Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Die römische Cena. Von der einfachen Speise bis zum Tafelluxus

Titel: Die römische Cena. Von der einfachen Speise bis zum Tafelluxus

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Eva Sailer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll sich mit der Entwicklung beziehungsweise dem Unterschied von der Speise der einfachen Leute bis hin zum Tafelluxus der gehobenen Bürgerschaft im antiken Rom beschäftigen. Wie lässt es sich erklären, dass sich die Bevölkerung in der republikanischen Zeit allein mit dem Stillen des Hungers zufrieden gab, wohingegen die Bürger in der Kaiserzeit sich immer mehr dem Tafelluxus hingaben und die Speisen nicht aufwendig genug sein konnten? Welchen Einfluss hatten die Griechen auf diese Entwicklung oder nahmen sie gar eine Vorbildfunktion ein?

Brot und Spiele – eine Redensart, die auch in der Gegenwart noch häufig zu hören ist. Doch seinen Ursprung findet dieser Ausdruck tatsächlich in der Antike und stammt von keinem Geringeren als Juvenal. Wörtlich übersetzt bedeutet „panem et circenses" Brot und (Zirkus-)spiele. Beim römischen Autor stand der Ausspruch für das kurz nach der Republik entpolitisierte Volk, welches sich lediglich mit Brot und Spielen, also ausreichend Grundnahrungsmitteln und Unterhaltung zufrieden gab, und keinerlei weiterführende Machtansprüche mehr hegte.

Denkt man aber an Mahlzeiten oder Gastmähler im alten Rom, so kommen den meisten schnell Bilder von ausschweifenden und luxuriösen Fressgelagen in den Kopf: Tische, die mit sämtlichen Köstlichkeiten gedeckt sind und eine gemütliche Gesellschaft, die sich an den Delikatessen bedient, während im Hintergrund Tänze oder Schauspiele aufgeführt werden.

Da das Essen im Allgemeinen – zumindest tagsüber – keine allzu große Rolle weder bei den Griechen noch bei den Römern spielte, wird sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Cena, dem Abendessen und der eigentlichen Hauptmahlzeit beschäftigen. Um die Entwicklung der römischen Cena herauszuarbeiten, soll zunächst das Hauptaugenmerk auf der Speise der einfachen Leute, dem Gesinde liegen. Die Darstellung von wirtschaftlichen Verhältnissen und anschließend der Nahrungsaufnahme und -zubereitung wird dann den Ursprung der Cena aufzeigen. Darauffolgend richtet sich die Arbeit in Punkt drei der gehobeneren Gesellschaftsschicht und deren Essgewohnheiten. Bei all jenen Gliederungsabschnitten soll der Schwerpunkt natürlich auf den Römern liegen, jedoch müssen auch die alten Griechen in gewissem Maße berücksichtigt werden, um letztendlich klären zu können, wir stark ihr Einfluss tatsächlich war. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung, die die gewonnenen Erkenntnisse beinhalten und die oben gestellten Fragen beantworten soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Speise der einfachen Leute

2.1 Wirtschaftliche Verhältnisse

2.2 Nahrungsaufnahme und -zubereitung

3. Tafelluxus

3.1 Wirtschaftliche Verhältnisse

3.2 Nahrungsaufnahme und -zubereitung

3.3 Tischsitten und Tischunterhaltung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der römischen Esskultur, ausgehend von der einfachen, funktionalen Ernährung der republikanischen Zeit bis hin zum exzessiven Tafelluxus der kaiserzeitlichen Oberschicht, und beleuchtet dabei den Einfluss griechischer Vorbilder.

  • Vergleich der Ernährungsweise zwischen einfachen Bevölkerungsschichten und der Oberschicht.
  • Analyse der sozioökonomischen Faktoren, die den Wandel der Cena beeinflussten.
  • Untersuchung des griechischen Einflusses auf römische Tischsitten und Gastmähler.
  • Darstellung von Speisefolgen, Zubereitungsarten und den Räumlichkeiten des Speisens (Triclinium).
  • Die Cena als Ort sozialer Repräsentation und gesellschaftlicher Interaktion.

