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Carl Rogers und die "drei Entwicklungsphasen". Der nicht-direktive, der klientenzentrierte und der personenzentrierte Ansatz

Title: Carl Rogers und die "drei Entwicklungsphasen". Der nicht-direktive, der klientenzentrierte und der personenzentrierte Ansatz

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Victoria Theis (Author)

Psychology - General
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Der Titel der vorliegenden Arbeit lässt offen, ob Carl Rogers Werk in den Bereich der Psychotherapie bzw. Beratung fällt, oder ob es einer Methode der Gesprächsführung zuzuordnen ist. Der theorieleitende Aufsatz mit dem Titel „A Theory of Therapy, Personality and Interpersonal Relationship , as developed in the Client-Centered Framework“ wurde zwar von Rogers verfasst, jedoch wurden die theoretischen Grundlagen „damals sehr vage vorformuliert.“ Es wurde somit Raum geschaffen für eigenständige Entwicklungen und Begriffsformulierungen in verschiedenen Kontexten.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung der sogenannten „Drei Entwicklungsphasen“ im Werk von Carl Rogers. Als Orientierung dienen die von Sabine Weinberger benannten Phasen: Die nicht-direktive Phase; die klientenzentrierte Phase und die personenzentrierte Phase.

Die drei Phasen werden jeweils mit persönlichen Erfahrungen und Lernerlebnissen Carl Rogers gefüllt. Daneben wird das Menschenbild Rogers miteinbezogen, welches die Grundlage seiner Persönlichkeitstheorien darstellt. Zudem wird eine Variable genauer betrachtet, die für die jeweilige Phase von besonderer Bedeutung ist. Alle drei therapeutischen Einstellungen sind eng miteinander verbunden: „Es sind vielleicht drei Dimensionen eines elementaren Faktors.“ Die Schlussbetrachtung sowie der Ausblick geben einen Überblick über einige Schwierigkeiten des Ansatzes von Carl Rogers.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE NICHT-DIREKTIVE PHASE

2.1 Fazit der nicht- direktiven Phase

3. DIE KLIENTENZENTRIERTE PHASE

3.1 Fazit der klientenzentrierten Phase

4. DIE PERSONENZENTRIERTE PHASE

4.1 Fazit der personenzentrierten Phase

5. FAZIT UND AUSBLICK

6. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische und praktische Entwicklung des therapeutischen Ansatzes von Carl Rogers im Verlauf seiner drei zentralen Entwicklungsphasen: die nicht-direktive, die klientenzentrierte und die personenzentrierte Phase. Ziel der Arbeit ist es, die Evolution der psychologischen Konzepte, des Menschenbildes sowie der Rolle des Therapeuten innerhalb dieser Phasen darzustellen, um so ein tiefgreifendes Verständnis für die Veränderungsprozesse in Rogers Werk zu schaffen.

  • Darstellung der drei Entwicklungsphasen nach Sabine Weinberger
  • Analyse des Wandels im Verständnis von Beratung und Therapie
  • Untersuchung des Menschenbildes und der Persönlichkeitstheorie von Carl Rogers
  • Herausarbeitung der therapeutischen Schlüsselvariablen wie Empathie, Kongruenz und bedingungslose Akzeptanz
  • Kritische Würdigung der praktischen Anwendbarkeit und der Grenzen des Ansatzes

Auszug aus dem Buch

Die nicht-direktive Phase

Rogers erstes, in größeren Kreisen bekanntes Buch, wurde „Counseling and Psychotherapy“ genannt, was in Deutschland unter dem Titel „Die nicht- direktive Beratung“ bekannt wurde. Die Worte „Beratung“ und „ Therapie“ werden hier nicht voneinander unterschieden. Später etablierte Rogers den „Personenzentrierten Ansatz“.

In seiner Zeit als Leiter einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle versuchte Rogers in einem ersten Buch seine Erfahrungen theoretisch aufzuarbeiten, indem er sich mit dem damals gängigen Behandlungskonzept über sogenannte „Problemkinder“ auseinandersetzte. Standardisierte Testverfahren sollten es ermöglichen zu verdeutlichen, „was nun gerade für dieses Kind oder für diese Familie geeignet sein könnte“.

Rogers gelangte während seiner Zeit in der Beratungsstelle zu der Erkenntnis, „dass der Klient derjenige ist, der weiß, wo der Schuh drückt, welche Richtungen einzuschlagen, welche Erfahrungen tief begraben gewesen sind, und dass der vom Klienten gewählte Problemlösungsprozess meistens der günstigste ist.“

Das für ihn entscheidende Ereignis hatte Rogers jedoch während eines Gespräches mit einer Mutter über deren Sohn. Die Unterhaltung wollte jedoch nicht so recht gelingen, weshalb Rogers vorschlug, das Gespräch zu beenden. „Als sie dabei war, den Raum zu verlassen, drehte sie sich um und fragte: „Beraten Sie auch Erwachsene?“ Verwirrt antwortete ich, dass dies manchmal der Fall sei. Woraufhin sie ihren Stuhl zurückkehrte, die Geschichte ihrer Schwierigkeiten zwischen ihr und ihrem Mann hervorsprudelte und von ihrem großen Bedürfnis nach Hilfe sprach. Ich war vollständig überwältigt. Was sie mir erzählte, ähnelte in keiner Weise der glatten Geschichte, die ich ihr entlockt hatte. Ich wusste kaum, was zu tun sei, also hörte ich erst einmal zu (...) Das war für mich eine Erfahrung von größter Bedeutung. Ich war ihr gefolgt, nicht sie mir. Ich hatte zugehört, anstatt sie zu dem diagnostischen Verständnis zu bringen, das ich schon erreicht hatte.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die drei Phasen im Werk von Carl Rogers zu untersuchen und die theorieleitenden Grundlagen seines Ansatzes vorzustellen.

2. DIE NICHT-DIREKTIVE PHASE: Dieses Kapitel beschreibt die Anfänge von Rogers, geprägt durch die Erkenntnis, dass der Klient selbst die beste Problemlösungskompetenz besitzt und der Therapeut weitgehend auf Interventionen verzichten sollte.

2.1 Fazit der nicht- direktiven Phase: Das Fazit fasst zusammen, dass in dieser frühen Phase die Abgrenzung zur Psychoanalyse und die Schaffung einer angstfreien Atmosphäre im Mittelpunkt standen.

3. DIE KLIENTENZENTRIERTE PHASE: Hier wird der Übergang von der nicht-direktiven hin zur klientenzentrierten Beratung beschrieben, inklusive der Entwicklung der Persönlichkeitstheorie und der Bedeutung der Einfühlung.

3.1 Fazit der klientenzentrierten Phase: Dieses Fazit betont die Verschiebung des Fokus auf die subjektiven Erfahrungen des Klienten und die Rolle des Therapeuten als Begleiter.

4. DIE PERSONENZENTRIERTE PHASE: Dieses Kapitel thematisiert die Erweiterung des Ansatzes auf Gruppenbegegnungen, die Bedeutung der persönlichen Authentizität des Beraters und die existenzialistische Prägung.

4.1 Fazit der personenzentrierten Phase: Das Fazit verdeutlicht, dass die offene Arbeitsweise und der Fokus auf die Begegnung von Person zu Person den Ansatz auf fast alle Lebensbereiche übertragbar machen.

5. FAZIT UND AUSBLICK: Dieser Abschnitt reflektiert die Stärken und Schwierigkeiten des Rogers'schen Ansatzes und ordnet ihn kritisch in den wissenschaftlichen Kontext ein.

6. SCHLUSS: Der Schluss fasst zusammen, wie sich der ursprüngliche psychotherapeutische Ansatz zu einer universellen Gesellschaftstheorie entwickelte und betont die bleibende Relevanz der Grundhaltungen.

Schlüsselwörter

Carl Rogers, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Personzentrierter Ansatz, Nicht-direktive Beratung, Psychotherapie, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, Selbstkonzept, Aktualisierungstendenz, Encounter-Gruppen, Selbstexploration, Authentizität, Persönlichkeitsentwicklung, therapeutische Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und inhaltliche Entwicklung des therapeutischen Ansatzes von Carl Rogers anhand seiner drei zentralen Entwicklungsphasen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Evolution der therapeutischen Haltung, die Entwicklung der Persönlichkeitstheorie, das Menschenbild bei Rogers und der Übergang von der Einzelfalltherapie zur Gruppenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die theoretische Wandlung von der nicht-direktiven zur personenzentrierten Beratung detailliert nachzuzeichnen und die zugrundeliegenden Konzepte zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse der Originalwerke von Carl Rogers sowie der einschlägigen fachwissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die drei Phasen (nicht-direktiv, klientenzentriert, personenzentriert), wobei für jede Phase die theoretischen Kernkonzepte und deren praktische Implikationen analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Carl Rogers, Klientenzentrierung, Personzentrierung, Empathie, Kongruenz, Selbstkonzept und therapeutische Haltung.

Warum ist das „Selbst“ als Schlüsselbegriff für Rogers problematisch?

Das „Selbst“ bei Rogers ist ein theoretisches Konstrukt, das empirisch nicht direkt beobachtbar oder messbar ist, was seine wissenschaftliche Validierung erschwert.

Inwiefern ist das Konzept der „nicht-direktiven“ Beratung in der Praxis kritisch zu hinterfragen?

Es wird argumentiert, dass eine konsequent nicht-direktive Haltung schwer realisierbar ist, da jegliche Kommunikation – auch die therapeutische – immer eine Form von Einflussnahme darstellt.

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Details

Title
Carl Rogers und die "drei Entwicklungsphasen". Der nicht-direktive, der klientenzentrierte und der personenzentrierte Ansatz
College
University of Hildesheim
Grade
1,0
Author
Victoria Theis (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V317315
ISBN (eBook)
9783668164284
ISBN (Book)
9783668164291
Language
German
Tags
Carl Rogers direktiv Kommunikation Ansatz personenzentriert Gesprächsführung Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Victoria Theis (Author), 2015, Carl Rogers und die "drei Entwicklungsphasen". Der nicht-direktive, der klientenzentrierte und der personenzentrierte Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317315
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