Geschlechterrollen in der Literatur und den Einfluss von Freizeitmedien.

3. Das Internetportal „Antolin“ - kurze Vorstellung: Das Kapitel führt in das Online-Portal ein, beschreibt dessen Funktionsweise für Schüler und Lehrer und reflektiert die diagnostischen Möglichkeiten sowie die Einbindung der Eltern.

4. Die Lese- und Lernolympiade: Es werden Methoden zur praktischen Umsetzung von Lesewettbewerben beschrieben, inklusive Empfehlungen für den Unterricht und den Umgang mit Leseverweigerern.

5. Leseclub für Jungen "Lesepiraten": Dieser Abschnitt präsentiert einen eigenen, praxisnahen Konzeptentwurf zur Gestaltung eines geschlechtsspezifischen Rückzugsortes für Jungen zur Förderung der Leselust.

6.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Schule und Elternhaus für eine erfolgreiche, motivierende Leseförderung.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Jungenförderung, Lesemotivation, Antolin, Grundschule, Lese- und Lernolympiade, Lesepass, Mediennutzung, Lesekompetenz, geschlechtsspezifischer Unterricht, Leseclub, Leseverhalten, Lesepiraten, Leseförderkonzept, Grundschulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Strategien und praktischen Konzepten zur Leseförderung von Jungen in der Grundschule, um deren oft sinkendes Leseinteresse durch gezielte Ansätze zu beleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind geschlechtsspezifische Unterschiede beim Lesen, der Einsatz von digitalen Lernportalen (Antolin), die Durchführung von Lesewettbewerben und die Etablierung eines eigenen Leseclubs für Jungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jungen durch motivierende und auf ihre Interessen zugeschnittene Methoden erfolgreich zum Lesen animiert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Praxiskonzepte, ergänzt durch pädagogische Überlegungen aus der Schulpraxis der Autorin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Gründe für die Jungenförderung, stellt bestehende Konzepte wie „Antolin“ und die „Lese- und Lernolympiade“ vor und entwickelt ein eigenes Konzept für einen „Leseclub für Jungen“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Lesemotivation, Jungenförderung, Lesekultur, Grundschule und praxisorientierte Leseförderkonzepte.

Wie unterscheidet sich der vorgeschlagene "Leseclub für Jungen" von Standard-Leseförderungen?

Der Leseclub schafft einen exklusiven Rückzugsort für Jungen, der durch jahrgangsübergreifende Arbeit und eine offene Auswahl an Medien (inklusive Comics und Zeitschriften) die Freude am Lesen ohne Notendruck in den Vordergrund stellt.

Welche Rolle spielt das Portal "Antolin" bei der Leseförderung laut der Autorin?

Antolin wird als wertvolles, ergänzendes Diagnoseinstrument gelobt, das durch wettbewerbsorientierte Quizfragen motiviert, jedoch laut der Autorin durch literarische Austauschformate ergänzt werden sollte.

Warum wird im Kontext des Leseclubs auf Schnelligkeitstests verzichtet?

Die Autorin möchte beim Leseclub bewusst keine leistungsbezogene Auslese oder einen auf Noten ausgerichteten Druck erzeugen, da das primäre Ziel die langfristige Steigerung der Leselust ist, unabhängig vom Lesetempo.

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Details

Title
Leseförderung speziell für Jungen. Leseolympiaden, Leseclubs und das Internetportal "Antolin"
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
2
Author
Svetlana Husenbeth (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V317308
ISBN (eBook)
9783668163041
ISBN (Book)
9783668163058
Language
German
Tags
leseförderung jungen leseolympiaden leseclubs internetportal antolin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svetlana Husenbeth (Author), 2014, Leseförderung speziell für Jungen. Leseolympiaden, Leseclubs und das Internetportal "Antolin", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317308
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