Auszug aus dem Buch

3.1 Wirtschaftliche Verhältnisse

Besonders bei reichen Römern äußerte sich der ansteigende Tafelluxus durch besondere Vorlieben, zum Beispiel in der Entdeckung von Fisch und anderen Meeresfrüchten. Wer es sich leisten konnte, legte in seiner Villa sogar Zuchtbecken an, um den Eigenbedarf an Goldbrasse, Muräne und anderen exquisiten Fischarten zu decken. Gleichermaßen verhielt es sich mit dem Fleisch: Neben Schweinefleisch und dem gewöhnlichen Geflügel wie Gänse, Hühner und Enten, bemühte sich die Oberschicht auch um Züchtungen von außergewöhnlicheren Tieren wie Fasane, Pfauen, Perlhühner, Tauben und Flamingos, die als Feinkost ihre Tafel schmücken sollten. In entsprechenden Gehegen hielt man sich zusätzlich Wildtiere, denn besonders Wildschweine oder Kaninchen fanden oft und gerne den Weg in die antiken Küchen. Die Zucht an sich wurde zu einer Kunst, in der es galt, die jeweiligen Tiere nach Anweisungen zu mästen, damit sie die bestmöglichen Delikatessen ergaben. Beispielsweise sollte die Fütterung von Schweinen mit Feigen zu vorzüglichem Geschmack der Schweineleber führen. Zudem befand sich der betuchte Römer dazu in der Lage, exotische Produkte aus entlegeneren Gefilden des Reiches oder dem Ausland zu importieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Cena und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Entwicklung der römischen Esskultur unter Berücksichtigung griechischer Einflüsse.

2. Die Speise der einfachen Leute: Dieses Kapitel beschreibt die karge Ernährung der Bauern und Stadtbewohner, deren Hauptnahrungsmittel Getreidebrei und Gemüse waren.

3. Tafelluxus: Hier wird der Wandel zur exzessiven Esskultur der Oberschicht analysiert, die durch Importe, aufwendige Zucht und prunkvolle Gastmähler geprägt war.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Wandel der Cena sowohl auf kulturellen Einflüssen als auch auf gesellschaftlichen und zeitlichen Fortschritten beruhte.

Schlüsselwörter

Römisches Reich, Cena, Tafelluxus, Antike, Gastmahl, Ernährung, Triclinium, Petron, Apicius, Sozialgeschichte, Esskultur, Getreide, Delikatessen, Geschichte, Antike Ernährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Evolution der römischen Mahlzeiten, speziell des Abendessens (Cena), von der einfachen, hungerstillenden Ernährung der Republik bis zum prunkvollen Luxus der Kaiserzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Beschaffung von Nahrungsmitteln, die Rolle des griechischen Einflusses auf die römische Gesellschaft sowie die Bedeutung der Cena als soziales Statussymbol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Wandel der römischen Essgewohnheiten zu identifizieren und zu klären, inwieweit die gehobene Gesellschaft durch griechische Sitten beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse schriftlicher Quellen (u.a. Juvenal, Cato, Petron, Apicius) und archäologischer Funde, um ein Bild der damaligen Ernährungskultur zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ernährung der einfachen Bevölkerung und der reichen Oberschicht, unterteilt in wirtschaftliche Faktoren, Nahrungszubereitung und soziale Tischsitten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Tafelluxus, Cena, antike Ernährung, soziale Differenzierung und römische Lebensweise.

Warum war das Triclinium für das römische Gastmahl so wichtig?

Das Triclinium ermöglichte durch die Anordnung der Liegesofas eine spezifische kommunikative Situation, die direkte Blickkontakte zwischen den Gästen förderte und den gesellschaftlichen Status unterstrich.

Welche Rolle spielte Petron bei der Beschreibung des Tafelluxus?

Petron bietet in seiner "Cena Trimalchionis" eine satirisch überspitzte Darstellung der Extravaganzen reicher Römer, die als wichtige, wenn auch literarisch stilisierte, Quelle für die Esskultur dient.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die römische Cena. Von der einfachen Speise bis zum Tafelluxus
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Alltagsleben im antiken Rom
Note
3,0
Autor
Eva Sailer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V317452
ISBN (eBook)
9783668167995
ISBN (Buch)
9783668168008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
cena speise tafelluxus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Sailer (Autor:in), 2011, Die römische Cena. Von der einfachen Speise bis zum Tafelluxus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317452
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum